Dienstag, 22. Januar 2019

Rezension: Tribes von Kosmos

Rustan Hakansson: TRIBES für 2-4 Personen mit Illustration von Claus Stephan bei Kosmos 2018, copyright Tea Time Productions 2017, angegebene Spieldauer 45 Minuten, copyright Tea Time Productions 2017


Mir hat's gefallen. Meinen Mitspielern auch? Puh, deren Bewertung kam eher verhalten rüber. Man könne ja nix machen, wenn man nur die falschen Landschaften aus dem Sack zieht. Der eigene Stamm hat's immer am schwersten, wird vom Schicksal gebeutelt und von den fehlenden Muscheln in elende Zwänge getrieben. Tja, das kann, muss aber nicht zwangsläufig passieren. Natürlich ist eine gute Portion Glück im Spiel, mal läuft es gut, mal gegen einen oder alle.

Dienstag, 15. Januar 2019

Das 389. Montagsspielen mit Tribes, Impact und mal wieder Blöde Kuh


Das Cover von TRIBES finde ich ziemlich gut. Mal sehen, ob das Spiel das hält, was ich mir davon verspreche. Wobei … ich habe bereits eine Partie auf dem Deckel. Die habe ich glorreich verloren, war ziemlich abgelenkt, denn meine Mitspieler waren ebenfalls nicht ganz bei der Sache. Aber heute, weiß ich genau, wie und wo der Hase läuft.

Mein Stamm soll wachsen und sich ausbreiten, Fortschritt erzielen. Und alles irgendwie gleichzeitig. Das läuft im Wesentlichen auf dem Aktionsrondell, was tatsächlich eine Reihe von Aktionsplättchen ist. Wenn ich die erste Aktion der Reihe nehmen will, kostet es mich keine meiner anfangs fünf Muscheln. Will ich in der Aktionsschlange weiter hinten agieren, muss ich auf jedes übersprungene Aktionsplättchen eine Muschel ablegen. Kennt man … Und hat zur Folge, dass mir irgendwann doch die Muscheln ausgehen, weil irgendwer anders sie einsackt. Ohne Muscheln – das sei verraten – fühlt man sich gespielt. Hilflos sogar …

Dienstag, 8. Januar 2019

Das 388. Montagsspielen mit Reef, Qwantum und Spring Meadow



Ich finde ja, wir sollten mal wieder was Richtiges spielen, was Spaß macht und nicht immer nur diese Pflichtspiele. Deshalb spielen wir heute REEF, QWANTUM und SPRING MEADOW…

Was ist gut an REEF? Das ist doch die entscheidende Frage, die wir nach einer Partie noch nicht wirklich klären können. Also noch eine zweite Partie. Und was ist wirklich gut an REEF? Die Korallen aus Plastik? Nee. Das Interagieren? Och, gibt’s doch gar nicht. Die Planung für den Bau des Riffs, wo welcher dieser fiesen Plastiksteine hinkommt und auf welche Höhe? Ja, das muss man schon gut kalkulieren. Zu oft gerät man in einen Zwiespalt: Die Karte auszuspielen, um damit passende Korallenplastik für den Aufbau des Riffs zu erlangen oder sie besser für die Wertung einer bestimmten Farb- oder Höhenkombination benutzen? Und dabei noch das Spielende im Auge behalten, das einen sonst möglicherweise zu früh ereilt. Dann sind die schönen Pläne sofort verpufft.

Mittwoch, 2. Januar 2019

Rezension: Frantic von Game Factory

Fabian Engeler, Pascal Frick, Pierre Lippuner, Stefan Weisskopf: FRANTIC für 2-8 Personen mit Illustration von Pierre Lippuner bei Game Factory 2018, angegebene Spieldauer 5 (wäre ok) - 45 (geht gar nicht) Minuten


Spiele? Spiele?! … haben wir alle im Überfluss. Keiner muss nehmen, was kommt. Es gibt so viele Spiele, alte, neue, allerneueste. Als wäre da ein Damm gebrochen, als explodierte Mais zu Popcorn. Und doch gibt’s im Popcorn harte Maiskörner, nicht viele, aber es gibt sie. Ungenießbar. Sie verstecken sich unter all dem süßen Popcorn, ganz unten in der Tüte, schämen sich, dass sie nicht aufgegangen sind. Maiskörner, die trotzdem in meinen Mund geraten und schnell wieder ausgespuckt werden. Zu hart, zu wenig Popcorn.

Dienstag, 18. Dezember 2018

Das 387. Montagsspielen mit Spring Meadow, Sound Jack!, Penny Papers Adventures: Im Tal des Wiraqucha und noch Blöde Kuh



Wir geben uns heute das volle Programm, was wir allerdings erst auch gar nicht vorhaben. Die Spieldauer von SPRING MEADOW wird mit 15 Minuten pro Spieler angegeben. Wir sind etwas überrascht, dass wir die erste Partie nach knapp 20 Minuten beenden? Haben wir was übersehen?


SPRING MEADOW reduziert den Rosenbergschen Puzzlemechanismus à la PATCHWORK aufs Wesentlich. Wir legen nur noch in Tetris-Manier die schneebedeckte und fast weiße Bergwiese mit grünen Wiesenteilen ab. Die Auswahl der Teile läuft auf bewährte Weise wie wir es schon aus COTTAGE GARDEN kennen. Ein Wiesenteil nehmen und möglichst so legen, dass wir Zeile um Zeile der Schneewiese bedecken und dabei die Löcher im grünen Wiesenplättchen passgenau auf sichtbare Höhleneingänge im Schnee legen. Im Loch darf auch nur Schnee sichtbar bleiben.

Dienstag, 11. Dezember 2018

Das 386. Montagsspielen nur mit Crown of Emara



Dieses Montagsspielen gehört eindeutig nur CROWN OF EMARA. Das liegt zum einen an der Platzierung auf dem Fairplay-Scout-Regal und zum anderen an uns. Wir müssen uns erst reinfinden … in die Möglichkeiten der beiden Spielbretter und deren Zusammenwirken. Wir spielen dabei auf zwei Rondells, und manchmal denke ich, wir wickeln unsere Aktionen sogar in einem weiteren inneren Rondell ab. Planung der Züge ist deshalb alles... Und das braucht in der Erstpartie doch mehr als die angegebene Zeit. Wir spielen sogar 100 Minuten an der Partie … allerdings mit viel Freude.

Benjamin Schwer: CROWN OF EMARA mit Illustration von Dennis Lohausen für 1-4 Spieler bei Pegasus 2018, angegebene Spieldauer 45 bis 75 Minuten

CROWN OF EMARA hört sich für mich eher nach Orient an, ist aber ganz klassisch angelegt. Wir sorgen auf dem Land für die Rohstoffe, die wir in der Stadt in der Burg, Kirche, auf dem Markt und auf der Baustelle in Siegpunkte umwandeln. Nicht in eine Sorte Siegpunkte, sondern in zwei: Für Bauwerke und Einwohner, wobei am Ende nur der niedrigere der beiden Werte zählt.

Dienstag, 27. November 2018

Das 385. Montagsspielen mit City of Rome und Blöde Kuh


Natürlich kommt gleich nach der Spielemesse in Essen einer der Spitzenreiter der Fairplay Scout Aktion auf den Tisch. CITY OF ROME ist ein Legespiel. Und was legen wir? … Komm‘ schon, wir legen nix, wir bauen Rom auf. Meine Regelerklärung führt uns etwas in die Irre, denn die Regel fokussiert sich aufs Bauen von Wohnblocks und öffentlichen Gebäuden. Wohnblocks in den Werten zwei, drei und vier sollten so errichtet werden, dass sie orthogonal mit gleichwertigen Blocks zusammen liegen und im optimalen Fall alle vier verschiedenen öffentlichen Gebäude angrenzen. Die Wertungsformel: Summe der Punkte aus allen angrenzenden Wohnblocks gleichen Wertes multipliziert mit der Anzahl angrenzender und unterschiedlicher öffentlicher Gebäude. Dass man auch auf eine ganz andere Weise Punkte generieren kann, entdecke ich zu spät. Die erste Partie gewinnt Michael mit satten 96 zu 73 und 64 Punkten. Rom im 4x4-Raster will halt gut geplant sein.