Dienstag, 27. November 2018

Das 385. Montagsspielen mit City of Rome und Blöde Kuh


Natürlich kommt gleich nach der Spielemesse in Essen einer der Spitzenreiter der Fairplay Scout Aktion auf den Tisch. CITY OF ROME ist ein Legespiel. Und was legen wir? … Komm‘ schon, wir legen nix, wir bauen Rom auf. Meine Regelerklärung führt uns etwas in die Irre, denn die Regel fokussiert sich aufs Bauen von Wohnblocks und öffentlichen Gebäuden. Wohnblocks in den Werten zwei, drei und vier sollten so errichtet werden, dass sie orthogonal mit gleichwertigen Blocks zusammen liegen und im optimalen Fall alle vier verschiedenen öffentlichen Gebäude angrenzen. Die Wertungsformel: Summe der Punkte aus allen angrenzenden Wohnblocks gleichen Wertes multipliziert mit der Anzahl angrenzender und unterschiedlicher öffentlicher Gebäude. Dass man auch auf eine ganz andere Weise Punkte generieren kann, entdecke ich zu spät. Die erste Partie gewinnt Michael mit satten 96 zu 73 und 64 Punkten. Rom im 4x4-Raster will halt gut geplant sein.

In der nächste Partie bekomme ich gleich zu Anfang ein Aquädukt auf die Hand. Dann will ich mal in dieser Partie auf Viadukte setzen. Dass ist ein bisschen ein Vabanquespiel. Es ist nämlich gar nicht gesagt, dass ich an die erforderlichen vier Aquädukte, eines in jeder Zeile und Spalte, und damit an satte 40 Siegpunkte komme. Klappt aber, den Rest fülle ich mit Tempeln auf. Die sind für allerlei Bonuspunkte gut. Zum Beispiel 10 Punkte dafür, Rom tatsächlich in einem 4x4 Raster zu errichten. Geschenkte Punkte für mich. Außerdem generiere ich mittels Produktionkärtchen in meiner Auslage zusätzliches Geld und Sterne. An die Sterne komme ich aber auch über meine Tempel. Sterne sind für die Zwischenwertungen entscheidend. Das reicht, obwohl es nicht mehr als Michaels Punkte aus der letzten Partie sind: 91 zu 76 zu 70 Punkten.

Was uns gut gefällt ist der Einsetzmechanismus, der gleichzeitig die Zugreihenfolge für die Auswahl der nächsten Gebäude als auch die Verteilung der erforderlichen Ressourcen für den Bau regelt. Wir stellen allerdings auch fest, dass sich oft eine bestimmte Anordnung ergibt: Wer unbedingt ein Bauwerk – ich immer das Aquädukt – haben will, muss den Pöppel an die erste Stelle setzen. Alle anderen reihen sich dann auf der Aktionsleiste von hinten nach vorne ein.

Was uns allerdings weniger gefallen hat, sind die Kärtchen für die Auslage. Bei einem Legespiel erwarte ich Plättchen … und auch eine hübschere Grafik, mehr Drauf- als Ansichten der Gebäude.

Was ich mittlerweile weiß: Gute Stadtplanung bei der Auswahl der Gebäude ist ebenso wichtig wie Geld. Wer Geld und Sterne „produzieren“ kann, kann einen, vielleicht sogar zwei Siegpunkte durch Geld erwirtschaften und bei den Sternwertungen absahnen. Gespartes Geld läppert sich zu einem hübschen Sümmchen. Hätte ich fast nicht erwartet, dass mal Geld einem Mitspieler den Sieg verschafft. Auch das weiß ich jetzt besser … und spiele deshalb demnächst anders. Eine Rezension erfolgt in der Fairplay 126.

Den Rest des Abends verbringen wir bei zwei Partien BLÖDE KUH. Uns gefällt das Spiel ziemlich gut. Das sollten Sie bereits wissen, steht auch in der Rezension hier im Blog.

Das 385. Montagsspielen (35/2018) am 05.11.2018

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