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Montag, 15. Oktober 2012
Rezension: Keltis - Das Würfelspiel von Kosmos
Was macht es zu KELTIS?
Die Farbe, die Steine, die Laufstrecke.
Was macht es anders als KELTIS?
Die fünf Keltis-Würfel.
Wie spielt man es anders als KELTIS?
Es wird nichts gesammelt. Nur das Würfelergebnis zählt, wobei nur ein einziger Nachwurf mit beliebig vielen Würfeln erlaubt ist. Dann muss man sich für eine Farbe entscheiden oder für Wunschsteine. Zwei Steine auf den Würfeln macht einen Stein aus Pappe. Pro Symbol geht ein Stein der entsprechenden Reihe ein Feld vorwärts. Vorsicht! Der Plan hat eine Rückseite mit gekreuzten Ästen auf den Bahnen. Diese Felder sind verboten und müssen in einem Rutsch übersprungen werden.
Wann ist es zu Ende?
Wie üblich dann, wenn eine bestimmte Anzahl der Kleeblattspielsteine den Zielbereich erreicht hat.
Keltisfaktor?
98%, weil es fast nur aufs Würfelglück ankommt und man so gar nichts vorausplanen kann. 98% reichen aber völlig aus, um auch aus diesem Keltis-Ableger noch ein gutes Spiel zu machen. DAS WÜRFELSPIEL spielt sich immer locker und entspannt, manchmal sogar richtig spannend. Und wehe, wenn die Würfel nicht mitspielen ...
Mittwoch, 4. Mai 2011
Rezension: Keltis - Das Orakel
Reiner Knizia: KELTIS – DAS ORAKEL für 2 bis 4 Personen, Kosmos 2010
Zuckerguss für die Kekse
Bei Süßem werde ich schwach. Ich mag Kekse, gerne auch mit Ingwer und Zuckerguss. Zurzeit meine Favoriten: KELTIS-Kekse. Diese klumpigen, leicht unförmigen Dinger hätte ich beinahe übersehen, aber Kollege Niehoff war so freundlich, mich auf diese schmackhaften „Steine“ hinzuweisen. Und weil die Kekse ja wirklich gut ankommen, selbst der Jury geschmeckt haben, werden alle Freunde dieser Köstlichkeit mit immer neuen Variationen versorgt. Und jetzt sogar mit Zuckerguss und Extra-Spielfigur. Die machen das jetzt so wie Kellogg's, die ihren riesigen Cornflakespaketen gerne irgendwelche Gimmicks beipacken. Ist schließlich genügend Luft in der Kiste.
K&K schenken uns jetzt mit dem neuen KELTIS eine „Emma“. Eigentlich hat sie keinen Namen, offiziell heißt sie nur ganz trocken Orakel-Priesterin. Dann schon lieber Emma, mit der ich Mitleid habe. Nicht nur, dass sie sich einen baumdicken Zauberstab vor den Schädel stößt, sie wird auch noch gerne vergessen, übersehen … stehen gelassen. Eigentlich gibt sie ja dem Spiel seinen Namen, aber warum spielt sie dann nur so eine untergeordnete Rolle? Ist sie schon matschig in der Birne, weil sie sich mit dem Schlag gegen ihren Kopf selbst außer Gefecht gesetzt hat? Ach Emma, hättest du nur eine Kopfzelle und irgendwas Blinkendes, damit ich deinen Zauberstab leuchten lassen könnte. Dann wärst du nicht nur auf der Lauf-Spirale ein echter Hingucker, sondern wirklich von Kellogg's. So ist doch nur jeder damit beschäftigt, den besten, den weitesten Sprung mit seiner Figur nach vorne zu machen.
Trotzdem, es gibt natürlich ein paar wesentliche Unterschiede zum Spiel des Jahres: nur noch eine Laufstrecke für alle Farben. Eine ausgespielte Karte lässt eine Figur nicht mehr nur einen Schritt nach vorne machen, sondern auf das nächste Feld der ausgespielten Farbe. Und da sind größere, manchmal leider nur einschrittige Sprünge möglich. Alle anderen Plättchen - Steine, Sonderpunkte, Kleeblätter - sind natürlich dabei, der KELTIS-Grundgeschmack darf nicht verloren gehen, muss spürbar bleiben. Allerdings macht es viel mehr Mühe, Steine einzusammeln. Dann muss man gezwungenermaßen zweimal hintereinander dieselbe Farbe spielen, denn sonst kommt man nicht auf die Felder mit den Steinen. Man kann immer locker darüber hinweg springen, aber ohne Steine gibt’s immer noch Minuspunkte. Manchmal sogar mehr als üblich, wenn man unterwegs einen Spiegel und weniger als zwei Steine eingesammelt hat. Jeder Spiegel wertet am Ende die Steine noch einmal, auch (k)einen Stein. Kein Stein bringt vier, mit Spiegel sogar acht Minuspunkte.
Neu sind auch Kobold- und Spiralen-Plättchen. Landet man auf einer Spirale, darf man die Figur rückwärts ziehen. So kann man auch ganz elegant auf Steine-Felder gelangen, dadurch manchmal den Schlangestehern einen Stein vor der Nase weg schnappen. Auf einem Feld mit Kobold wird man eine unliebsame Hand- oder abgelegte Karte los. Und wenn man mit einer, zwei oder drei Figuren gleichzeitig bei eins, zwei, drei Kobolden steht, gibt’s 5, 10, 15 Siegpunkte. Kobolde werden gerne angesteuert, aber es macht echt Mühe, dafür dann 15 Siegpunkte abzugreifen.
Und die „Emma?“ Die sollte man eigentlich nicht stehen lassen, denn wer die Emma zu einem eigenen Stein zieht, wird mit fünf Siegpunkten belohnt. Nicht schlecht!? Bin mir immer noch unschlüssig, ob sich das wirklich lohnt. Statt der eigenen Figur zieht die Emma eins bis fünf Felder weiter. Natürlich muss mit dieser Karte die Farbreihe ergänzt werden. Wegen der Emma bewegt man schließlich keine eigenen Figuren nach vorne, bestimmt so nicht über das Spielende und bekommt nicht die fetten Siegpunkte. Ein Trugschluss?! Am Ende der Spirale warten nur sechs, sieben und 10 Siegpunkte. Wie oft muss ich dann die Emma auf einen meiner Steine bewegen, um das auszugleichen? Ist die Emma allerdings an allen meinen Steinen vorbeigerauscht, muss ich sie erstmal wieder überholen. Das kostet Karten und Züge. Ist dann das Spiel schon zu Ende?
Bei DAS ORAKEL ist immer noch die Leichtigkeit des Spiels des Jahres zu spüren. Die ist aber nur eine Illusion, geschaffen durch die bekannten Elemente und natürlich die Kekse auf grünem Grund. Man erinnert sich, an Mechanismen und Regeln, und an Taktiken. Aber man bekommt nur die Eindimensionalität eigenen Denkens vor Augen geführt. Man verlässt die bekannten Gleise zunächst nicht. Die neuen Elemente und auch die Preisgabe der fünf Laufstrecken machen DAS ORAKEL deutlich anspruchsvoller … und besser. Man muss sich nur mit den neuen Möglichkeiten auseinandersetzen, auch mit Emma. Natürlich kann man DAS ORAKEL so spielen wie immer, aber dann könnte man auch gleich beim normalen KELTIS bleiben.
Was erwartet man eigentlich, wenn man wegen des guten ersten Teils der Serie weiter folgt? Nur gute Unterhaltung? Bekannte Elemente, liebgewonnene Charaktere, Atmosphäre? Reicht das schon? Muss nicht der zweite, dritte, vierte oder wie bei DAS ORAKEL das fünfte KELTIS doch irgendwie anders, idealerweise sogar besser als die Vorgänger sein? Harry Potter durchlebte Höhen und Tiefen, es gab gute und weniger gute Bücher. KELTIS ist dagegen fein raus. Jedes Familienmitglied ist irgendwie anders, jedes für sich gut, und DAS ORAKEL bislang am besten. Nur muss man es sich dann jetzt kaufen? Ist es nicht besser zu warten, bis Dr. Knizia die Familienplanung abgeschlossen hat? Der letzte Abkömmling ist dann bestimmt das allerbeste Spiel … Wer fühlt sich dann auf den Arm genommen? Die Käufer des ersten Spiels, weil sie Geld für das weniger gute Spiel ausgegeben haben? Die Juroren, weil sie das weniger gute Spiel preisgekrönt haben? Der Verlag sicher nicht, denn – solange es wie bei KELTIS – immer bergauf geht, wird auch immer besser verdient. Die Familie wird noch wachsen … garantiert! Jetzt spiele ich DAS ORAKEL genauso wie ich vorher das Ur-KELTIS gespielt habe, solange es nicht NEUE WEGE – NEUE ZIELE gab. Und zwischendurch schiebe ich sogar noch die kleineren grünen Schachteln – Nichte oder Neffe – ein. Nur das Ur-KELTIS kann ich getrost abschreiben.
Wolfgang Friebe
Zuckerguss für die Kekse
Bei Süßem werde ich schwach. Ich mag Kekse, gerne auch mit Ingwer und Zuckerguss. Zurzeit meine Favoriten: KELTIS-Kekse. Diese klumpigen, leicht unförmigen Dinger hätte ich beinahe übersehen, aber Kollege Niehoff war so freundlich, mich auf diese schmackhaften „Steine“ hinzuweisen. Und weil die Kekse ja wirklich gut ankommen, selbst der Jury geschmeckt haben, werden alle Freunde dieser Köstlichkeit mit immer neuen Variationen versorgt. Und jetzt sogar mit Zuckerguss und Extra-Spielfigur. Die machen das jetzt so wie Kellogg's, die ihren riesigen Cornflakespaketen gerne irgendwelche Gimmicks beipacken. Ist schließlich genügend Luft in der Kiste.
K&K schenken uns jetzt mit dem neuen KELTIS eine „Emma“. Eigentlich hat sie keinen Namen, offiziell heißt sie nur ganz trocken Orakel-Priesterin. Dann schon lieber Emma, mit der ich Mitleid habe. Nicht nur, dass sie sich einen baumdicken Zauberstab vor den Schädel stößt, sie wird auch noch gerne vergessen, übersehen … stehen gelassen. Eigentlich gibt sie ja dem Spiel seinen Namen, aber warum spielt sie dann nur so eine untergeordnete Rolle? Ist sie schon matschig in der Birne, weil sie sich mit dem Schlag gegen ihren Kopf selbst außer Gefecht gesetzt hat? Ach Emma, hättest du nur eine Kopfzelle und irgendwas Blinkendes, damit ich deinen Zauberstab leuchten lassen könnte. Dann wärst du nicht nur auf der Lauf-Spirale ein echter Hingucker, sondern wirklich von Kellogg's. So ist doch nur jeder damit beschäftigt, den besten, den weitesten Sprung mit seiner Figur nach vorne zu machen.
Trotzdem, es gibt natürlich ein paar wesentliche Unterschiede zum Spiel des Jahres: nur noch eine Laufstrecke für alle Farben. Eine ausgespielte Karte lässt eine Figur nicht mehr nur einen Schritt nach vorne machen, sondern auf das nächste Feld der ausgespielten Farbe. Und da sind größere, manchmal leider nur einschrittige Sprünge möglich. Alle anderen Plättchen - Steine, Sonderpunkte, Kleeblätter - sind natürlich dabei, der KELTIS-Grundgeschmack darf nicht verloren gehen, muss spürbar bleiben. Allerdings macht es viel mehr Mühe, Steine einzusammeln. Dann muss man gezwungenermaßen zweimal hintereinander dieselbe Farbe spielen, denn sonst kommt man nicht auf die Felder mit den Steinen. Man kann immer locker darüber hinweg springen, aber ohne Steine gibt’s immer noch Minuspunkte. Manchmal sogar mehr als üblich, wenn man unterwegs einen Spiegel und weniger als zwei Steine eingesammelt hat. Jeder Spiegel wertet am Ende die Steine noch einmal, auch (k)einen Stein. Kein Stein bringt vier, mit Spiegel sogar acht Minuspunkte.
Neu sind auch Kobold- und Spiralen-Plättchen. Landet man auf einer Spirale, darf man die Figur rückwärts ziehen. So kann man auch ganz elegant auf Steine-Felder gelangen, dadurch manchmal den Schlangestehern einen Stein vor der Nase weg schnappen. Auf einem Feld mit Kobold wird man eine unliebsame Hand- oder abgelegte Karte los. Und wenn man mit einer, zwei oder drei Figuren gleichzeitig bei eins, zwei, drei Kobolden steht, gibt’s 5, 10, 15 Siegpunkte. Kobolde werden gerne angesteuert, aber es macht echt Mühe, dafür dann 15 Siegpunkte abzugreifen.
Und die „Emma?“ Die sollte man eigentlich nicht stehen lassen, denn wer die Emma zu einem eigenen Stein zieht, wird mit fünf Siegpunkten belohnt. Nicht schlecht!? Bin mir immer noch unschlüssig, ob sich das wirklich lohnt. Statt der eigenen Figur zieht die Emma eins bis fünf Felder weiter. Natürlich muss mit dieser Karte die Farbreihe ergänzt werden. Wegen der Emma bewegt man schließlich keine eigenen Figuren nach vorne, bestimmt so nicht über das Spielende und bekommt nicht die fetten Siegpunkte. Ein Trugschluss?! Am Ende der Spirale warten nur sechs, sieben und 10 Siegpunkte. Wie oft muss ich dann die Emma auf einen meiner Steine bewegen, um das auszugleichen? Ist die Emma allerdings an allen meinen Steinen vorbeigerauscht, muss ich sie erstmal wieder überholen. Das kostet Karten und Züge. Ist dann das Spiel schon zu Ende?
Bei DAS ORAKEL ist immer noch die Leichtigkeit des Spiels des Jahres zu spüren. Die ist aber nur eine Illusion, geschaffen durch die bekannten Elemente und natürlich die Kekse auf grünem Grund. Man erinnert sich, an Mechanismen und Regeln, und an Taktiken. Aber man bekommt nur die Eindimensionalität eigenen Denkens vor Augen geführt. Man verlässt die bekannten Gleise zunächst nicht. Die neuen Elemente und auch die Preisgabe der fünf Laufstrecken machen DAS ORAKEL deutlich anspruchsvoller … und besser. Man muss sich nur mit den neuen Möglichkeiten auseinandersetzen, auch mit Emma. Natürlich kann man DAS ORAKEL so spielen wie immer, aber dann könnte man auch gleich beim normalen KELTIS bleiben.
Was erwartet man eigentlich, wenn man wegen des guten ersten Teils der Serie weiter folgt? Nur gute Unterhaltung? Bekannte Elemente, liebgewonnene Charaktere, Atmosphäre? Reicht das schon? Muss nicht der zweite, dritte, vierte oder wie bei DAS ORAKEL das fünfte KELTIS doch irgendwie anders, idealerweise sogar besser als die Vorgänger sein? Harry Potter durchlebte Höhen und Tiefen, es gab gute und weniger gute Bücher. KELTIS ist dagegen fein raus. Jedes Familienmitglied ist irgendwie anders, jedes für sich gut, und DAS ORAKEL bislang am besten. Nur muss man es sich dann jetzt kaufen? Ist es nicht besser zu warten, bis Dr. Knizia die Familienplanung abgeschlossen hat? Der letzte Abkömmling ist dann bestimmt das allerbeste Spiel … Wer fühlt sich dann auf den Arm genommen? Die Käufer des ersten Spiels, weil sie Geld für das weniger gute Spiel ausgegeben haben? Die Juroren, weil sie das weniger gute Spiel preisgekrönt haben? Der Verlag sicher nicht, denn – solange es wie bei KELTIS – immer bergauf geht, wird auch immer besser verdient. Die Familie wird noch wachsen … garantiert! Jetzt spiele ich DAS ORAKEL genauso wie ich vorher das Ur-KELTIS gespielt habe, solange es nicht NEUE WEGE – NEUE ZIELE gab. Und zwischendurch schiebe ich sogar noch die kleineren grünen Schachteln – Nichte oder Neffe – ein. Nur das Ur-KELTIS kann ich getrost abschreiben.
Wolfgang Friebe
KELTIS-Faktor:
150 % DAS ORAKEL
140 % NEUE WEGE – NEUE ZIELE
110 % DER WEG DER STEINE
105 % DAS KARTENSPIEL
100 % KELTIS
45 % LOST CITIES
.:Rubrik:.
4 geht gut,
Keltis,
Kosmos,
Rezension
Dienstag, 26. April 2011
Rezension: Keltis - Der Weg der Steine
Was macht es zu KELTIS?
Die Farbe, die Steine, das Sammeln.
Was macht es anders als KELTIS?
Kein Brett, keine Karten, keine riesige Schachtel, (leider) nur Pappplättchen.
Wie spielt man es anders als KELTIS?
Plättchen aufdecken oder liegen lassen? Offenes Plättchen nehmen? Knifflige Frage, denn man weiß, was die anderen sammeln und was überhaupt noch verdeckt ausliegen kann. Und was macht man mit einer Fünf, mit der man nichts anfangen will, aber die ein Mitspieler gut gebrauchen kann? Schwierig … und glückslastig. Kleeblätter auf den Steinplättchen erlauben einen weiteren Zug. Bleibt es liegen, freut sich wer anderes. Und Steinplättchen mit Pluspunkten und den obligatorischen Steinen gibt es auch noch.
Wann ist es zu Ende?
Wenn das letzte noch verdeckt ausliegende Steinplättchen aufgedeckt wird, wird nur noch dieser Zug ausgeführt.
Keltisfaktor?
110%, denn das Nehmen oder Liegenlassen verschärft KELTIS noch ein bisschen, zumal man bei der geringen Anzahl Plättchen genau abschätzen muss, was noch und was ganz sicher nicht mehr geht. DER WEG DER STEINE ist billiger, kompakter und passt auch ohne Schachtel gut ins Reisegepäck oder überfüllte Spielregal.
Die Farbe, die Steine, das Sammeln.
Was macht es anders als KELTIS?
Kein Brett, keine Karten, keine riesige Schachtel, (leider) nur Pappplättchen.
Wie spielt man es anders als KELTIS?
Plättchen aufdecken oder liegen lassen? Offenes Plättchen nehmen? Knifflige Frage, denn man weiß, was die anderen sammeln und was überhaupt noch verdeckt ausliegen kann. Und was macht man mit einer Fünf, mit der man nichts anfangen will, aber die ein Mitspieler gut gebrauchen kann? Schwierig … und glückslastig. Kleeblätter auf den Steinplättchen erlauben einen weiteren Zug. Bleibt es liegen, freut sich wer anderes. Und Steinplättchen mit Pluspunkten und den obligatorischen Steinen gibt es auch noch.
Wann ist es zu Ende?
Wenn das letzte noch verdeckt ausliegende Steinplättchen aufgedeckt wird, wird nur noch dieser Zug ausgeführt.
Keltisfaktor?
110%, denn das Nehmen oder Liegenlassen verschärft KELTIS noch ein bisschen, zumal man bei der geringen Anzahl Plättchen genau abschätzen muss, was noch und was ganz sicher nicht mehr geht. DER WEG DER STEINE ist billiger, kompakter und passt auch ohne Schachtel gut ins Reisegepäck oder überfüllte Spielregal.
.:Rubrik:.
4 geht gut,
Keltis,
Kosmos,
Rezension
Montag, 13. September 2010
Rezension: Keltis - Das Kartenspiel
Reiner Knizia: KELTIS – DAS KARTENSPIEL für 2 bis 4 Personen, Kosmos 2009
Thema
Keltisch halt … und doch ganz abstrakt ...
Optik
„Kleines“ Grün: Minischachtel statt Kosmos-Quadrat.
Mechanik
Das ist KELTIS nur mit ohne Brett. Und Glückssteine muss man auch sammeln, dafür muss man zwei Karten mit derselben Zahl (Farbe egal) ablegen. Diese Karten fehlen einem dann möglicherweise für die Auslage. Die sollte pro Farbe möglichst lang werden. Statt wie beim Brettspiel auf dem Parcours möglichst weit nach vorne zu kommen, entscheidet die Anzahl der Karten über die Siegpunkte. Graue Karten sind neutral und können ebenfalls in Farbreihen gelegt werden, aber nur Ziffer auf Ziffer. Das muss passen … Ansonsten können sie auch als ein Siegpunkt auf die Seite gelegt werden. Liegen fünf Abschlusskarten oben auf beliebigen Reihen, endet das Kartenspiel. Jeder darf noch zwei Handkarten ausspielen.
Fazit
DAS KARTENSPIEL spielt sich flott, aber nur wenn alle mitziehen und nicht so viel grübeln. Und natürlich ist es besser, wenn man nicht nur halbhohe Köter aus jedem Dorf hat. Das KELTIS-Fieber kommt voll rüber, obwohl es eigentlich noch weniger zu denken geben sollte.
Ranking
DAS KARTENSPIEL ersetzt ab sofort KELTIS. Was soll ich jetzt noch mit der dicken Schachtel? Und wer das Spiel des Jahres noch nicht besitzen sollte, kann getrost zum kleineren und preiswerteren KARTENSPIEL greifen. KELTIS-Faktor: 98 %, denn Kleeblätter gibt’s nicht.
Keltisch halt … und doch ganz abstrakt ...
Optik
„Kleines“ Grün: Minischachtel statt Kosmos-Quadrat.
Mechanik
Das ist KELTIS nur mit ohne Brett. Und Glückssteine muss man auch sammeln, dafür muss man zwei Karten mit derselben Zahl (Farbe egal) ablegen. Diese Karten fehlen einem dann möglicherweise für die Auslage. Die sollte pro Farbe möglichst lang werden. Statt wie beim Brettspiel auf dem Parcours möglichst weit nach vorne zu kommen, entscheidet die Anzahl der Karten über die Siegpunkte. Graue Karten sind neutral und können ebenfalls in Farbreihen gelegt werden, aber nur Ziffer auf Ziffer. Das muss passen … Ansonsten können sie auch als ein Siegpunkt auf die Seite gelegt werden. Liegen fünf Abschlusskarten oben auf beliebigen Reihen, endet das Kartenspiel. Jeder darf noch zwei Handkarten ausspielen.
Fazit
DAS KARTENSPIEL spielt sich flott, aber nur wenn alle mitziehen und nicht so viel grübeln. Und natürlich ist es besser, wenn man nicht nur halbhohe Köter aus jedem Dorf hat. Das KELTIS-Fieber kommt voll rüber, obwohl es eigentlich noch weniger zu denken geben sollte.
Ranking
DAS KARTENSPIEL ersetzt ab sofort KELTIS. Was soll ich jetzt noch mit der dicken Schachtel? Und wer das Spiel des Jahres noch nicht besitzen sollte, kann getrost zum kleineren und preiswerteren KARTENSPIEL greifen. KELTIS-Faktor: 98 %, denn Kleeblätter gibt’s nicht.
Dienstag, 17. November 2009
+ Keltis: Neue Wege - Neue Ziele
Das bessere Spiel des Jahres 2008
Der Doktor hat's einfach raus. Mit KELTIS erreicht er nicht nur das Spiel des Jahres, er reicht gleich ein ganzes Konzept an uns Spieler durch. KELTIS Steine, KELTIS Karten, KELTIS mit neuen Wegen – alles immer grün. Da fühlt sich nicht nur der Verlag, da fühlt sich auch jeder Spieler ganz schön bedient. Und trotzdem hab ich die neuen Wege beschritten, schließlich habe ich KELTIS viel häufiger als die anderen Spiele des Jahres gespielt, die SIEDLER ausgenommen. Muss wohl doch seinen Reiz haben, ein so einfaches Kartenlegespiel für wirklich alle Altersstufen. Der Vorgänger LOST CITIES war ja auch schon für viele echte Spieler eine starke Versuchung.
Ach ja, wir sind ja eigentlich bei den neuen Wegen. Was ist anders? Nicht viel und doch irgendwie alles. Erstmal ist die Schachtel kleiner, sind ja auch nur ein Brett und neue Bonusplättchen drin. Statt fünf gerader Wege führen jetzt zwar auch fünf, aber sich kreuzende Wege ins Ziel. Und nicht immer ist der Weg farblich vorgegeben. Da gibt es jetzt graue Felder, für die man – um sie zu betreten - eine beliebige Farbe ausspielen darf. Unterwegs liegen es wie üblich die Plättchen, die eingesammelt werden können und im Falle der Steine auch sollten. Ein neue Art Plättchen liegt auch aus: Entferne die oberste Karte einer Reihe. Das eröffnet durchaus gute Möglichkeiten, sich über gerade unpässliche Karten zu retten: Eine Zehn auf eine Fünf spielen und später wieder entsorgen, das geht nur auf neuen Wegen.
Wie sonst auch wird man wohl kaum alle Figuren ins Rennen schicken, wohl aber alle fünf Kartenfarben auslegen. Man muss sich nur überlegen, wann man auf welche Farbe umschwengt, wenn man einen Stein nach ganz oben puschen will. Die Farben in den Reihen wechseln nämlich. Noch etwas ist wichtig. Wer in den Zielbereich hineinzieht, um das Spiel zu beenden, kann Punkte verlieren. Kurz vorm Zielbereich erhält man schöne acht Punkte, im Zielbereich verliert man erst einen, dann sogar zwei Punkte. Erst das Endfeld verspricht die erwünschten 10 Punkte. Na, geht’s jetzt in den Zielbereich? Reinziehen oder abwarten? Wer wagt den Sprung? Wohl nur der, der im unteren Bereich der Laufstrecke keine Figuren mehr hat, wird aufs Tempo drücken und hinein ziehen. Aber passen auch die Karten? Nur wenn man voraus geplant hat ...
KELTIS: NEUE WEGE • NEUE ZIELE ist deutlich anspruchsvoller und tatsächlich auch besser geworden. Das wird wohl niemanden grämen. Wirklich niemanden? Hätte KELTIS nicht sofort so sein können? Wäre es dann Spiel des Jahres geworden? Der Jury ist mit dieser Erweiterung erneut bewiesen worden, dass es besser geht. Nach ZUG UM ZUG kam EUROPA, nach ZOOLORETTO AQUARETTO und nach KELTIS kommt KELTIS: NEUE WEGE • NEUE ZIELE. Wer wirklich gut spielen will, wartet einfach ein Jahr auf das bessere Spiel des Jahres. Ich überlege, ob ich nicht ab sofort diesen neuen Weg nehme, auch wenn ich dann das Spiel des Jahres später trotzdem kaufen muss. Aber kann ich mich solange zurück halten. Immerhin hat mir KELTIS ja auch schon gut gefallen. (wf)
KELTIS: NEUE WEGE • NEUE ZIELE von Reiner Knizia für 2 bis 4 Personen, nur mit KELTIS spielbar
Ach ja, wir sind ja eigentlich bei den neuen Wegen. Was ist anders? Nicht viel und doch irgendwie alles. Erstmal ist die Schachtel kleiner, sind ja auch nur ein Brett und neue Bonusplättchen drin. Statt fünf gerader Wege führen jetzt zwar auch fünf, aber sich kreuzende Wege ins Ziel. Und nicht immer ist der Weg farblich vorgegeben. Da gibt es jetzt graue Felder, für die man – um sie zu betreten - eine beliebige Farbe ausspielen darf. Unterwegs liegen es wie üblich die Plättchen, die eingesammelt werden können und im Falle der Steine auch sollten. Ein neue Art Plättchen liegt auch aus: Entferne die oberste Karte einer Reihe. Das eröffnet durchaus gute Möglichkeiten, sich über gerade unpässliche Karten zu retten: Eine Zehn auf eine Fünf spielen und später wieder entsorgen, das geht nur auf neuen Wegen.
KELTIS: NEUE WEGE • NEUE ZIELE ist deutlich anspruchsvoller und tatsächlich auch besser geworden. Das wird wohl niemanden grämen. Wirklich niemanden? Hätte KELTIS nicht sofort so sein können? Wäre es dann Spiel des Jahres geworden? Der Jury ist mit dieser Erweiterung erneut bewiesen worden, dass es besser geht. Nach ZUG UM ZUG kam EUROPA, nach ZOOLORETTO AQUARETTO und nach KELTIS kommt KELTIS: NEUE WEGE • NEUE ZIELE. Wer wirklich gut spielen will, wartet einfach ein Jahr auf das bessere Spiel des Jahres. Ich überlege, ob ich nicht ab sofort diesen neuen Weg nehme, auch wenn ich dann das Spiel des Jahres später trotzdem kaufen muss. Aber kann ich mich solange zurück halten. Immerhin hat mir KELTIS ja auch schon gut gefallen. (wf)
KELTIS: NEUE WEGE • NEUE ZIELE von Reiner Knizia für 2 bis 4 Personen, nur mit KELTIS spielbar
.:Rubrik:.
4 geht gut,
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Kosmos,
Rezension
Mittwoch, 23. Juli 2008
+ Keltis
So grün, so schnell

Klar, es ist grün, so grün wie Irland. Sind ja auch keltische Motive auf Karten und Brett. Das macht das Spiel hübsch international. Unter KELTIS kann sich fast jeder etwas Passendes vorstellen. Aber warum geht das Spiel so schnell? Was gibt es schon zu überlegen? Nicht viel. Eine Karte auslegen und eine nachziehen. Sie muss nur immer in eine Reihe passen. Fünf Reihen aus fünf Farben kann man maximal auslegen, für jede gespielte Karte einer Farbe geht ein eigener Stein auf dem Brett vorwärts. Auf allen fünf Reihen die Steine voran zu treiben macht allerdings nicht soviel Sinn. Das könnte arg in die Hose gehen.
Man kann gut voraus planen. Während die anderen spielen, sucht man sich unter seinen acht Karten die passende aus. Passt eine in eine Reihe? Entweder spielt man von der 10 zur Null oder umgekehrt. Jede Zahl einer Farbe ist aber nur zweimal vorhanden, dann kann man schon mal kurz ins Grübeln kommen, was noch geht und was nicht. Und was ist, wenn man unter den acht Karten keine passende hat? Ja, dann hat man Pech – vielleicht tauscht man einfach, aber dann verliert man einen kostbaren Zug, oder eröffnet doch eine neue Reihe. Ob das noch lukrativ ist? Und was, wenn die anderen viel, viel bessere Karten haben und ruckzuck fünf Figuren in die Zielzone ziehen und Schluss machen? Dann bleibt einem nur die Revanche, ein schnelles zweites Spiel.
Vielleicht passen dann die unterwegs ausliegenden Plättchen besser? In jeder Reihe liegen fünf aus - zufällig platziert. Erreicht eine Figur ein Kleeblatt, geht eine eigene Figur ein zusätzliches Feld voran. Oder man bekommt Extra-Siegpunkte. Diese Plättchen bleiben auf dem Weg liegen, wer immer sie betritt, erhält den Bonus. Steine werden allerdings abgeräumt. Steine den anderen wegzuschnappen ist Pflicht, denn wer am Ende ohne Steine da steht, bekommt Minuspunkte. Noch etwas, das das Spiel forciert: Jeder hat einen dicken, größeren Stein. Den ganz nach vorne auf die 10 zu bringen, ist ein unbedingtes Muss. Dafür heimst man dann am Ende 20 Punkte ein, denn der fette Stein zählt doppelt, positiv wie negativ.
Es sind die Zutaten, die aus KELTIS mehr als ein banales Spiel machen. Ohne die zufällige Auslage der Plättchen, ohne den Zwang Steine einzusammeln, ohne die Minuspunkte für die ersten drei Felder jeder Reihe, ohne das von den Spielern forcierbare Spielende, ohne den Doppler-Stein - KELTIS wäre nix. Dass es bei KELTIS so gut wie keine Interaktion gibt, stört bei der kurzen Spieldauer nicht. Dem einen oder anderen wird es aber trotz aller Kürze zu frustig sein. Wenn man so gar keine aufeinander passende Karten zieht, schaut man schnell ganz tief in die Röhre. Ob man dann noch Lust auf eine Revanche hat? Nachdem ich mit nur 8 Punkten abgeschlagen Letzter wurde und die Siegerin auf satte 45 Punkte gekommen ist, hatte ich zunächst auch keine Lust mehr auf das grüne KELTIS. Zum Glück hat diese intergalaktisch vielen Punkte nie wieder jemand erreicht, jedenfalls nicht zu viert. Im Kartenglück liegt doch noch eine ausgleichende Gerechtigkeit, so oder so ...
Wolfgang Friebe
KELTIS von Reiner Knizia für 2 bis 4 Personen ab 10 Jahren, Kosmos 2008

Klar, es ist grün, so grün wie Irland. Sind ja auch keltische Motive auf Karten und Brett. Das macht das Spiel hübsch international. Unter KELTIS kann sich fast jeder etwas Passendes vorstellen. Aber warum geht das Spiel so schnell? Was gibt es schon zu überlegen? Nicht viel. Eine Karte auslegen und eine nachziehen. Sie muss nur immer in eine Reihe passen. Fünf Reihen aus fünf Farben kann man maximal auslegen, für jede gespielte Karte einer Farbe geht ein eigener Stein auf dem Brett vorwärts. Auf allen fünf Reihen die Steine voran zu treiben macht allerdings nicht soviel Sinn. Das könnte arg in die Hose gehen.Man kann gut voraus planen. Während die anderen spielen, sucht man sich unter seinen acht Karten die passende aus. Passt eine in eine Reihe? Entweder spielt man von der 10 zur Null oder umgekehrt. Jede Zahl einer Farbe ist aber nur zweimal vorhanden, dann kann man schon mal kurz ins Grübeln kommen, was noch geht und was nicht. Und was ist, wenn man unter den acht Karten keine passende hat? Ja, dann hat man Pech – vielleicht tauscht man einfach, aber dann verliert man einen kostbaren Zug, oder eröffnet doch eine neue Reihe. Ob das noch lukrativ ist? Und was, wenn die anderen viel, viel bessere Karten haben und ruckzuck fünf Figuren in die Zielzone ziehen und Schluss machen? Dann bleibt einem nur die Revanche, ein schnelles zweites Spiel.
Vielleicht passen dann die unterwegs ausliegenden Plättchen besser? In jeder Reihe liegen fünf aus - zufällig platziert. Erreicht eine Figur ein Kleeblatt, geht eine eigene Figur ein zusätzliches Feld voran. Oder man bekommt Extra-Siegpunkte. Diese Plättchen bleiben auf dem Weg liegen, wer immer sie betritt, erhält den Bonus. Steine werden allerdings abgeräumt. Steine den anderen wegzuschnappen ist Pflicht, denn wer am Ende ohne Steine da steht, bekommt Minuspunkte. Noch etwas, das das Spiel forciert: Jeder hat einen dicken, größeren Stein. Den ganz nach vorne auf die 10 zu bringen, ist ein unbedingtes Muss. Dafür heimst man dann am Ende 20 Punkte ein, denn der fette Stein zählt doppelt, positiv wie negativ.Es sind die Zutaten, die aus KELTIS mehr als ein banales Spiel machen. Ohne die zufällige Auslage der Plättchen, ohne den Zwang Steine einzusammeln, ohne die Minuspunkte für die ersten drei Felder jeder Reihe, ohne das von den Spielern forcierbare Spielende, ohne den Doppler-Stein - KELTIS wäre nix. Dass es bei KELTIS so gut wie keine Interaktion gibt, stört bei der kurzen Spieldauer nicht. Dem einen oder anderen wird es aber trotz aller Kürze zu frustig sein. Wenn man so gar keine aufeinander passende Karten zieht, schaut man schnell ganz tief in die Röhre. Ob man dann noch Lust auf eine Revanche hat? Nachdem ich mit nur 8 Punkten abgeschlagen Letzter wurde und die Siegerin auf satte 45 Punkte gekommen ist, hatte ich zunächst auch keine Lust mehr auf das grüne KELTIS. Zum Glück hat diese intergalaktisch vielen Punkte nie wieder jemand erreicht, jedenfalls nicht zu viert. Im Kartenglück liegt doch noch eine ausgleichende Gerechtigkeit, so oder so ...
Wolfgang Friebe
KELTIS von Reiner Knizia für 2 bis 4 Personen ab 10 Jahren, Kosmos 2008
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