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Donnerstag, 13. August 2015

Das 276. Montagsspielen (18/2015) mit zwei Japanern, Simsala … Bumm und Danziger Goldwasser


So, wir sind im neuen Jahrgang angekommen. Die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass wir noch alte Spiele auf den Tisch bekommen. Adieu LA GRANJA ...

Bis Oktober, bis zur Messe in Essen braucht niemand mehr zu warten, um mit dem neuen Jahrgang zu starten. Gibt schon viele Neuheiten …

Und die Japaner sind natürlich ganz besonders interessant. Was ganz früher die Edition-Perlhuhn-Spiele, später die Spiele von Martin Wallace waren, sind heutzutage japanische Spiele. Haben ja auch einen gewissen Charme, sind selten und limitiert und damit die neuen Statussymbole, die Musthaves …

Vorsicht aber, denn ohne Küchenpsychologie geht es nicht, um die Güte der Spiele nur anhand von Rezensionen, Ersteindrücken oder Videovorstellungen zu beurteilen.

Nehmen wir mal an, ich hätte keine Kosten und Mühen gescheut, um an die durchaus sehr teuren japanischen Spiele zu kommen. Dann finde ich die Spiele per se super, bin total begeistert! Meine Investition muss ich moralisch und finanziell rechtfertigen, deshalb müssen die Spiele einfach toll sein.

Nehmen wir mal an, ich wäre noch nicht allzu lange als (Video-)Blogger im Geschäft. Dann schmälert überbordende Leidenschaft meine Kritikfähigkeit.

Nehmen wir mal an, ich hätte als einer der wenigen Ausgewählten japanische Spiele zugesandt bekommen. Dann will ich vom Verlag auch nächstes Jahr deren Spiele.

Mittwoch, 27. März 2013

Rezension: String Railway Transport von OKAZU brand

Hisashi Hayashi: STRING RAILWAY TRANSPORT für 2 bis 5 Personen bei OKAZU brand 2011

Fäden ziehen

Die Schachtel ist dafür wirklich zu klein: Seile, Taue und erst recht Trossen würden nicht hinein passen. Mit Seilen ließe sich STRING RAILWAY TRANSPORT allerdings prima draußen spielen, in echtem Gelände, mit echten Bergen … wenigstens aber mit Sandhügeln am Strand. Und für die Bahnhöfe wären Bodenfliesen ideal, die verrutschen nicht so schnell. Und die Waren? Mmh, in jeden Urlaub nehme ich KUBB mit. Wenn ich die KUBBs in passenden Farben bemalte, hätte ich damit das perfekte Outdoor-Eisenbahn-Spiel. Und falls noch was fehlt? Am Strand finden sich immer Kanister und Flaschen. Nur diese grünen Seile aus Kunstfasern taugen gar nichts. Die sind regelrecht widerspenstig, sind kaum biegsam. Und ohne die Taue zu schlängeln geht es gar nicht. Also muss ich doch alles von zu Hause mitbringen und einen Handkarren für das umfangreiche Material obendrein.

Montag, 7. November 2011

+ String Railway Transport

Hisashi Hayashi: STRING RAILWAY TRANSPORT für 2 bis 5 Personen bei OKAZU brand 2011

Woraus sind Eisenbahnstrecken? Natürlich aus Bindfäden. Das ist originell und funktional zugleich. Wenn ich nicht wüsste, dass dieses Spiel bereits einen Vorgänger hatte, würde ich diese Idee hier und jetzt tüchtig abfeiern. Dass niemand vorher an Schnüre gedacht hat? Es wäre doch so naheliegend gewesen.
Wir verbinden damit Städte und Vororte, transportieren Klötzchen zu Bahnhöfen gleicher Farbe und versuchen, möglichst viele unterschiedliche Sets an Klötzchen zu bekommen. Dazu muss man wissen, dass es nur einen grünen Bahnhof gibt. Der liegt auch noch ausgerechnet in den Bergen, was den Streckenbau dorthin ebenso verteuert wie Kreuzungen. Aber es gibt auch noch eine andere Möglichkeit, an ein grünes Klötzchen zu kommen. Man verschafft sich einfach ein weißes Joker-Klötzchen, das man für einen erfüllten Langstreckenauftrag bekommt. Und natürlich muss man die Reichweite seiner Loks im Auge behalten, die fahren erst drei und später – wenn man dafür Aktionspunkte opfert – bis zu sechs Bahnhöfe weit.
Ersteinschätzung: Wenn da nicht die Schnüre wären, könnte man denken, man spielt ein gängiges Eisenbahnspiel. Allerdings ein besseres Eisenbahnspiel, eines von Martin Wallace. Bei STRING RAILWAY TRANSPORT ist der Streckenbau viel realistischer weil flexibler. Da wird der Faden gedehnt, um auch ja noch den anvisierten Bahnhof zu erreichen. Oder wie dolle geschlängelt, damit er ja noch zwischen anderen Gleisen und Städten hindurchpasst, um weitere Baukosten oder unerwünschte zusätzliche Stationen zu vermeiden.
Außerdem hat man noch eine lange zu den vier kurzen Schnüren. Legt man dieses Gleis früh, um so an seinem Fernauftrag zu arbeiten? Legt man dieses Gleis spät, um letzte Lücken ganz sicher zu schließen? Auf jeden Fall wird gemessen und abgeschätzt, wo und wie das Gleis am besten verlegt wird. Und man muss viel „sehen,“ denn man kann auch viele gute Optionen übersehen.


Gewinner: Wenn Tom mitspielt kann es nur einen Gewinner geben. Mit nicht nachlassender Konzentration baut er an seinem Schienennetz, schlängelt sich durch, dehnt seine Strecken aus. Er sieht einfach jede Verbindung zwischen lukrativen Bahnhöfen. Das bringt ihm am Ende 38 Punkte. Wir anderen werden locker abgehängt.
Mein Fazit: Die Reichweite der Loks von Beginn an stetig vergrößern, denn mit der Vierer-Lok kommen weder Gregor noch ich recht voran. Und beim nächsten Mal wird sowieso alles besser, denn STRING RAILWAY TRANSPORT gefällt auch uns Losern richtig gut. Und weil das so ist, erteilen wir Rainer, der ja schon am Mittwoch in Essen ist, den Auftrag, uns ein Exemplar zu besorgen. Donnerstag morgen kauft er tatsächlich die letzten Exemplare. Vergriffen ist hier aber bestimmt nicht ganz vergriffen. Gute Spiele finden sicherlich wieder ihren Weg zu uns und auch zu Ihnen.