Dienstag, 15. September 2020

Das 434. Montagsspielen mit Sencha, Glasgow und erneut CuBirds



Sencha
Im ersten Spiel geht’s mehr oder minder um Tee. Eher minder, japanischer Tee bestimmt nur die Oberfläche. Darunter steckt was ganz anderes: SENCHA ist eine Art Rennen um Punkte und Geld. Tempo zu verlieren, ist nicht gut, gar nicht gut. Das erfahre ich bereits in meinem zweiten Zug, da ist nämlich die Teepflückerin aus dem Vorrat schon bei Astrid gelandet. Sie kann zwei grüne Klötzchen von den Teeplantagen sammeln, ich nur einen. Und grüner Tee ist doppelt wertvoll, bringt viel Geld ein und einen Siegpunkt pro grünem Steinchen. Das soll sich später als mein sicherer Untergang entpuppen.


Allerlei Aktionen stehen zur Auswahl, neben dem Anheuern von weiteren Teesammlern, die mehr braunen oder pinken Tee sammeln können, aber leider keinen grünen Tee mehr. Also Haus auf einer Plantage bauen. Habe ich dort zwei, darf ich auch zwei Sorten Tee auf einen Schlag sammeln. Moment, das geht nur verzögert: Erst kaufen, dann bauen. Ich kann auch ein Haus auf einem separaten „Feld“ bauen, dann bekomme ich zu jedem Teeverkauf einen Yen mehr. Kleiner Spoiler: Auch das bringt's anfangs gar nicht. Besser stringent spielen, Tee sammeln und im nächsten Zug auf dem Markt verkaufen. Das Ganze ist garniert mit vielen kleinen Regeldetails.

Dienstag, 8. September 2020

Das 433. Montagsspielen mit Space Explorers und CuBirds



Space Explorers
Eigentlich war SPACE EXPLORERS schon für das 431. Montagsspielen geplant. Haben wir aber nicht mehr geschafft, weil nicht mehr genügend Zeit und nicht genug Willen mehr da war, uns durch die Regeln zu kämpfen. Die Regeln sind sperrig, aber heute starten wir ins All, heuern Forscher an, um mit denen Siegpunkte zu sammeln und auch sowjetische bzw. amerikanische Raumfahrtprojekte zu verwirklichen. Dafür gibt’s auch Punkte. SPACE EXPLORERS endet, sobald einer 12 Forscher eingestellt hat oder das letzte der fünf Projekte verwirklicht wurde.


Als größte Hürde entpuppen sich die vielen unterschiedlichen Symbole auf den wunderhübschen Forscherkarten. Was bedeutet dies, was bedeutet das? Wir müssen viel nachlesen. Das Spiel ist deshalb genauso sperrig wie die Regel. Die habe ich vorgetragen, deshalb – so geht der Aberglauben – gewinne ich natürlich (31/23/24). So richtig hatten wir keinen Spaß an diesem Kartenspiel. Optisch ist es allerdings eine Wucht. Warum allerdings ein englischer Titel für ein Spiel mit realsozialistischer Optik gewählt wird, ist mir ein Rätsel.

Dienstag, 1. September 2020

Das 431. und 432. Montagsspielen mit neuen Chancen für Materia Prima - The Alchemist Guild


431. Montagsspielen

432. Montagsspielen

Unsere erste Partie verlief so, als hätten wir eine Zeitreise in die 80er unternommen, als würden wir kleinschrittig durch einen Dungeon laufen, nicht von Monstern sondern von Mitspielern verfolgt. Wir steigen trotzdem wieder ein, in unseren Wohn- und Alchemistenturm.

Wir wissen eigentlich genau, was auf uns zukommt: Laufen, laufen, Rohstoff sammeln. Rohstoff sammeln, Rohstoff sammeln, laufen. Einen auf die Nuss bekommen, wieder im Turm gänzlich ohne Rohstoffe ankommen. Das Ganze wieder von vorn … mit leichten Abwandlungen. Mal kommen wir zu Hause an, können die einfachen zu besseren Rohstoffen verwandeln, können uns aufrüsten, damit besser angreifen und uns verteidigen. Diese Monster-Mitspieler lauern ständig auf Beute. Los geht’s, weiter, immer wieder dasselbe Geschehen.

Jürgen kommt heute nicht zum 431. Montagsspielen, dafür muss Beni – unser „Ab und Zu“-Montagsmitspieler – dran glauben. Auch er bekommt lange Zähne.

Du kommst hier nicht durch! Flamme aus Materia!

Ganz frustig wird’s beim 432. Montagsspielen, ohne Beni, aber mit Michael. Wir kriegen Astrids Ziel spitz, wo sie drei Gold abliefern will. Wir erkennen messerscharf, dass sie auf dem Weg zum Sieg ist. Ihre Zielstadt können Michael und ich blockieren. An uns kommt sie nicht mehr vorbei. Keine Chance mehr für Astrid, keine Chance mehr für MATERIA PRIMA. Das Spiel hat sich aufgehängt.

Florian Pfab: MATERIA PRIMA: THE ALCHEMISTS GUILD für 2 – 4 Personen mit Illustration von Florian Pfab bei Peacock Tabletops 2020, angegebene Spieldauer 60 – 90 Minuten

Materia Prima: The Alchemist Guild: 1 geht gar nicht

Als Absacker noch gespielt:

Push: 2 geht so, Tenor heute Abend: „Da können wir besser L.A.M.A. spielen!“
Schützenfest: 5 geht immer, aber nur mit den Montags- und Donnerstagsspielern

Das 431. Montagsspielen (13/2020) am 03.08.2020
Das 432. Montagsspielen (14/2020) am 10.08.2020

Mittwoch, 26. August 2020

Das 430. Montagsspielen nur mit Materia Prima: The Alchemist Guide



Heute machen wir Gold … aus allem, was wir kriegen können. Wir sind Alchemisten. Dafür braucht es Regeln. Die Regeln sind lang. Die Regeln sind ziemlich unstrukturiert, das macht es kompliziert. An manchen Stellen bleiben die Regeln unklar. Aber dann sind wir alle Alchemisten. Wohnen in einem Labor-Turm. Jetzt geht es los.

Laufen, laufen, Rohstoff einsammeln. Rohstoff, Rohstoff, laufen. Lauf – zurück im Turm! – Rohstoffe gegen Homunkulus-Helfer tauschen. Nächste Runde: Humunkulus laufen lassen, Rohstoffe nehmen. Mit dem Alchemisten laufen, laufen, Rohstoffe nehmen. Eins auf die Nuss bekommen, Rohstoffe verlieren, Neustart im Turm. Na gut, laufen, laufen, einem eins auf die Nuss geben. Nix gewonnen. Laufen, laufen, anderen Rohstoff nehmen. Laufen, laufen, laufen. Nix passiert. Laufen, laufen, noch einen Rohstoff nehmen. Rucksack ist voll. Laufen, laufen, laufen. Zu Hause, aber keinen Zug mehr frei. Nächste Runde: Rohstoffe lagern, zwei in einen wertvolleren Rohstoff umwandeln. Nächste Runde nochmal tauschen.

Dienstag, 18. August 2020

Das 429. Montagsspielen mit Kubb und Parks



Es ist gutes Wetter, also warum nicht wieder in Jürgens Garten kubben? Drei Partien für den Sieg. Das war ein harter Kampf, Jürgens gut gepflegter Rasen hat doch etwas gelitten, besonders natürlich an Jürgens gekonnten Einwürfen bereits geschlagener Kubbs. Da hat er eine perfekte Technik: Die Kubbs drehen sich während des Wurfs linksherum, landen meistens auf einer Ecke, rollen sich dann immer dahin, wo schon andere Kubbs liegen. Jürgen hat’s drauf, Michael mit seinen Würfen in gekonntem Bogen auch. Astrid und ich sehe unsere Niederlage kommen.


PARKS hat Astrid und Michael bereits angefixt, wir kennen das Spiel schon vom 427. Montagsspielen. Heute läuft es für mich prima, aber so richtig fies gegen Astrid. Kann halt passieren, dass eine in die Röhre schaut. Zumal es heute zu viert auf der Aktions-Felder-Strecke noch enger zugeht. PARKS zeigt aber wieder schön seine Varianz, selbst erstaunlicheste, weil gänzlich unerwartete Züge auf den Aktionsfeldern erzeugen überraschende Wendungen.

Was immer noch gilt: Viele Rohstoffe helfen viel, besonders die fetten Parks mit vier oder fünf Siegpunkten. Michael und Jürgen setzen auch auf Fotos, jedes Foto ein Punkt. Am Ende geht es oben eng zur Sache. Ich gewinne mit 39 knapp vor 37 und 35 Punkten. Nur Astrid ist heute tatsächlich mit 29 Punkten weit abgeschlagen. Ist eine Viererpartie Parks tatsächlich so wie eine Viererpartie CATAN? Da schaut auch einer immer in die Röhre.

Das 429. Montagsspielen (11/2020) am 20.07.2020

Parks: 4 geht gut


Dienstag, 11. August 2020

Das 428. Montagsspielen nur mit The Grand Trunk Journey



Astrid bringt ihre neuste Anschaffung mit: Ein Eisenbahnspiel im Retro-Look von Spielworxx. Da weiß ich gleich: Ist teuer und bestimmt schon vergriffen. Also gut, wir starten mit einer etwas längeren Regelerklärung. Jeder von uns hat eine eigene Gesellschaft mit speziellem Kartendeck. Dass das auch eine spezielle Spielweise impliziert, ist uns Anfängern nicht so klar.


Wir bauen wie üblich Verbindungen und verladen Waren, verkaufen sie wieder, aber andernorts. Und so geht es immer weiter. Wenn bestimmte Städte angeschlossen sind, bekommen wir die passenden Stadtkarten in unser Deck. Das ist gut, denn neue Karten schaffen zusätzliche Möglichkeiten. Ist schon eine ziemlich komplexe Geschichte, aber so sind Eisenbahnspiele nun mal. Bestimmt habe ich noch was wichtiges vergessen...


Nach knapp 140 Minuten hat Astrid einen Kantersieg eingefahren. Sie gewinnt mit 68 gegen 49 und 39 Punkten. Sie verdankt ihren Sieg ihren Bonuskarten. Die haben wir ihr zu einfach überlassen.

Beim nächsten Mal passiert uns das nicht mehr. Dann geht es richtig zur Sache. Ich jedenfalls fühle mich heute wie ein Noob, irgendwie habe ich keine Ahnung von nix. Was ich begreife: Fehler werden abgestraft, man darf nix liegenlassen. Und der Retro-Look ist gleichzeitig schön, spartanisch und kommunistisch. Als wäre es ein Ostalgie-Spiel.


Das 428. Montagsspielen (10/2020) am 29.06.2020

The Grand Trunk Journey: 3 geht