Posts mit dem Label Piatnik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Piatnik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 5. Januar 2021

Das 440. Montagsspielen mit Smart 10, Wild Cards und Fantastische Reiche



Optisch erinnert mich SMART 10 - ganz klar! - an Pizza, ist aber ein lupenreines Quizspiel in einer Schachtel, bei der ich an Liefer-Pizza denke. Egal, wir spielen eine Runde. Die Fragen sind mal ganz einfach, mal schwerer. Sechs Kategorien werden abgefragt. Mal sind die 10 Antworten zur Frage entweder wahr oder falsch, eine Reihenfolge muss bestimmt oder die genaue Antwort (Zahl, Farbe, Jahr) genannt werden. Die Antworten sind unter den Stiften verborgen, die sich rund um die Frage gruppieren. Welche ziehe ich? Liege ich richtig oder falsch oder passe ich lieber? Wer falsch liegt, verliert alle bisher gewonnenen Stifte. Um 15 Punkte geht es.

Ergänzungskarten
Ich liebe Quizspiele, da kann ich so schön klugscheißern, ohne dass es zu sehr auffällt. Natürlich gefällt mir auch SMART 10. Ist mal wieder ein anderer Ansatz mit durchaus interessanten Fragen. Und auch die Quizapparatur ist samt integierten, aber auch verzichbaren Punktezählern, gut gemacht. Ich komme als erster auf 15 Punkte für einen Sieg. Die Punkte der anderen: 13 und 1 Punkt. Nur ein Punkt?! Das passiert, wenn man sich verzockt. Zu gierig zu sein, ist gefährlich.

Dienstag, 8. Dezember 2020

Das 439. Montagsspielen mit The Castles of Tuscany und Space Taxi

So, das Schätzchen liegt auch bei uns auf dem Tisch. THE CASTLES OF TUSCANY hakt gleich, als wir zur ersten Wertung kommen. Wird der Punkteanzeiger auf der grünen Leiste zurückgesetzt, sobald wir die Punkte auf die rote Punkteleiste übertragen haben? Wo steht das denn in den Regeln? Und es kann doch nicht sein, dass wer anfangs viele Punkte macht, die dann auch noch bei beiden folgenden Wertungen ebenfalls absahnt. Doch, so ist das! Wir haben zur englischen Regel gegriffen, da steht es eindeutig drin, auch dass wir gar nicht im 17., sondern im 15. Jahrhundert spielen. Autsch! Was ist denn da passiert?

Dienstag, 1. Dezember 2020

Das 438. Montagsspielen mit Anno 1800 und Kanaloa


Ganz neu, ganz frisch und längst noch nicht ganz fertig. Wir spielen ein Handmuster von ANNO 1800. Das Material ist schon ziemlich weit gediehen, nur die Schachtel ist provisorisch zusammengeklebt, ein Inlett gibt es deshalb auch nicht. Ganz viel Material ist in der Schachtel, besonders viele Plättchen, die wir erst noch sortieren und dann auf dem zentralen Spieletableau auslegen müssen. Erst die Arbeit, dann das Spiel...


Los geht’s. Wir stehen kurz vor der Industrialisierung und wollen unsere persönliche Industrielle Revolution starten. Wir haben Bauern, Arbeiter und Handwerke, die wir in unsere Produktion stecken. Wir brauchen aber auch Ingenieure und später auch Investoren, damit wir technologisch aufsteigen können. Wir bauen unsere Industrien aus, heuern neue Arbeitskräfte an. Für jede Arbeitskraft müssen wir eine Karte nachziehen, die uns vor neue Herausforderungen stellt. Wer viele Handkarten hat, kann das Spiel nicht beenden. Also müssen wir zwecks Karten-Erfüllung weitere Industrien errichten, die mehr und höher qualifizierte Mitarbeiter benötigen.

Donnerstag, 5. September 2019

Das 405. Montagsspielen mit Kensington, Welcome To… und Blöde Kuh



Oh, ein Spiel von Piatnik, das mich auch noch interessiert?! Das Thema ist mir einfach sympathisch. Auch in Zeiten des Brexit fasziniert mich immer noch alles Britische. Bei KENSINGTON legen wir Fassadenteile an unsere Haustüren an. Es entstehen diese typischen georgianischen Häuserfronten, denen man das Geld aus dem Empire ansieht.

Natürlich muss immer statisch korrekt angelegt werden, keine Lücken dürfen am Boden oder in der Front entstehen. Fassadenteile mit hellen dürfen nur an helle Fenster gelegt werden, dunkle an dunkle. Die Fassadenteile sind schon wild geformt, verdeckt liegen sie in der Mitte auf einem Haufen. Ich kann vielleicht sehen, welche Form sie haben, wenn sie halbwegs frei liegen, weiß aber nicht, wie und welche Fenster auf dem Teil sind. Und die Fenster müssen immer richtig ausgerichtet angelegt werden. Also ziehe ich ein schönes Teil aus dem Haufen.

Dienstag, 4. Oktober 2016

Gift Trap Mini und Tick Tack Bumm beim 91. Großspielen 06.09.2016

Manchmal muss man auf die sichere Bank setzen. Keine Experimente heute Abend. GIFTTRAP MINIs hatte ich letztens noch auswärts gespielt ... mit nicht gerade spieleaffinen Freunden. Und es hat super geklappt. Das Spiel hatte ich so gar nicht mehr für die Großspieler auf dem Schirm. Wie gut es ist, hatte ich auch längst vergessen. Lag es deshalb noch nie auf dem Großspielertisch? Also denn.

Mittwoch, 13. April 2016

Rezension: Agent Undercover von Piatnik

Alexander Ushan: AGENT UNDERCOVER mit Illustration von Uildrim & Sergey Dulin für 3-8 Personen bei Wiener Spielkartenfabrik, Ferd. Piatnik & Söhne 2015

Pokerface gesucht!

Jedes Spiel braucht seine Zeit. Mitunter auch etwas länger … in diesem Fall, bis ich es ausgiebig spielen konnte. Besonders natürlich, weil - je mehr mitspielen, desto größer der Spielspaß – wirklich besser sechs bis acht Mitspieler notwendig sind. Zu weniger geht’s auch, aber es ist längst nicht so unterhaltsam. Der letzte Urlaub brachte endlich die Gelegenheit … und Gewissheit!

Worum es geht?! Den einen Agenten rechtzeitig zu entlarven, bevor dieser den gemeinsamen Aufenthaltsort errät. Allerdings weiß keiner, wer wer ist, und der Agent kennt seinen Aufenthaltsort leider nicht.

Dienstag, 29. März 2016

Das 86. Großspielen am 01.03.2016 mit Favoriten, Agent Undercover und wieder Love Letter


In der Schachtel von FAVORITEN lagen noch vier Zettel mit Ergebnissen. Zwei hatten ein Datum: 01.09.90 und 03.07.93. Lange her … damals hat es mir auch wegen der schrägen Grafik gut gefallen. Dieses Pferderennenwettundwürfelspiel soll ja wieder neu kommen. Also ein Grund, es mal wieder aus den Tiefen meiner Sammlung zu fischen, es gründlich zu entstauben.

FAVORITEN aus der damaligen Walter Müllers Spielewerkstatt ist eher simpel. Wetten darf man, würfeln muss man. Aber wer wettet schon auf gut Glück?! Allerdings kann es dann passieren, dass kein erster Wettplatz und damit die Chance auf viele Siegpunkte flöten geht. Im Spiel zu sechst wird einer fast immer leer ausgehen, sind halt nur fünf Wettplätze für die fünf Pferde im Spiel.

Dienstag, 19. Januar 2016

Das 83. Großspielen am 01.12.2015 und die alljährliche Feuerzange

In diesem Jahrgang wird uns Großspielern richtig was geboten. Was haben wir nicht schon alles für Großgruppenspiele auf dem Tisch gehabt. In bester Erinnerung ist uns MYSTERIUM, in nicht ganz so guter MAFIA DE CUBA geblieben. Letzteres hat auch durchaus Potenzial, das ich hoffentlich auch noch mit den Großspielern ausloten kann.


Heute sind wir nur in kleiner Runde. Zu siebt können wir AGENT UNDERCOVER angehen. Einer ist Agent und muss herausfinden, an welchem Ort wir uns befinden. Alle anderen wissen nicht, wer Agent ist und wer nicht. Und genau das gilt es durch geschicktes Fragen herauszufinden.

Donnerstag, 5. März 2015

Rezension: Venezia 2099 von Piatnik "geht so"

Leo Colovini: VENEZIA 2099 für 2-5 Personen mit Illustrationen von Massimiliano Longo bei Piatnik 2014

Thema: Wir versenken Venedig: Viertel für Viertel, Plättchen für Plättchen. Und was machen wir noch? … kaufen schnell alle Schätze auf. Sind wir Aasgeier, die sich am Niedergang der Stadt bereichern? Am wertvollsten sind am Ende schließlich die Schätze, von denen die meisten untergegangen sind.

Optik: Doch sehr blass – Schachtel und Plättchen. Und das Cover finde ich so dermaßen hässlich, wie ich bislang nie eine Spielegrafik hässlich gefunden habe. Der Witz schlechthin: Die Schatzräuber kommen ganz retro auf einer traditionellen Gondel daher, nur dass der Gondolieri ein Roboter ist. Eigentlich könnte es sogar R2D2 sein, nur die Beine sind zu lang und zu grazil.

Dienstag, 3. März 2015

Das 261. Montagsspielen (03/2015) am 09.02.2015 mit Venezia 2099, Royals und Yardmaster


Mal eine Grundsatzfrage: Was halten Sie von Piatnik-Spielen? … also ich hatte deren Spiele lange nicht mehr auf dem Schirm, von einigen Party-Spielen mal abgesehen. Eigentlich müssten wir ja froh sein, dass sich Piatnik wieder an szenetauglichen Brettspielen versucht. Nur leider, leider ist dieser Versuch mal wieder zu halbherzig. Meine Rezension zu VENEZIA 2099 folgt Donnerstag. Ich hab‘ mir das Spiel natürlich wegen des Venedig-Themas näher angesehen und heute meinen Montagsspieler aufgebürdet. Ach, das ist doch zu negativ, denn so schlimm ist das Spiel nicht, nur überaus hässlich. Venedig finde ich faszinierend in seinem morbiden Charme und seiner Pracht. Davon ist bei VENEZIA 2099 gar nix zu spüren.

Dann als Entschädigung noch das fluffige ROYALS von Abacusspiele. Ist ja „nur“ eine Überarbeitung von HEADS OF STATE, das damals bei eggertspiele erschienen und ziemlich untergegangen ist. Und diese Neuauflage? Weiß nicht, kenn' HEADS OF STATE nicht. ROYAL ist gut und spielt sich zügig. Meine Rezension erscheint am 30.03.2015 in der kommenden Fairplay Ausgabe 111, ebenso die vom heute nochmals gespielten YARDMASTER. In der Rezi handle ich dann auch noch kurz dessen kleinen Bruder YARDMASTER EXPRESS ab.

Im Übrigen ist nur die Seite echt, in der das Logo auf den Bildern zum Logo oben auf der Seite passt. Alle anderen Seiten haben sämtlichen Inhalt von meiner Seite gestohlen.

Freitag, 16. März 2012

Spiele-Archäologie Teil 2: Teufel Nochmal! von Tom Schoeps

Das Piatniksche TEUFEL NOCHMAL! datiert aus 1987. Damals habe ich noch nichts über Spiele geschrieben, sondern einfach nur gespielt, fast jeden Mittwoch im „Forum Frieden.“ Diese Bildungseinrichung ist aus einer Beratungsstelle für Kriegsdienstverweigerer entstanden, hatte seine Wurzeln in der linksalternativen Münsteraner Szene und war stark studentisch geprägt. „Forum Frieden“ gibt es schon lange nicht mehr. Immerhin ist das „Forum Frieden“ ein wichtiger Meilenstein meiner Spieleleidenschaft. Ich bin später sogar selbst als „Leiter“ aktiv geworden.
Im Kurs wurden nicht nur Neuheit um Neuheit gespielt, sondern auch private Bande geknüpft. Nicht verwunderlich also, dass daraus enge Freundschaften und sogar einige Ehen hervor gegangen sind.
Die Spiele für den Kurs stammten damals zunächst fast ausschließlich aus dem Fundus des L'hippopotame – Hippo genannt. Dieser alternative Spielwaren- und Buchladen im 1.OG in der Ludgeristraße 54 ist ebenfalls längst Geschichte. Für damalige Verhältnisse hatte der Laden eine überragende Auswahl an Brett- und Kartenspielen, die der erste Kursleiter Jochen Kemper ins „Forum Frieden“ mitbrachte. Wir mussten ihn nur ein bisschen überzeugen, nicht immer nur kooperative oder alternative Spiele mitzubringen. Ich sag' nur Ökotopia, das war damals hoch im Kurs. Über das Angebot von Hippo bin ich auch an TEUFEL NOCHMAL! von Piatnik gekommen. Und weil ich damals noch keine Rezensionen geschrieben habe, gibt’s hier und jetzt nur eine aktuelle Rezension. Ich habe das Spiel damals sehr gemocht.


Tom Schoeps: TEUFEL NOCHMAL! für 3 bis 4 Spieler ab 8 Jahren bei Piatnik 1987

Thema: Das gute alte Kasperltheater mit mehreren Kasperln, Greteln, Krokodilen und drei allmächtigen Teufeln.
Optik: Schachtel bescheiden, Kartengrafik dito, beides wenigstens schön zeitgeistig. Und die Kartenrückseiten erst, wie ganz normale Spielkarten von damals. Piatnik kann eben Karten, zumindest deren Rückseiten.
Mechanik: TEUFEL NOCHMAL! ist ein Stichspiel. Gretel schlägt Kasper schlägt Krokodil schlägt Gretel … Und die Teufel? Schlagen alles, sogar zuvor gespielte Teufel. Und der Kniff? Erstens die sehr unterschiedliche Anzahl der vier Kartensorten. Und zweitens? Ergatterte Krokodile zählen mit sich selbst malgenommen Minuspunkte, wobei „schwarze“ und „weiße“ Krokodile getrennt abgerechnet werden. Schon alles?! Nee, es geht auch um Pluspunkte. Um jeden Stich wird verdeckt geboten – mit Chips in den Werten 0, 1, 4 und 7. Davon hat jeder Spieler zwei pro Wert.
Fazit: Wer das Spiel nicht beherrscht, macht viel mehr Minus- als Pluspunkte. Krokodile anzuspielen ist tödlich, weil weitere Krokodile untergeschoben werden. Das passiert auch beim Anspielen mit einem Kasper, denn der sticht jedes Krokodil, folglich wandern wieder Krokodile in den Stich. Und in die ersten Stiche legt fast niemand hohe Chips, man kassiert mehr Minus- als Pluspunkte. Ganz schön tricky. Das sicherste Anspiel erfolgt mit einer Gretel, aber bekommt man den Stich auch nach Hause? Eher nicht ...
Ranking: Alles sehr eigenwillig ... TEUFEL NOCHMAL! Hätte dieses Spiel heute noch Chancen … wenn man die redaktionellen Schwächen beseitigt? Es fehlen besonders die Angaben auf den Karten, wie viele Greteln, Kasperln, Teufel, schwarze und weiß Krokodile vorhanden sind.
Mein Kopf sagt: Zu viel Staub angesetzt, weil das Spiel sehr anders ist und das Thema altbacken wirkt. Wer erwartet schon bei einer Kinderspielthematik so ein hintergründig verzwicktes Kartenspiel? Es ist viel zu undurchsichtig, unberechenbar. Und manchmal ist es sogar richtig gemein.
Und was sagt mein Bauch? Schade eigentlich, aber früher war doch nicht alles besser. TEUFEL NOCHMAL! bleibt im Depot, kommt aber nicht wieder auf den Spieltisch. Es hat doch den Bonus einer alten Liebe.

Montag, 25. Oktober 2010

Rezension: Let's Party

Catty und Führer, Los Rodrigues: LET'S PARTY! für 4 bis 16 Spieler bei Piatnik 2009, zuerst veröffentlicht in Fairplay 91

Über Piatnik kann man ja denken, was man will. Aber zwei Gassenhauer, echt langlebige Spiele haben sie tatsächlich im Programm: ACTIVITY und TICK TACK BUMM! Und die gibt es jetzt in einer Schachtel: LET'S PARTY! ist wohl einer der tollsten, der besten, der knackigisten Spieletitel überhaupt. Darauf kann man nur in Österreich kommen. Aber es ist ja auch Spiel drin, in der Schachtel, wo LET'S PARTY drauf steht.
Eben ACTIVITY oder … Aber das wird nur gespielt, wenn die oberste Karte des Stapels die Bombe zeigt, nur dann kommt die tickende Bombe ins Spiel. Und es ist eine gute Bombe, die richtig scheppernd tickt. Nie hatte ich eine bessere Bombe, und ich habe schon viele TICK TACK BUMMS verschlissen. Früher waren ja nur diese winzigen Knopfzellen in der Bombe, heute sorgen richtige Batterien für einen kraftvollen Sound. Schon allein deshalb lohnt sich LET'S PARTY, den Rest hat man ja sowieso schon in der eigenen Sammlung. Und falls nicht, bekommt man jetzt zwei Spiele in einer Schachtel. Allerdings hätte ich mir ein ausgewogenes Verhältnis von Bombe zu Malen-Erklären-Pantomime gewünscht. 55x TICK TACK BUMM zu 165x ACTITIVITY finde ich ungünstig. Das geht eindeutig zu Lasten des eigentlich besseren Bombenspiels.