Mittwoch, 19. November 2008

3. Großspielen

Alle vier bis sechs Wochen ist es an der Zeit ... die Donnerstags-, die Kollegen-, die Damenspieler und ein paar unserer Freunde treffen sich zum Spielen. Nicht dass wir uns dann wieder aufteilen und all die schönen Neuheiten in Grüppchen spielen, nein! Wir hocken uns um unseren größten Tisch und spielen alle zusammen. Da geht es in der Regel hoch her, es kommen nur kommunikative Spiele auf den Tisch. Das erinnert an ganz alte Zeiten, als es noch den offenen Treff im Forum Frieden gab. Mitte der Achtziger, als die Welt noch klar geteilt war, war diese Bildungseinrichtung Anlaufstelle für Kriegsdienstverweigerer, jede Menge Idealisten, Sprachschüler ... und Spieler.

Und wir Spieler begannen jeden Spieleabend mit kommunikativen Spielen in der großen Gruppe. Gregors PANTOMIM kam dort sehr oft zum Einsatz. Zwei Gruppen spielten dann gegeneinander und gegen die Schachuhr. Es war ganz einfach: Aufstehen, Begriff lesen, darstellen ... was mal gut und manchmal weniger gut gelang, aber immer total witzig war. Naja, es gab auch Mitspieler, die so gar nicht aus sich heraus kamen und wohl deshalb nur einmal und nie wieder erschienen. Auf jeden Fall war die Zeit wichtig, die währenddessen auf Gregors Schachuhr verstrich. Jede Mannschaft hatte fünf Minuten. Je schneller man den Begriff erriet, desto mehr Zeit blieb übrig und desto eher tickte wieder die Uhr der anderen Mannschaft. So wie Blitzschach spielten wir PANTOMIM.

An diese Tradition knüpft das Großspielen an. Und auch an den Wunsch, in dieser großen Gruppe die WERWÖLFE VOM DÜSTERWALD zu spielen. Ein Nachbar hat mich deshalb schon angesprochen, was wir da für merkwürdige Sachen diskutierten. Wir hatten – weil Sommer – die Terassentür offen gelassen.

Heute bleibt die Tür – weil Winter – zu, trotzdem hatten wir wieder unseren Spaß. Zuerst wurden zwei Durchgänge TEAMWORK gespielt. Immer zwei Spieler müssen einen Begriff erklären, indem sie abwechselnd wortweise zusammen einen grammatikalisch korrekten Satz bilden. Das führt naturgemäß zu Verwicklungen, wenn a) die Begriffe für jeden eine unterschiedliche Bedeutung haben (Teekesselchen) bzw. b) ein Mitspieler den Satz mit „Nichtsdestotrotz“ beginnt. Da leuchten in allen Augen mindestens drei Fragezeichen auf.

Weiter ging's mit einem alten Gassenhauer, der sich gerade als Spaßspiel bewährt hat. FLASH ist aus dem Jahr 1991 und von Ravensburger. Zu einem Oberbegriff müssen acht Assoziationen aufgeschrieben werden, nicht irgendwelche, möglichst mainstreamige! Das ist wichtig, denn nur für Übereinstimmungen mit den Mitspielern bekommt man Punkte. Da wird trotzdem über sehr abseitige Assoziationen am meisten gelacht.


Den Abschluss bildete, als schon eine Mutter und ein paar müde Angestellte nach Hause mussten, eine Partie KAKERLAKENSUPPE. Das ist so wie ... und auch so gut, mit neuen Gemüsesorten und den Schlürfkarten. Taucht ein Gemüse dieser „verbotenen“ Sorte auf, muss zunächst geschlürft, bei jeder weiteren Karte dann im Wechsel gehmmmt und geschlürft werden. Auch damit hatten wir wie schon mit KAKERLAKENSALAT viel Spaß, allerdings muss sich diese Variante niemand kaufen, der schon den ...SALAT besitzt.

Der nächste Termin steht schon fest: Am 17.12 wird wieder in der großen Gruppe gespielt.

1 Kommentar:

  1. "Zuerst wurden zwei Durchgänge TEAMWORK gespielt..."

    Das ist zweifelsohne sehr löblich und immer eine gute Idee ;-)

    Gruß,
    Micha

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