Donnerstag, 31. Dezember 2015

Das Ende … aller Empfehlungen

Würden Sie wen fragen, wenn Sie bestimmte Spiele für bestimmte Zielgruppen oder für eine bestimmte Spielerzahl suchen? Natürlich wollen Sie nur Empfehlungen haben, sich nicht durch die Flut der mittelmäßigen Spiele wühlen. Sie wollen eine für sich passende Auswahl.

Besser natürlich, man fragt die Mitspieler des Vertrauens. Die können am besten einschätzen, was zur Gruppe passt. Oder man fragt mal unverbindlich in einem Forum nach ... und bekommt 1001 Antworten.

Egal, was dort in diesem Kontext gefragt wird: Es läuft alles nach immer demselben Schema. Zu allererst kommen immer aktuelle Spiele, die auf die Frage passen. Klar, denn die sind ja noch im Gedächtnis. Ein paar ältere – Neo-Klassiker – kommen auch noch. Und am Ende steht der Frager vor einer schönen Auswahl von Spielen und weiß nur, was den anderen gefällt. Potenziell gefällt, denn wer weiß schon, ob die Antworten auch der impliziten Frage nach guten Spielen entspricht. Ob UNO wirklich ein gutes Spiel für sieben Mitspieler ist, hängt ja wirklich von den Mitspielern ab. Und ob irgendwelche Exoten oder Raritäten darunter sind, mag der Frager möglicherweise auch nur schwer erkennen. Und was ist mit Spielen, die zu siebt zu einer zähen Angelegenheit mutieren.

Was helfen also die 1001 Antworten auf die Frage? Besonders hilfreich sind dann Antworten auf die Frage nach Gesellschaftsspielen für sieben Spieler, die empfehlen, die Gruppe zu teilen. Ganz großes Kino und eines Spielepolitikers würdig, der einfach die Frage missversteht.

Für solche Fragen empfehle ich, wenn man schon nicht seine Mitspieler fragen will, so schöne Tools wie WhatToPlay Deluxe. Damit kann man seine Sammlung nach Spielen der gewählten Kriterien durchsuchen, so man die eigene Sammlung bei boardgamegeek anlegt hat. Ansonsten kann man auch direkt in der boardgamegeek-Datenbank suchen. Nur muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Bewertungen sehr durch angloamerikanische Vielspieler geprägt sind. Lockere Spiele werden von denen tendenziell unterbewertet.

Und welche Spiele empfehlen Sie für sieben Mitspieler?

Im Übrigen ist nur die Seite echt, in der das Logo auf den Bildern zum Logo oben auf der Seite passt. Alle anderen Seiten haben sämtlichen Inhalt von meiner Seite gestohlen.

Kommentare:

  1. Irgendwie wirkt der Artikel auf mich als wär da jemand unzufrieden mit der Szene und was auf anderen Forenseiten passiert ?
    Bei der Beschreibung von BGg frage ich mich dann fast das gleiche, hatte nie das Gefühl das dort nur Vielspieler unterwegs sind.
    Ich selber habe damals gesagt das ich Spiele für 7 Spieler meist in den Partyspiele Sektor abdriften und man durch eine Teilung der Gruppe anspruchsvollere Spiele spielen kann. Ob das einer tut oder nicht bleibt ihm selber überlassen, für mich funktionieren die meisten Spiele am besten zu zweit oder zu viert.

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    1. Du darfst mich schon direkt ansprechen, "Das Ende" ist durch und durch meine Meinung.

      Unsere Einschätzungen gerade zu BGG gehen doch sehr auseinander. Mittlerweile gibt es ja verschiedene Rankings bei Boardgamegeek, wobei bis zur dritten Nachkommastelle gerechnet wird.

      Beim Familyranking vereilen sich die Noten von den ersten 100 Spielen 7.788 bis 6.760, wobei dort viele Spiele als Familientauglich eingestuft sind, die ich eher als Spiele im Bereich des "grauen Pöppels" bezeichnen würde.
      Family Game Rank

      Beim Boardgameranking fallen die Noten der ersten 100 Spiele von 8.218 auf 7.383 und liegen schon deutlich höher.
      Board Game Rank

      Und noch einen Tick besser sind strategische Spiele bei BGG bewertet.
      Strategy Game Rank

      Grundsätzlich ist das natürlich nur eine Frage des Maßstabes und wo man sich selbst verortet. Und genau das verstellt manchmal leider den Blick darauf, was ein Normal- und was ein Vielspieler ist und mit welchen Maßstäben die möglicherweise messen. Was für mich "normal" ist, ist für manche Spieler sicher schon eine Herausforderung. Das erlebe ich nicht nur in meinen Spielekreisen, sondern gerade dann, wenn ich mit begeisterten Spielern spiele, die so gar keinen Bezug zur Szene haben. Und wenn solche Spieler in einem Szeneforum fragen, sind sie sich vielleicht gar nicht bewusst, wer da mit welchem Maßstab antwortet.

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  2. Ok Wolfgang, bei den Maßstäben sehe ich es ähnlich, das mag dann schon zur ein oder anderen Abweichung führen.
    Da muss ich mich selber manchmal etwas zurück halten, mittlerweile ist für mich einfach wichtig wie kam ein Spiel in meiner Gruppe an und würden es alle empfehlen. Bei der Spielerzahl 7 wäre das Codenames oder Ohne Furcht und Adel, jedenfalls würde das meine Gruppe so sehen.
    Was meine Meinung zu BGG angeht so bezog diese sich weniger auf Statistiken als auf Erlebnisse mit Mitgliedern des Geeks.
    In dem Sinne auf ein spielreiches und friedliches 2016
    Grüße aus Münster
    Sascha

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  3. Umso mehr ein Fragender in einem Forum über sich selbst und seine Anforderungen verrät, umso leichter kann man ihm maßgeschneidert helfen. Viele solche Threads die schieflaufen, kranken eigentlich weniger daran, dass es nicht (auch) Antwortende gäbe, die guten Willens wären, gute Anworten zu geben - sondern viel mehr daran, dass nicht genug Information mitgegeben wird, um überhaupt eine gute Antwort zu geben. Glaube wer sich ein bisschen Mühe gibt, zu beschreiben, welche Spiele bisher gefallen oder nicht gefallen haben, was man möchte und was nicht, der bekommt - gerade bei bgg - schon ein paar ganz brauchbare Antworten. Wenn man dann vielleicht noch auf Antworten und Rückfragen eingeht, dann sollte das schon klappen.

    SpaceTrucker

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