Dienstag, 12. Januar 2021

Kinder, wie die Zeit vergeht - 2015 bis 2017

Der letzte Rückblick datiert von 2014. Damals sorgte ein Jahrhundertniederschlag in Münster dafür, dass sich meine Sammlung zwangsweise verkleinerte. Ich musste den Keller entrümpeln. Nie hatte ich einen aufgeräumteren Keller. Nach mehr als sechs Jahren ist in meinem Keller längst wieder alles beim Alten. Nicht, dass wieder Stapel von Spielen wie Stalagmiten in die Höhe wachsen. Die Zeiten sind zum Glück vorbei. Ich habe trotz Optimierung der Regale und Aufbau neuer Regale einfach keinen Platz mehr. Das liegt nicht nur an Spielen, sondern auch an meiner weiteren Leidenschaft. Es gibt allerdings Hoffnung. Das letzte Kind im Haushalt wird bald flügge. Es besteht Aussicht auf ein eigenes Spielezimmer … oder auf eine eigene Bar … oder beides.

Was passierte nach 2014? In Corona-Zeiten kann ich mir mal wieder einen Rückblick leisten.

30.01. bis zum 01.02.2015 - 7. Greets(p)ielen

Was wir gespielt haben, steht tatsächlich schon in einem separaten Blogbeitrag. Und wer außerhalb der Saison im tiefsten, toten Winter dorthin fährt, muss mit einem ganz schmalen gastronomischen Angebot leben. Und dieses Mal mit Regen und Sonne, statt Eis und Schnee. Unser alljährliches Dickschiff ist FUNKENSCHLAG in der deluxe-Version.

 
10.05.2015 sind wir zum ersten Mal beim KUBB-Turnier in der Havixbecker Bauernschaft Poppenbeck dabei. Großspieler Jürgen ist da schon angetreten und sorgt für unsere Teilnahme bei Poppy's Open. Jürgen spielt in seiner Havixbecker Stamm-Mannschaft. Moni, Diane, Steve und ich treten als „Großspieler“ an und kämpfen uns ins Halbfinale. Gegen die örtlichen KUBB-Größen sind wir am Ende aber doch chanchenlos. Trotzdem: Ein glorreicher 3. Platz! Alles gut in Havixbeck, es passt einfach alles. Wetter, Organisation, Catering und viele nette Menschen. Wir kommen wieder.

 
2015 gibt’s auch wieder die obligatorische Feuerzangenbowle zum Jahresende. Bei diesem inoffiziellen Großspielen spielen wir nix. Ich habe jedenfalls gar nix in meinen Kalender eingetragen.

29. - 31.01.2016 - 8. Greets(p)ielen
Natürlich stehen wir wieder vor demselben jahreszeitlichen Problem. Das gastronomische Angebot beschränkt sich für uns auf das Hohe Haus. Wir essen dort gut. Bei T.I.M.E STORIES sind wir uns nicht ganz so sicher, ob das gut ist. Irgendwie fixt es uns aber doch an. So steht es jedenfalls in meiner Rezension.

08.05.2016 Poppy's Open
Bei blendendem Wetter treten wir dieses Mal sogar mit zwei Mannschaften an. Als Groß- und als Kleinspieler. Und die Großspieler mit Moni, Diane, Johannes und Jürgen – der ausnahmsweise für uns antritt – gewinnen sogar wieder einen Pokal ... für den dritten Platz. Jetzt gelten wir schon fast als Favorit.

21.10.2016 verstirbt vier Tage nach seinem 61. Geburtstag und längerer Krankheit mein guter Kumpel und Montagsspieler Herbert. Das war ein Schlag ins Kontor. Fast 25 Jahre habe ich mit ihm diskutiert und gespielt, Niederlagen und Siege erlebt. Herbert ist einer der Gründer unserer Fairplay, die erstmals 1987 zur Spielemesse Essen erscheint. Mein Nachruf auf den alten Kämpen steht auf Seiten der Fairplay.

06. - 08.01.2017 treffen sich die Redakteure der Fairplay. Das ist überhaupt erst das zweite Redaktionstreffen seit meinem Einstieg bei Fairplay. Vor ewigen Zeiten waren wir mal im Lippischen. Wir treffen uns für ein Wochenende in einer Gartenlaube bei Fröndenberg. Es schneit, es ist kühl in der ausgebauten Laube. Überhaupt ist die Unterkunft schon sehr speziell. Da hat sich wer ausgetobt und die Laube sehr organisch ausgebaut. Sprich: Immer mal wieder was drangebaut oder umgebaut, angepasst, vergrößert … Sagen wir mal so: Alles ist anders. Macht nix, ist ein gutes Treffen in der „Berghütte mit Almblick“. Nach Herberts Tod müssen wir uns neu sortieren.

17. - 19.02.2017 9. Greets(p)ielen

Super, wenn auch ruppiges Wetter in Greetsiel. Wir laufen eine größere Runde, spielen zwei dicke Dinger. Samstags FIRST CLASS und sonntags solange TERRAFORMING MARS, bis der Hauswart kommt und uns rausschmeißt. Eigentlich war mit der Vermieterin abgemacht, dass wir am Sonntag so lange bleiben dürfen, wie wir wollen. Wir sind gerade so fertig mit der Partie, als wir schnell packen müssen.

24. - 27.02.2017 1. Texelspielen

Es ist Karneval und die Montagsspieler flüchten auf meine Lieblingsinsel. Alle Montagsspieler? Nein, Jürgen feiert Karneval, Astrid bleibt auch zu Hause. Dafür kommt unser Nur-noch-selten-Montagsspieler Rainer mit. Wir spielen und wandern. Also Michael und ich gehen spazieren, Rainer liest derweil die Regeln. KEY TO THE CITY – LONDON von Richard Breese ist richtige Arbeit, verbunden mit der Durchquerung der Bleiwüste.

Ansonsten ist unser TexelCon – von dem wir noch gar nicht wissen, dass wir es mal so nennen werden - ein voller Erfolg. Wirklich?! Einem Mitspieler ist es nachts im Ferienhaus zu kalt, woraufhin er so lange an der Heizung herumfummelt, bis sie gar nicht mehr funktioniert. Brrr...

 

07.05.2017 Poppy's Open
Natürlich sind wir wieder mit zwei Mannschaften dabei. Dieses Mal gesellen sich zu den Großspielern auch zwei Montagsspieler. Das Turnier ist wieder eine wunderbare Veranstaltung, nur das Wetter spielt nicht so ganz mit. Es bleibt bewölkt, aber es regnet dann doch nicht.
Nicht bei mir … Die „Kleinspieler“ kommen bis ins Halbfinale, spielen um Platz drei. Reicht aber dann doch nicht für einen Pokal.

28.05.2017

Unser Sohn zieht aus, also Chance auf ein eigenes Spielzimmer im Dachgeschoss. Pustekuchen, unsere Tochter besetzt das Zimmer und macht es über kurz oder lang zu ihrem „Atelier“ und Spielzimmer.

2017 mache ich eine weite Reise, nur um einen Spielwarenladen zu besuchen. Eigentlich hatte ich mit dem Pilgern zu Spieleläden bereits 2010 abgeschlossen, aber für „The Complete Strategist“ mache ich eine Ausnahme. Aber das Spiel, was ich hätte kaufen wollen, haben sie nicht vorrätig, würden es aber für mich besorgen. Sorry, solange kann ich da aber nicht drauf warten. Der Besuch in dem völlig zugestellten Laden hat sich aber dennoch gelohnt, denn das war der Grund, überhaupt in die Neue Welt zu reisen. Bevor Trump es wirklich schlimm oder gar unmöglich machen wird...


Von Frühsommer bis Herbst 2017 finden bei uns in Münster die Skulptur Projekte statt. Alle 10 Jahre ein Top-Ereignis. Natürlich besuchen wir mit Verwandten und Freunden per Rad fast alle Skulpturen. 2007 und 1997 haben wir das auch schon so gemacht. An 1987 und davor habe ich keine Erinnerungen. Kunst, was ist das?! Als junger Mensch spiele ich doch lieber als irgendwelche Kunst aufzusuchen. 


 

 


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