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Dienstag, 20. August 2013

Rezension: Snowdonia von Lookout und Interview mit Tony Boydell

Nur rauf!

Was habe ich nicht schon alles vergessen ... Die ganz alten Geschichten allerdings nicht, die bleiben, weil ich sie immer wieder erzähle. Nur vergesse ich schnell wieder, wem ich was schon erzählt habe. Ihnen noch nichts, oder?! … Wissen Sie eigentlich, wo es den besten Kaffee gibt? Und wie viele Buchstaben der längste Ortsname der Welt hat? Ich weiß es, sogar von einem, der Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch ohne zu stocken aussprechen kann. Der pensionierte Kanadier aus Wales hat mir in der Zahnradbahn gegenüber gesessen. Er auf der besseren Seite, hatte den Gipfel des Snowdon im Blick, ich blickte talwärts und musste mich an jeder größeren Steigung in den Sitz stemmen. Wäre ihm sonst womöglich noch entgegen gefallen. Wie im Spiel ging's für mich und meine Familie nur rauf. Bis zur Gipfelstation. Und oben war sogar klare Sicht.

Donnerstag, 8. November 2012

Das 209. Montagsspielen (22/2012) am 22.10.2012 nur mit Snowdonia


Die Lok gehört nicht dazu

Das erste Spielen nach Essen … und Herbert kneift. Braucht der Mann nach all dem Messetrubel Abstand? Bestimmt, aber es gibt so viele Spiele zu entdecken … Genau deshalb müssen wir heute Schienen den Snowdon hinauf verlegen. Das wäre an und für sich auch was für unseren Senior gewesen, Eisenbahn, zumal schmucke Schmalspurbahn, ist doch eigentlich sein Ding.
SNOWDONIA ist von Tony Boydell, sonst für mich nach Alan Paull der zweite Mann bei Surprised Stare. Und die sind ja immer für etwas absonderliche Spiele gut. Aber absonderliche Spiele werden wohl nie in Kooperation mit Lookout heraus kommen, was auf ein eher gutes als schräges Spiel schließen lässt.
Leider haben wir nur die englische Regel in der Schachtel, weshalb es gut und gerne eine Stunde dauert, bis wir ins Spiel finden. Einige Details machen uns Kopfzerbrechen: Wie kann man die Sonderfunktionen der „Contract cards“ nutzen? Wir entscheiden uns für jedes Mal, wenn man an die Reihe kommt, sofern mindestens ein beliebiger Arbeiter die entsprechende „Action space card“ besetzt. Beide Regelinterpretationen sind gänzlich falsch: Jede „Contract card“ kann genau einmal eingesetzt werden, wobei es völlig egal ist, ob ein Arbeiter auf die entsprechende „Action space card“ gesetzt wird oder nicht. Tja, hatten wir das nicht schon öfter bei Spielen von Lookout, dass die Regeln schwach und unpräzise sind? Hat hier jemand die Regel vom Deutschen ins Englische übersetzt? So wachsweiche Regeln, offen für diverse Interpretationen, liebe ich heiß und innig.
Und oh Wunder: Es hat den Spielfluss nicht besonders tangiert, außer dass Astrid recht deutlich gewonnen hat. Ihr Sieg gilt leider nichts, weil wir ganz und gar nicht regelkonform gespielt haben. Weitere Details erspare ich Ihnen hier, außer, dass man SNOWDONIA tatsächlich in 10 Minuten erklären kann, wenn man es erst einmal gespielt hat. Spricht das für oder gegen die Regel? Wer mehr über das Spiel lesen will, muss in der nächsten Fairplay nachschlagen. Unsere 102. Ausgabe erscheint noch vor Weihnachten.

Zuerst veröffentlicht in der Fairplay

Heute spielen:

Mittwoch, 17. Februar 2010

+ FZZZT!

FZZZT von Tony Boydell für 2 bis 4 Personen, Surprised Stare Games Ltd 2009
Wir bauen Roboter … aber erst, wenn wir die kleingeschriebene und zunächst unverständliche Regel verstehen. In eine Kartenspielschachtel passt halt nur eine winzig kleine Regel. Gut, dass man die Regelübersetzung größer ausdrucken kann. Das erleichtert das Verstehen, aber erst, wenn man die erste Partie gespielt hat. Dann hört man den Groschen so richtig fallen …
Als Mechaniker steigert man um Roboterteile oder Produktionseinheiten. Die Karten liegen im Fließband, einige liegen offen. Man bietet mit den Karten, auch mit denen, die man in den vorigen Runden ersteigert hat. Oder man ordnet sie den Produktionseinheiten zu, was für nicht so gute Karten die erste Wahl ist. Denn hier kommt es auch auf ein schlankes Deck an. Wenige gute, d.h. mit hohem Zap!-Werten, bringen bei jeder Versteigerung neue Karten ein. Und viele Karten bringen den Sieg, besonders wenn man noch dazu passende Produktionseinheiten ersteigert hat.
Ersteinschätzung: In der ersten Runde waren wir total betriebsblind. Wo hängt der Hammer? Keine Ahnung, was und wie man FZZZT! spielen muss. Aber die Erkenntnis kommt dann doch, das Spiel ist richtig tricky. Durchs Knie ins Hirn ist hier keine Abwertung, sondern eher eine Herausforderung. FZZZT! ist ein Auktionsspiel, was sicher nicht jedermanns Sache ist. Uns hat es jedenfalls gefallen, als sich alle Fragezeichen in Luft aufgelöst hatten. Wenn es endlich fzzzt macht, geht es richtig rund.
Aber der Titel: erklären Sie mal jemandem am Telefon, dass Sie gestern FZZZT! gespielt haben. Fzzzt!? Wie bitte? Fzzzt! Hä … Was … Wie heißt das Ding?
Gewinner: Ich bin der Durchblicker, gewinne FZZZT! mit 39 Punkten vor Rainer mit 36, Gregor mit 30 und Tom mit 28 Punkten. Und wenn es ein nächstes Mal gäbe, dann könnte jeder gewinnen. Denn dann wissen wir, wo der Roboter im Öl liegt.