Dienstag, 10. Juni 2014

Rezension: Gregs Tagebuch - 10 Sekunden Balla Balla

Carterbench Product Development Ltd: GREGS TAGEBUCH – 10 SEKUNDEN BALLA BALLA für 2 – 6 Spieler ab 8 Jahren mit Illustration von Jeff Kinney bei Kosmos 2014, Lizenz von Wimpy Kid, Inc.

Thema: Wo Greg drauf ist, ist natürlich auch Greg drin … und alle seine „Kumpel.“ Braucht ein kommunikatives Spiel überhaupt ein Thema? Dieses ist BALLA BALLA, was ja – zumindest in meiner Gegend – soviel wie verrückt bedeutet. Verrückt ist der mitgelieferte Ball aber ganz und gar nicht. Ein Balla halt … mit acht Jahren könnte man das sicher schon korrekt aussprechen. Was man wissen muss: Es wird sportlich … Bewegung ist fast alles …
Es ginge natürlich auch ohne Greg, nur dann wäre die Zielgruppe nicht so klar, potenzielle Käufer schwerer zu erreichen. So hilft Greg natürlich gerne beim Verkaufen. Und Action!
Optik: Wo Greg drauf steht, ist natürlich auch Greg drin … und alle seine „Kumpel.“ Ansonsten ist die Grafik naturgemäß eher nüchtern und funktional. Was kann man schon von einer Strichzeichnung erwarten? Stimmt nicht, denn die allermeisten Karten sind sogar gregtypisch illustriert. Nicht nur für Greg-Fans ein Bonus.
Mechanik: Was steht da auf der Packung: „90 voll krasse Action-Aufgaben.“ Genau das bietet das Spiel auch. Herausforderungen für die Mitspieler, mal allein, mal im Zweierteam. Und die Aufgaben fordern nicht nur die körperliche Beweglichkeit, manche auch die geistige. Ist gar nicht so einfach, das Alphabet rückwärts aufzusagen, noch dazu in 10 Sekunden. Es geht immer gegen die Zeit, und 10 Sekunden sind da eine echte Herausforderung. Vielleicht sollte man die Sanduhr doch besser zwei Mal, drei Mal durchlaufen lassen. Als Vater ist man schließlich echt gefordert, auf allen Vieren in nur 10 Sekunden um den Tisch zu krabbeln, ohne dass mir der BALLA BALLA vom Rücken fällt. Und machen Sie das mal auf nackten Fliesen. Die Kinder sind da besser im Rennen.
Gut, dass Aufgaben einfach weiter gereicht werden dürfen. Allerdings nicht von jemandem, dessen Figur auf einem Feld steht, das seine Figur zeigt. Die oder der muss dann ran. Könnt' aber auch sein, dass die Aufgabenkarte doch wieder bei einem selbst landet. Ist halt Pech, einer muss es ja machen.
Fazit: Für die richtige Zielgruppe ist das Spiel ideal. Haben Sie Kinder ab 8 oder ein paar mehr Jahren? Die müssen Greg nicht mal kennen, es müssen auch nicht unbedingt nur Jungs sein. GREGS TAGEBUCH funktioniert prima, gerade als Familienspiel, sorgt es doch immer wieder für verschmitzte Gesichter, weil die Aktionen schon oft ganz witzig sind. Reine Wissensabfragen à la „Nenne acht … Popstars, Jungennamen, Mädchennamen ...“ sind nicht ganz so toll, weil man schon verdammt schnell sein muss. 10 Sekunden! Ansonsten ist man BALLA BALLA. Für reine Erwachsenenrunden ist das Spiel allerdings eher banal.
Ranking: Für die Umsetzung eines Buches – oder doch nur eines Comics? - ist das Spiel sehr gelungen, obwohl Jeff Kinney nicht der Spieleautor ist. Ist aber klar, dass noch viele Greg-Spiele zu erwarten sind. Als Familienspiel ist GREGS TAGEBUCH – 10 SEKUNDEN BALLA BALLA echt gut geeignet, es bringt Jung und Alt in Schwung. Wobei nur 90 Karten im Spiel sind, was eigentlich ziemlich wenig ist. Und nun: „Action!“

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