Donnerstag, 22. März 2012

+ Wahlparty von Reiner Knizia, Fairplayette

Reiner Knizia: WAHLPARTY für 6 bis 16 Spieler, FAIRPLAY-ette Spiel

Der Name ist natürlich Programm. Im Spiel sind Karten für alle 16 Bundesländer, für große mehr, für kleinere weniger. Die Kartenverteilung entspricht bestimmt dem Bundesrat. Ich muss alle Karten mischen und an meine 10 Mitspieler verteilen. Das ist richtige Arbeit. Die sind heute Politiker und suchen sich eine (Karten-)Mehrheit zusammen. Wer Glück oder Überblick hat, verschafft sich allein die Mehrheit der Karten, Koalitionen aus mehreren Spielern sind erlaubt und auch gängig. Die Mehrheitsfindung geht schneller, als ich zunächst glauben will. Jedenfalls geht es im Stehen richtig rund, es wird sogar ein bisschen laut. Alle tauschen, feilschen, finden sich zusammen. Ist wie ZASTER, PIT oder QUICK 7 – nur im Stehen und vielleicht doch nicht ganz so laut. Statt über den Tisch hinweg die Angebote zu brüllen, bewegen sich alle auf dem politischen Parkett, manche sogar sehr effizient.


Und wer macht die Auswertung? Ich komme gehörig ins Schwitzen, weil die Wahl gleichzeitig für alle Bundesländer läuft und ich die Karten der siegreichen Politiker annehmen und das Ende der jeweiligen Wahl verkünden muss. Übrig gebliebene Karten der Wahlverlierer sind ab sofort wertlos. Achja, ich muss ja auch noch die Chips für die gewonnene Wahl an die Beteiligten ausgeben. Die Anzahl der Chips pro Bundesland entspricht genau dessen Kartenzahl. Der Wahlleiterposten ist ganz schön stressig, viel stressiger als die passenden Karten zusammenzutauschen.



Ersteinschätzung: … ist eigentlich gar nicht nötig, denn WAHLPARTY funktioniert, macht Spaß – mir als Wahlleiter aber eher weniger. Was allerdings fehlt, ist die typische Knizia-Handschrift. Keine besondere Drehung, kein ausgeklügelter Wertungsmechanismus: Einfach die Chips nach vier Durchgängen zusammenzählen, das muss reichen. WAHLPARTY ist tatsächlich ein Spiel für Spieler und nicht nur für Sammler bzw. Fairplay-Abonnenten. Obacht: Ich bin natürlich kein bisschen befangen, denn damals gehörte ich noch nicht zu Fairplay.



Gewinner: Mit viel Kleinvieh zum Sieg: Diane setzt auf mittelgroße Bundesländer, für die man nur 3 bis 5 Karten für die Mehrheit braucht. An die kommt sie schneller, als an die Mehrheit der großen Bundesländer. Schließlich geht es bei den gleichzeitig stattfindenden 16 Wahlen auch um Tempo. Wer zuerst kommt, gewinnt zuerst. Diane legt mir tatsächlich sogar Nordrhein-Westfalen hin, bekommt dafür satte 13 Chips. Kein Wunder also, dass sie mit 50 knapp gewinnt. Die Wahlergebnisse der anderen Ein-Personen- Parteien: 47, 47, 44, 42, 41, 37, 36, 31 und 22 Punkte.

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