Dienstag, 13. Dezember 2016

Futschikato und Tempel des Schreckens beim 93. Großspielen



Sooo, FUTSCHIKATO hatte ich ja schon beim 321. Montagsspielen auf dem Tisch. Zu viert war das eher mau. Heute besteht die Chance auf sieben Mitspieler. Wir gehen es in Höchstbesetzung an. Ansich ist FUTSCHIKATO eher ein Spielchen. Mit so vielen Mitspielern kommt aber doch sowas wie Spielspaß auf, denn endlich bilden sich Koalitionen, um gegen hohe Kartenwerte anzustinken.

Zu acht haben wir alle zu Beginn fünf Karten auf der Hand. Kleine Werte sind eher doof, hohe Werte sehr hilfreich. Obwohl?! Zu acht geht es mit den kleinen Werten deutlich besser. Wer an der Reihe ist, spielt eine Karte aus. Ist sie höher als irgendeine vorher ausgespielte Karte, sind die alle aus dem Spiel. Wer eine Karte verliert, muss nachziehen. Ist die ausgespielte Karte niedriger, bleibt sie erstmal solange vor einem liegen, bis jemand eine höhere Karte ausspielt.

Und dann sind da ja noch die Koalitionen. Wer immer eine Karte mit demselben Wert wie eine andere bereits ausliegende Karte ausspielt, addiert diese Karten zusammen oder bei vielen bereits ausliegenden Karten gleicher Höhe alle zusammen. Und siehe: Fünf Zweien sind zusammen 10 und schlagen alle niedrigeren Karten. Und wenn dann doch noch einer eine 13 spielt und alle fünf Zweien schlägt? Großes Gejohle … aber viel cleverer ist, sich an die Zweien anzuschließen. Sobald ein Spieler mit einer ausliegenden Zwei an die Reihe kommt, dürfen alle „Zweier“ ihre Karten ablegen und müssen keine neue Karte vom Stapel ziehen.

Endlich fluppt's. Es kommt Stimmung auf, wenn viele kleine Krauter versuchen, eine hohe Karte rauszuboxen. Manchmal ist FUTSCHIKATO aber doch etwas holperig, denn immer wieder gibt es Rückfragen, ob diese Karte jetzt geschlagen ist und wer alles nachziehen muss. Wir schaffen aber auch das mit viel Tohuwabohu zu beantworten. Erstaunlich, dass trotz eingängier Regel FUTSCHIKATO ins Chaos abgleiten kann.

Diane hat FUTSCHIKATO im Griff. Sie gewinnt gleich beide Partien. Sie hat's am besten raus, sich auch bei kleinen Werten einzuzecken, um zwar gemeinsam diese Runde, aber nur sie allein das ganze Spiel zu gewinnen. Da müssen wir noch etwas mehr aufpassen. Wenn wir das nächste Mal wieder zu acht sind...

Mit zwei Nachzüglern geht es zu zehnt noch in den TEMPEL DES SCHRECKENS. Jeder von uns bekommt geheim eine Rolle zugewiesen. In dieser Partie sind vier Tempelwächterinnen und sechs Indianer Jonesens im Spiel. Natürlich weiß keiner, wer wer ist. Genau das macht das Spiel aus. Die Wächterinnen, also meine drei Mitstreiterinnen und ich, müssen entweder a) verhindern, dass die Jonesens alle 10 goldgefüllten unter 50 Schatzkammern finden oder b) die Jonesens nach vier Runden eben nicht alle 10 Schatzkammern finden oder c) erreichen, dass alle drei Feuerfallen aufgedeckt sind.
Ein Jones und eine Wächterin
Und wie gelingt das uns Wächterinnen? Heute jedenfalls nicht. Ich erkenne keine der drei anderen Wächterinnen. Schweigen im Walde! Nur die Jonesens und ich als getarnter Jones palavern munter drauf los, geben Hinweise, was besser zu tun und zu lassen ist. Meine Mitwächterinnen halten mich bestimmt für einen echten Jones, dabei versuche ich sie nur durch Desinformation zu behindern. Ich bleibe aber ohne Unterstützung, weil ich zu offensiv spiele. Nur die Jonesens kooperieren.

Am Ende hab' ich's dann doch noch in der Hand. Wenn ich nur wüsste, wer auf meiner Seite ist, dann könnten wir uns gegenseitig aufrufen und so das Spiel über die vierte Runden verschleppen. Aber – ich – habe – keinen – Schimmer! Wen aufrufen? Wenn ich cleverer gewesen wäre, dann hätte ich die Stillsten unter den Stillen aufrufen müssen. Ist, wer gar nix sagt, eine Wächterin? Möglich, ist aber auch nicht zwingend. Bei aller Liebe zu dieser Art Spiel: TEMPEL DES SCHRECKENS hakt, denn subtiles Spielen liegt nicht jedem, zumal wenn überhaupt und dann noch irgendwie verdeckt kommuniziert werden muss. Nochmal spielen? Ich würde ja, aber ich weiß schon, wie das Spiel angekommen ist … nämlich gar nicht. Watt Jammer! Ich würde es gerne nochmal spielen.

Am 08.11.2016 spielen Ralf, Moni, Jürgen, Susanne, Diane, Elke, Steve und ich zweimal Futschikato und zusammen mit Inga und Martin dann Tempel des Schreckens.

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