Dienstag, 21. Mai 2019

Das 398. Montagsspielen mit Flügelschlag, Werwörter und L.A.M.A.



„Ach kommt, lasst uns nochmal FLÜGELSCHLAG spielen.“ Außerdem: Michael und Jürgen kennen es noch nicht, sollten sie aber. Mir schwant, dass es in diesem Jahrgang noch eine gute Figur abgeben wird. Und wer weiß schon, ob es nicht doch eine Super-Luxus-Ausgabe mit europäischen Vögeln und später eine Zugvögel-Erweiterung geben wird. Obwohl, eigentlich ist das Quatsch, denn was interessieren mich die Vögel auf den Karten. Ist doch nur Deko, nur deren Werte (Punkte, Plätze für Eier und Nesttyp) und Funktionen zählen im wirklichen Spielerleben. Denn die sorgen dafür, dass es a) Punkte gibt und b), dass das Maschinchen läuft.


Bei mir läuft’s! Und es liegt an der Weißhalskrähe, die mir selbst in der gelben „Eier-Reihe“ Nahrung liefert. Ein Ei abgeben und zwei beliebige Nahrungschips aus dem Vorrat nehmen. Da weiß ich gleich, was ich nicht brauche: Waldvögel! Nahrung besorgt mir meine Krähe. Also mit voller Kraft an den Bonus-Auftrag, der mir von Anfang an in die Hand spielt. Zwei der geforderten vier Fischfresser habe ich sogar schon auf der Hand. FLÜGELSCHLAG läuft, mein Vogel-Maschinchen läuft und läuft. Und am Ende sorgt das Inkatäubchen als Turbo-Kuckuck noch für ganz viele Eier. Macht für mich 84 und 76, 67, 42 Punkte für die Mitspieler.

Dienstag, 7. Mai 2019

Das 397. Montagsspielen mit Flügelschlag und Carcassonne Safari



Der Hype um FLÜGELSCHLAG ist an mir nicht spurlos vorüber gegangen. Ich musste es haben, um es mit meiner Frau im Osterurlaub zu spielen. TERRAFORMING MARS hat bei ihr gar keine Chance, denn mit Science Fiction muss ich meiner Frau gar nicht erst kommen. FLÜGELSCHLAG hat ihr gut gefallen.

Dienstag, 30. April 2019

Das 396. Montagsspielen mit Villainous und Ohanami



Das hört sich doch interessant an: Disney kümmert sich mal um die dunkle Seite seines Schaffens. Also um all die Charaktere, die nur da sind, damit das Gute gewinnen kann. Wer fällt Ihnen da ein? Mir auf Anhieb so gar keiner, denn die Bösen habe ich alle verdrängt. Sind ja keine Sympathieträger. Heute tritt Astrid mit Malefiz gegen meinen Prinz John an.

Jeder hat sein eigenes Deck und auch ein eigenes Spieltableau. Darauf bewegen sich unsere Figuren: Groß und fett und aus Plastik. Wo sie stehen bleiben, können wir Aktionen ausführen, am Ende ziehen wir auf vier Karten nach. Aktionen gibt es so einige, und auf manchen Spielertableaus sind auch gar nicht alle zu finden. Aha?! Klingelts? Klar, oder?! Das Spiel ist asymmetrisch.


Und das merken wir schnell. Nach der ersten Partie lehne ich mich frustriert zurück: „Prinz John hat doch gegen dich keine Chance!“ Doch, doch, doch … hoffen wir inständig. In der zweiten Partie genau dasselbe Spielchen. Der Spielemotor von Prinz John kommt erst so richtig in Fahrt, da macht die liebe Malefiz den Sack zu. So! Und mit diesen beiden Charakteren ist all das Spielen, Machen und Tun so, als würde in China ein Sack Reis umfallen.

Donnerstag, 11. April 2019

Rezension: L.A.M.A. von Amigo

Reiner Knizia: L.A.M.A für (2)3-6 Personen mit Grafik von Rey Sommerkamp und Barbara Spelger bei Amigo 2019, angegebene Spieldauer 20 Minuten

Reiner Knizia hat eine Menge Spiele auf dem Kerbholz. Seine Spiele waren früher ganz unverkennbar, heute nicht mehr unbedingt, denn die Bandbreite ist mittlerweile überraschend groß. Im allereinfachsten Segment auf UNO-Niveau habe ich ihn dabei allerdings bis heute noch nicht wahrgenommen.

Ohne Spiele wie UNO, die immer und überall funktionieren, reicht es vielleicht doch nicht zu einem Dauerbrenner oder zu echtem Vermächtnis. Also dann L.A.M.A.. Das Lama-Thema ist doch sowieso hipp, aber ist es auch langlebig? Ach so, es geht um „Lege Alle Minuspunkte Ab“ und nicht um Lamas. Aber optisch macht sich das Lama doch ganz gut… Allerdings: Der Titel NO PROBLAMA ist leider schon vergeben, hätte hier aber gut gepasst.

Dienstag, 2. April 2019

Das 395. Montagsspielen mit Raids, L.A.M.A. und einem Rentnerspiel



Ist es ein Wettrennen um die fetteste Beute? Reicht einfaches Draufhauen, wie es bei den Wikingern angesagt war? Ist vielleicht doch mehr gefragt? Wir erkennen nicht unbedingt beim ersten Zug, was da alles abgehen kann, welche Unpässlichkeiten einen erwarten.

Optisch finde ich RAIDS ziemlich gelungen. Wir haben ein eigenes Langboot für Wikinger und Beute. Klar, dass mehr Wikinger mehr Beute machen können. Ist das wirklich klar? Ich habe da meine Zweifel, denn ich habe am Ende … Momentchen, nicht so schnell.

Dienstag, 26. März 2019

Das 394. Montagsspielen mit Brass: Birmingham und L.A.M.A.




Heute nochmal! BRASS: BIRMINGHAM war das letzte Spiel unseres 3. Auswärtsspielens auf Texel. Wir haben’s nicht ganz korrekt gespielt. Nicht nur deshalb kommt es heute sofort wieder auf den Tisch. Das Spiel hat uns gepackt, auf die eine oder andere Weise. Es ist ein intensives, in gewisser Hinsicht auch anstrengendes und aufreibendes Erlebnis, wenn wir in Zeiten der Industriellen Revolution in England gegen unsere Mitspieler antreten. Ich betone: Gegen die Mitspieler. BRASS: BIRMINGHAM ist kein sehr freundliches Spiel, es wird mit harten Bandagen gekämpft … immer auf der Hut, dass die Konkurrenz nicht schneller ist und man keine Regelfehler macht. Wie in der ersten Partie auf Texel.

Diese BRASS-Version bietet fast die gleiche Optik wie schon BRASS: LANCASHIRE. Und wir spielen wieder mit der Luxusversion und den großen, schweren Poker-Chips. Es geht wieder um Kohleminen, Stahlwerke, Webereien … und nicht um Überseehandel. Dafür sind neu im Spiel: Töpfereien, Industriegüter und Bier. Jawohl, Bier ist für manchen Industriezweig eine wichtige Ressource. Statt wie üblich Kohle und Stahl abzuliefern, benötigen Töpferei, Produktionsstätte und Weberei jetzt Bier, damit das Produktionsgebäude umgedreht wird und damit in die Punktewertung eingeht. Natürlich steigert das Umdrehen auch das Einkommen.

Dienstag, 19. März 2019

Rezension: Reef von Next Move

Emerson Mastuuchi: REEF für 2 bis 4 Spieler mit Illustration von Chris Quilliams bei Next Move, Plan B Games Europe Gmbh im Vertrieb bei Pegasus


Plastik im Ozean

Thema: Jeder baut an seinem Riff aus roten, gelben, grünen und lila Plastiksteinen. Sehen die wie Korallen aus? Ach, ist nur 'ne rethorische Frage. Plastik bleibt Plastik und das soll bekanntlich nicht mehr in die Ozeane.

Optik: Klar und funktional. Aus Plastik die Steine. Aber es gibt auch noch Karten. Die sind auch eher funktional als schön. Genauso die Punkte-Chips. Und die Schachtel ist ziemlich bunt. Nicht ein Fisch ist zu sehen, dafür ein Schild im Riff.


Dienstag, 12. März 2019

Das 393. Montagsspielen mit L.A.M.A., Dizzle und Blank



Wir legen ein Spiel auf, das … ach schweigen wir besser. Es ist zum Grölen. Und das machen wir ausgiebig. Spielerisch ist L.A.M.A. eher ganz, ganz einfache Kost. Wir legen Karten auf den Stapel, aufsteigend von der Eins bis zur Sechs, dann kommt das titelgebende Lama. Und es beginnt wieder mit einer Eins. Wer nicht ausspielen kann, muss nachziehen. Das gibt öfter das berüchtigte Nazi-Duell: Zwei ziehen, bis das Spiel sich wieder seine Bahn bricht und erlösendes Grölen erklingt.

Dienstag, 26. Februar 2019

Rezension: Würfelgemüse von Board & Dice

Danny Devine: WÜRFELGEMÜSE für 2 bis 4 Spieler mit Illustration von Tyler Myatt bei Board&Dice 2018

Gärtnern für lange Hälse


Thema: Karotten, Tomaten und Kohlköpfe anbauen. Oder doch statt Kohl eher Salat? In der Regel steht, dass es Salat ist. Auf dem Cover sieht es aber stark nach Wirsing aus. Und überhaupt zeigt das Cover eher einen Wettbewerb unter Kleingärtnern. Wer hat das dickste Gemüse? Bei WÜRFELGEMÜSE gewinnt ganz klar die Karotte vor der Tomate. Die Karotte auf dem Cover ist riesig, wirklich ein Mutantengemüse. Pech für den Kohl! Oder doch den Salat. Die Proportionen auf dem Cover sind aus den Fugen geraten. Nur der dicke Bauch passt zum Gärtner.

Dienstag, 19. Februar 2019

Das 392. Montagsspielen mit Lift Off und Bloxx!



Natürlich spielen wir heute wieder LIFT OFF! Muss ja, wir wollen schließlich unseren eher ärmlichen Punktestand von der letzten Partie verbessern. Außerdem ist klar, was zu tun ist. Und siehe: Astrid legt wieder einen Start-Ziel-Sieg hin. In den einzelnen Runden liegt sie vorne, wir sind ihr mal mehr, mal weniger auf den Fersen. Aber ihr Sieg ist souverän: 244 zu 215 zu 199 Punkten, wobei wir Herren persönliche Bestwerte aufstellen.

Die Rezension erscheint in der Fairplay 127. Abo gefällig?

Dienstag, 12. Februar 2019

Rezension: Qwantum von Nürnberger-Spielkarten-Verlag

Anna Oppolzer, Stefan Kloß und Reinhard Staupe: QWANTUM für 2-4 Personen mit Grafik von Oliver Freudenreich bei Nürnberger-Spielkarten-Verlag GmbH 2018, angegebene Spieldauer 15 Minuten

Beinahe hätte ich meine schöne Rubrik „Ende allen Wiederspielens“ komplett vergessen. FRANTIC hat das Label nämlich nicht erhalten, obwohl es ein sehr passender Kandidat ist. Bei QWANTUM passiert mir das nicht, schließlich weiß ich ganz sicher, dass ich es nie wieder spielen werde.

Warum? Das Spiel nervt …

Dienstag, 5. Februar 2019

Das 391. Montagsspielen nur mit LIFT OFF



Komisch, eigentlich habe ich nach der #spiel19 erwartet, dass LIFT OFF deutlich besser und in allen Kanälen zündet. Die Resonanz war aber eher zurückhaltend. Oder hab' ich da was verpasst? Die Grafik ist doch so schön retro. Das Spiel ist doch von Hans im Glück. Aber wer bitte ist Jeroen Vandersteen? Ach so, ein Neuling. Und dann hat er sofort ein Spiel bei Hans im Glück untergebracht?! Ist das der Grund für die verhaltene Resonanz? Oder ist es das Thema?

Ach, was interessiert uns das heute? Und eigentlich bedauere ich jetzt, dass ich LIFT OFF mit den Montagsspielern nicht schon früher gespielt habe, denn wir haben so einigen Spaß. Ganz professionell wie immer legen wir erst noch einen Fehlstart hin. Aber da hat die Rakete schon gezündet. Wir bügeln den Fehler aus und starten sofort neu.

Mittwoch, 30. Januar 2019

Das 390. Montagsspielen mit Der Vetternkrieg und Railroad Ink: Edition knallrot


Da liegt es auf dem Tisch: Frosted Games' Neuauflage von THE COUSIN’S WAR. Größere Schachtel, größere Karten, alles auf Deutsch. Das Original habe ich 2017 in Essen gekauft und war nach den ersten Partien ziemlich begeistert, obwohl sie holprig abliefen. Wie war dies, wie geht das? Gar nicht so einfach … und das ist auch mit der Neuauflage so. Die Regeln sind schließlich recht detailreich und das Spiel sowieso ein Wolf im Schafspelz. Gut, dass wenigstens ich es schon gespielt habe.

Dienstag, 22. Januar 2019

Rezension: Tribes von Kosmos

Rustan Hakansson: TRIBES für 2-4 Personen mit Illustration von Claus Stephan bei Kosmos 2018, copyright Tea Time Productions 2017, angegebene Spieldauer 45 Minuten


Mir hat's gefallen. Meinen Mitspielern auch? Puh, deren Bewertung kam eher verhalten rüber. Man könne ja nix machen, wenn man nur die falschen Landschaften aus dem Sack zieht. Der eigene Stamm hat's immer am schwersten, wird vom Schicksal gebeutelt und von den fehlenden Muscheln in elende Zwänge getrieben. Tja, das kann, muss aber nicht zwangsläufig passieren. Natürlich ist eine gute Portion Glück im Spiel, mal läuft es gut, mal gegen einen oder alle.

Dienstag, 15. Januar 2019

Das 389. Montagsspielen mit Tribes, Impact und mal wieder Blöde Kuh


Das Cover von TRIBES finde ich ziemlich gut. Mal sehen, ob das Spiel das hält, was ich mir davon verspreche. Wobei … ich habe bereits eine Partie auf dem Deckel. Die habe ich glorreich verloren, war ziemlich abgelenkt, denn meine Mitspieler waren ebenfalls nicht ganz bei der Sache. Aber heute, weiß ich genau, wie und wo der Hase läuft.

Mein Stamm soll wachsen und sich ausbreiten, Fortschritt erzielen. Und alles irgendwie gleichzeitig. Das läuft im Wesentlichen auf dem Aktionsrondell, was tatsächlich eine Reihe von Aktionsplättchen ist. Wenn ich die erste Aktion der Reihe nehmen will, kostet es mich keine meiner anfangs fünf Muscheln. Will ich in der Aktionsschlange weiter hinten agieren, muss ich auf jedes übersprungene Aktionsplättchen eine Muschel ablegen. Kennt man … Und hat zur Folge, dass mir irgendwann doch die Muscheln ausgehen, weil irgendwer anders sie einsackt. Ohne Muscheln – das sei verraten – fühlt man sich gespielt. Hilflos sogar …

Dienstag, 8. Januar 2019

Das 388. Montagsspielen mit Reef, Qwantum und Spring Meadow



Ich finde ja, wir sollten mal wieder was Richtiges spielen, was Spaß macht und nicht immer nur diese Pflichtspiele. Deshalb spielen wir heute REEF, QWANTUM und SPRING MEADOW…

Was ist gut an REEF? Das ist doch die entscheidende Frage, die wir nach einer Partie noch nicht wirklich klären können. Also noch eine zweite Partie. Und was ist wirklich gut an REEF? Die Korallen aus Plastik? Nee. Das Interagieren? Och, gibt’s doch gar nicht. Die Planung für den Bau des Riffs, wo welcher dieser fiesen Plastiksteine hinkommt und auf welche Höhe? Ja, das muss man schon gut kalkulieren. Zu oft gerät man in einen Zwiespalt: Die Karte auszuspielen, um damit passende Korallenplastik für den Aufbau des Riffs zu erlangen oder sie besser für die Wertung einer bestimmten Farb- oder Höhenkombination benutzen? Und dabei noch das Spielende im Auge behalten, das einen sonst möglicherweise zu früh ereilt. Dann sind die schönen Pläne sofort verpufft.