Dienstag, 12. Juni 2018

Das 372. Montagsspielen mit Pandemic Steigende Flut, Würfelgemüse und Black Jacky



Meine erste Partie PANDEMIC STEIGENDE FLUT habe ich ganz stilecht in Holland, und zwar in der Provinz Noordholland gespielt, im Osterurlaub. Macht ja auch Sinn, denn thematisch geht es darum, die Niederlande vor den Fluten zu bewahren. Das Wasser breitet sich aus und fließt ins Land, wir bauen gemeinsam Deiche und entwässern das Land. Unser Ziel: Die vier großen Wasserbauwerke der Niederländer zu errichten, bevor wir vom Wasser überspült werden. Zwei davon könnten Sie kennen, den Abschlussdeich am Ijsselmeer und die Deltawerke längs der südlichen Nordseeküste, hauptsächlich in der Provinz Zeeland. Von den „Normalisiringswerken“ habe ich noch nie was gehört, von „Ruimte voor de Rivier“ hingegen schon. Man schafft auch in Deutschland mehr Raum für Überflutungen, damit der Wasserstand bei eingedeichten Flüssen nicht soweit ansteigt, dass die Deiche überflutet werden oder brechen können. Nur die Deiche zu erhöhen, bringt's nicht mehr. Das Wasser bekommt wieder den Platz, den wir Menschen dem Wasser genommen haben.

Dienstag, 5. Juni 2018

Das 371. Montagsspielen nur mit The Rise of Queensdale



Kurzentschlossen starten wir am Montag mit den Abonnentenspielern Benjamin und Marcus THE RISE OF QUEENSDALE. Endlich liegt es auch auf unserem Tisch. Es ist ein richtig fetter Brocken. Natürlich schauen wir uns das Material nicht an, nur das nötigste wird heraus gesucht. Eben das, was uns das Blatt für die Spielvorbereitung und die noch wenig umfangreiche Regel vorgibt. Was wir allerdings sofort haben sind Platzprobleme. Unser Küchentisch ist eigentlich immer groß genug, aber wir müssen trotzdem was auslagern. Gut, alles Material brauchen wir nicht, aber wir können auch nicht alles auslegen. Gerade die Tableaus mit den Bauwerken müssen von Hand zu Hand wandern.

Mittwoch, 16. Mai 2018

Das 370. Montagsspielen mit Krieg der Knöpfe und Billabong



Ob heutige Kinder oder Jugendliche noch das Buch kennen? „Krieg der Knöpfe“ habe ich selbst auch nie gelesen, dafür als Kind einen uralten Film darüber gesehen und noch öfter eine Cassette gehört. So eine Eisen-III-Cassette aus der Bücherei. Und die habe ich mir oft ausgeliehen, ich weiß also worum es geht: Um zwei Banden aus zwei französischen Dörfern, die sich nicht leiden können und sich deshalb gegenseitig Knöpfe von Hemden und Hosen abschneiden. Knöpfe waren ja früher das, was heute Reiß- und Klettverschlüsse sind.


Und Knöpfe – aus Holz – sind die Währung im Spiel und das Mittel zum Zweck. Für Knöpfe kann man sich so gut wie alles kaufen: Würfel, Baumaterial für die Hütte und auch Sterne. Wer als erster mit sechs Hölzern seine Hütte fertig baut oder sechs Sterne hat, gewinnt das Spiel. Ob jetzt das eine oder andere Dorf gewinnt, spielt allerdings keine Rolle.

Dienstag, 8. Mai 2018

Rezension: Black Jacky von Ravensburger

Johannes Krenner: BLACK JACKY für 2-6 Personen mit Illustration von Dynamo Ltd. bei Ravensburger 2018

Ich mag Kartenspiele sehr. Zwei haben mich in dieser Saison bislang fasziniert, darunter sogar eines von Reiner Knizia. Sein VOODOO PRINCE hat einen trickreichen Kniff, den man einzusetzen wissen muss. Erst vornehme Zurückhaltung, dann aber doch noch alles stechen was geht. Und auch DRUIDS von Amigo fand ich gut, und dass, obwohl ich nicht so richtig verstanden habe, wie man siegreich spielen muss. Und jetzt reiht sich dieses kleine Katzenspiel hier ein … Sie meinen, ich hätte eines vergessen, was diese Saison unbedingt dazu gehört?! Auf keinen Fall, es geht hier um Spiele und nicht um Zählübungen im Gehirn. Und schon gar nicht um Synchronisation.

Mittwoch, 2. Mai 2018

Rezension: Captain Sonar von Pegasus

Ene Besuch im U-Boot...

Kurs Nord! Ok! … Maschinist?! Maaschinist!!! Äh, ok. Ich merke, wie dem Kapitän der Kamm schwillt. So kann das ja nix werden. Im U-Boot muss alles laufen, alles funktionieren. Keine dummen Nachfragen, kein Verpennen der Befehlsketten. Nochmal: Nord! Ok vom 1. Offizier, okay … vom Maschinisten. Nord! Wir fahren also geradeaus weiter nach oben. Da ist uns wohl keine Insel im Weg. Ich halte meine Lauscher auf, wohin fährt das andere U-Boot. West, West, Nord und was war das gerade? Sind die schneller als wir?!

Dienstag, 24. April 2018

Das 369. Montagsspielen zu acht nur mit Captain Sonar


Eigentlich habe ich gar nicht geglaubt, dass das wirklich klappt. Aber siehe: Acht Besatzungsmitglieder finden sich ein. Sieben Männer und eine Frau. Ist das die typische Zusammensetzung für ein Spiel wie CAPTAIN SONAR? Bevor ich hier abschweife, über die Frauen/Männer-Quote im Vielspielerbereich philosophiere, tauchen wir dann lieber gleich ab.

Was wir brauchen? Zwei Mal vier Positionen im U-Boot: KaLeu, I. WO, Funkbude und Johann, das Gespenst an der Maschine. Dann ist „Das Boot“ komplett, wobei ich mich gar nicht mehr so genau daran erinnern kann, wer im Boot in der Funkbude gesessen hat. An den Mann am Horchgerät hingegen schon, das war wohl Heinz Hoenig. War der gleichzeitig Funkmaat? Die zwei Mannschaften stehen: Funker, Kapitän, I. Wachoffizier und Maschinist.

Freitag, 20. April 2018

Das 368. Montagsspielen mit Race for the New Found Land und dem altbekannten Absacker



Heute startet das Rennen nach Neufundland zu dritt. Mit an Bord ist der Abonnentenspieler Benjamin. Zwei Neulinge also, die ich schön über den Löffel barbieren kann. Ich hab RACE TO THE NEW FOUND LAND bereits beim letzten Montagsspielen mit Michael gespielt.

Ich weiß, wie das Schiff laufen muss. Vorwärts, und das möglichst in führender Position. Schließlich sind die Aufträge lukrativ, die auf der Rennstrecke zu ergattern sind. Und je eher, am besten als Erster, man an die Aufträge kommt, umso besser. Der Erste darf unter allen Aufträgen wählen. Da kann man sich schön die Aufträge heraus picken, die am besten zur eigenen Strategie oder Spielsituation passen. Worauf habe ich gesetzt? Heute spiele ich auf Warenlieferungen an die Städte.

Dienstag, 10. April 2018

Rezension: Druids von Amigo

Günter Burkhardt und Wolfgang Lehmann: DRUIDS für 3-5 Personen mit Grafik von Franz Vohwinkel bei Amigo 2017

Optisch erinnert DRUIDS ganz klar an WIZARD. So wie WITCHES schon an WIZARDS erinnerte, aber natürlich gibt‘s ein paar Änderungen. Ansonsten gilt selbstverständlich das 11. Spielegebot: Du sollst kein Spiel neben WIZARD haben, außer SKULL KING. Also, worum geht’s hier, was ist anders? Natürlich geht’s auch um Stiche, aber eben auch darum, nicht die fünfte Farbe zu erhalten. Und was soll ich sagen? Ich bleibe immer drauf hängen… Plötzlich liegt auch der fünfte Stapel Karten vor mir. Raus bin ich … mit drei Minuspunkten.


Mittwoch, 4. April 2018

Das 367. Montagsspielen mit Race to the New Found Land und Codenames Duett



Es ist neu, und es ist von Hans im Glück. Und es ist von Martin Kallenborn und Jochen Scherer. Von wem? Die beiden waren schon mal bei Hans im Glück aktiv. Über ihr HELIOS gibt’s nicht viel zu sagen, es ist sang- und klanglos untergegangen. Ob's jetzt besser wird? Müsste, denn keiner – auch Hans im Glück nicht, beißt zwei Mal in denselben sauren Apfel.

Das Wettrennen nach Neufundland ist eigentlich ein abstraktes. Die Schiffe fahren nur auf der Punkteleiste und dann auch noch von Nordwesten nach Südosten. Was für ein Quatsch. Und Fahnen oben an den Masten wehen selbstverständlich in eine andere Richtung, als die Segel gebauscht sind. Ja, ja, ich weiß, oben weht anderer Wind als unten in die Segel.

Dienstag, 27. März 2018

Das 365. und 366. Montagsspielen mit Carthago und ein bisschen Kleinkram



CARTHAGO soll noch in die 123. Ausgabe der Fairplay. Kein Wunder also, dass es an zwei aufeinander folgenden Montagen unser Pflichtspiel wird. Die erste Partie mit Astrid und Jürgen verläuft etwas sperrig. Was da an verwobenen Mechaniken geboten wird, erfassen wir wie üblich erst nicht so wirklich. Dafür, dass wir in drei Dekaden à fünf Zügen uns keine Fehler erlauben dürfen, schlagen wir uns … wacker? Eher nicht, CARTHAGO erscheint uns doch als eher kaltes Spiel. Wer sauber spielt, alle Optionen erfasst, wird wohl wesentlich mehr als unsere mickrigen 36, 35 und 28 Punkte erzielen.

Dienstag, 20. März 2018

Rezension: Hanamikoji von Kosmos

Kota Nakayama: HANAMIKOJI für 2 Personen mit Illustration von Maisherly Chan und Grafikdesign von Mirko Akira Suzuki bei Kosmos 2017

Meine Geisha, deine Geisha!?

Da liegen sie in der Mitte, die sieben Geishas. Meine oder deine? Wir legen Karten dazu, deine auf deine, meine auf meine Seite. Die Nummer auf der Geisha gibt an, wie viele Karten davon im Umlauf sind. Schon gesehen? Zwei bis fünf Karten können wir insgesamt an einer Geisha anlegen. Was hat das zur Folge? Gleichstand ist immer möglich, dann gehört die Geisha niemandem, der Besitzanzeiger bleibt bis zur nächsten Runde in der Mitte liegen, wandert nicht zu dir und auch nicht zu mir.

Dienstag, 13. März 2018

Rezension: Majesty von Hans im Glück

Marc André: Majesty für 2-4 Personen mit Illustration von Anne Heidsieck bei Hans im Glück 2017

Prinzessin oder Militär?


Das erste, was mir aufgefallen ist: Die Schachtel glänzt. Absolut untypisch für Spiele von Hans im Glück. Das zweite, was mir gar nicht aufgefallen ist, ist der Name des Autors. Kannte ich nicht. Erst als ich die Schachtel geöffnet habe, das Inlett gesehen habe, hatte ich das Gefühl: Kenn' ich. Das sieht fast genauso aus, wie das von SPLENDOR? Gibt's in SPLENDOR nicht auch so viele Chips? Ist der Autor vielleicht sogar derselbe? Klar, das weiß ich jetzt. Aber gefällt mir MAJESTY genauso wenig wie SPLENDOR?

Splendor & Majesty

Dienstag, 6. März 2018

Das 2. große Auswärtsspielen auf Texel

Ist das bereits eine Tradition, wenn wir Montagsspieler über Karneval zum zweiten Mal nach Texel zum Spielen fahren? Wir fahren natürlich nur zum Spielen dahin, wir gehen nicht durch deMuy oder deSlufter, wir gehen niemals an den Strand, wir gehen nicht in den Paal 28 zum all-you-can-eat Spareribs-Essen, auch nicht ins Sluftercafe. Nein, dafür bleibt keine Zeit, denn wir verspielen fast vier Stunden mit einer Partie TERRAFORMING MARS, weil wir dafür zu blöd sind. Das wurde uns schon konstatiert. Wir können die Zeit auch nicht nutzen, um das ruppige Wetter zu erspüren und die marsianischen Dünengebiete zu erkunden.


Wir wären wirklich schön doof, wenn wir den ganzen Tag am Spieltisch klebten. Dann müssten wir nicht auf die Insel fahren. Dann dürften wir nicht das leckere Skuumkoppe vom Fass trinken, auch nicht eine Stunde auf einen Tisch im Sluftercafe warten, um ausgesprochen lecker zu essen. Dann wäre dieses Auswärtsspielen auch 2018 nicht so gelungen, wie es bereits im letzten Jahr gewesen ist. Schade eigentlich, dass ein Montagsspieler ein richtiger Karnevalist ist. Wird wohl nie nach Texel mitkommen. Oder wollen wir einen anderen Feiertagstermin nehmen? Einen zusätzlichen?!

Dienstag, 27. Februar 2018

Das 364. Montagsspielen mit Majesty und Scopinion



Die Schachtel glänzt, die Schlacht beginnt. Wir spielen dieses Mal wieder auf MAJESTYs B-Seite. Uns ist allen klar, worauf es ankommt. Astrid kauft deshalb gleich Soldaten und verhaut uns nach Strich und Faden. Mich deutlich mehr als Michael, denn ich bekomme erst gar keine Wachsoldaten, werde eins ums andere Mal zum Opfer. Das Endergebnis spricht Bände. Astrid gewinnt 161 zu 152 zu ganz schlappen 70 Punkten. Das geht doch noch besser … auch auf der aggressiven B-Seite. Hätte ich nur mehr Hexen genommen.

Eine Rezension zu MAJESTY folgt demnächst.

Hanno und Wilfried Kuhn haben so einige Spuren hinterlassen, sind mir von etlichen Spielen bekannt. Jetzt sind sie offensichtlich auch unter die Verleger gegangen. Ihr Verlag heißt Equinox Games, wenn ich das richtig deute. Auf der Schachtel steht sonst nix weiter. Und im Netz findet sich außer einer französischen Spieleseite auch nichts.

Dienstag, 20. Februar 2018

Rezension: Chill & Chili

Lenny Herbert: Chill & Chili für 2-5 Personen mit Illustration von Anne Pätzke bei Schmidt Spiele 2017

Was passiert, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden? Habe ich wirklich zu hohe Erwartungen an dieses Allerweltsspiel? Es ist schließlich „nur“ von Schmidt Spiele, also von keinem Verlag, der von Vielspielern unbedingt sehr gemocht und erst gar nicht in den Himmel gehoben wird. Allerdings dürfte jedem Verleger klar sein: Es ist verdammt schwer, Kraft aus der oftmals kurzen Liebe der Vielspieler zu ziehen, um dauerhaft zu überleben. Aber Verlage wie Schmidt Spiele waren da, werden immer da sein, auch wenn sie zwischendurch die Identität tauschen und eigentlich der Blatz im Schmidtpelz sind. Und Familienspiele gehen doch eigentlich immer, wenigstes eine Saison lang.

Dienstag, 13. Februar 2018

Das 363. Montagsspielen mit Die Gefährten des Marco Polo sowie Exploding Kittens


Ich habe ein wenig geschummelt. Nicht, dass ich beim Spielen bescheißen würde. Ich habe nur vor diesem Montagsspielen bereits AUF DEN SPUREN VON MARCO POLO gespielt, wohlweislich und ganz klar mit dem Vorsatz, heute DIE GEFÄHRTEN DES MARCO POLO zu spielen. Ein kleiner Vorteil für mich und die überraschende Erkenntnis, dass ich doch ein Lieblingsspiel habe. Ich hatte es nur vergessen.

Dienstag, 6. Februar 2018

Rezension: Voodoo Prince von Schmidt Spiele

Reiner Knizia: Voodoo Prince für 2-5 Personen mit Illustration von Stephanie Böhm bei Schmidt Spiele 2017

Natürlich ist das Déjà Vu geplant. SKULL KING lässt grüßen … und Reiner Knizia statt Brent Beck. Und natürlich ist VOODOO PRINCE ein Stichspiel, aber eben keines, bei dem die Anzahl der Stiche angesagt werden muss. Oder doch? Irgendwie schon, denn seine Trümpfe clever einzuteilen ist das Herz des Spiels. Hohe und niedrige Karten auf der Hand zu haben, das lohnt bei VOODOO PRINCE doppelt.

Dienstag, 30. Januar 2018

+ Riverboat von Lookout

Michael Kiesling: RIVERBOAT mit der üblichen Illustration von Klemens Franz für 2-4 Spieler bei Lookout 2017

Der Unterschied ist signifikant. Zwischen Schachtelcover und Spielmaterial … auf jeden Fall optisch. Draußen in Großbuchstaben RIVERBOAT und eine Hafenszene mit Mississippidampfer, drinnen regieren kleine bis winzige Pappplättchen das Geschehen. Mississippidampfer haben nur einen geringen Anteil am Spiel, wir sind eher Herren von Pappplantagen – allerdings ohne Baumwolle und Sklaven. Vielleicht wären wir auch Bierbrauer, wenn es nicht schon HEAVEN & ALE gäbe. Irgendwie ist eine gewisse Verwandtschaft zwischen beiden Spielen spürbar. Könnten Schwestern sein ...

Donnerstag, 25. Januar 2018

Das 362. Montagsspielen mit Riverboat, FastForward: Flucht und Exploding Kittens: NSFW Deck


Auf RIVERBOAT habe ich auch schon ein Auge geworfen. Gut, dass Astrid es heute mitbringt. Es ist von Kiesling, der mit AZUL den diesjährigen Oberkracher im Roten-Pöppel-Bereich vorgelegt hat und mit HEAVEN & ALE einschließlich Co-Autor auch ein starkes Eurogame im Rennen hat. Obwohl, so 100% hat mir HEAVEN & ALE nicht gefallen. Jedenfalls steht es so in meiner Rezi in der Fairplay 122. Und leider, leider geht RIVERBOAT in eine ähnlich Richtung. Was da einem für ein superumfangreichen Punktesalat geboten wird, hätte ich eigentlich von Herrn Feld, aber nicht von Herrn Kiesling erwartet. Hierfür Punkte jetzt, dafür Punkte später und am Ende die große Abrechung. Ist nicht meins, aber Astrids schon. Eine Ersteinschätzung mit ein paar mehr Details folgt.