Posts mit dem Label 5 geht immer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 5 geht immer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 5. Dezember 2022

Das 500. Montagsspielen mit Heat: Pedal to the Metal und DaVinci Code

Das Spiel muss heute auf den Tisch. Astrid will es spielen. Ein Rennspiel! Ausgerechnet... Die sind eigentlich doch eher out, weil altbacken und ausgelutscht. Kann HEAT: PEDAL TO THE METAL was? Klar, wir rasen über einen Rundkurs auf die Kurve zu, müssen rechtzeitig abbremsen und wieder durchstarten. Der Rhythmus ist vor jeder Kurve derselbe. Ranbrettern, abbremsen, Hitze erzeugen oder ins Schleudern kommen, wenn die Geschwindigkeit zu hoch ist oder wir mehr als einen Gang runterschalten müssen. Motorhitze ist gleichzeitig gut und schlecht. Schlecht, weil jede zusätzliche Hitze eine Hitzekarte ins Deck spült. Gut, weil mit Hitze im passenden Moment schneller gefahren werden darf.

Da war gerade ein Stichwort. Haben Sie's?! HEAT... ist auch ein Deckbauspiel. Mit ein paar Karten in der Hand stehen wir vor jeder Kurve erneut vor der Entscheidung, wie wir am besten durch die Kurve kommen, ohne mit überhöhter Geschwindigkeit hindurchfahren zu müssen. Zu schnell bedeutet schleudern, was nichts anderes ist, als ein oder zwei Stresskarten ins Deck zu bekommen. Die taugen eher für nix... Sind sowas wie der Fluch in DOMINION, allerdings auch manchmal – wie die Hitze – noch für etwas gut.


Los geht’s … Habe nur kleine Karten auf der Hand und verzähle mich auch glatt noch vor der Kurve. Die Felder vor der Kurve sind zwar nummeriert, das hilft aber nicht gegen meine Dummheit, mich zu verzählen. Bin eh schon lahm gestartet und komme dann noch in der Kurve ins Schleudern, noch mehr Stress … Und von da an fahre ich konsequent immer eine Kurve hinterher. Kein Kartenglück, keine Hitze zur passenden Zeit – Nix! Ich bin dem Spiel ausgeliefert, habe keine Chance mehr, überhaupt noch an das Feld heranzukommen. Einmal abgeschlagen, immer abgeschlagen.

Ist die Spielwelt bereit für so ein Rennspiel? Astrid definitiv, Michael vielleicht, ich noch nicht. Und siehe, wie haben doch ein paar Fehler in dieser Erstpartie gemacht. Aber ändert das was daran, dass das Kartenglück einem gar nicht hold sein kann? Das einen Fahrfehler sofort zum chancenlosen Außenseiter degragieren? Letzteres ist natürlich eigene Doofheit. Als Fahranfänger musst du schon genau timen, wie du vor einer Kurve ankommst und wie schnell du durchfährst. Übung macht da sicher den Meister. Astrid fährt gekonnt einen Start-Ziel-Sieg ein, Michael bleibt eine Kurve hinter ihr und ich sogar zwei. Und wer hatte immer die passenden Karten auf der Hand?


Zum Frustausgleich noch einen alten Gassenhauer: DAVINCI CODE in der Ausgabe von Winning Moves. Kennt das noch wer? Sollte aber, denn DAVINCI CODE gehört für mich zu den besten Deduktionsspielen, die es gibt bzw. gab. Ein Muss für jede gute Spielesammlung, falls es nicht nur Euro-Games sein dürfen.


Und dann stellen wir fest, dass es unser 500. Montagsspielen ist. Ach?! Egal, es ist nur eine Zahl, weil das Montagsspielen tatsächlich viel älter als die hier gezählten Montage ist. Immerhin schreibe ich deswegen wieder einen Blogeintrag. Mal sehen, ob ich das weiter durchhalte...

Das 500. Montagsspielen (29/2022) am 21.11.2022 mit Astrid, Michael und mir.

HEAT: PEDAL TO THE METAL: 3 geht – könnte besser für mich laufen
DAVINCI CODE: 5 geht immer

Asger Harding Granerud und Daniel Skjold Pedersen: HEAT für 1 – 6 Personen ab 10 Jahren mit Illustration von Vincent Dutrait bei Days of Wonder 2022, Spieldauer 30 – 60 Minuten
Eiji Wakasugi: DA VINCI CODE für 2 – 4 Personen ab 8 Jahren bei Winning Moves Deutschland GmbH 2004, Spieldauer 15 Minuten

Dienstag, 4. Februar 2020

Das 420. Montagsspielen mit Tiny Towns, Die Befreiung der Rietburg und wieder Die Crew



Heute ist Abonnentenspieler Marcus dabei, und natürlich hat er wieder TINY TOWNS mit. Das hatte ich mit fast derselben Truppe schon letztes Jahr gespielt. Reihum wählt jeder einen Baustoff aus, den wir dann auf unserem 4x4-Spielfeld platzieren müssen. Wer eine zusammenhängende Anordnung bestimmten Baumaterials auf den Feldern zusammen bekommt, ersetzt die abgelegten Holzklötzchen durch ein hübsches kleines Holzgebäude. Das kommt auf eines der frei gewordenen Felder, denn das Baumaterial geht retour in den allgemeinen Vorrat. Natürlich wollen wir Gebäudekombinationen errichten, die sich gegenseitig zu mehr Siegpunkten verhelfen. Ob der Platz reicht, ich die erforderlichen Felder fürs Baumaterial zur Verfügung habe? Und komme ich überhaupt an das passende Baumaterial?

Dienstag, 21. Januar 2020

Das 419. Montagsspielen mit Schützenfest, Voll Verasselt und Die Crew



Hamlet kommt später. Wann genau wissen wir nicht. Also starten wir mit einem alten, kleinen Spiel von Pelikan und Rudi Hoffmann. SCHÜTZENFEST kommt regelmäßig auf den Tisch, seit ich es auf dem Münsteraner Promenadenflohmarkt Ende der Achtziger gekauft habe. Ich habe mehrere hundert Partien auf dem Buckel. Heute kommen noch drei dazu, und wie immer gewinne ich keine. Als Hamlet kommt, spielen wir gerade an unserer dritten Partie. Allein durchs Zuschauen erschließt er sich die Regeln – sind ja nicht viele – und spielt gleich mit. Und obwohl ich viel mehr Spielerfahrung habe, schon viele Male mit meinen sieben Schützen auf die Scheiben geschossen habe, verliere ich wieder. Bämm! Macht aber nix, Hamlet hat den Einstiegstest bestanden und lacht heftig mit beim letzten Spiel. Hätte er die Nase gerümpft ob dieses glückslastigen, einfachen und belanglosen Spiels, dürfte er nicht wiederkommen. SCHÜTZENFEST ist für mich so etwas wie ein Einstiegstest für neue Mitspieler. Nur über pünktliches Erscheinen müssen wir nochmal reden …

Dienstag, 7. Januar 2020

Das 417. Montagsspielen mit Rollecate und Die Crew



Zu zweit starten wir mit diesem hübschen kleinen Eisenbahnspiel. Das hatten wir bereits beim letzten Montagsspielen auf dem Tisch, allerdings nur Michael und ich. Heute muss erst Astrid und später unser Gast Hamelt dran glauben. Ja, sie müssen dran glauben, weil ich nicht glaube, dass ROLLECATE wirklich so belanglos ist, wie wir es beim letzten Mal erlebt haben. Ja, ja und nochmals ja. ROLLECATE ist belanglos, das zeigt sich heute wieder. Dieses stumpfe Kartenlegen und anschließende Streckenabwürfeln, dieses Strafkarten nehmen und Zupaarenkombinieren macht aus ROLLECATE kein gutes, auch kein mittelprächtiges Spiel. Weg mit Schaden …

Montag, 11. November 2019

Das 412. Montagsspielen mit Die Crew, Harry Potter: Kampf um Hogwarts und Würfel-WG



Das musste jetzt wieder sein. DIE CREW tritt mit Neuling Jürgen erneut an. Ist aber überhaupt kein Problem, denn Jürgen ist doppelkopferprobter Stichspielexperte. Wir steigen deshalb mit Level 10 ein.

Wir spielen schließlich zusammen und wollen natürlich die Aufgaben - die Level - schaffen. Es läuft fast problemlos, auch wenn es immer mal wieder so aussieht, als ob wir verlieren. Dumm angespielt, aber wir retten die Situation, denken alle mit und ziehen unsere Schlüsse aus den ausgespielten Karten. Wie sagte Jürgen so treffend über Kartenspielrunden: Wenn ich DOPPELKOPF in einer eingespielten Runde spiele, erkenne ich durch die ausgespielten Karten, wer welche Karten hat. In einer unbekannten Runde kann ich diese Schlüsse nicht zuverlässig ziehen. DIE CREW muss sich heute nur ganz kurz einspielen, dann läuft es. Ich liebe dieses Zusammenspiel und meistern alle Level bis 14. Dann klingelt's.

Samstag, 2. November 2019

Das 411. Montagsspielen mit Die Crew und Harry Potter: Kampf um Hogwarts


Das muss jetzt sein. Beim letzten Mal haben wir es bis Level 11 geschafft, heute wollen wir weiter. Wir sind DIE CREW und stechen weiter in den Raum zum neunten Planeten. Hömm, hömm …

Es ist noch immer dasselbe Stichspiel. Wir stechen immer noch gemeinsam, müssen nur die Vorgaben der Level erfüllen. Stiche mit bestimmten Karten in bestimmter Reihenfolge machen, so dass einer von uns den Stich als erster erhält. Das ist mal einfach, mal auch nicht, je nachdem, wer welche Karten im Wert von 1 bis 9 in den vier Farben auf der Hand hält. Und dann lautet die Aufgabe, mit keiner Neun einen Stich zu machen. Wir spielen uns blank, damit wir abwerfen können. Geht dann glatt …

Was kostet das Spiel Nerven. Spielen die anderen passend an? Was sagt mir die ausgespielte Karte? Verstehe ich die Botschaft? Wir dürfen schließlich nur begrenzt kommunizieren, aber manchmal stöhnen wir, rollen mit den Augen, raufen uns die Haare … und sind doch immer ganz beseelt, wenn wir das Level schaffen. Wir gehen Level 20 nochmal an, Gastspieler Marcus ist noch nicht erschienen. Aber irgendwie sind wir so ausgepowert und nervlich am Ende, dass wir Level 20 nur noch mit letzter Kraft schaffen. Puh, wir sind glücklich und wortwörtlich geschafft.

Donnerstag, 5. September 2019

Das 405. Montagsspielen mit Kensington, Welcome To… und Blöde Kuh



Oh, ein Spiel von Piatnik, das mich auch noch interessiert?! Das Thema ist mir einfach sympathisch. Auch in Zeiten des Brexit fasziniert mich immer noch alles Britische. Bei KENSINGTON legen wir Fassadenteile an unsere Haustüren an. Es entstehen diese typischen georgianischen Häuserfronten, denen man das Geld aus dem Empire ansieht.

Natürlich muss immer statisch korrekt angelegt werden, keine Lücken dürfen am Boden oder in der Front entstehen. Fassadenteile mit hellen dürfen nur an helle Fenster gelegt werden, dunkle an dunkle. Die Fassadenteile sind schon wild geformt, verdeckt liegen sie in der Mitte auf einem Haufen. Ich kann vielleicht sehen, welche Form sie haben, wenn sie halbwegs frei liegen, weiß aber nicht, wie und welche Fenster auf dem Teil sind. Und die Fenster müssen immer richtig ausgerichtet angelegt werden. Also ziehe ich ein schönes Teil aus dem Haufen.

Mittwoch, 26. Juni 2019

Das 400. Montagsspielen mit Brass Birmingham und L.A.M.A.



Business as usual. Oder auch nicht. Normalerweise haben wir einen Berg Pflichtspiele abzuarbeiten. Eine kurze Zeit im Jahr, eigentlich erst ab der Verkündung des roten und grauen Spiels des Jahres, steht dann zur freien Verfügung. Diese Zeit ziehen wir heute kurzerhand vor und spielen BRASS BIRMINGHAM: No need to write a review!

Bei diesem Spiel bekomme ich immer Puls. Egal, was ich mache, ich habe immer das ungute Gefühl, es wieder nicht richtig zu machen. Und dieses Mal zeigt es sich erst am Ende, dass ich aufs falsche Pferd gesetzt habe. Schnelles Geld aus den Kohleminen bringt's nicht so. Ich bin zwar immer flüssig, aber so richtig ans Investieren komme ich dann doch nicht. Da sind die anderen schneller und kommen mir an den Orten mit den Baumwollspinnereien zuvor. Mist!

Dienstag, 14. August 2018

Rezension: Krass Kariert von Amigo

Katja Stremmel: KRASS KARIERT für 3-5 Personen ohne Angabe von Illustratoren bei Amgio 2018, Spieldauer locker mehr als die angegebene halbe Stunde

Ist das schlimm, wenn das Spiel länger dauert, als auf der Packung angegeben? Manchmal ja, hier aber nicht. Dieses Kartenspiel ist zu gut, als dass es zu lange dauert. Obwohl?! Es lässt sich gerade mit vier oder mehr Mitspielern auch gut mit nur zwei statt drei Chips spielen. Das verkürzt das Spiel, aber nicht den Spaß.

Jeder hat dann zwei Chips. Wer als letzter im Durchgang noch Karten auf der Hand hat, verliert einen davon. Wer seinen letzten Chip verliert, schwimmt. Wer schon schwimmt und wieder einen Chip abgeben müsste, hat verloren. Als Einziger! Alle anderen haben gewonnen, egal wie viele Chips sie noch haben.

Dienstag, 24. April 2018

Das 369. Montagsspielen zu acht nur mit Captain Sonar


Eigentlich habe ich gar nicht geglaubt, dass das wirklich klappt. Aber siehe: Acht Besatzungsmitglieder finden sich ein. Sieben Männer und eine Frau. Ist das die typische Zusammensetzung für ein Spiel wie CAPTAIN SONAR? Bevor ich hier abschweife, über die Frauen/Männer-Quote im Vielspielerbereich philosophiere, tauchen wir dann lieber gleich ab.

Was wir brauchen? Zwei Mal vier Positionen im U-Boot: KaLeu, I. WO, Funkbude und Johann, das Gespenst an der Maschine. Dann ist „Das Boot“ komplett, wobei ich mich gar nicht mehr so genau daran erinnern kann, wer im Boot in der Funkbude gesessen hat. An den Mann am Horchgerät hingegen schon, das war wohl Heinz Hoenig. War der gleichzeitig Funkmaat? Die zwei Mannschaften stehen: Funker, Kapitän, I. Wachoffizier und Maschinist.

Dienstag, 12. September 2017

Rezension: Love Letter Big Box von Pegasus Spiele

Mehr als zu viert? Kein Problem ...

Seiji Kanai: LOVE LETTER BIG BOX für 2-8 Spieler mit Illustration von Andrew Hepworth, Jeffrey Himmelman bei Pegasus Spiele 2017

Mein altes LOVE LETTER ist in Würde gealtert. Genauer gesagt: Sogar meine beiden LOVE LETTER. Mit zwei Spielen geht’s auch schon gut zu acht. Die Karten sind speckig, die Kartenränder abgenutzt. Wir haben es richtig abgenudelt und abgeranzt. War ja auch überall mit und entsprechend oft im Einsatz. Da zeigen sich Spuren …

Ich hab' jetzt Ersatz, sogar zu den alten 16 neue 16 Karten. Nur bei fünf bis acht Mitspielern kommen die neuen Karten zum Einsatz. Mit bis zu vier Spielern bleibt alles beim Alten, auch dass man als Letzter übrig bleibt oder wenigstens unter den letzten Mitspielern die höchste Personenkarte hält. Die neuen Karten sind natürlich das Salz in der Suppe.

Mittwoch, 26. April 2017

Rezension: NMBR9 von Abacusspiele

NMBR9

Plattenbauten in schön

Peter Wichmann: NMBR9 für 1-4 Spieler mit Illustration von Fiore GmbH bei Abacusspiele 2017

Eine so bunte Schachtel habe ich selten gesehen. Und auch keinen so absonderlichen Titel. Was soll das heißen? Es braucht wohl keine Sekunde, um die fehlenden Vokale zu ergänzen, den Titel fließend zu lesen. Dann ist ja alles klar. Und für Insider ist auch klar: „Take it“ … dieses nicht einfach nur „easy“, sondern gleich „to the next level.“ Was spätestens dann klar wird, wenn man NMBR9 das erste Mal spielt und sich an ein altes Ravensburger und noch älteres F.X. Schmid Spiel und ein uraltes Spear Spiel aus UK erinnert.

Wir bauen nicht in die Breite, besser in die Höhe. Aber ein solides Fundament, am besten großflächig und ohne viele Löcher und Fransen, soll aus den Zahlenplättchen entstehen. Nicht unbedingt aus den hohen Zahlen, die heben wir uns besser für die oberen Etagen auf. Hä?!

Donnerstag, 28. Juli 2016

Rezension: Krazy Wordz von fishtank ist mein Spiel des Jahres 2016

D. Baumman, T. Odenhoven und M. Schmitt: KRAZY WORDZ für 3-7 Spieler mit Design von Herner Buck, Schwarzschild bei F.X. Schmid GmbH 2016, im Vertrieb bei Ravensburger


Thema: Wörter finden und erraten. Genauer: Wörter finden, die es so aber gar nicht gibt, aber so klingen, als könnten sie zu einem gesuchten Begriff gehören. Am besten sogar so, dass die Mitspieler sofort erkennen können, was was ist. Mambosi: südafrikanisches Gemüse!

Optik: Schlicht. Backsteinschachtel in Gelb für die Familienspielversion und Lila für die nicht gänzlich jugendfreie Version. Und die Buchstabenplättchen sind eindeutig zu klein geraten. Wenn man schon Wörter bilden soll, dann bitte mit griffigeren Buchstaben. Wenn's hätte sein müssen, meinethalben auch aus Plastik, am besten aus richtig schwerem Plastik. Und auch gerne größere Buchstaben.

Dienstag, 16. Juni 2015

Rezension: Auf den Spuren von Marco Polo von Hans im Glück "geht immer"

Daniele Tascini und Simone Luciani: AUF DEN SPUREN VON MARCO POLO für 2 bis 4 Personen mit Illustrationen von Dennis Lohausen bei Hans im Glück 2015 im Vertrieb bei Schmidt-Spiele

Auf Reisen kannst du 'was erleben

Ich bin natürlich nicht frei von Vorurteilen. Mein Lieblingsvorurteil: Spiele von Italienern sind verschnörkelt, barock und irgendwie unnötig kompliziert. Nach einigen Partien AUF DEN SPUREN VON MARCO POLO muss ich das endgültig revidieren: Spiele von Italienern bei italienischen Verlagen sind verschnörkelt, barock und irgendwie unnötig kompliziert. Das feine Detail: Dieses Spiel von Tascini und Luciani erscheint beim deutschen Hans im Glück. Ist möglicherweise mancher Schnörkel entfallen? Oder war das Spiel von Anfang an so klar und gradlinig? Tascini und Luciani haben schließlich schon mit T'ZOLKIN ein tiefgründiges, nur leicht schnörkeliges Spiel veröffentlicht. Bei den Tschechen …

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Rezension: Mahé von franjos

Alex Randolph: MAHÉ mit Illustrationen von Klemens Franz für 2 bis 7 Spieler bei franjos Spieleverlag 2014

Wieder aufgetaucht

Glaubt man ja kaum, welche grandiosen Leistungen Meeresschildkröten vollbringen. Kreisen rund um die Insel Mahé, nur um ein paar Eier abzulegen. Und manchmal schleppen sie sogar ihre Artgenossen mit. Obendrauf hocken die Tiere und geben der untersten Schildkröte sogar noch Kommandos, ob sie nochmal würfeln soll oder es besser lässt. Schließlich will niemand zurück an den Start, nur weil die Würfel zusammen mehr als sieben Augen zeigen. Wär' ja auch blöd, dann lieber nicht ganz so weit ziehen, schließlich darf man auch noch selber würfeln und vom Rücken der Lastschildkröte selbst ins Ziel laufen. Blöd allerdings, wenn man noch andere Schildkröten auf dem Buckel hat, die man mittragen muss. Geht es mit anderen Schildkröten über die Ziellinie, geht die Punktekarte an die oberste Schildkröte. Das wäre ja zu doof...

Dienstag, 27. Mai 2014

Rezension: Dominion - Dark Ages von Hans im Glück

Donald X. Vaccarino: DOMINION DARK AGES für 2-4 Spieler mit Grafik von Matthias Catrein und vielen anderen, Cover von Ryan Laukat bei Hans im Glück 2012 im Vertrieb bei Schmidt Spiele

Ich bin wieder angefixt

Ich hab' ja schon mein Ende von DOMINION ausgerufen. Zu viele Karten, zu viele Möglichkeiten und dann noch die BLÜTEZEIT. Alles von allem und alles im Überfluss. Das hat mir alles genommen: Auch noch den letzten Rest. „Lieber habe ich schlanke Decks, knappe Ressourcen ohne viel Schnickschnack.“ Genau das hält DARK AGES, die sechste Erweiterung, zudem die letzte von Hans im Glück. Lag schon länger im Stapel der noch zu spielenden Spiele, für die ich eigentlich fast gar keine Hoffnung mehr hatte. Haben Sie auch solche Spiele, die Sie immer schon mal spielen wollten, aber die dann doch irgendwann im Regal verschwinden? DARK AGES war kurz davor, in den Tiefen meiner Sammlung unterzugehen.

Donnerstag, 3. April 2014

Rezension: Geistesblitz 5 vor 12 von Zoch

Jacques Zeimet: GEISTESBLITZ 5 VOR 12 für 2-8 Spieler mit Illustrationen von Gabriela Silveira bei Zoch 2013

Thema: Balduin, das Schloßgespenst, hat ein Date. Aufgeregt sorgt er für ein großes Durcheinander … Das Thema ist Banane, dafür spricht der Titel Bände. Ohne einen richtigen Geistesblitz guckt man schnell in die Röhre. Und diesmal muss der Geistesblitz noch größer sein, denn es ist jetzt schließlich schon 5 VOR 12.
Optik: Nicht mehr so klein, aber immer noch fein, es passt immer noch alles zueinander. Besonders gelungen sind die neun Figuren. Balduin, der Schlossgeist, hat sich gemacht, ganz in weiß und immer noch teuflisch grinsend, dafür aber mit dem Bärtchen eines Latin Lovers.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Spiele-Archäologie Teil 9: Bluff von F.X. Schmid bzw. immer noch bei Ravensburger

Das waren Zeiten, als die „besten“ Spiele noch nicht in Deutschland erhältlich waren. Natürlich gab's damals auch bei uns gute Spiele, aber als echter Insider wusste man natürlich um die besonderen Qualitäten amerikanischer Spiele. Es gab damals so einen Profi, der nichts lieber tat, als sich selbst als Quell jedweder spielerischer Erkenntnis hinzustellen. Sie denken doch jetzt hoffentlich nicht an mich?! Sooo alt bin ich nun auch wieder nicht.
Schon damals galt als besonders fachkundig, wer sich mit besonders abseitigen Spielen beschäftigt und sie vor allem auch selbst besitzt. Und damals waren alle Importspiele ziemlich abseitig, da sie nur schwerlich zu beschaffen und dann noch richtig teuer waren. Als Studi hatte ich damals gar nicht die Kohle für solchen Luxus. Der Profi schon, der war schon richtig am Malochen dran. Und ein echter Malocher unter lauter Studis will sich wichtig nehmen. Er wollte hofiert, um seine Auskünfte sollte gebuhlt werden. Er ließ sich mit Wonne von einigen Claqueuren alles aus der Nase ziehen. Und was hab' ich damals getan?
Ich hatte damals schon Herbert zum Kumpel. Der hatte das gesuchte amerikanische Spiel … und ich wusste, wo ein Farbkopierer steht und wo ich gute deutsche Würfelbecher kaufen konnte. Nur die Würfel mit dem Stern statt einer Sechs machten Schwierigkeiten. Immerhin gab's auch damals schon diese kantigen amerikanischen Würfel beim Versender meines Vertrauens. Und mit ein paar handgemalten schwarzen Strahlen um das Einser-Auge hatte ich 'nen Stern und das Spielmaterial zusammen. Ich brauchte keine Schachtel … auch keine Regel. Die hatte sich sowieso schon tief eingebrannt, denn BLUFF ist einfach und vor allem bis heute ein saugutes Spiel.

Dienstag, 17. Dezember 2013

+ Love Letter von Pegasus Spiele

Seiji Kanai: LOVE LETTER für 2 bis 4 Personen mit Illustrationen von Andrew Hepworth und Jeff Himmelman bei Pegasus Spiele 2013

Ooch nee, hier jetzt noch runterzubeten, wie LOVE LETTER funktioniert, muss nicht sein. Dafür ist das Spiel schon zu lange in aller Munde und von vorne bis hinten durchgekaut.
Ersteinschätzung: Jeder kennt es, jeder liebt es. Jeder? Nein … im fernen Münsterland gibt es das provinzielle Münster, da wohnen fast nur skeptische Spieler. Wie soll man denn mit 16 Karten und ein paar Holzherzen Spaß haben. Ist doch eh' nur Zufall, welche zwei Karten man auf die Hand bekommt, wer gegen wen antritt und überhaupt …

Dienstag, 10. September 2013

Rezension: Augustus von Hurrican, Vertrieb bei Asmodee

Paolo Mori: AUGUSTUS für 2-6 Mitspieler bei Hurrican 2013 im Vertrieb bei Asmodee, Grafik von Vincent Dutrait

Thema: Ich liebe Themen rund um Rom und das Mittelmeer. Hier ist das aber nur ein schöner Fake, denn eigentlich spielen wir so was wie: Eine Zahl kommt aus dem Sack und jeder, der die Zahl hat, markiert das Feld auf einer seiner Karten. Ich komm' jetzt gerade nicht auf den Namen … spielt man aber besonders häufig in England … da gibt’s auch diese Hallen ...
Optik: Römisch halt, vielleicht ein bisschen überfrachtet, besonders die Regel mit ihren vielen Pfeilen, die auf irgendwas an anderer Stelle verweisen. Find' ich ja ein bisschen zu viel des Guten. Und diese Regel nimmt als Riesenleporello am Tisch einfach zu viel Platz weg. Gut, dass man sie nicht so häufig zur Hand nehmen muss.