Freitag, 6. Dezember 2013

+ Finger weg! von Zoch

Peter Wichmann: FINGER WEG! mit Grafik von Oliver Richtberg für 3 bis 8 Personen bei Zoch 2013

Ein Quizspiel?! Das Genre ist doch sowas von tot … Hab' ich so gedacht, aber immerhin ist FINGER WEG! für bis zu acht Mitspieler. Das ist gut für uns Großspieler, also warum nicht mal wieder ein paar Fragen beantworten. Damit fängt's auch schon an. Sieben Themenbereiche, aber nur schräge Fragen. Sogar noch irgendwie kompliziert gestellt: Finger Weg .. von der Comic-Figur, die nicht von René Goscinny (mit-)erschaffen wurde. Und am Ende nur ein Punkt! Da stehen so viele drauf, von denen hab' ich noch nie gehört. Und der Blitz – also die Antwort – wird auch noch durch die Sicherungskasten verdeckt. Ich darf mich für eine Antwort entscheiden, tunlichst nicht für die mit dem Blitz. Aber weiß ich was? Also nehme ich Umpah-Pah. Von dem hab' ich schon was gehört. Diese Figur ist bestimmt von Goscinny. Und meine Mitspieler dürfen auch tippen, ob ich recht habe oder nicht. Wenn's stimmt, bleiben sie im Spiel, müssen später selbst eine richtige Antwort im Sicherungskasten finden. Hätte jemand sich dafür entschieden, dass Umpah-Pah tatsächlich richtig im Sinne von falsch ist, dann wär er jetzt raus, andernfalls hätte er 10 Punkte kassiert.So geht es weiter, bis die Stunde der Wahrheit schlägt. Wer ist dann noch im Spiel und hat Schweißperlen auf der Stirn?
Ersteinschätzung: Die Fragen sind schon herrlich abseitig, wirken abstrus bis fälschlich selbstverständlich, kann man eigentlich nicht beantworten. Bauch und Hirn müssen bei der Raterei gut zusammen arbeiten. Und manchmal ist die Blitz-Antwort irgendwie nicht glaubhaft. Gut, dass dann ein Heftchen beiliegt, das Aufklärung bietet. Wer dann immer noch nicht glauben will, dass Silvester Stallone vor Rocky nie geboxt hat, kann das ja immer noch googeln. Die anderen sind dann längst schon bei der nächsten Frage.
Anfangs ist der Sicherungskasten, in den die Fragekarte eingesteckt wird, nicht ganz so einfach zu bedienen. Es klemmt, zickt und eine hat sogar den Schieber geöffnet und den Blitz im Loch gar nicht erkannt. Diese Runde endete mit großem Hallo, weil ja am Ende alles richtig war. Wie kann das denn sein!?
Trotz der gewissen Schwäche der Apparatur stellt sich der Spaß gleich ein. Alle plagt dasselbe Fieber: Stimmt's oder stimmt's nicht, kommt der Sicherungskasten noch zu mir oder hoffentlich nicht, muss ich noch eine richtige falsche Antwort finden oder nicht? Bäh, ein Quizspiel wurde bei uns Großspielern ganz schnell zu: „Ein Quizspiel – lasst uns weiter spielen!“ Besser kann's gar nicht laufen.
Gewinner: Hab' ich aufgeschrieben, ist aber nicht wichtig, dass es zwei Gewinner mit je 30 Punkten in sieben Runden gab. Die Dame hat drei Mal 10 Punkte gemacht (sonst immer ins Klo gegriffen), der Herr zwei Mal 10 und in zwei anderen Runden noch ein paar Pünktchen erzielt (sonst auch immer ins Klo gegriffen).
Vielleicht noch eine kleine Kritik: Durch die 10 Punkte für einen richtigen Blitz und fürs Imspielbleiben bis zum Rundenende prescht so mancher uneinholbar voran, dass sich Martins taktische Ausstiege nicht wirklich gerechnet haben. Der Spatz in der Hand für einen frühen Ausstieg ist nix wert, jedenfalls nicht unter uns Großspielern. Bei FINGER WEG! wird’s wohl zukünftig heißen: Alles oder nix, dabei bleiben, Risiko … Wenn's in die Hose geht, hat man wenigstens noch die Lacher auf seiner Seite.

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