Donnerstag, 2. Februar 2012

Das 189. Montagsspielen (2/2011) mit Fusion, Mystery Rummy Al Capone, Santiago de Cuba am 09.01.2012


Wir starten mit FUSION – zum Aufwärmen. Das ist schnell, das wird hektisch … und eine Rezension folgt. Natürlich spiele ich zuerst meinen Stapel leer. Alle Karten los geworden, aber war auch alles korrekt? Glaube ich jedenfalls, aber wer kann schon bei aller Hektik Fehler immer vermeiden. Zumindest vorsätzliche Fehler kann ich ausschließen, sonst wäre ich ja auch kein Fairplayer.

MYSTERY RUMMY hat den erwarteten Zuwachs bekommen. Die amerikanische Serie umfasste schließlich auch vier Spiele. Ob es noch weiter geht? Ob auch noch WYATT EARP, ehemals Alea, in der schönen Pegasus-Reihe erscheinen wird?
MYSTERY RUMMY – AL CAPONE spielt sich eher abendfüllend; 200 Punkte zusammen zu bekommen dauert mit AL CAPONE schon etwas. Ich erreiche immerhin 146 Punkte, bevor wir das Spiel abbrechen. Tom und Herbert fühlen sich offensichtlich noch zu jung fürs Kartensammeln à la ROMMÉE. Ich mag's und hätte es gerne noch zu Ende gespielt. MYSTERY RUMMY spaltet wie immer die Geschmäcker. Es ist ein ruhiges Spiel, negativ ausgedrückt ist es ein Spiel für Senioren. Bekommt man die richtigen Karten oder bekommt man sie nicht? Gibt es Hoffnung auszulegen oder bleibt man auf seinen Karten sitzen? Und kommt man mit den Ereigniskarten zum Zuge oder wird man davon gebeutelt?

Bei SANTIAGO DE CUBA zeigt sich erneut, dass Kleinvieh ganz schön viel Mist machen kann. Besonders wenn das Spiel Fahrt aufnimmt, weil plötzlich bei jeder Hafenrundfahrt das Schiff – bis auf ein Mal – komplett beladen wird. Ist schon erstaunlich, dass wir dieses Mal alle bereit sind, Waren für nur 2 Pesos pro Stück zu verkaufen. Wir sind anscheinend lernfähig: Auf Kuba muss man mitnehmen, was man kriegen kann. Ich gewinne dann auch diese Partie mit 42 zu 32 zu 32 Punkten … und nur mit Kleinvieh.

Ach ja, heute verkosten wir ein Mitbringsel aus der Normandie. Nein, keinen Calvados. Diese Spezialität aus der Normandie ist zwar ähnlich, aber hat deutlich weniger Alkohol, dafür erfüllt dessen Apfelduft unsere ganze Küche.


Dienstag, 31. Januar 2012

Das Ende aller Mittelmäßigkeit

Es müssen ein paar Strategien her, um der Spieleflut Herr zu werden. Natürlich nur aus reinem Selbstschutz. Es nützt ja nichts, nur über die große Qual der Wahl zu lamentieren. Oder wie das Kaninchen vor der Schlange hocken zu bleiben.
Was also tun? Nur die wichtigen Spiele spielen. Leichter gesagt als getan, denn was sind die wichtigsten Spiele? Woran erkennt man die, ohne sie vorher zu spielen? Daran, dass darüber viel geschrieben oder geredet wird? Muss ich jedem Hype folgen, mit der Masse schwimmen? Was ist überhaupt nach Spielers Geschmack? Und über welche Spiele soll ich nun schreiben? ...und vor allem was? Zumindest aus Blogger-Sicht ist die Antwort auf die letzte Frage einfach: Rezensionen, Rezensionen und natürlich ganz besonders Rezensionen von Neuheiten werden am meisten angeklickt. Natürlich umso öfter, je schneller die "Rezenzion" nach der Veröffentlichung des Spiels im Netz erscheint.
Opportunisten unter den Bloggern folgen diesem Weg, arbeiten sich durch die Neuheitenflut, werden zu Sklaven der Neuheiten, quälen sich auch mit mittelmäßigen oder gar schlechteren Spielen herum. Veröffentlichen aber immerhin über jedes Rezensionsmuster eine Kritik. Womöglich sogar wohlwollende Kritiken, man will ja weiter bemustert werden. Jedenfalls solange man neu in der Branche ist oder noch nicht über genügend Spiele verfügt, den heiligen Spielegral noch nicht gefunden hat.
Dieser Weg ist nicht meiner, nicht mehr. Verlage müssen jetzt damit rechnen, dass ihre mittelmäßigen Spiele unter den Tisch fallen, unrezensiert bleiben, selbst wenn sie mir als Rezensionsmuster ins Haus gekommen sind. Schlechte Spiele natürlich ausgenommen, solange sie Futter für einen Verriss liefern. Mittelmaß lohnt den Einsatz nicht. Fragt sich nur, warum Verlage mit Mittelmäßigem ihr Programm auffüllen.

Dienstag, 24. Januar 2012

Das Ende allen Wiederspielens (Teil 4): Bizzarie

Jiři Mikoláš: BIZZARIE für 2 bis 8 Personen bei Jira's Games 2010, Illustration von Aneta Kýrová

Monster gehen eigentlich immer, auch wenn man bei BIZZARIE erst nur Augen und Mund zu sehen bekommt. Den Rest darf man sich ausdenken und dazu malen. Ja, je nach Kunstfertigkeit ihrer Schöpfer sehen sie aus wie gemalt. Für manche ist diese Hürde zu hoch, aber hey, Monster sehen doch immer irgendwie grottig, schäbig, gemein oder grobschlächtig aus. Also kein Problem monstermäßig zu malen. Sind alle Monster da, setzen sie sich vor die Flimmerkiste. Da läuft dann eine Sendung für Sehgestörte. Was da passiert, wird ganz locker von einer Karte abgelesen. Und dann stellen wir uns alle vor, was die Monster davon halten. Und weil wir die Monstermeister sind, lassen wir für die Monster einen Kommentar dazu ab ... in einer Sprechblase. Was mein Monster davon hält? Naja, wenn ich's mir so anschaue, ist es ja ein ganz liebes sensibles Wesen. Trotzdem: „Also ich fresse ja Zwerge am liebsten vor dem Zubettgehen. Aber danach putze ich mir immer die Zähne.“


Ganz märchenhaft ist das Monster-Programm, Sendung für Sendung, Runde für Runde gibt’s einen neuen Kommentar. Und die Monster wandern dabei von Spieler zu Spieler, hören die neue Geschichte … und eine neue Frage. Aber nicht zur Geschichte: „Wer von ihnen ist der beste Manager?“ … „Wer von ihnen ist Lehrer?“ … So einfach sind die Fragen. Und wonach soll man dann die Monster bewerten, welches auf den ersten, zweiten und dritten Platz setzen? Ganz klar, wenn die Frage schon so freischwebend gestellt wird, dann bleibt nur eine Entscheidung nach Optik. Macht man doch bei Menschen auch so. Und schon gar keiner steht auf, um sich die Sprechblasen durchzulesen. Bei mehr und mehr Text … und Monstersauklauenschrift. Was soll man da die Psyche der Monster ergründen, nur ihr Aussehen zählt. Außerdem sind Monster naturgemäß ziemlich geistlos, weil gänzlich abhängig von ihren Schöpfern.


Liegt es an uns Schöpfern, dass BIZZARIE so geistlos ist? Fernsehen als Geschichte zum Vorlesen turnt ziemlich ab, ist richtig doof. Zumal die Geschichten bestenfalls naja sind. Wer kann die schon gekonnt und auch noch geistreich kommentieren? Aus Monstersicht? Das erschöpft sich oft schon mit rülps, würg', ächz'. Steckt halt nicht in jedem eine Dr. Erika Fuchs. Und dann noch die Einschätzfragen. Sind total aus dem Zusammenhang gerissen.
Neee, die Monster kommen wieder in die Schachtel. Und weil die Kiste um ein paar wenige Millimeter eben nicht quadratisch ist, kriege ich diese blöde Schachtel nicht sofort zu. Auch das ein Indiz, dass die Monster zu früh auf uns losgelassen wurden. Schade, denn BIZZARIE hätte durchaus Potenzial.


Donnerstag, 19. Januar 2012

Das 37. Großspielen am 03.01.2012 mit Bizzarie, We will rock you! Afrikanisches Trommeln, Tabu

Wir haben einen neuen Mitspieler. Wegen seines großen Bauchumfangs müssen wir sogar unseren Spieltisch umstellen. Der Neue nimmt einfach zu viel Platz ein. Zum Glück ist er die nächsten 11 Monate nicht mehr dabei.
37. Großspielen
Zu Beginn wird gemalt: Jeder ein Monster – nur Augen und Mund sind vorgegeben. Ich weiß, eigentlich ist BIZARRIE nur für acht Mitspieler vorgesehen, wir malen trotzdem … drei Runden halten wir durch, dann ist das Ende allen Wiederspielens erreicht. BIZZARIE ist verbrannt, keine Chance, es nochmal in kleinerer Runde zu spielen.

Immerhin nimmt unser Großspielen dann doch noch Fahrt auf. Altbewährte Kost sein Dank: WE WILL ROCK YOU!, AFRIKANISCHES TROMMELN und TABU spielen sich wie immer flott und lautstark. Die Nachbarn sollen doch auch Spaß am Großspielen haben.
Erstmals gelingt es uns Herren, bei TABU ein Unentschieden zu erreichen. Obwohl … eigentlich hatten wir trotz Unterzahl den Sieg schon so gut wie in der Tasche. Holger hat zwei Begriffe schnell und schmerzlos erklärt, der Sieg gehört uns. Dann das: Statt einfach abzuwarten, die Zeit ablaufen zu lassen, erklärt er weiter und verheddert sich mit einem Tabu-Wort. Es macht MÖHHT, die Damen hupen, wir verlieren einen Punkt und unseren Sieg. Was soll's, wir einigen uns schnell darauf, dass Holger ein Gentleman ist, gönnen den Damen das Unentschieden. Für uns Herren ist auch ein Unentschieden ein großer Erfolg. Natürlich. Echt. Wirklich.

Heute spielen: Eva, Holger, Andrea, Jürgen, Martina, Moni, Steve, Peter, Inga, Martin, Diane und ich. Das nächste Großspielen ist am 07.02.12 wieder bei uns.

Und was ist mit dem 36. Großspielen? Das gab's natürlich auch. Am 16.12.2011 gab es statt Großspielen eine Feuerzangenbowle - wie schon Ende 2010. Wir haben dann doch mehr gequatscht, gelacht und ins Feuer geschaut. Für WE WILL ROCK YOU hat's dann noch gelangt, erfordert unter erschwerten Bedingungen die volle Konzentration bei der Koordination. Die Feuerzangenmitspieler: Moni, Steve, Susanne, Diane, Martin, Inga, Johannes, Andrea, Jürgen und ich.

36. Großspielen