



Die Schachtel ist ein echtes Geschoss: richtig schwer, gut gefüllt und sehr ansehnlich. Gut, dass alles schon ausgepöppelt, also alles fürs Losspielen vorbereitet ist. Gut auch, dass Astrid uns die Regel erklärt. Wir kommen schnell ins Spiel, allerdings belassen wir es heute Abend mit diesem einen Spiel. Gegen 22:00 sind wir durch, mit dem Spiel und mit Denken.
Eigentlich ist das Spiel ums Klosterleben und Pilgern nach Cluny gar nicht soooo anstrengend. Nach der ersten von fünf Runden sind wir gut im Spiel, sehen die Zusammenhänge und ölen unser klösterliches Maschinchen. Wir schicken Laienbrüder auf den Acker, um Gemüse anzubauen. Wir schicken Laienbrüder ins Kapellchen, das wir nach und nach errichten, nur um auf dem Pfad nach Cluny unseren Karren voran zu kommen. Wir produzieren Käse, Wein oder Gemüse, um ebenfalls voran zu kommen. Aber tunlichst nicht an die Spitze, denn dann kann man erstens angebettelt werden und bekommt zweitens weniger Taler.
Das Anbetteln ist schon tricky und ein wirklich gelungener Mechanismus. Anbetteln funktioniert nur bei Spielern, deren Karre weiter vorne oder wenigstens gleichauf steht. Und weil das Einkommen von der Reihenfolge abhängt, je weiter hinten desto höher, ergeben sich durchs Anbetteln doch noch einige, manchmal ungeplante Verschiebungen. Plötzlich steht man mit ein paar Talern weniger da als kalkuliert, schon geht der Plan nicht mehr ganz auf.



