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Donnerstag, 5. September 2019

Das 405. Montagsspielen mit Kensington, Welcome To… und Blöde Kuh



Oh, ein Spiel von Piatnik, das mich auch noch interessiert?! Das Thema ist mir einfach sympathisch. Auch in Zeiten des Brexit fasziniert mich immer noch alles Britische. Bei KENSINGTON legen wir Fassadenteile an unsere Haustüren an. Es entstehen diese typischen georgianischen Häuserfronten, denen man das Geld aus dem Empire ansieht.

Natürlich muss immer statisch korrekt angelegt werden, keine Lücken dürfen am Boden oder in der Front entstehen. Fassadenteile mit hellen dürfen nur an helle Fenster gelegt werden, dunkle an dunkle. Die Fassadenteile sind schon wild geformt, verdeckt liegen sie in der Mitte auf einem Haufen. Ich kann vielleicht sehen, welche Form sie haben, wenn sie halbwegs frei liegen, weiß aber nicht, wie und welche Fenster auf dem Teil sind. Und die Fenster müssen immer richtig ausgerichtet angelegt werden. Also ziehe ich ein schönes Teil aus dem Haufen.

Dienstag, 15. Januar 2019

Das 389. Montagsspielen mit Tribes, Impact und mal wieder Blöde Kuh


Das Cover von TRIBES finde ich ziemlich gut. Mal sehen, ob das Spiel das hält, was ich mir davon verspreche. Wobei … ich habe bereits eine Partie auf dem Deckel. Die habe ich glorreich verloren, war ziemlich abgelenkt, denn meine Mitspieler waren ebenfalls nicht ganz bei der Sache. Aber heute, weiß ich genau, wie und wo der Hase läuft.

Mein Stamm soll wachsen und sich ausbreiten, Fortschritt erzielen. Und alles irgendwie gleichzeitig. Das läuft im Wesentlichen auf dem Aktionsrondell, was tatsächlich eine Reihe von Aktionsplättchen ist. Wenn ich die erste Aktion der Reihe nehmen will, kostet es mich keine meiner anfangs fünf Muscheln. Will ich in der Aktionsschlange weiter hinten agieren, muss ich auf jedes übersprungene Aktionsplättchen eine Muschel ablegen. Kennt man … Und hat zur Folge, dass mir irgendwann doch die Muscheln ausgehen, weil irgendwer anders sie einsackt. Ohne Muscheln – das sei verraten – fühlt man sich gespielt. Hilflos sogar …

Dienstag, 18. Dezember 2018

Das 387. Montagsspielen mit Spring Meadow, Sound Jack!, Penny Papers Adventures: Im Tal des Wiraqucha und noch Blöde Kuh



Wir geben uns heute das volle Programm, was wir allerdings erst auch gar nicht vorhaben. Die Spieldauer von SPRING MEADOW wird mit 15 Minuten pro Spieler angegeben. Wir sind etwas überrascht, dass wir die erste Partie nach knapp 20 Minuten beenden? Haben wir was übersehen?


SPRING MEADOW reduziert den Rosenbergschen Puzzlemechanismus à la PATCHWORK aufs Wesentlich. Wir legen nur noch in Tetris-Manier die schneebedeckte und fast weiße Bergwiese mit grünen Wiesenteilen ab. Die Auswahl der Teile läuft auf bewährte Weise wie wir es schon aus COTTAGE GARDEN kennen. Ein Wiesenteil nehmen und möglichst so legen, dass wir Zeile um Zeile der Schneewiese bedecken und dabei die Löcher im grünen Wiesenplättchen passgenau auf sichtbare Höhleneingänge im Schnee legen. Im Loch darf auch nur Schnee sichtbar bleiben.

Dienstag, 27. November 2018

Das 385. Montagsspielen mit City of Rome und Blöde Kuh


Natürlich kommt gleich nach der Spielemesse in Essen einer der Spitzenreiter der Fairplay Scout Aktion auf den Tisch. CITY OF ROME ist ein Legespiel. Und was legen wir? … Komm‘ schon, wir legen nix, wir bauen Rom auf. Meine Regelerklärung führt uns etwas in die Irre, denn die Regel fokussiert sich aufs Bauen von Wohnblocks und öffentlichen Gebäuden. Wohnblocks in den Werten zwei, drei und vier sollten so errichtet werden, dass sie orthogonal mit gleichwertigen Blocks zusammen liegen und im optimalen Fall alle vier verschiedenen öffentlichen Gebäude angrenzen. Die Wertungsformel: Summe der Punkte aus allen angrenzenden Wohnblocks gleichen Wertes multipliziert mit der Anzahl angrenzender und unterschiedlicher öffentlicher Gebäude. Dass man auch auf eine ganz andere Weise Punkte generieren kann, entdecke ich zu spät. Die erste Partie gewinnt Michael mit satten 96 zu 73 und 64 Punkten. Rom im 4x4-Raster will halt gut geplant sein.

Donnerstag, 15. November 2018

Rezension: Blöde Kuh von Drei Hasen in der Abendsonne

Florian Racky: BLÖDE KUH für 3-6 Personen mit Illustration von Florian Biege bei Drei Hasen in der Abendsonne, angegebene Spieldauer 15-25 Minuten

Eine einzelne Kuh will ich gar nicht erst. Zwei Kühe nehme ich gerne, genauso wie jedes andere Vieh, von denen ich zwei Karten habe. Was für ein Jammer, dass jeder mit neun Karten startet. Da ist eine einzelne Kuh besonders blöd, denn wenn ich die einzeln spiele, muss ich vom Stapel eine Karte nachziehen. Will ich ja gar nicht, denn ich will meine Karten als Erster loswerden. Das gelingt mit Zwillingen besser als mit einzelnen Karten.

Dienstag, 9. August 2016

Star Wars Risiko und Gauner raus! beim 314. Montagsspielen


Ist doch klar: Die letzten Mohikaner treffen sich in den Sommerferien zum Spielen allerneuster Neuheiten, die schon vor Essen erscheinen … oder auch nicht! Im Sommerloch bietet es sich doch an, es mit älteren Sachen zu füllen.

Wir füllen unser Sommerloch heute mit STAR WARS RISIKO. Michael startet als Rebell, da bleibt mir nur die dunkle Seite der Macht. Ja, ja, ja … Michael ist aktiv, ich kann abwarten. Michael polt Darth Vader um, vernichtet den Executor, aber erst nachdem er schon alle TIE-Fighter gelegt hat, schaltet das Schutzschild meines Todessterns aus. Sieht alles gut für ihn aus, er hat den Sieg quasi schon in der Tasche. Nur leider habe ich noch ein paar TIE-Fighter übrig, die Rebellenfelder säubern und so Bonusbefehlskarten in mein Kampfdeck spülen, die es meinen Fightern wiederum ermöglichen, Rebellenfelder zu säubern … bis das letzte Rebellenschiff zerstört ist und ich gewonnen habe.

Dienstag, 21. Juni 2016

Kribbeln, DREIst, Krazy Wordz und Die fiesen 7 beim 310. Montagsspielen


Lieber heute Abend vier kleine Spiele statt eines großen Spiels. Astrid würde ja nur allzu gerne T.I.M.E STORIES spielen, spielt sie doch lieber ein großes statt vier kleinere Spiele. Ob die vier kleinen Spiele sie heute überzeugen können?

Wir starten ohne Jürgen mit KRIBBELN von Ravensburger, spielen dann mit Jürgen eine zweite Partie. KRIBBELN ist ein Würfelspiel, bei dem es um die Farben auf den Würfeln und um eine möglichst hohe Augenzahl geht. Und das Würfelergebnis wird nur in die entsprechende Zeile eingetragen, wenn die Vorgabe (z.B. nur ein Würfel zeigt eine gelbe Seite!) erfüllt wird, andernfalls wird entweder in die Zeile gar nichts oder aber das Ergebnis in die Kribbel-Zeile des aktuellen von insgesamt nur drei Durchgängen eingetragen. Aber bitte nur, wenn die Augenzahl wirklich hoch aber nicht zu hoch ist, denn für jede nachfolgende Kribbelzeile muss das Ergebnis höher sein, sonst wird da auch nix eingetragen.

Und wie iss ett? Kurz gesagt: Lieber kniffeln als KRIBBELN. Die Verrenkung über die sechs Farbseiten der Würfel brauchen wir heute Abend nicht. Äh, und wir haben schon KNIFFEL DUELL gespielt, viel besser als das normale KNIFFEL.

Freitag, 3. Mai 2013

+ Pelican Bay von Drei Hasen in der Abendsonne

Jacques Zeimet: PELICAN BAY für 2-4 Personen mit Illustrationen von Rolf Vogt bei Drei Hasen in der Abendsonne 2013

Was nun!? Hase oder Pelikan?
Was verbinden Sie mit „Drei Hasen in der Abendsonne?“ Doch diese Langohren, aber kaum Pelikane, oder? Lassen wir diesen Verlagsnamen einfach beiseite. Denken Sie an eine Bucht oder eher an ein Delta, an Plättchen mit Dschungel, Wasser und Ufer. Manche „Flächen“ sind miteinander verbunden, gegenüberliegende Dschungelstücke z.B. durch Hängebrücken. Und manchmal platzieren wir hübsche goldblaue Hasen … äh … Pelikane. Allerdings erst dann, wenn ein Dschungel, Wasser oder Ufer abgeschlossen ist. Macht dann drei Siegpunkte für den Pelikan, vorerst … und nur solange man den Pelikan sein Eigen nennen darf. Wie schreibt die Regel so schön: Pelikane kommen und gehen. Nur wer einen Flächentyp erweitert, bekommt dafür bleibende Siegpunkte. Meistens bleibt's beim Erweitern, denn eine Fläche zu beenden, erscheint bald als eine schöne Illusion. Kaum machbar, mit dem ersten Plättchen eine Fläche zu vergrößern und mit dem zweiten Plättchen abzuschließen, um so ganz elegant der Konkurrenz ein Schnippchen zu schlagen.
Ersteinschätzung: Theoretisch mag so ein Zug möglich sein, praktisch gelang uns das bei allen anwachsenden größeren Flächen nie. Unaufhaltsam wächst eine größere Fläche immer weiter heran, weil ja jeder dadurch mehr Punkte als sein Vorgänger macht. Irgendwelche Kniffe? Fehlanzeige, dafür sind zwei Plättchen pro Zug einfach zu wenig. Und mehr Plättchen würden das Spiel zu denklastig machen, zu einem übergroßen Problem für Maximaloptimierer und zur Qual für deren Mitspieler.
PELICAN BAY schleppt sich so hin, immer wieder unterbrochen von Denkpausen. Wo passen die beiden Plättchen am besten hin, wenn man gerade nicht die maximale Punktzahl an der größten Fläche abgreifen kann. Tja … naja … wenigstens ist das Spiel schön … die Pelikanfiguren wirklich edel, aber naja … Schönheit ohne eine Spur Tiefgang bringt's irgendwie dann doch nicht.
Gewinner: Herbert hat die PELICAN BAY im Blick, das unübersichtliche Delta ist kein Problem für ihn. Herbert hat alles richtig gemacht, gewinnt deutlich mit 109 Punkten. Ich kann als einziger dem Spiel nicht viel abgewinnen, find's nur schön, aber nicht einmal nett.
Und? Was sagt Ihnen der Verlagsname? Welche Assoziationen wecken Drei Hasen in der Abendsonne? Denken Sie auch wie ich an ein mögliches Schlusskapitel von „Unten am Fluss“ von Richard Adams? Nee … klar … das Buch drehte sich ja auch um Wildkarnickel und nicht um Hasen. Wäre aber trotzdem ein schönes Ende: Drei pensionierte Karnickel sitzen auf einer Bank unten am Fluss, erinnern sich an überstandene Abenteuer, müssen sich und anderen aber nix mehr beweisen, auch nicht mit PELICAN BAY.