Wolfgang Warsch: DIE QUACKSALBER VON QUEDLINBURG für 2-4 Spieler mit Illustration von Dennis Lohausen bei Schmidt Spiele 2018
Eigentlich lässt sich das Spielprinzip leicht eindampfen: Wer mehr als sieben Knallerbsen aus dem Sack zieht, hat verloren. Zum Glück nur halb, denn wenn der Trank explodiert, reicht es entweder für Siegpunkte oder für weitere Zutaten. Aber zu häufig halb verloren, bedeutet auch: Nix wird’s mehr mit dem Sieg. Wer rechtzeitig aufhört, Zutaten- oder eben nicht die blöden Knallerbsenchips aus dem Sack zu ziehen, hat einfach mehr Glück und auch mehr vom Spiel. Neudeutsch heißt dieser Mechanismus „Push your luck“ und ist seit Sid Sacksons Klassiker CAN’T STOP bei Parker aus den Achtzigern des letzten Jahrhunderts bekannt. Statt zu würfeln, ziehen wir Chips aus einem Sack. Also dann: Pull your luck!

Was ist also zu tun? Mehr Zutaten als nur die doofen sieben Knallerbsenchips und die zwei ersten echten Zutaten müssen in den Sack. Ein oder zwei Zutaten kommen jede Runde dazu … entweder nur oder auch noch Siegpunkte. Jede gezogene Zutat – auch die Knallerbsenchips – landen in der Kesselspirale. Und je mehr man hinlegt, desto höher die Punkte für den Sieg und fürs Einkaufen. Natürlich will ich da weit voran kommen, aber wenn schon sechs Knallerbsen ausliegen, ziehe ich dann noch nach, wenn noch ein Zweier- und der Dreierchip im Sack sind? Wahrscheinlich wegen der Wahrscheinlichkeiten nur dann, wenn mehr Zutaten- als noch Knallerbsenchips im Sack liegen.