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Donnerstag, 17. Juni 2010

Donald X. Vaccarino: König von DOMINION

Donald X. Vaccarino
Jetzt ist der Mann wirklich da. Eigentlich habe ich ja nicht mehr damit gerechnet, dass Donald X. Vaccarino leibhaftig zu den Essener Spieletagen auftaucht. Er hätte ebenso ein Phantom bleiben können wie der an dissoziativer Identitätsstörung leidende Michael Tummelshofer, Autor von STONE AGE. Das wäre marketingtechnisch für Hans im Glück und Rio Grande sicher nicht das Schlechteste. Donald X. Vaccarino als ewig währender Quell für alle möglichen Spekulationen: Niemand will für DOMINION verantwortlich zeichnen. Richard Garfield hat seine Hände im Spiel. Donald X. Vaccarino ist aber leibhaftig anwesend. Hat eigentlich jemand seinen Pass kontrolliert? Wird so ein Mensch aus Amerika auch datentechnisch so erfasst wie alle Touristen, die nach Amerika fahren? Kann man das nachprüfen, ist das wirklich Donald X. Vaccarino? Oder nur ein Schauspieler, der so tut, als wäre er ein skurriler Spielerfinder aus Amerika?

Donald IX. Vaccarino
Aber jetzt gibt es kein Zurück. Donald IX. Vaccarino muss auf die Bühne. Die Verleihung des Deutschen Spielpreises ist ein Pflichttermin, ist er doch nicht zur Spiel-des-Jahres-Verleihung erschienen – was nebenbei bemerkt, die Gerüchte um ein Phantom erst noch beflügelt hat. Oben auf der Bühne fühlt sich das leibhaftige Phantom sichtlich unwohl. Das Rampenlicht ist nicht sein Ding, das ist deutlich zu spüren. Versteckt er sich nicht sogar hinter Jay Tummelson? Der Verleger von Rio Grande muss ihn beschützen, vor zu viel Aufmerksamkeit und dem Blitzlichtgewitter. Ob Donald IX. Vaccarino überhaupt gekommen wäre, wenn er das alles vorher gewusst hätte? In Essen seien mehr Fotos von ihm gemacht worden, als in seinem ganzen Leben zuvor. Also schaut er auf der Bühne ganz professionell drein. Das gelingt ihm ebenso wenig, wie rechtzeitig die Hand von Dominique Metzler loszulassen. Einen zu langen Augenblick kleben die beiden aneinander. Er scheint unendlich erleichtert, als sich Frau Metzler mit einer Frage an Jay Tummelson wendet. So ein Rummel um seine Person ist ihm gar nicht geheuer. Zumal fast alle um ihn herum Deutsch sprechen, und er das gar nicht versteht. Spielt er deshalb mit den Vorhängen?

Donald VIII. Vaccarino
Und dann diese Interviews, viele, viele Interviews. Aber da gibt es glücklicherweise kein solches Blitzlichtgewitter wie beim Deutschen Spielepreis, das ist eine intime Geschichte, das erledigt Donald VIII. Vaccarino ein bisschen entspannter. Da bin ich viel angespannter, nötigt er mir doch meine ganze Aufmerksamkeit ab. Er redet, er redet schnell ... und ich habe Mühe, all das warum, wieso, weshalb aufzunehmen. Mein Diktiergerät kann das besser: Ob er mit dem Erfolg gerechnet habe? Was für eine Frage?! Der Mann wird vom Erfolg überrollt, die Frage kann ich mir getrost klemmen. Welche Frage ihm wohl am häufigsten gestellt wurde? Da denkt er nach und klappert mit dem Glas … und grinst mich an. Diese Frage wurde ihm bereits gestellt. Nur dass er darauf noch gar nix antworten konnte, weil er noch zu gar nix befragt wurde. Aber die Frage nach dem Erfolg von DOMINION wurde schon oft gestellt. Und ob es sein erstes Spiel sei? Und ob er überrascht ob der ganzen Auszeichnungen sei? Nein, nein, nein … auf alle Fragen ein klares Nein. Natürlich hat er den Erfolg erwartet, spätestens in dem Augenblick, als seine Freunde die ganze Nacht DOMINION statt MAGIC spielen wollten. Und über die Preise hat er sich gar keine Gedanken gemacht, er kannte sie schlicht und einfach nicht. Was ist schon das Spiel des Jahres für Amerika?

Donald VII. Vaccarino
Er nimmt sich sogar Zeit für die Messe, wenigstens ein bisschen. Morgen, am Samstag, da geht er rum. Kaufen will er aber nichts, für andere Spiele neben DOMINION fehlt im schlichtweg die Zeit. Gut, zwei Spiele stehen doch auf seiner Liste: TOBAGO und ein Spiel, bei dem man erst aufbaut und einem dann alles zerstört wird. Von irgendwelchen Tschechen. Sonst drückt er sich lieber in heimischen Gefilden rum, bleibt am Stand von Rio Grande Games. Da spricht man Englisch, da fühlt er sich wohl. Aber ein paar wenige mitgebrachte Prototypen treiben ihn doch um. Sie sind zwar noch nicht so, wie er sie gerne haben möchte. Aber hätte er sie zu Hause gelassen, hätte er sich unwohl gefühlt. Das hört sich so an wie die Geschichte mit dem Regenschirm. Den nimmt man nur mit, weil es dann nicht regnet. Dutzende Prototypen sind in den letzten Jahren entstanden, fünf werden gerade begutachtet. Er weiß aber auch, dass für ihn DOMINION noch lange das Maß der Dinge sein wird. Ob es ihm so ergehen wird wie Klaus Catan? Ein ewiger Donald VII. Dominion?! Er selbst sagt: „It's hard to top DOMINION.“ Da müsste er schon so etwas nachlegen wie CARCASSONNE oder RA. Das wären für ihn die Art Spiele, die zu erfinden ihm sehr gefallen hätte.

Donald VI. Vaccarino
1994 war es so weit, er war reif für mehr. Vor 1994 kannte er nur MAGIC. Aber dieses Spiel zog Kreise. Neue Mitspieler, neue Spiele. Gamer's games, die guten alten amerikanischen Schätzchen von Avalon Hill bereiteten den Weg zu Nizia-Games. Statt COSMIC ENCOUNTER Spiele des Dr. Nizia. Die kauft er in seinem örtlichen Spieleladen, von denen gibt es das größte Angebot, alle sind mehr oder minder gut, bestimmt aber höchstwahrscheinlich. Und er spielt jede Nacht ... eine Zeit lang. Er nennt die Spiele von Dr. Nizia europäisch, für ihn sind es keine German Games. Wir könnten uns da wie die Schweizer hinstellen und kleinkariert fragen: „Wer hat's erfunden?“ Aber wir sind großzügig, solange unser Dr. Nizia vorne steht. Wo doch die Amerikaner das K nicht wirklich hörbar aussprechen. Hört sich doch auch viel sympathischer an, als Knizia mit dem Knack-K. Europäische Spiele müssen für Donald VI. Vaccarino gar nicht unbedingt aus Europa stammen, sie müssen nur deren Grundsätze übernehmen. Der Kampf um Siegpunkte und nicht das Eliminieren muss im Vordergrund stehen, ebenso wie die Mechanik vor dem Thema steht. Und ausbalanciert muss es sein, und gar nicht so aggressiv. Mit wenig „downtime“. Solche Spiele gefallen ihm. In diesem Sinn ist DOMINION ein durch und durch europäisches Spiel. Ein bisschen Angriff ist dabei, aber eben nicht dominierend. Und Ausscheiden tut auch keiner. Sowas fände er richtig schlecht.

Donald V. Vaccarino
Der Mann ist vielbeschäftigt. Und fast ausschließlich mit seinem Baby. In den letzten zwei Jahren hat er einmal BLOKUS und einmal RACE FOR THE GALAXY gespielt. Sonst läuft nur und ausschließlich DOMINION, schließlich gefällt ihm sein eigenes Spiel richtig gut. Deshalb kümmert er sich so intensiv um alle Ableger, neue Karten, was auch immer. Die Spieletester sollen möglichst perfekte Karten bekommen. Also achtet er penibel darauf, ob eine Karte nun vier oder fünf Gold kostet. Ob die Karte nicht doch zu stark ist. Ob die Balance gewahrt bleibt. Er ist aber nicht der Spieletester: „I'm not a play tester, but I am play testing them.“ Die Kärrnerarbeit überlässt er den Entwicklern Valerie Putman und Dale Yu. Die bekommen die neuen Karten, wenn der Meister glaubt, sie seien perfekt. Putman und Yu sollen Probleme finden, die Karten im Zusammenspiel ausgiebig testen und die Beschreibung für die Regel formulieren. Das findet Donald V. Vaccarino eigentlich überflüssig, denn seine Karten erklären sich durchaus aus dem Kartentext. Und machmal führen die beiden Entwickler kleinere Änderungen ein, die er selbst gar nicht mehr als Änderungen erkennt. Zum Beispiel, dass erst die restlichen Karten des Nachziehstapels aufgenommen und der Ablagestapel gemischt werden müssen, bevor noch fehlende Karten aufgezogen werden.

Donald IV. Vaccarino
Ein kleines Problemchen haben Autor und Entwickler gemeinsam bei SEASIDE umschifft. Die Dauer-Karten sollten ursprünglich auf die Seite gedreht werden. Wie bei Magic. Man erinnere sich: Richard Garfield hat sich das sogenannte „Tapping“ schützen lassen. Welche Lösung gibt es da, um nicht mit Wizard of the Coast oder Richard Garfield aneinander zu geraten? Dauer-Karten kommen in eine neue Reihe oberhalb der ausgespielten Aktions- und Geldkarten. Kann man machen, muss man aber nicht. Zu Hause, wo's keiner sieht, darf man die Karten sicher auch tappen. Aber auch das ist völlig unnötig, denn zumindest die Dauer-Karten sind ja alle orange und als solche gut zu erkennen. Da braucht man eigentlich nix weiter zu machen, als sie einfach bis zum nächsten Zug liegen zu lassen. Wenigstens steht es aber korrekt in der Regel, kein Richard Garfield kann ihnen etwas anflicken oder Lizenzgebühren abverlangen. Und außerdem wollte Donald IV. Vaccarino DOMINION sowieso nicht noch näher an MAGIC rücken, als es jetzt schon ist.
  
Donald III. Vaccarino
Die Frage, woher er kommt, lässt ihn ein wenig stutzen. Er sei vielleicht ein bisschen kanadisch, er könnte tatsächlich Kanadier sein. Es bleibt offen, denn den größten Teil seines Lebens hat er in Kalifornien zugebracht. Deshalb fühlt er sich auch wie ein Kalifornier, obwohl er jetzt in New York lebt. Überhaupt kommt hier wieder diese Scheu durch, etwas zu viel zu erzählen. Aber die hält höchstens einen kurzen Augenblick an, denn normalerweise redet Donald III. Vaccarino wie ein Wasserfall: „I like to talk.“ Im ersten Eindruck vermittelt er so gar nicht dieses Wesen. Aber wenn er denn mal losgelassen, gibt es kein halten. Eigentlich führe ich kein Interview mit ihm, er erzählt, plaudert, referiert. Mit Querverweisen und Schachtelsätzen übergeht er Fragen und beantwortet sie doch im nächsten Satz. Für DOMINION ist das sicher eine perfekte Qualifikation, alle Wechselwirkungen und komplexen Sachverhalte im Kopf zu behalten und zu gewichten, ohne den roten Faden zu verlieren. Im Gespräch ist es deshalb faszinierend, in die Welt von Donald III. Vaccarino einzutauchen. Man muss nur gut zuhören.

Donald II. Vaccarino
Dann kommt man Donald II. Vaccarino ein bisschen auf die Schliche. Er mag keine großen Menschenansammlungen, besonders nicht, wenn er selbst im Rampenlicht stehen muss. Man stelle sich ihn nur bei seiner Hochzeit vor. Der Mann vor Publikum? Auch vor Familie, Freunden und Bekannten scheint es für ihn schwierig zu sein. Was macht er? Donald II. Vaccarino heiratet in kleinem Kreis, in ganz kleinen Kreisen. Nicht, dass man sich nur die engste Familie zur Hochzeit holt, man heiratet einfach sieben Mal, hat sieben verschiedene Zeremonien und sieben Mal andere, dafür wenige, aber vertraute Gäste. Jede Hochzeit wird anders gestaltet, weshalb die Vaccarinos auch im Bett und auch mit einer Papiertüte auf beiden Köpfen geheiratet haben.

Donald I. Vaccarino
Und wofür steht eigentlich das X? Ist das der obligate zweite Vorname für Amerikaner, die auf wichtig und gewichtig machen? Sowas führt man als Amerikaner nur als Buchstabe zwischen Vor- und Nachname. Für Donald I. Vaccarino ist es mehr, denn X ist eine Variable. Und man merkt, in dem X. steckt mehr als nur ein Gesicht. Dieser Mann ist ungeheuer variabel.

Wolfgang B. Friebe

zuerst veröffentllicht in Fairplay 90

Mittwoch, 10. März 2010

Portrait: Heidelberger Spieleverlag - Harald Bilz

Harald Bilz ist am 29.08.16 überraschend verstorben. Er wurde nur 57 Jahre alt.
Für mich war er ein eigenwilliger, aber sehr besonderer Leuchtturm der Szene. Er wird mir als Gesprächspartner fehlen.
Ein Nachruf erscheint in der Fairplay 117.



Gemischtwarenladen oder Spielekonzern?

Damals, in meiner Kindheit, gab es den Laden von Tante Fillis. Oder hieß sie Phyllis? Egal, dieser Laden war ein Magnet. Dort gab es alles, wirklich alles, und für uns Kinder auch in kleinsten Mengen. So eine Art „Bude“ mit Kolonialwaren, so hieß das damals – an der Hauswand stand's, die Farbe blätterte schon ab. Und alles, naja fast alles gibt es auch von den Heidelbergern, manchmal auch zu kleinen Preisen, jedenfalls während der Spieletage in Essen. Jeder, der schon mal dort war, kennt den Stand der Heidelberger. Abgezäunt, mit einem Eingang und einem Ausgang. Wenn es gar zu voll wird, wird sogar der Zugang abgeriegelt. Dort liegt alles gestapelt, auf Paletten, so wie beim Discounter. Spiele, hiervon und davon, meistens billich, billich, billich. Ein echter Messemagnet.
In Essen wird direkt verkauft und auch verramscht. Dazu wurde letztes Jahr jede freie Fläche in der Halle 9 genutzt. Wenn man in die Halle herunter geht, links neben der Treppe, liegt das Logistikzentrum der Heidelberger. Ich war einmal drin. Bei den Mengen an Spielen dort, muss deren Lager zu Hause leer sein, so leer, dass sich keine Maus mehr darin verstecken kann. Mit wie vielen LKW haben die das alles nach Essen geschafft? Alles wird verkauft, alles muss raus, selbst die die skandinavische Ausgabe von KÄSE MÄUSE CHAOS. Aber die Stände in Essen sind nur eine Facette der Heidelberger, Geschäfte laufen auf allen Ebenen, zumal neben den Verkaufsständen auch noch Verlagsstände für eigene Neuheiten in Essen stehen. Man könnte trotzdem meinen, die Hälfte der Halle 9 gehörte 2008 den Heidelbergern.
Harald Bilz will – nach eigenen Worten – Geld verdienen. Schlimm, oder? Keine Spur Idealismus mehr, aber nur so kommen wir Spieler an ausgezeichnete Spiele. Man denke nur an die Spiele aus Tschechien, an SPACE ALERT und GALAXY TRUCKER. Oder das Wiederauferstehen von Moskito Spiele mit dem ausgezeichneten TRIBUN. All das läuft nur mit oder wegen der Heidelberger. Mit diesem Ansatz klappt es doch gut, denn wer Geld dafür bekommt, liefert auch pünktlich. Harald Bilz sind auf jedem Fall die Menschen lieber, auf die er sich verlassen kann. Nur auf Idealismus, so scheint es bei ihm durch, kann man nichts bauen, jedenfalls nicht auf Dauer und um davon zu leben.
Aber als Idealist hat er mal angefangen. Damals, vor ewigen Zeiten – im Team mit Gutbrod und Kröhn ... als Harald Bilz noch Co-Autor war. Was waren das für Spiele? Ich erinnere mich noch gerne an das originelle PFUSCH, bei dem Knete eine große Rolle spielte. Richtige Knete, in der entweder Holzklötzchen waren oder nicht, gepfuscht wurde oder eben nicht. Ein Spiel mit hintergründigem Witz. Ob die Knete wohl schon eingetrocknet ist? Oder TOURISTEN-NEPP, ein eher schräges Spiel, bei dem die Macher sicherlich mehr Spaß am Spielemachen hatten, als alle Spieler beim Spielen. Der gelbe Koffer hat auf jeden Fall wegen seines ausgefallenen Inhalts einen Stammplatz in meiner Sammlung. Oder das total schräge, aber ganz nette NEOLITHIBUMM, bei dem Kieselsteine gestapelt werden müssen. Die Schachtel hat ganz schön Gewicht. Aber diese Zeiten sind vorbei, es geht nicht mehr spinnert zu. Zumal es damals finanziell zeitweilig richtig eng geworden ist.
Das es wieder aufwärts gegangen ist, dafür sorgte und sorgt vielleicht auch Petra Becker – wie Harald Bilz frei eingesteht – das Arbeitstier der Firma. Es gibt viel zu tun, nicht nur mit Handel und Verlag. Die Heidelberger haben sich sogar etwas für ihre Auszubildenden überlegt, für deren Bildung sie sorgen. Im Büro steht eine kleine Auswahl an Literatur. Wer immer sich ein Buch dort ausleiht, es liest und dann ein paar einfache Fragen beantworten kann, wird mit 50 € belohnt. Das Ergebnis … nix, null, nada, keiner liest – auch für 50 € nicht. Ob die Azubis wenigstens spielen, oder ob für sie Spiele nur Ware sind? Auch der Gesundheitsschutz wird groß geschrieben. Wer bei der Arbeit, auch in der Pause nicht raucht, bekommt ebenfalls 50 €. Und falls jemand die Mittagspause zu Hause verbringt, kontrolliert Petra Becker den Rückkehrer. Sie riecht an den Mitarbeitern … „Quatsch, das tust du nicht!“ sagt der Bilz. Ob er's nur nicht weiß? So wie er nicht weiß, welchen Beruf die Azubis genau erlernen. Groß- und Außenhandelskaufmann? Kommunikationsdesigner? Man merkt, Harald Bilz hat seinen Laden im Griff. Wie viele Mitarbeiter? So 15 … vielleicht, wahrscheinlich, oder auch nicht. Trotzdem läuft der Laden, vielleicht auch wegen der Arbeitsteilung. Petra Becker arbeitet und Harald Bilz kennt Hans und Franz, schafft Kontakte und hat alle lieb – sagt er jedenfalls. Und dann gibt’s da ja eigentlich noch einen dritten Eigentümer. Peter Gutbrod hat allerdings kein Interesse mehr an Spielen, arbeitet aber dann und wann noch mit.
So entsteht ein „Spielekonzern“ aus Einzelhandel, Großhandel, Distribution und Verlag. Als Einzel- und Großhändler nimmt Heidelberger jedes Spiel in den Verkauf, ist für jeden Einzelhändler erreichbar. Das ergibt die für den Großhandel übliche Marge. „Ist nicht arg viel, da wird man nicht reich von.“ Sehr viel intensiver ist der Einsatz für die Verlage, die von den Heidelbergern vertrieben werden oder für deren deutsche Teilauflage sie sorgen. Hier arbeitet Heidelberger auch als Redaktion und Pressestelle, bringt sich für die Verlage ein, redet aber auch beim Programm mit. Alea-Spiele laufen über Heidelberger, aber auch Truant, Ulisses, Moskito … So eine enge Zusammenarbeit erhöht natürlich die Marge. Petra Becker und Harald Bilz wollen ihren Laden, ihr Prämienprogramm für Leser und Nichtraucher schließlich am Laufen halten.
Und dann gibt es ja noch den Heidelberger Spieleverlag und die Co-Produktionen. Mal produziert Heidelberger, und die Partner-Verlage aus dem Ausland kaufen die Spiele oder auch umgekehrt. Oder die Heidelberger geben Lizenzen und die ausländischen Partner produzieren selbst. Oder Heidelberger übernimmt komplett die deutsche Ausgabe. Da sind alle möglichen Mischformen denkbar, je nachdem wie gut und wie eng man mit den in- und ausländischen Verlagen zusammen arbeiten kann. Fantasy Flight ist hier ein großer Partner. Das ist sicher auch eine Frage der Chemie, aber Harald Bilz hat ja alle lieb, das wissen wir ja schon. Für diese Co-Produktionen ist Harald Bilz immer auf der Suche nach neuen interessanten Spielen. In Essen hält er danach Ausschau, dort werden die ersten Kontakte angebahnt und wird auch mal über den Tellerrand geschaut. Was gibt es in anderen Bereichen, was wird woanders so „gespielt“? Nicht nur mit Brett und Karten?
Deshalb ist die Bandbreite der Heidelberger Spiele so groß. Vom mehrstündigen Strategiekracher bis zum Party-Spiel für größte Spielegruppen, der Katalog ist vielfältig und bunt. Man ist breit aufgestellt. Das kann sich der Verlag offensichtlich gut leisten, weiß doch Harald Bilz aus seiner prähistorischen Vergangenheit, was Selbstbeschränkung bedeutet. Damals, vor Jahrzehnten, lagen seine Spiele alle auf einer Linie. Er und sein Verlag spielten eine bestimmte Rolle, waren auf diese Rolle festgelegt. Das Fossil hat aber geschäftlich längst die Rolle des Jux-Typen abgelegt und ist jetzt Chef. Wie gut man mit diesem Chef Kirschen essen kann, vermag ich nicht zu sagen. Sicher pflastern auch einige Leichen seinen Weg. Kollege Heller weint immer noch dem Geld für sein Abo für die Spielzeit hinterher. Kurz nach seiner Zahlung stellte das Blatt sein erscheinen ein, und alle Abonnenten guckten in die Röhre. Aber wegen dieser Erfahrungen und bei der Bandbreite seiner Geschäftskontakte muss der Mann ungeheures Verhandlungsgeschick und auch Durchsetzungsvermögen mitbringen. Oder er setzt auf seine alte Strategie, die ich selbst schon oft genug am eigenen Leibe erfahren habe: Ein Bilz sagt mehr als tausend Worte. Mir war nach solchen Gespräche immer schwindelig ...
Würden Sie gerne bei den Heidelbergern arbeiten, damit aus dem Gemischtwarenladen ein Konzern wird? Ich kenne Sie, Sie wollen doch nur die Prämien kassieren. Bücher lesen Sie sowieso und rauchen tun Sie auch nicht. Aber Sie sollten Spiele auch als Ware sehen, dann dürfen Sie bei den Heidelbergern in die Lehre gehen.

Wolfgang Friebe

Montag, 19. Oktober 2009

Portrait: eggertspiele

GmbH & Co. KG

Auf der Nürnberger Spielwarenmesse habe ich die beiden Eigentümer völlig anders erlebt. Peter Eggert und sein Neffe Philipp El Alaoui sind ganz Businessmen. Beide im Anzug und ziemlich busy. eggertspiele ist als Partner durchaus gefragt. In Nürnberg werden neue Verträge für internationale Ausgaben ihrer Spiele angebahnt, vielleicht sogar abgeschlossen, da muss man geschäftstüchtig sein und entsprechend aussehen. Und natürlich werden ständig, immer, zu jeder Zeit Kontakte gepflegt. Kaum, dass man ein ruhiges Wort mit den beiden wechseln kann. Gut, der Stress ist auch in Essen da, aber da geht es doch viel lockerer zu, auch wenn dort jede halbe Stunde ein Autor neue Spiele präsentiert. 2007 waren es „nur“ 80 Prototypen, die vorgestellt wurden, 2008 schon an die 200. Da können sich die beiden durchaus die Rosinen rauspicken, wobei in ihren Augen die besten Rosinen komplexere Spiele ohne Glücksfaktor sind. Nur ganz auf diese Nische kann sich der Verlag nicht mehr festlegen, denn er ist längst dem Kleinverlagsstatus entwachsen. Außerdem gilt ja immer noch: Oft erkennt man die Rosine vor lauter Korinthen nicht. Bei der Auswahl ihrer Rosinen ist auch eggertspiele davor nicht geschützt. Das belegen einige noch ziemlich frische Leichen auf ihrem Weg ...
Die Wurzeln des Verlages reichen ziemlich weit zurück. Noch ganz als Amateur tauchte Peter Eggert 1996 mit seinem DUHNER WATTRENNEN erstmals zu den Essener Spieletagen auf. Das Pferderennen traf dort trotz aller Garagenqualität auf fruchtbaren Boden. Schon damals war er begeistert bei der Sache, konnte seine Spiele gut an den Mann – hier den Chefredakteur Herbert Heller - bringen. Heller hat es dann auch positiv besprochen. Damals lief das alles noch nebenher, erst auf dem Dachboden, dann im Keller, allerdings niemals in der Garage. Und die Spiele wurden nach den Spieletagen päckchenweise verkauft. Da war an einen professionellen Vertrieb noch gar nicht zu denken. Die Spiele waren es ja auch noch nicht ... erst recht nicht die Eggertschen Regeln. Das gibt Peter Eggert auch freimütig zu. Regeln seien nicht sein Ding. Ich erinnere mich an eine und einzige Partie DIE FLÖSSER. Ein Spiel mit vielen Regelseiten und mindestens genauso vielen Löchern, Fragen und Interpretationsmöglichkeiten. Und wenn man dann bei Peter Eggert anrief, bekam man sofort Antwort ... auch wenn man womöglich beim Abendessen, Fernsehen, Spielen oder bei was auch immer störte. Freizeit, eine klare Trennung von der Verlegertätigkeit war damals wohl ein Fremdwort im Hause Eggert. Als Kleinverleger neigt man zur Selbstausbeutung, ist immer für seine Spiele und deren Spieler da.
Der Weg in die Selbstständigkeit mit einem eigenen Verlag war nicht vorgezeichnet. Peter Eggert, gelernter Brauer und Mälzer studierte Oecotrophologie - einen Studiengang, bei dem (vor allem weibliche) Universaldilettanten die Hochschule verlassen. So wie Geografen, können Oecotrophologen fast überall arbeiten. Peter Eggert ist bei Phoenix gelandet. Nix Nachrichten, dafür Abwasser. Mit seinem Team von 10 Leuten hat er dort Abwasserbehandlungsanlagen für die Lebensmittelbranche verkauft und sich in der Gewerkschaft engagiert. Sein BÜNDNIS FÜR ARBEIT rührt wohl aus dieser zweiten Leidenschaft. Wahrscheinlich wäre alles so geblieben, wäre in ruhigen Bahnen verlaufen: Neben der Arbeit Gewerkschafter und Kleinverleger. Wäre da nicht die Firma aufgekauft worden. Mit dem neuen Eigentümer Continental wurde alles anders, beide passten nicht zusammen.
So richtig rund ging es mit einem Partner. 2002 kam sein Neffe als Miteigentümer ins Boot. Die Initialzündung, auch der internationale Durchbruch, kam 2005 mit PD-Spiele und ANTIKE, aber auch mit DOLMENGÖTTER. Selten habe ich in größere und begeistertere Augen geschaut, als in die von Peter Eggert bei den Spielertagen 2005. ANTIKE ging weg wie warme Semmeln. In Eggerts Heimatstadt Hamburg ist zum Kontakt zu Peter Dörsam und Mac Gertds gekommen, die schon immer zusammen gespielt haben. Gemeinsam wurde an ANTIKE gearbeitet, Peter Dörsam finanziert das Spiel, bei Erreichen der Gewinnzone wird geteilt. Das war eine produktive Kooperation, denn das Spiel hatte überragenden Erfolg. Da lief alles gut zusammen. Die Idee, das Material, die Umsetzung. ... und überhaupt. Erstmals eroberte das fast schon magische Rondell aus dem Stand die Spielerherzen. Es folgten IMPERIAL und HAMBURGUM. Da war eggertspiele bereits mit der Arbeit an CUBA ziemlich ausgelastet, so dass nach HAMBURGUM die Zusammenarbeit beendet wurde. Man ging seiner Wege. Die Arbeit an den eigenen Spiele lastete Eggert und Alaoui zu gut aus, als dass noch genügend Zeit für die Kooperation blieb. Die Verleger trennen sich endgültig, 2007 haben sie bereits getrennte Stände in Essen, zeigen aber gemeinsam HAMBURGUM. Das Spiel hätte sicherlich eine bessere Grafik verdient.
Einen Dämpfer erhält der Verlag, als es Streitigkeiten um den Namen eines Spiele gibt. SPACE DEALER darf nicht mehr so heißen und muss in RAUMHÄNDLER umbenannt werden. Ganz ausgestanden ist diese Geschichte nicht. Mit den anderen Spielen geht es trotzdem gut weiter. Die Auflagen sind kontinuierlich gestiegen, das liegt auch an den internationalen Kooperationen. Umsatzträger CUBA erscheint mit tschechischen, koreanischen, slowakischen, amerikanischen, französischen und holländischen Partnern, wird dort sogar das, was hier das Spiel des Jahres ist. IM SCHUTZE DER BURG startet mit einer Auflage von 15000 Spielen, die erste Auflage von NEULAND beträgt dagegen 500 Stück, vom DUHNER WATTRENNEN sind es nur 150.
Heute tritt Peter Eggert nicht mehr als Autor in Erscheinung, früher waren seine Spiele überhaupt Sinn und Zweck seines Kleinverlages. Jetzt stehen viele Autoren vor seiner Tür. Schließlich haben eggertspiele durchaus einen guten Ruf, zumal Grafik und Material in letzter Zeit immer erstklassig sind. Und eggertspiele haben auch einen echten Vertrieb. Bei der Preisverleihung zum Deutschen Spielepreis bahnte Herr Hutter die ersten Kontakte. Beide sind sich einig geworden. Hutter Trade entlastet eggertspiele nicht nur beim Vertrieb, bietet in Sachen Promotion und Pressearbeitet vollen Service. Das kommt Peter Eggert sichtlich entgegen, kann er sich doch so den neuen Spielen widmen. Sagt er doch von sich selbst, dass er jeden Tag Prototypen spielen könnte. Hauptsache er sortiert vorher alle Graupen aus und verliert nicht die Lust zu spielen.
Überhaupt hat sich einiges geändert. Mit dem Erfolg kam Wachstum, mit dem Wachstum endlich auch eigene Büroräume – woanders und nicht mehr im eigenen Haus. Damit können die Verleger viel besser steuern, wie weit sie es mit der Selbstausbeutung treiben. Außerdem wird jetzt vieles in Arbeitsteilung erledigt, es ruht nicht mehr alles auf den Schultern von Philipp El Alaoui und Peter Eggert. Eine Texterin ist engagiert, um projekbezogen die Regeln zu bearbeiten und zu layouten. Tobias Stapelfeld, früher nur Autor und Lehrer, ist jetzt als Teilzeitredakteur dabei, Eggerts Ehefrau meistert halbtags das Büro und ein Vertriebler ist auch mit im Boot. Es läuft schon fast zu rund bei eggertspiele.
Seit dem 01.08.2007 ist eggertspiele keine OHG mehr. Zu der Zeit hat Eggerts Bank noch sein Haus als Sicherheit eingefordert. Jetzt sind sie eine GmbH & Co. KG, und er wohnt noch in seinem Haus. Der Anspruch bleibt aber derselbe: Qualitativ gute Spiele für die Welt ... und ein I-Phone als I-Tüpfelchen für Peter Eggert.

Wolfgang Friebe


Ludografie:

1996
Duhner Wattrennen (150)
1997
Bündnis für Arbeit (150)
1998
Hol's der Pöppel (150)
1999
Schwarzer Mann (200)
Quick & Dirty (150)
2000
Tacara (150)
2001
Quick & Dirty Männer (150)
Quick & Dirty Frauen (150)
2002
Die Flößerei (250)
2003
Global Powers (400)
2004
Neuland (500)
Power Soccer (1. Aufl. 2500)
2005
Die Dolmengötter (1. Aufl. 1.000, 2. Aufl. 1.000)
Antike (1. Aufl. 1000, 2. Aufl. 2000)
2006
John Silver (2500)
Power Soccer (2. Aufl. 10000)
Antike (3. Aufl. 9.000)
Imperial (6000)
Raumhändler aka Space Dealer (5000)
2007
Guatemala Café (2500)
Cuba (25000, Holzbox 500)
Hamburgum (10000)2008
Neuland (8000)
Change Horses (10000)
Im Schutze der Burg (15.000, Holzbox 600)
Imperial (2. Aufl. 3500)


Zuerst veröffentlicht in der Fairplay

Freitag, 17. April 2009

Portrait: Martyn F

Ein Name, eine Marke?

Martyn F ist im eigentlichen Sinn kein Greenhorn der Essener Spieletage. Als Spieler war er schon oft in Essen. Der Niederländer aus Nijmegen war sogar letztes Jahr als Verleger mit seinem WADI präsent. Außerdem besetzt er mit seinen Spielen nicht unbedingt die spezielle Nische der szenetauglichen Spiele. Was er aber auch gar nicht will. Er sieht seine Spiele eher im Segment der einfachen, kurzen Spiele, die dennoch auch den Vielspielern etwas „bringen“ sollen. Und sie sollen immer einen einfachen Zugang bieten. Dass er sich in dieser Nische mit namhafter Konkurrenz herum schlagen muss, ist ihm bewusst. Auch dass es ihn viel Arbeit kostet, seine Spiele bekannt zu machen und nach der Messe zu vertreiben. Beides sind Probleme, die sich jeder Kleinverleger stellen muss. Gerade mit der Wahl der Nische sorgt man in Essen für Gesprächsstoff und kommt an Reputation oder eben nicht. In der Vergangenheit haben einige Verleger mit den richtigen Spielen, dem richtigen Thema sich so zu Lieblingen der Szene gemausert. Ob das Martyn F auch gelingen wird?

Seine Spiele werden in Deutschland von den Heidelbergern vertrieben. Sein frisch produziertes CITIES geht zu einem Teil direkt in deren Lager, ohne dass die Spiele den Umweg über Martyn Fs niederländische Heimat machen müssten. Aber leider haben es seine Spiele nicht mehr in den Exklusiv-Katalog 2009 der Heidelberger geschafft. Watt Jammer! Die restlichen Spiele seiner 2500 Auflage wird er wohl bei sich zu Haus unterstellen müssen. Die ganze Vorbereitung für Produktion und für Essen hat ihm sicherlich einiges an Stress abverlangt, zumal der Mann mit seiner Familie fünf Wochen vor der Messe umgezogen ist.

Mit seinem eigenen Verlag und der Neuheit CITIES präsentiert er sich auch dieses Jahr, schließlich gerät – wer nicht veröffentlicht – schnell aus dem Fokus. Das Spiel ist anlässlich eines Sylvesteraufenthalts in Berlin entstanden, als Martyn F über ein Spiel für acht Mitspieler nachdachte. Sein erster Schritt dahin: Jeder spielt an seiner eigenen Auslage. CITIES ist aber dann doch nur ein Spiel für ein bis vier Personen geworden. Obwohl, hätte man zwei, könnte man auch zu acht spielen.

Auffällig ist wie schon letztes Jahr die andere Grafik, die sich so gar nicht an den Vohwinkels, Lieskes oder Menzels orientiert und sich auch deutlich vom Massengeschmack absetzt. Allerdings ist der Wiedererkennungswert seiner Spiele in der Masse der Spiele doch enorm, ob man die Gestaltung nun mag oder nicht. Wieder hat der Onkel seiner Frau für die Grafik gesorgt. Peter Hermans, der sonst abstrakt und expressionistisch malt, sorgt für den unverwechselbaren Ausdruck. Alles entsteht von Hand in Acryl. Das ist einerseits außergewöhnlich, andererseits aber auch mutig, denn es ist so anders. Man muss es mögen ... Und dieses Mal wird sein Onkel sogar ein Honorar erhalten, darüber ist allerdings noch nicht verhandelt worden, gesteht Martyn F. Gut, dass die Verhandlungen innerhalb der Familie geführt werden.

Martyn F denkt aber nicht nur an Spiele für seinen eigenen Verlag. Eigene Spiele, die nicht in das Verlagsprogramm von Emma Games passen, weil sie zu anspruchsvoll, zu strategisch sind, wird er auch anderen Verlagen anbieten. Der Verlag heißt übrigens nach seiner Urgroßmutter.

Und wer versteckt sich hinter dem Pseudonym Martyn F? Da wird der 34-jährige einsilbig. So richtig will er nicht damit raus. Sein Nachname sei für Nicht-Niederländer einfach zu schwierig – meint er. Und außerdem sei es besser, alle Welt kenne ihn unter Martyn F. Ein Name, eine Marke! Naja, man könnte ein wenig recherchieren, zum Beispiel bei allwhois.com, auf welchen Namen die Internet-Präsenz von Emma Games zugelassen ist ... aber es geht auch so. Martyn F ist eben Martyn F. Und dass sein Nachname von uns Deutschen nicht verstanden wird, glaube ich ihm nach der kurzen Recherche sowieso nicht mehr. Außerdem spricht der Mann richtig gut Deutsch.

Wolfgang Friebe

Zuerst veröffentlicht in der Fairplay