Dienstag, 17. Juli 2018

Das 376. Montagsspielen mit Mercado und Voodoo Prince



 Wir haben schon einige Partien DIE QUACKSALBER… auf dem Buckel, tun uns heute aber trotzdem wieder ein Bag-Building-Spiel an, das ein erfahrener Autor entwickelt hat. Rüdiger Dorn gehört schon länger in die erste Liga der Spieleautoren. Da weiß man doch, was auf einen zukommt: Nicht nur pures Glück beim Nachziehen, sondern auch noch Nachdenken, wo und wie man seine Chips für den Einkauf von Siegpunkten und Boni am besten platziert. Die Ersteinschätzung von MERCADO folgt kommenden Donnerstag. MERCADO wird übrigens als Spiel für „kauffreudige Spieler“ angepriesen. Gilt das jetzt für das Spiel oder beim Spielen? Egal, wir spielen es gleich zwei Mal. Das machen wir jetzt häufiger, wenn es kein zu zeitaufwendiges Spiel ist.

Als Abschluss noch VOODOO PRINCE. Das Spiel habe ich im Griff, immmmmmer! Jawohl, bis auf heute Abend. Ich mag den Prinzen, obwohl ich mit Pauken und Trompeten untergehe. Jürgen geht mit 33 Punkten nach Hause (wir: 26:22:21 Punkte). Stichspiele sind auch sein Ding, ebenso wie das Bag-Building-MERCADO. Jürgen gewinnt heute einfach alles. Braucht noch eine Mannschaft unseren Jürgen für die Deutsche Meisterschaft im Brettspielen? Gegen eine gute Ablöse würden wir ihn ausleihen. Verkaufen täten wir ihn nie.

Das 376. Montagsspielen (16/2018) am 18.07.2018

Dienstag, 10. Juli 2018

Das 375. Montagsspielen mit Dragon Castle und Agentjagd


Astrid hat DRAGON CASTLE letztes Jahr auf der Messe in Essen gekauft. Erst heute kommt es bei uns auf den Tisch. Nachdem die Jury nominiert hat, beginnt ja gewissermaßen die Freizeit für Rezensenten. Da kann man endlich Spiele spielen, die man nicht rezensieren muss oder will. Ich hätte für diese Zeit noch diverse Spiele in petto… Die will ich alle noch spielen, aber nix drüber schreiben. So Kickstarter-Dinger eben, die nur dann eine Rezi abkriegen, wenn sie mich enttäuschen. Jetzt fragen Sie sich bestimmt, warum ich hier über DRAGON CASTLE schreibe?

DRAGON CASTEL ist MAHJONG in der Abbauvariante, also dass aus einer Auslage zwei identische Steine genommen werden dürfen, die mindestens an einer Längsseite frei liegen und von keinem anderen Stein abgedeckt werden. Könnten Sie kennen, wenn Sie noch den Amiga-Computer von Commodore kennen. Damals – in den späten Achtzigern - hieß diese Variante SHANGHAI und war ziemlich populär. Ich wollte es immer spielen, aber nur mein Kommilitone hatte einen teuren Amiga-Computer. Später hatte ich’s dann auch, für DOS und WIN 3.1. Da fand‘ ich das alles längst nicht mehr so spannend, schließlich ist das eher eine Patience nur mit Mahjong-Steinen.

Dienstag, 3. Juli 2018

Das 374. Montagsspielen nur mit Die Quacksalber von Quedlinburg


Das wollen wir jetzt wissen, aber boah, was ist das frustig. Dieses Spiel ist heute so gar nix für mich. Andauernd ziehe ich diese doofen Knallerbsen aus meinem Sack. Bumm, zack, puff, Knallerbse Nummer Acht kommt aus dem Sack, mein Kessel „explodiert“. Doof, sehr doof! Und das, obwohl ich schon viele andere Chips im Sack habe, viel mehr als noch Erbsenchips drin sein können. Ich beiß' gleich in die Tischkante … Astrid gewinnt mit 47 zu 46 zu 36 Punkten.

Dienstag, 26. Juni 2018

Rezension: Die Quacksalber von Quedlinburg von Schmidt Spiele

Wolfgang Warsch: DIE QUACKSALBER VON QUEDLINBURG für 2-4 Spieler mit Illustration von Dennis Lohausen bei Schmidt Spiele 2018

Eigentlich lässt sich das Spielprinzip leicht eindampfen: Wer mehr als sieben Knallerbsen aus dem Sack zieht, hat verloren. Zum Glück nur halb, denn wenn der Trank explodiert, reicht es entweder für Siegpunkte oder für weitere Zutaten. Aber zu häufig halb verloren, bedeutet auch: Nix wird’s mehr mit dem Sieg. Wer rechtzeitig aufhört, Zutaten- oder eben nicht die blöden Knallerbsenchips aus dem Sack zu ziehen, hat einfach mehr Glück und auch mehr vom Spiel. Neudeutsch heißt dieser Mechanismus „Push your luck“ und ist seit Sid Sacksons Klassiker CAN’T STOP bei Parker aus den Achtzigern des letzten Jahrhunderts bekannt. Statt zu würfeln, ziehen wir Chips aus einem Sack. Also dann: Pull your luck!

Was ist also zu tun? Mehr Zutaten als nur die doofen sieben Knallerbsenchips und die zwei ersten echten Zutaten müssen in den Sack. Ein oder zwei Zutaten kommen jede Runde dazu … entweder nur oder auch noch Siegpunkte. Jede gezogene Zutat – auch die Knallerbsenchips – landen in der Kesselspirale. Und je mehr man hinlegt, desto höher die Punkte für den Sieg und fürs Einkaufen. Natürlich will ich da weit voran kommen, aber wenn schon sechs Knallerbsen ausliegen, ziehe ich dann noch nach, wenn noch ein Zweier- und der Dreierchip im Sack sind? Wahrscheinlich wegen der Wahrscheinlichkeiten nur dann, wenn mehr Zutaten- als noch Knallerbsenchips im Sack liegen.

Dienstag, 19. Juni 2018

Das 373. Montagsspielen mit Ganz schön clever und Black Jacky



Uii, natürlich sind wir bei dem ganzen Hype um GANZ SCHÖN CLEVER ziemlich gespannt auf dieses Würfelabstreichspiel. Auch weil so herrlich auf Twitter mit Worten über den Autor Wolfgang Warsch gespielt wird.

Da ist von „warschen“ die Rede, wenn man eines seiner Spiele spielt. Drei sind aktuell ganz hoch bei der Jury im Kurs. GANZ SCHÖN CLEVER und QUACKSALBER VON QUEDLINGBURG und THE MIND hat die Jury im Auge. Die ersten beiden sind zum Kennerspiel des Jahres nominiert, THE MIND wird ganz bestimmt das Spiel des Jahres. Echt jetzt?! … dann würde ich mich ganz schön „abgewarscht“ fühlen.

Aber vielleicht ergeht es dem Autor ja so wie letztes Jahr dem Schwerkraft Verlag. Mit zwei Titeln auf der Nominierungsliste für den grauen Pöppel, aber ohne nach Hause. Von der Jury verwarscht, äh, ist da nicht ein W zu viel? So wie einige Juroren auf THE MIND abfahren, würde ich meinen Warsch darauf verwetten, dass THE MIND nicht leer ausgehen wird. Jetzt hat sich's aber ausgewarscht, echt jetzt!

Dienstag, 12. Juni 2018

Das 372. Montagsspielen mit Pandemic Steigende Flut, Würfelgemüse und Black Jacky



Meine erste Partie PANDEMIC STEIGENDE FLUT habe ich ganz stilecht in Holland, und zwar in der Provinz Noordholland gespielt, im Osterurlaub. Macht ja auch Sinn, denn thematisch geht es darum, die Niederlande vor den Fluten zu bewahren. Das Wasser breitet sich aus und fließt ins Land, wir bauen gemeinsam Deiche und entwässern das Land. Unser Ziel: Die vier großen Wasserbauwerke der Niederländer zu errichten, bevor wir vom Wasser überspült werden. Zwei davon könnten Sie kennen, den Abschlussdeich am Ijsselmeer und die Deltawerke längs der südlichen Nordseeküste, hauptsächlich in der Provinz Zeeland. Von den „Normalisiringswerken“ habe ich noch nie was gehört, von „Ruimte voor de Rivier“ hingegen schon. Man schafft auch in Deutschland mehr Raum für Überflutungen, damit der Wasserstand bei eingedeichten Flüssen nicht soweit ansteigt, dass die Deiche überflutet werden oder brechen können. Nur die Deiche zu erhöhen, bringt's nicht mehr. Das Wasser bekommt wieder den Platz, den wir Menschen dem Wasser genommen haben.

Dienstag, 5. Juni 2018

Das 371. Montagsspielen nur mit The Rise of Queensdale



Kurzentschlossen starten wir am Montag mit den Abonnentenspielern Benjamin und Marcus THE RISE OF QUEENSDALE. Endlich liegt es auch auf unserem Tisch. Es ist ein richtig fetter Brocken. Natürlich schauen wir uns das Material nicht an, nur das nötigste wird heraus gesucht. Eben das, was uns das Blatt für die Spielvorbereitung und die noch wenig umfangreiche Regel vorgibt. Was wir allerdings sofort haben sind Platzprobleme. Unser Küchentisch ist eigentlich immer groß genug, aber wir müssen trotzdem was auslagern. Gut, alles Material brauchen wir nicht, aber wir können auch nicht alles auslegen. Gerade die Tableaus mit den Bauwerken müssen von Hand zu Hand wandern.