Dienstag, 14. August 2018

Rezension: Krass Kariert von Amigo

Katja Stremmel: KRASS KARIERT für 3-5 Personen ohne Angabe von Illustratoren bei Amgio 2018, Spieldauer locker mehr als die angegebene halbe Stunde

Ist das schlimm, wenn das Spiel länger dauert, als auf der Packung angegeben? Manchmal ja, hier aber nicht. Dieses Kartenspiel ist zu gut, als dass es zu lange dauert. Obwohl?! Es lässt sich gerade mit vier oder mehr Mitspielern auch gut mit nur zwei statt drei Chips spielen. Das verkürzt das Spiel, aber nicht den Spaß.

Jeder hat dann zwei Chips. Wer als letzter im Durchgang noch Karten auf der Hand hat, verliert einen davon. Wer seinen letzten Chip verliert, schwimmt. Wer schon schwimmt und wieder einen Chip abgeben müsste, hat verloren. Als Einziger! Alle anderen haben gewonnen, egal wie viele Chips sie noch haben.

Dienstag, 7. August 2018

Das 378. Montagsspielen mit Nations: Das Würfelspiel mit der Erweiterung und noch Skyjo



Wir gönnen uns heute ein „Lustspiel“, über das die Rezension schon geschrieben ist, das sich aber Michael gewünscht hat und wir seit unserem 2. Texelspielen schätzen. Heute wieder mit der Erweiterung DER AUFSTAND. Wir nehmen die grünen Würfel, zusätzliche Kärtchen und Plättchen dazu. Heute ist mir aufgefallen, dass es gerade bei den Zeitalterplättchen leichte Unterschiede in der Farbgebung zwischen Grundspiel und Erweiterung gibt. Macht aber im Prinzip nix, denn die Plättchen werden gemischt und dann in drei Zeilen à vier Spalten gelegt. Da ist sowieso viel Zufall im Spiel, ob die Plättchen billig (nur ein Würfel) oder teuer (drei Würfel) angeboten werden. Und wer als letzter an der Reihe ist, wird lautstark klagen, mit der schlechtesten Auswahl Vorlieb nehmen zu müssen. Alle guten billigen Plättchen sind dann schließlich schon verkauft. Aber man kann ja an der Startposition arbeiten.

Dienstag, 31. Juli 2018

Das 377. Montagsspielen mit Edge of Humanity, Die Quacksalber von Quedlinburg und Ganz schön clever



Von dem Spiel wusste ich bis heute gar nicht, dass ich es zu Hause habe. Wahrscheinlich ist EDGE OF HUMANITY zusammen mit dem Material für unseren Fairplay-Stand aus Essen zu mir gelangt. Ich hatte es gar nicht mehr auf dem Schirm …


EDGE OF HUMANITY ist ein Deckbilder mit Endzeit-Szenario. Und natürlich auf Englisch, was aber kein Hindernis ist, wenn man erst die unterschiedlichen Karten begriffen hat. Und es hat durchaus auch was von DOMINION. Einzig, dass man pro Durchgang Leben verliert, ändert doch das Spielgefühl etwas. So müssen wir heute abwägen, dick aufzutragen und einige Leben zu verlieren oder mit unseren Leben besser hauszuhalten, um länger im Spiel zu bleiben. Es lässt sich mehr erreichen, wenn man häufiger an die Reihe kommt. Sichere Gebäude zu errichten geht nicht auf einen Schlag. Das kann durchaus dauern, denn normalerweise kann man nur eine Karte pro Durchgang ausspielen. Längeres Leben ist deshalb hilfreich.

Dienstag, 24. Juli 2018

Vom 104. zum 110 Großspielen

Ist ja nicht so, dass wir uns nicht zum Großspielen getroffen hätten. Natürlich haben wir, und natürlich steht nicht nur das Spielen im Mittelpunkt. Auch das Wetter, denn wir gehen gerne nach draußen, um KUBB oder auch MÖLKY zu spielen. Lieber KUBB als MÖLKY, da muss man sich nicht so oft bücken, um die Hölzer wieder aufzustellen. Ansonsten gibt’s auch eine Änderung: Wir treffen wir uns reihum und erstmals auch übers Wochenende zum echten Auswärtsspielen.


Im März waren wir zu elft in einem Selbstversorgerhaus. Das war früher mal eine Frühstückspension, später ein Hotel. Jedes Zimmer verfügt über ein Bad und das Haus auch über einen großen Raum zum Spielen und Essen. Das passt perfekt. Beim Großspielen teilen wir uns nicht auf, also spielen wir in erster Linie Spiele für viele und eigentlich nur Spiele, die wir kennen. Und weil jeder zu seinem Recht kommen soll, darf jeder ein Spiel vorschlagen. Was wir so spielen?! Meine Highlights sind WORD SLAM, TIME’S UP in der alten blauen Version und natürlich KNEIPENQUIZ: DAS ORIGINAL. Und gegessen haben wir auch gut, selbst gekocht oder in der einzigen Mini-Pizzeria im Ort. Dieses Auswärtsspiel könnte im nächsten Jahr seine Fortsetzung finden. Im Sauerland hat es uns allen gut gefallen. Achja, ein Kickerturnier gab’s auch noch.

Donnerstag, 19. Juli 2018

+ Mercado von Kosmos

Rüdiger Dorn: MERCADO für 2-4 Spieler mit Illustration und Grafik von Fiore GmbH bei Kosmos 2018

Rüdiger Dorn und Kosmos, da war doch was. Achja, sein DA LUIGI und STEAM TIME haben uns schon gefallen, irgendwie, aber irgendwie auch nicht. Dorns richtige Kracher sind eher nicht bei Kosmos erschienen. Jetzt also wieder eines in der großen Quadratschachtel. Und ausgerechnet ein Bag-Building-Spiel, ausgerechnet im selben Jahr, in der die Jury DIE QUACKSALBER VON QUEDLINBURG zum Kennerspiel nominiert hat. Tja, Pech für Rüdiger Dorn.


Im Sack sind Münzen aus Holz und es kommt fast nichts weiter dazu, außer natürlich Falschgeld. Das will allerdings keiner im Sack haben, denn dafür kann man nichts einkaufen. Fünf Münzen in fünf Farben sind im Sack, darunter auch schwarzes Falschgeld. Ohne die schwarzen Münzen gehen wir einkaufen: Drei Münzen aus dem Sack ziehen und an eine oder mehrere Warenkarten auf seiner Seite ablegen. Das will ich kaufen... Natürlich will jeder die Vorgabe auf den Marktkarten als erster erfüllen. Klappt das oder kommt einem noch jemand zuvor?

Dienstag, 17. Juli 2018

Das 376. Montagsspielen mit Mercado und Voodoo Prince



 Wir haben schon einige Partien DIE QUACKSALBER… auf dem Buckel, tun uns heute aber trotzdem wieder ein Bag-Building-Spiel an, das ein erfahrener Autor entwickelt hat. Rüdiger Dorn gehört schon länger in die erste Liga der Spieleautoren. Da weiß man doch, was auf einen zukommt: Nicht nur pures Glück beim Nachziehen, sondern auch noch Nachdenken, wo und wie man seine Chips für den Einkauf von Siegpunkten und Boni am besten platziert. Die Ersteinschätzung von MERCADO folgt kommenden Donnerstag. MERCADO wird übrigens als Spiel für „kauffreudige Spieler“ angepriesen. Gilt das jetzt für das Spiel oder beim Spielen? Egal, wir spielen es gleich zwei Mal. Das machen wir jetzt häufiger, wenn es kein zu zeitaufwendiges Spiel ist.

Als Abschluss noch VOODOO PRINCE. Das Spiel habe ich im Griff, immmmmmer! Jawohl, bis auf heute Abend. Ich mag den Prinzen, obwohl ich mit Pauken und Trompeten untergehe. Jürgen geht mit 33 Punkten nach Hause (wir: 26:22:21 Punkte). Stichspiele sind auch sein Ding, ebenso wie das Bag-Building-MERCADO. Jürgen gewinnt heute einfach alles. Braucht noch eine Mannschaft unseren Jürgen für die Deutsche Meisterschaft im Brettspielen? Gegen eine gute Ablöse würden wir ihn ausleihen. Verkaufen täten wir ihn nie.

Das 376. Montagsspielen (16/2018) am 18.07.2018

Dienstag, 10. Juli 2018

Das 375. Montagsspielen mit Dragon Castle und Agentjagd


Astrid hat DRAGON CASTLE letztes Jahr auf der Messe in Essen gekauft. Erst heute kommt es bei uns auf den Tisch. Nachdem die Jury nominiert hat, beginnt ja gewissermaßen die Freizeit für Rezensenten. Da kann man endlich Spiele spielen, die man nicht rezensieren muss oder will. Ich hätte für diese Zeit noch diverse Spiele in petto… Die will ich alle noch spielen, aber nix drüber schreiben. So Kickstarter-Dinger eben, die nur dann eine Rezi abkriegen, wenn sie mich enttäuschen. Jetzt fragen Sie sich bestimmt, warum ich hier über DRAGON CASTLE schreibe?

DRAGON CASTEL ist MAHJONG in der Abbauvariante, also dass aus einer Auslage zwei identische Steine genommen werden dürfen, die mindestens an einer Längsseite frei liegen und von keinem anderen Stein abgedeckt werden. Könnten Sie kennen, wenn Sie noch den Amiga-Computer von Commodore kennen. Damals – in den späten Achtzigern - hieß diese Variante SHANGHAI und war ziemlich populär. Ich wollte es immer spielen, aber nur mein Kommilitone hatte einen teuren Amiga-Computer. Später hatte ich’s dann auch, für DOS und WIN 3.1. Da fand‘ ich das alles längst nicht mehr so spannend, schließlich ist das eher eine Patience nur mit Mahjong-Steinen.