Mittwoch, 23. Juni 2010

Rezension: Dominion – Die Alchemisten

Donald X. Vaccarino: Dominion – Die Alchemisten für 2 bis 4 Spieler, Hans im Glück 2010

Darauf haben alle gewartet, sehnsuchtsvoll und doch auch voller Hoffnung. Kaum dass man alle „alten“ Karten durchgespielt hat, giert man schon wieder nach neuen. Natürlich! Neue Karten – neues Glück für alle DOMINION-Junkies. Und das sind bestimmt nicht wenige, DOMINION besitzt zweifelsfrei zurzeit den größten Suchtfaktor. Deshalb wird genommen, was kommt.
Und nach dem eher durchwachsenen SEASIDE beglücken uns jetzt DIE ALCHEMISTEN. Die entfachen das DOMINION-Fieber so richtig, mit Tränken und allerlei Alchemisten-Wunschträumen: Stein der Weisen, Golem … Man muss nur für vier Geld einen Trank kaufen, damit man an die Alchemistenkarten kommt und so auch neue Kartencombos ausprobieren kann. Oder kauft man doch noch mehr Tränke!?
Dass die Decks dabei erstmal wieder dick und dicker werden, also immer mehr Karten beinhalten, das Spiel dadurch länger dauert, ist nicht beunruhigend. Jetzt kann das Spiel tatsächlich auch wegen drei leer geräumter Stapel zu Ende gehen. Das passierte früher nur sehr, sehr selten. Dass man entweder mit nur sehr wenigen Punkten Unterschied gewinnt oder verliert, lässt sich als Sieger locker verschmerzen, macht es aber je nach Ausgang spannend oder nervig. Mit nur einem Punkt weniger zu verlieren, kostet mich jedenfalls fast immer die Beherrschung. Niemand sollte sich seines Sieges sicher sein, denn wo Mangel herrscht, Spieler fremdbestimmt agieren müssen, kommt man so schnell nicht an Provinzen. Es geht unter Alchemisten schon sehr vertrackt zu. Und das ist nicht nur gut, das ist sogar besser, gerade weil die Alchemie von Lug und Trug lebt.
DOMINION – DIE ALCHEMISTEN finde ich erstens kniffelig, zweitens fordernd und drittens super. Aber vielleicht bin ich ja nur von den „uralten“ Karten aus Basisspiel und DIE INTRIGE entwöhnt. Ich lasse mich aber gerne wieder anfixen, auch wenn kaum Karten in der Schachtel sind und diese Ergänzung fast schon unverhältnismäßig viel Geld kostet. Aber so ist das mit der Sucht. Geld spielt dann keine Rolle mehr. Und Tränke kosten ja wirklich nicht zu viel, wenn man erstmal auf den Geschmack gekommen ist ...

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