Dienstag, 11. Dezember 2018

Das 386. Montagsspielen nur mit Crown of Emara



Dieses Montagsspielen gehört eindeutig nur CROWN OF EMARA. Das liegt zum einen an der Platzierung auf dem Fairplay-Scout-Regal und zum anderen an uns. Wir müssen uns erst reinfinden … in die Möglichkeiten der beiden Spielbretter und deren Zusammenwirken. Wir spielen dabei auf zwei Rondells, und manchmal denke ich, wir wickeln unsere Aktionen sogar in einem weiteren inneren Rondell ab. Planung der Züge ist deshalb alles... Und das braucht in der Erstpartie doch mehr als die angegebene Zeit. Wir spielen sogar 100 Minuten an der Partie … allerdings mit viel Freude.

Benjamin Schwer: CROWN OF EMARA mit Illustration von Dennis Lohausen für 1-4 Spieler bei Pegasus 2018, angegebene Spieldauer 45 bis 75 Minuten

CROWN OF EMARA hört sich für mich eher nach Orient an, ist aber ganz klassisch angelegt. Wir sorgen auf dem Land für die Rohstoffe, die wir in der Stadt in der Burg, Kirche, auf dem Markt und auf der Baustelle in Siegpunkte umwandeln. Nicht in eine Sorte Siegpunkte, sondern in zwei: Für Bauwerke und Einwohner, wobei am Ende nur der niedrigere der beiden Werte zählt.


Das ist mittelalterliche Idylle, die einem entweder sympathisch ist oder nicht. Vielleicht spielt CROWN OF EMARA auch nicht ganz so weit zurück, schön ist es in Emara. Die Ikonografie ist nahezu perfekt. Wer sich das Spiel erschlossen hat, kommt gut klar.

Dass die beiden Spielpläne für Stadt und Dorf aus vier dreieckigen Puzzleteilen bestehen, ist schon sehr geschickt. Noch geschickter, dass die Puzzleteile so passgenau als Deckel über dem üppigen Material in die Schachtel hineingelegt werden können.

Na klar, CROWN OF EMARA ist Worker Placement. Aaah, nicht ganz, es hat mehr was von den Rondell-Spielen, nur dass man sich hier ein Rondell im Rondell anlegen kann, jedenfalls auf dem Dorfplan. Dort darf man per Zusatzaktion gegen Bezahlung Arbeiter einsetzen. Die bringen, wenn mein Ratsmitglied dort ankommt, einen zusätzlich Rohstoff und die durchaus lukrative Option, Weizen in Brot für die Stadt zu verwandeln. Ob es gelingt, in jedem der vier Rohstoffdörfer einen Arbeiter zu platzieren, ist eher fraglich.

RatgeberInnen
In der Stadt können wir die Rohstoffe auf eine oder mehrere Weisen zu Punkten machen. In der Stadt können wir zudem Ratgeber engagieren, die uns entweder sofort oder langfristig helfen. Wie spielen? Was tun?

Ersteinschätzung: Das Spiel hat durchaus kurze Regeln, was nicht heißt, dass es kurz ist. In den sechs Runden gibt es einiges zu überlegen und zu kalkulieren. Klar, in der Erstpartie wird man sich mit kaum mehr als den grundsätzlichen Mechanismen beschäftigen. Wo und wie komme ich an Baupunkte bzw. an Einwohnerpunkte?

Aktionskarten 3 von 9
Das System ist durchaus komplex, und viele Wege führen nach Emara. Und genau deshalb fasziniert mich CROWN OF EMARA. Trotz des altbackenen Mittelalterszenarios und des Aktionsrondells. In Emara lohnt es sich auf Entdeckungstour zu gehen. Ich sehe auch schon einige Strategien, die ich noch ausprobieren will … wenn die richtigen Ratgeber ausliegen oder auch nicht.

Gewinner: Das Rennen macht mal wieder Jürgen, ganz knapp auf den letzten Drücker zaubert er bei der Kirche noch fünf Siegpunkte hervor und kommt auf 75 Punkte. Ich war mir sicher, den Sieg im Sack zu haben. Aber Pustekuchen! Macht nix, denn CROWN OF EMARA ist schon ziemlich gut. Die Punkte von den Losern: 71, 63 und 58.

Das 386. Montagsspielen (36/2018) am 19.11.2018

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