Dienstag, 10. April 2018

Rezension: Druids von Amigo

Günter Burkhardt und Wolfgang Lehmann: DRUIDS für 3-5 Personen mit Grafik von Franz Vohwinkel bei Amigo 2017

Optisch erinnert DRUIDS ganz klar an WIZARD. So wie WITCHES schon an WIZARDS erinnerte, aber natürlich gibt‘s ein paar Änderungen. Ansonsten gilt selbstverständlich das 11. Spielegebot: Du sollst kein Spiel neben WIZARD haben, außer SKULL KING. Also, worum geht’s hier, was ist anders? Natürlich geht’s auch um Stiche, aber eben auch darum, nicht die fünfte Farbe zu erhalten. Und was soll ich sagen? Ich bleibe immer drauf hängen… Plötzlich liegt auch der fünfte Stapel Karten vor mir. Raus bin ich … mit drei Minuspunkten.


Mittwoch, 4. April 2018

Das 367. Montagsspielen mit Race to the New Found Land und Codenames Duett



Es ist neu, und es ist von Hans im Glück. Und es ist von Martin Kallenborn und Jochen Scherer. Von wem? Die beiden waren schon mal bei Hans im Glück aktiv. Über ihr HELIOS gibt’s nicht viel zu sagen, es ist sang- und klanglos untergegangen. Ob's jetzt besser wird? Müsste, denn keiner – auch Hans im Glück nicht, beißt zwei Mal in denselben sauren Apfel.

Das Wettrennen nach Neufundland ist eigentlich ein abstraktes. Die Schiffe fahren nur auf der Punkteleiste und dann auch noch von Nordwesten nach Südosten. Was für ein Quatsch. Und Fahnen oben an den Masten wehen selbstverständlich in eine andere Richtung, als die Segel gebauscht sind. Ja, ja, ich weiß, oben weht anderer Wind als unten in die Segel.

Dienstag, 27. März 2018

Das 365. und 366. Montagsspielen mit Carthago und ein bisschen Kleinkram



CARTHAGO soll noch in die 123. Ausgabe der Fairplay. Kein Wunder also, dass es an zwei aufeinander folgenden Montagen unser Pflichtspiel wird. Die erste Partie mit Astrid und Jürgen verläuft etwas sperrig. Was da an verwobenen Mechaniken geboten wird, erfassen wir wie üblich erst nicht so wirklich. Dafür, dass wir in drei Dekaden à fünf Zügen uns keine Fehler erlauben dürfen, schlagen wir uns … wacker? Eher nicht, CARTHAGO erscheint uns doch als eher kaltes Spiel. Wer sauber spielt, alle Optionen erfasst, wird wohl wesentlich mehr als unsere mickrigen 36, 35 und 28 Punkte erzielen.

Dienstag, 20. März 2018

Rezension: Hanamikoji von Kosmos

Kota Nakayama: HANAMIKOJI für 2 Personen mit Illustration von Maisherly Chan und Grafikdesign von Mirko Akira Suzuki bei Kosmos 2017

Meine Geisha, deine Geisha!?

Da liegen sie in der Mitte, die sieben Geishas. Meine oder deine? Wir legen Karten dazu, deine auf deine, meine auf meine Seite. Die Nummer auf der Geisha gibt an, wie viele Karten davon im Umlauf sind. Schon gesehen? Zwei bis fünf Karten können wir insgesamt an einer Geisha anlegen. Was hat das zur Folge? Gleichstand ist immer möglich, dann gehört die Geisha niemandem, der Besitzanzeiger bleibt bis zur nächsten Runde in der Mitte liegen, wandert nicht zu dir und auch nicht zu mir.

Dienstag, 13. März 2018

Rezension: Majesty von Hans im Glück

Marc André: Majesty für 2-4 Personen mit Illustration von Anne Heidsieck bei Hans im Glück 2017

Prinzessin oder Militär?


Das erste, was mir aufgefallen ist: Die Schachtel glänzt. Absolut untypisch für Spiele von Hans im Glück. Das zweite, was mir gar nicht aufgefallen ist, ist der Name des Autors. Kannte ich nicht. Erst als ich die Schachtel geöffnet habe, das Inlett gesehen habe, hatte ich das Gefühl: Kenn' ich. Das sieht fast genauso aus, wie das von SPLENDOR? Gibt's in SPLENDOR nicht auch so viele Chips? Ist der Autor vielleicht sogar derselbe? Klar, das weiß ich jetzt. Aber gefällt mir MAJESTY genauso wenig wie SPLENDOR?

Splendor & Majesty

Dienstag, 6. März 2018

Das 2. große Auswärtsspielen auf Texel

Ist das bereits eine Tradition, wenn wir Montagsspieler über Karneval zum zweiten Mal nach Texel zum Spielen fahren? Wir fahren natürlich nur zum Spielen dahin, wir gehen nicht durch deMuy oder deSlufter, wir gehen niemals an den Strand, wir gehen nicht in den Paal 28 zum all-you-can-eat Spareribs-Essen, auch nicht ins Sluftercafe. Nein, dafür bleibt keine Zeit, denn wir verspielen fast vier Stunden mit einer Partie TERRAFORMING MARS, weil wir dafür zu blöd sind. Das wurde uns schon konstatiert. Wir können die Zeit auch nicht nutzen, um das ruppige Wetter zu erspüren und die marsianischen Dünengebiete zu erkunden.


Wir wären wirklich schön doof, wenn wir den ganzen Tag am Spieltisch klebten. Dann müssten wir nicht auf die Insel fahren. Dann dürften wir nicht das leckere Skuumkoppe vom Fass trinken, auch nicht eine Stunde auf einen Tisch im Sluftercafe warten, um ausgesprochen lecker zu essen. Dann wäre dieses Auswärtsspielen auch 2018 nicht so gelungen, wie es bereits im letzten Jahr gewesen ist. Schade eigentlich, dass ein Montagsspieler ein richtiger Karnevalist ist. Wird wohl nie nach Texel mitkommen. Oder wollen wir einen anderen Feiertagstermin nehmen? Einen zusätzlichen?!

Dienstag, 27. Februar 2018

Das 364. Montagsspielen mit Majesty und Scopinion



Die Schachtel glänzt, die Schlacht beginnt. Wir spielen dieses Mal wieder auf MAJESTYs B-Seite. Uns ist allen klar, worauf es ankommt. Astrid kauft deshalb gleich Soldaten und verhaut uns nach Strich und Faden. Mich deutlich mehr als Michael, denn ich bekomme erst gar keine Wachsoldaten, werde eins ums andere Mal zum Opfer. Das Endergebnis spricht Bände. Astrid gewinnt 161 zu 152 zu ganz schlappen 70 Punkten. Das geht doch noch besser … auch auf der aggressiven B-Seite. Hätte ich nur mehr Hexen genommen.

Eine Rezension zu MAJESTY folgt demnächst.

Hanno und Wilfried Kuhn haben so einige Spuren hinterlassen, sind mir von etlichen Spielen bekannt. Jetzt sind sie offensichtlich auch unter die Verleger gegangen. Ihr Verlag heißt Equinox Games, wenn ich das richtig deute. Auf der Schachtel steht sonst nix weiter. Und im Netz findet sich außer einer französischen Spieleseite auch nichts.

Dienstag, 20. Februar 2018

Rezension: Chill & Chili

Lenny Herbert: Chill & Chili für 2-5 Personen mit Illustration von Anne Pätzke bei Schmidt Spiele 2017

Was passiert, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden? Habe ich wirklich zu hohe Erwartungen an dieses Allerweltsspiel? Es ist schließlich „nur“ von Schmidt Spiele, also von keinem Verlag, der von Vielspielern unbedingt sehr gemocht und erst gar nicht in den Himmel gehoben wird. Allerdings dürfte jedem Verleger klar sein: Es ist verdammt schwer, Kraft aus der oftmals kurzen Liebe der Vielspieler zu ziehen, um dauerhaft zu überleben. Aber Verlage wie Schmidt Spiele waren da, werden immer da sein, auch wenn sie zwischendurch die Identität tauschen und eigentlich der Blatz im Schmidtpelz sind. Und Familienspiele gehen doch eigentlich immer, wenigstes eine Saison lang.

Dienstag, 13. Februar 2018

Das 363. Montagsspielen mit Die Gefährten des Marco Polo sowie Exploding Kittens


Ich habe ein wenig geschummelt. Nicht, dass ich beim Spielen bescheißen würde. Ich habe nur vor diesem Montagsspielen bereits AUF DEN SPUREN VON MARCO POLO gespielt, wohlweislich und ganz klar mit dem Vorsatz, heute DIE GEFÄHRTEN DES MARCO POLO zu spielen. Ein kleiner Vorteil für mich und die überraschende Erkenntnis, dass ich doch ein Lieblingsspiel habe. Ich hatte es nur vergessen.

Dienstag, 6. Februar 2018

Rezension: Voodoo Prince von Schmidt Spiele

Reiner Knizia: Voodoo Prince für 2-5 Personen mit Illustration von Stephanie Böhm bei Schmidt Spiele 2017

Natürlich ist das Déjà Vu geplant. SKULL KING lässt grüßen … und Reiner Knizia statt Brent Beck. Und natürlich ist VOODOO PRINCE ein Stichspiel, aber eben keines, bei dem die Anzahl der Stiche angesagt werden muss. Oder doch? Irgendwie schon, denn seine Trümpfe clever einzuteilen ist das Herz des Spiels. Hohe und niedrige Karten auf der Hand zu haben, das lohnt bei VOODOO PRINCE doppelt.

Dienstag, 30. Januar 2018

+ Riverboat von Lookout

Michael Kiesling: RIVERBOAT mit der üblichen Illustration von Klemens Franz für 2-4 Spieler bei Lookout 2017

Der Unterschied ist signifikant. Zwischen Schachtelcover und Spielmaterial … auf jeden Fall optisch. Draußen in Großbuchstaben RIVERBOAT und eine Hafenszene mit Mississippidampfer, drinnen regieren kleine bis winzige Pappplättchen das Geschehen. Mississippidampfer haben nur einen geringen Anteil am Spiel, wir sind eher Herren von Pappplantagen – allerdings ohne Baumwolle und Sklaven. Vielleicht wären wir auch Bierbrauer, wenn es nicht schon HEAVEN & ALE gäbe. Irgendwie ist eine gewisse Verwandtschaft zwischen beiden Spielen spürbar. Könnten Schwestern sein ...

Donnerstag, 25. Januar 2018

Das 362. Montagsspielen mit Riverboat, FastForward: Flucht und Exploding Kittens: NSFW Deck


Auf RIVERBOAT habe ich auch schon ein Auge geworfen. Gut, dass Astrid es heute mitbringt. Es ist von Kiesling, der mit AZUL den diesjährigen Oberkracher im Roten-Pöppel-Bereich vorgelegt hat und mit HEAVEN & ALE einschließlich Co-Autor auch ein starkes Eurogame im Rennen hat. Obwohl, so 100% hat mir HEAVEN & ALE nicht gefallen. Jedenfalls steht es so in meiner Rezi in der Fairplay 122. Und leider, leider geht RIVERBOAT in eine ähnlich Richtung. Was da einem für ein superumfangreichen Punktesalat geboten wird, hätte ich eigentlich von Herrn Feld, aber nicht von Herrn Kiesling erwartet. Hierfür Punkte jetzt, dafür Punkte später und am Ende die große Abrechung. Ist nicht meins, aber Astrids schon. Eine Ersteinschätzung mit ein paar mehr Details folgt.

Donnerstag, 18. Januar 2018

Das 361. Montagsspielen mit Rajas of the Ganges, Sushi Go Party, Chill & Chili und Furcht


RAJAS hatten wir bereits beim 359. Montagsspielen Ende 2017 gespielt. Und da wusste ich genau, was zu tun ist. Heute weiß ich wieder nicht mehr. Ich will unbedingt und ausschließlich über die Paläste das Spiel machen. Das hatte ich mir vorab so überlegt. Und wohin führt's? In den Geldmangel. Ich komme zwar gut auf der Siegpunktleiste voran, aber mit dem Geld will es partout nicht klappen. Auf der Geldleiste geht vor, dann wieder zurück. Ein zähes Geschäft. Immerhin ergattere ich relativ schnell den vierten Worker auf der Siegpunktleiste, aber der fünfte Worker, der auf der Geldleiste auf mich wartet, kommt erst viel zu spät zu mir. Bei Astrid läuft es runder. Sie macht es so wie ich beim letzten Mal: Märkte, Märkte, Märkte heißt Geld, Geld, Geld und nebenbei noch Siegpunkte über die Gebäude. Damit schafft sie 2 Pluspunkte, wir anderen kommen auf 9 und 15 Minuspunkte.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Das 360. Montagsspielen mit Peak Oil und Transatlantic


Die Grafik ist topp, spricht mich sehr an. Erinnert mich an meine Kindertage, als Gebrauchsanweisungen für Herde noch maximal zweifarbig gedruckt wurden. Hatte nicht meine Mutter für ihren Herd von Küppersbusch in den späten 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts ein so gedrucktes Kochbuch gratis dazu bekommen? Da standen so allerhand Leckereien drin. Es gab trotzdem nur ihre Standards. Aber das Kochbuch damals hat sich tief in mein Gedächtnis gegraben, deshalb hatte ich in Essen am Stand von 2Tomatoes ein Deja Vu und konnte nicht widerstehen.

Donnerstag, 4. Januar 2018

Das 359. Montagsspielen mit Lucky Lachs, Rajas of the Ganges und Azul


Volles Haus heute. Bin ein bisschen abgeschlafft, deshalb zuerst ein Energizer, der uns wach macht. LUCKY LACHS eignet sich dafür perfekt. Wir spielen im Stehen und lassen die Karten vor uns in die Mitte fallen, wenn wir uns bei Checkerfaust, High Five, Tauschrausch oder Lucky Lachs treffen. Astrid merkt zurecht an, dass man bei diesem Spiel wie Sau mogeln könne, aber wen interessiert das, wenn alle wie verrückt um die Wette Checkerfaust, High Five oder … brüllen. Wahrscheinlich hat unser lautes Geschrei alle anderen im Haus aufgeschreckt. Was spielen die dann da unten in der Küche wieder für’n Scheiß?! Interessiert uns gar nicht … wir sind wieder wach für eine Partie RAJAS OF THE GANGES.

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