Dienstag, 28. August 2018

Das 380. Montagsspielen mit Santa Maria und Menara


Wir wandeln heute – aber gar nicht traumwandlerisch – auf den Spuren der Konquistadoren. SANTA MARIA ist knallhart und bietet jede Mengen Optionen, um Punkte zu generieren. Wie das geht, hat Astrid gleich in der ersten Runde raus. Ich wette, sie hat schon eine Rezension darüber gelesen. Sie weiß eindeutig um die herausragenden Möglichkeiten der Schiffe. Wer verschifft, hat schöne, weil dauerhafte Vorteile. Schiffe, so man sie mit den richtigen Rohstoffen beladen kann, bringen am Ende Siegpunkte und nach jeder der nur drei Runden Einkommen, Konquistadoren, Betbrüder und/oder Punkte.

Besonders beliebt sind Punkte, die man über die Konquistadoren bekommt. Was also machen? Konquistadoren in der eigenen Auslage werten oder Schiffe aus dem Konquistadorenhafen sichern? Und schon geht es auf der Konquistadorenleiste voran. Auf der Leiste kommt man nicht nur an viele Siegpunkte, auch an Gold – was sehr hilfreich ist und auch als Joker fungiert.

Ich setze eher auf den Ausbau meines Spielplans und auf Mönche, die zusätzlich noch die beiden weiteren eigenen Würfel freischalten. Die können einem nicht – im Gegensatz zu den weißen Würfeln – vor der Nase weggeschnappt werden. Mit dieser Strategie komme ich leider nicht weit. Astrid baut insgesamt nur drei Plättchen auf ihre Kolonie, dann läuft das Schiffchenmaschinchen. Sie gewinnt mit 73 knapp vor 72, 67 und meinen 52 grottigen Punkten. Das nächste Mal verschiffe ich garantiert auch...

Ich habe auf die harte Tour gelernt, wie man viel zu wenige Punkte macht. So ein Gefühl hatte ich auch bei meiner allerersten Partie von MARCO POLO. SANTA MARIA geht voll in die Hose, ich fand es trotzdem sehr spannend. Das Spiel ist eigentlich sehr klar, die Ikonografie hilfreich, und es gibt einiges an Kniffen zu entdecken. Häfen zum Beispiel, die besser rechts und unten auf dem Plan platziert werden. Ich würde wetten, dass Ausbauplättchen mit Hafen das nächste Mal sehr beliebt sind. Allerdings ist die Downtime zwischen den Zügen oder für die, die bereits gepasst haben, sehr hoch. Zwei Stunden hat unsere Partie gedauert.

Zum Abschluss bauen wir einen Tempel auf. MENARA demonstriert eindrücklich, um wie viel besser es gegenüber dem optisch sehr ähnlichen VILLA PALETTI ist. Ich habe schon 2002 nicht verstanden, warum VILLA PALETTI Spiel des Jahres wurde. Bei MENARA spielt natürlich auch Geschicklichkeit eine Rolle, aber es geht doch entschieden taktischer zu. Astrid weiß zu unserem Glück, welche Karten in welchen Stapeln noch kommen können, weshalb wir so bauen, dass wir uns die möglichen noch kommenden „Baumaßnahmen“ nicht verbauen. Wir haben die Statik gut im Griff, haben schon mehr als die geforderten drei Geschosse errichtet, da passiert ausgerechnet die eine schlimme Katastrophe. Kabumm … kaputt … verloren. Schade um unseren so schön und so organisch gewachsenen Tempel.


Das 380. Montagsspielen (20/2018) am 13.08.2018

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