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Dienstag, 22. September 2020

Das 435. Montagsspielen mit Sencha und Man muss auch gönnen können



SENCHA ist für mich heute ein Pflichtspiel. Muss ja, denn Jürgen kennt es noch nicht. Wir sammeln wieder grünen, schwarzen oder pinken Tee. Und von den Einkünften kaufen wir mehr Arbeiter, bessere Arbeiter und Transportkarren. Und bauen auf den einzelnen Teeplantagen Häuser, damit wir dort überhaupt ernten können. Der Ablauf ist mir klar, glasklar. Und trotzdem mache ich den Fehler vom letzten Mal erneut. Ich lasse die einzige Teepflückerin liegen, die wertvollen grünen Tee einsammeln kann. Ich habe zwar eine, die anderen dafür ab sofort zwei. Wie doof das ist, erlebe ich schnell. Ich befinde mich in derselben Abwärtsspirale wie beim letzten Mal. Die anderen machen und tun, und ich schau zu. Boah! Selbst Schuld! Aber wenn ich die zweite Pflückerin genommen hätte, wäre Jürgen wahrscheinlich so drauf wie ich. Einen trifft es immer. Ich fühle mich wieder ziemlich abgemeiert. Habe ich das Spiel nur nicht im Griff?

Egal, das ist mir eh zu trocken, zu sehr Wettrennen, zu wenig Tee. Obwohl? Das Thema ist mir meistens schnuppe. Trotzdem … Jürgen und Astrid haben beide neun Punkte, bei Gleichstand gewinnt Jürgen. Immer, aber hier, weil er mehr Geld gescheffelt hat. SENCHA ist bei mir raus, auch wenn ich in der nächsten Partie nicht wieder mit demselben Fehler starte. Aber was ist, wenn ich der letzte Starter bin? Dann gibt’s definitiv keine zweite Grüntee-Pflückerin mehr für mich. Ist das ganze Spiel programmiert?

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Das 408. Montagsspielen wieder mit Pandemic: Untergang Roms, Black Spy und Ginger



Heute wollen wir es wieder wissen und schlagen uns mit Invasoren aus dem Nordosten rum. Diese blöden Germanen … Wir sind erfolgreich, halten dagegen. Läuft, läuft sogar ziemlich gut. Und die Vandalen sind kein Problem. Das verkündige ich siegessicher, ohne zu beachten, dass wir auch verlieren, sobald alle Vandalen im Römischen Reich eingefallen sind. Klar, dass das dann passiert. Als wir ein paar Vandalen nachlegen müssen, ist das Vorratsfeld geleert. Schande, Schande, Schande über mich. Ich hab’s versaubeutelt.

Das Spielfeld ist nicht besonders ansprechend

Ist ja kein Geheimnis, dass mir die PANDEMIC Survival Series – Limited Edition – gut gefallen. Wirklich alle? Außer SCHRECKENSHERRSCHAFT DES CTHULHU. Das war viel zu einfach, aber STEIGENDE FLUTEN und IBERIA sind schon sehr gut. UNTERGANG ROMS ist wieder eine schöne Herausforderung, aber heute zu viel für uns. Rom ist weiter dem Untergang geweiht.

Dienstag, 1. Oktober 2019

Das 407. Montagsspielen mit Pandemic: Untergang Roms und Tippi Toppi!



Wir wollen es den Germanen mal zeigen, all den völkerwanderlustigen Stämmen aus dem Osten Europas und Asiens. Wir sind Rom! Wir haben Legionen! Wir arbeiten zusammen gegen die Invasoren. Wir machen die Grenzen dicht. Pustekuchen. Wir haben keine Chance. Die Hunnen und Vandalen überrennen uns. Rom ist nicht Herr der Lage. Schande über uns. Schande, Schande, Schande … Obwohl, hätte es die Völkerwanderung nicht gegeben, wären wir nicht hier. Wo kommen wir indogermanen Deutschen nochmal genau her? Bevor wir hier eingedrungen sind?

Vielen Dank an mein Portemonnaie, das mir freundlicherweise die Anschaffung dieses Spiels ermöglicht und mich gleichzeitig von der Pflicht zu einer Rezension befreit. Aber es juckt mich doch, mit den Montagsspielern den Germanen so richtig zu zeigen, wie wir als Römer kooperieren können.

Freitag, 13. September 2019

Das 406. Montagsspielen mit Railroad Ink in knallrot und Doppelt so clever


Eigentlich müsste hier mal wieder eine Rezension erscheinen. Aber wie das immer so ist, die 129. Ausgabe der Fairplay ist gerade in Arbeit. Dafür schreibe ich zurzeit Rezensionen und korrigiere oder redigiere Texte der anderen Schreiberinnen und Schreiber. Da geht schon eine Menge Zeit drauf.
Erst wenn das Heft eingetütet, wenn es auf dem Weg zu den Abonnenten ist, ist wieder mehr Zeit für Rezis an dieser Stelle. Mmh, ich bin mir da nicht wirklich sicher.

Wer sich mit Rezensionsexemplaren zuballert, muss auch viele Rezis bringen. Das ist dann der Deal. Was Rezensionsexemplare angeht, habe ich mich dieses Jahr eher zurück gehalten. Hat eine Menge Freiheiten gebracht. Ich will, aber muss nicht mehr spielen. Lieber häufiger gute, als immer wieder neue Spiele. Und wenn ich dann doch mal ein Spiel haben will, dann kaufe ich es mir. Auch diese Freiheit gönne ich mir, auch mit RAILROAD INK – EDITION KNALLROT und DOPPELT SO CLEVER.

Dienstag, 2. April 2019

Das 395. Montagsspielen mit Raids, L.A.M.A. und einem Rentnerspiel



Ist es ein Wettrennen um die fetteste Beute? Reicht einfaches Draufhauen, wie es bei den Wikingern angesagt war? Ist vielleicht doch mehr gefragt? Wir erkennen nicht unbedingt beim ersten Zug, was da alles abgehen kann, welche Unpässlichkeiten einen erwarten.

Optisch finde ich RAIDS ziemlich gelungen. Wir haben ein eigenes Langboot für Wikinger und Beute. Klar, dass mehr Wikinger mehr Beute machen können. Ist das wirklich klar? Ich habe da meine Zweifel, denn ich habe am Ende … Momentchen, nicht so schnell.

Dienstag, 12. März 2019

Das 393. Montagsspielen mit L.A.M.A., Dizzle und Blank



Wir legen ein Spiel auf, das … ach schweigen wir besser. Es ist zum Grölen. Und das machen wir ausgiebig. Spielerisch ist L.A.M.A. eher ganz, ganz einfache Kost. Wir legen Karten auf den Stapel, aufsteigend von der Eins bis zur Sechs, dann kommt das titelgebende Lama. Und es beginnt wieder mit einer Eins. Wer nicht ausspielen kann, muss nachziehen. Das gibt öfter das berüchtigte Nazi-Duell: Zwei ziehen, bis das Spiel sich wieder seine Bahn bricht und erlösendes Grölen erklingt.

Dienstag, 31. Juli 2018

Das 377. Montagsspielen mit Edge of Humanity, Die Quacksalber von Quedlinburg und Ganz schön clever



Von dem Spiel wusste ich bis heute gar nicht, dass ich es zu Hause habe. Wahrscheinlich ist EDGE OF HUMANITY zusammen mit dem Material für unseren Fairplay-Stand aus Essen zu mir gelangt. Ich hatte es gar nicht mehr auf dem Schirm …


EDGE OF HUMANITY ist ein Deckbilder mit Endzeit-Szenario. Und natürlich auf Englisch, was aber kein Hindernis ist, wenn man erst die unterschiedlichen Karten begriffen hat. Und es hat durchaus auch was von DOMINION. Einzig, dass man pro Durchgang Leben verliert, ändert doch das Spielgefühl etwas. So müssen wir heute abwägen, dick aufzutragen und einige Leben zu verlieren oder mit unseren Leben besser hauszuhalten, um länger im Spiel zu bleiben. Es lässt sich mehr erreichen, wenn man häufiger an die Reihe kommt. Sichere Gebäude zu errichten geht nicht auf einen Schlag. Das kann durchaus dauern, denn normalerweise kann man nur eine Karte pro Durchgang ausspielen. Längeres Leben ist deshalb hilfreich.

Dienstag, 17. Juli 2018

Das 376. Montagsspielen mit Mercado und Voodoo Prince



 Wir haben schon einige Partien DIE QUACKSALBER… auf dem Buckel, tun uns heute aber trotzdem wieder ein Bag-Building-Spiel an, das ein erfahrener Autor entwickelt hat. Rüdiger Dorn gehört schon länger in die erste Liga der Spieleautoren. Da weiß man doch, was auf einen zukommt: Nicht nur pures Glück beim Nachziehen, sondern auch noch Nachdenken, wo und wie man seine Chips für den Einkauf von Siegpunkten und Boni am besten platziert. Die Ersteinschätzung von MERCADO folgt kommenden Donnerstag. MERCADO wird übrigens als Spiel für „kauffreudige Spieler“ angepriesen. Gilt das jetzt für das Spiel oder beim Spielen? Egal, wir spielen es gleich zwei Mal. Das machen wir jetzt häufiger, wenn es kein zu zeitaufwendiges Spiel ist.

Als Abschluss noch VOODOO PRINCE. Das Spiel habe ich im Griff, immmmmmer! Jawohl, bis auf heute Abend. Ich mag den Prinzen, obwohl ich mit Pauken und Trompeten untergehe. Jürgen geht mit 33 Punkten nach Hause (wir: 26:22:21 Punkte). Stichspiele sind auch sein Ding, ebenso wie das Bag-Building-MERCADO. Jürgen gewinnt heute einfach alles. Braucht noch eine Mannschaft unseren Jürgen für die Deutsche Meisterschaft im Brettspielen? Gegen eine gute Ablöse würden wir ihn ausleihen. Verkaufen täten wir ihn nie.

Das 376. Montagsspielen (16/2018) am 18.07.2018

Dienstag, 10. Juli 2018

Das 375. Montagsspielen mit Dragon Castle und Agentjagd


Astrid hat DRAGON CASTLE letztes Jahr auf der Messe in Essen gekauft. Erst heute kommt es bei uns auf den Tisch. Nachdem die Jury nominiert hat, beginnt ja gewissermaßen die Freizeit für Rezensenten. Da kann man endlich Spiele spielen, die man nicht rezensieren muss oder will. Ich hätte für diese Zeit noch diverse Spiele in petto… Die will ich alle noch spielen, aber nix drüber schreiben. So Kickstarter-Dinger eben, die nur dann eine Rezi abkriegen, wenn sie mich enttäuschen. Jetzt fragen Sie sich bestimmt, warum ich hier über DRAGON CASTLE schreibe?

DRAGON CASTEL ist MAHJONG in der Abbauvariante, also dass aus einer Auslage zwei identische Steine genommen werden dürfen, die mindestens an einer Längsseite frei liegen und von keinem anderen Stein abgedeckt werden. Könnten Sie kennen, wenn Sie noch den Amiga-Computer von Commodore kennen. Damals – in den späten Achtzigern - hieß diese Variante SHANGHAI und war ziemlich populär. Ich wollte es immer spielen, aber nur mein Kommilitone hatte einen teuren Amiga-Computer. Später hatte ich’s dann auch, für DOS und WIN 3.1. Da fand‘ ich das alles längst nicht mehr so spannend, schließlich ist das eher eine Patience nur mit Mahjong-Steinen.

Dienstag, 3. Juli 2018

Das 374. Montagsspielen nur mit Die Quacksalber von Quedlinburg


Das wollen wir jetzt wissen, aber boah, was ist das frustig. Dieses Spiel ist heute so gar nix für mich. Andauernd ziehe ich diese doofen Knallerbsen aus meinem Sack. Bumm, zack, puff, Knallerbse Nummer Acht kommt aus dem Sack, mein Kessel „explodiert“. Doof, sehr doof! Und das, obwohl ich schon viele andere Chips im Sack habe, viel mehr als noch Erbsenchips drin sein können. Ich beiß' gleich in die Tischkante … Astrid gewinnt mit 47 zu 46 zu 36 Punkten.

Dienstag, 26. Juni 2018

Rezension: Die Quacksalber von Quedlinburg von Schmidt Spiele

Wolfgang Warsch: DIE QUACKSALBER VON QUEDLINBURG für 2-4 Spieler mit Illustration von Dennis Lohausen bei Schmidt Spiele 2018

Eigentlich lässt sich das Spielprinzip leicht eindampfen: Wer mehr als sieben Knallerbsen aus dem Sack zieht, hat verloren. Zum Glück nur halb, denn wenn der Trank explodiert, reicht es entweder für Siegpunkte oder für weitere Zutaten. Aber zu häufig halb verloren, bedeutet auch: Nix wird’s mehr mit dem Sieg. Wer rechtzeitig aufhört, Zutaten- oder eben nicht die blöden Knallerbsenchips aus dem Sack zu ziehen, hat einfach mehr Glück und auch mehr vom Spiel. Neudeutsch heißt dieser Mechanismus „Push your luck“ und ist seit Sid Sacksons Klassiker CAN’T STOP bei Parker aus den Achtzigern des letzten Jahrhunderts bekannt. Statt zu würfeln, ziehen wir Chips aus einem Sack. Also dann: Pull your luck!

Was ist also zu tun? Mehr Zutaten als nur die doofen sieben Knallerbsenchips und die zwei ersten echten Zutaten müssen in den Sack. Ein oder zwei Zutaten kommen jede Runde dazu … entweder nur oder auch noch Siegpunkte. Jede gezogene Zutat – auch die Knallerbsenchips – landen in der Kesselspirale. Und je mehr man hinlegt, desto höher die Punkte für den Sieg und fürs Einkaufen. Natürlich will ich da weit voran kommen, aber wenn schon sechs Knallerbsen ausliegen, ziehe ich dann noch nach, wenn noch ein Zweier- und der Dreierchip im Sack sind? Wahrscheinlich wegen der Wahrscheinlichkeiten nur dann, wenn mehr Zutaten- als noch Knallerbsenchips im Sack liegen.