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Dienstag, 5. Januar 2021

Das 440. Montagsspielen mit Smart 10, Wild Cards und Fantastische Reiche



Optisch erinnert mich SMART 10 - ganz klar! - an Pizza, ist aber ein lupenreines Quizspiel in einer Schachtel, bei der ich an Liefer-Pizza denke. Egal, wir spielen eine Runde. Die Fragen sind mal ganz einfach, mal schwerer. Sechs Kategorien werden abgefragt. Mal sind die 10 Antworten zur Frage entweder wahr oder falsch, eine Reihenfolge muss bestimmt oder die genaue Antwort (Zahl, Farbe, Jahr) genannt werden. Die Antworten sind unter den Stiften verborgen, die sich rund um die Frage gruppieren. Welche ziehe ich? Liege ich richtig oder falsch oder passe ich lieber? Wer falsch liegt, verliert alle bisher gewonnenen Stifte. Um 15 Punkte geht es.

Ergänzungskarten
Ich liebe Quizspiele, da kann ich so schön klugscheißern, ohne dass es zu sehr auffällt. Natürlich gefällt mir auch SMART 10. Ist mal wieder ein anderer Ansatz mit durchaus interessanten Fragen. Und auch die Quizapparatur ist samt integierten, aber auch verzichbaren Punktezählern, gut gemacht. Ich komme als erster auf 15 Punkte für einen Sieg. Die Punkte der anderen: 13 und 1 Punkt. Nur ein Punkt?! Das passiert, wenn man sich verzockt. Zu gierig zu sein, ist gefährlich.

Dienstag, 15. September 2020

Das 434. Montagsspielen mit Sencha, Glasgow und erneut CuBirds



Sencha
Im ersten Spiel geht’s mehr oder minder um Tee. Eher minder, japanischer Tee bestimmt nur die Oberfläche. Darunter steckt was ganz anderes: SENCHA ist eine Art Rennen um Punkte und Geld. Tempo zu verlieren, ist nicht gut, gar nicht gut. Das erfahre ich bereits in meinem zweiten Zug, da ist nämlich die Teepflückerin aus dem Vorrat schon bei Astrid gelandet. Sie kann zwei grüne Klötzchen von den Teeplantagen sammeln, ich nur einen. Und grüner Tee ist doppelt wertvoll, bringt viel Geld ein und einen Siegpunkt pro grünem Steinchen. Das soll sich später als mein sicherer Untergang entpuppen.


Allerlei Aktionen stehen zur Auswahl, neben dem Anheuern von weiteren Teesammlern, die mehr braunen oder pinken Tee sammeln können, aber leider keinen grünen Tee mehr. Also Haus auf einer Plantage bauen. Habe ich dort zwei, darf ich auch zwei Sorten Tee auf einen Schlag sammeln. Moment, das geht nur verzögert: Erst kaufen, dann bauen. Ich kann auch ein Haus auf einem separaten „Feld“ bauen, dann bekomme ich zu jedem Teeverkauf einen Yen mehr. Kleiner Spoiler: Auch das bringt's anfangs gar nicht. Besser stringent spielen, Tee sammeln und im nächsten Zug auf dem Markt verkaufen. Das Ganze ist garniert mit vielen kleinen Regeldetails.

Dienstag, 8. September 2020

Das 433. Montagsspielen mit Space Explorers und CuBirds



Space Explorers
Eigentlich war SPACE EXPLORERS schon für das 431. Montagsspielen geplant. Haben wir aber nicht mehr geschafft, weil nicht mehr genügend Zeit und nicht genug Willen mehr da war, uns durch die Regeln zu kämpfen. Die Regeln sind sperrig, aber heute starten wir ins All, heuern Forscher an, um mit denen Siegpunkte zu sammeln und auch sowjetische bzw. amerikanische Raumfahrtprojekte zu verwirklichen. Dafür gibt’s auch Punkte. SPACE EXPLORERS endet, sobald einer 12 Forscher eingestellt hat oder das letzte der fünf Projekte verwirklicht wurde.


Als größte Hürde entpuppen sich die vielen unterschiedlichen Symbole auf den wunderhübschen Forscherkarten. Was bedeutet dies, was bedeutet das? Wir müssen viel nachlesen. Das Spiel ist deshalb genauso sperrig wie die Regel. Die habe ich vorgetragen, deshalb – so geht der Aberglauben – gewinne ich natürlich (31/23/24). So richtig hatten wir keinen Spaß an diesem Kartenspiel. Optisch ist es allerdings eine Wucht. Warum allerdings ein englischer Titel für ein Spiel mit realsozialistischer Optik gewählt wird, ist mir ein Rätsel.

Donnerstag, 30. April 2020

Rezension: Buntes Burano von Board Game Circus

Wei-Min Ling: BUNTES BURANO für 1 bis 4 Spieler mit Illustration von Maisherly Chan bei Board Game Circus 2019 unter Lizenz von EmperorS4 Technology Co., Ltd, Taiwan

Bunte Häuser


Da habe ich immer noch ein Rezensionsexemplar an der Backe. Der Verleger Daniel Theuerkäufer hat mir RUCHLOS 2018 in Essen richtig schmackhaft gemacht. Optisch ist das Spiel eine Wucht. Und zu Hause, nach der ersten Partie? … haben wir es in die Ecke gelegt. So eine umständliche Regel ist uns selten untergekommen. Die hat uns ein für alle Mal die Energie geraubt, uns überhaupt nochmal mit dem Spiel zu beschäftigen. Alles zu verkopft, zu umständlich, zu aufgeblasen.

2019 – in Essen - habe ich mir tatsächlich BUNTES BURANO gekauft. Wir waren schließlich schon in Venedig. Im Nachbarstädtchen Burano ist alles schön übersichtlich und fast schon holländisch. Stellte ich mich auf Zehenspitzen, könnte man über die Häuser schauen. Und dann die erste Partie … mit Vielspielern. Naja, kann man mal spielen, kann man aber auch vergessen. So doll ist BUNTES BURANO ja nicht.