Montag, 31. Oktober 2011

Das Ende … aller alten Spiele

Wann sind Spiele alt? Wenn sie schon Jahre am Markt sind? Wenn sie so weit abgespielt sind, dass es keinen Spaß mehr macht, mit ihnen zu spielen? Alt werden die wenigsten Spiele, sowohl am Markt als auch in Spielerhand. Wer quetscht aus einem Spiel noch den letzten Spielreiz, erkundet alle Feinheiten? Passiert doch nicht mehr, spätestens mit den Essener Spieletagen wandert Neuheit über Neuheit über die Spieltische. Nach Essen werden die Spiele des letzten Jahrgangs sofort und unumkehrbar alt, kriegen einen Bart, werden abgeschrieben. Vielleicht nicht alle, aber doch die meisten. Gibt es noch Interessenten für alte Spiele? Ja klar, die Spiele müssen nur billig genug sein, dann greift noch der Schnappreflex.
Und was alles in Essen supergünstig angeboten wurde! Da wundert sich ein Pärchen vor dem Kaufhof-Stand, wieviel Geld sie bereits in DOMINION investiert hat und wie billig das Grundspiel inklusive der neuesten Erweiterung HINTERLAND ist. Und ärgert sich … vorab so viel Geld auf den Tisch gelegt zu haben. Und dann stehen auch wir Vielspieler vor den Ramschständen und staunen. In den Vorjahren noch teuer, heute für 20, 15, 10, 5 und 2,50 Euro zu haben. Und darunter sind nicht nur die schlechten Spiele. Die Gedanken der Vielspieler waren deutlich hörbar: Was soll ich jetzt noch so gute Neuheiten kaufen, die nächstes Jahr bereits alt und viel billiger sind? Das Ende aller alten Spiele ist gleichzeitig auch das Ende aller Neuheiten.

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