Dienstag, 26. August 2014

Rezension: Port Royal von Pegasus

Alexander Pfister: Port Royal, ehemals Händler der Karibik, für 2-5 Personen mit Illustrationen von Klemens Franz bei Pegasus Spiele 2014

Wofür sind Vorurteile eigentlich gut? Dass man sie selbst bestätigt!? Kennt' man ja! Wird ein Spiel so gehypt, dass es während der Internationalen Spieletage in Essen ausverkauft ist, gibt es selbstverständlich nur ein Fazit? Ich hab’s natürlich gekauft, dann ist es super, denn ich bin ein echter Kenner. Und wenn es nicht mein ist? … kann's ja auch nicht so dolle sein. Und wehe, einer schwärmt mir davon vor, dann putz' ich's einfach runter.

Donnerstag, 21. August 2014

+ Hook! von Pegasus

Marco Teubner: HOOK! für 3 bis 6 Personen mit Illustrationen von Dennis Lohausen bei Pegasus Spiele 2014

Das sind wir also wieder: Piraten … Was haben wir nicht schon alles für Piratenspiele gesehen!? Und was haben wir da noch nicht gehabt? Ein Piratenspiel auf Tempo: gleichzeitiges Schießen von – na was wohl! - Kanonenkugeln. Ganz so martialisch ist HOOK! dann doch nicht. Es geht eher um das altbekannte „Man sieht es oder man sieht es nicht“ in der Variante „... schneller als die Mitspieler.“ Jeder Pirat spielt mit drei quadratischen Schablonen mit je drei Löchern. … Wie legt man welche Schablone möglichst gewinnbringend auf die gleichgroßen Kärtchen? Am besten so, dass in den drei Löchern Papageien, Käfige, Fässer oder Piraten zu sehen sind.

Dienstag, 19. August 2014

Das 245. Montagsspielen (15/2014) am 04.08.2014 mit Concordia und Hook!

Ist schon merkwürdig, dass manche Montagsspieler neuerdings nur selten oder (noch) nicht aufeinander treffen. Hat Rainer montags schon jemals mit Astrid oder Michael gespielt? Ich glaube nicht. Ich könnte es nachschauen. Ist auch egal. Heute spielen wir jedenfalls in Urbesetzung, wir Gründerväter bleiben unter uns. Wir spielen ein großes, dann noch ein kleines Spiel.

Was sind wir über die kurzen Regeln von CONCORDIA glücklich. So sollte es immer sein. Und wenn zu kurzen Regeln noch ein knackiges Spiel kommt, umso besser. Sogar, wenn es etwas länger dauert. Blöd nur, dass wir wieder einmal spät dran sind. CONCORDIA – das weiß ich jetzt – hätte ich bereits früher gerne gespielt, denn dann hätte ich meine anderen Spielkreise mit CONCORDIA beglücken können. Ist schließlich kein Geheimnis, dass ich fast alle Spiele rund ums Mare Nostrum gerne angehe. Und wenn ich dann noch auf einer Landkarte spielen darf … Jetzt ist es fast schon zu spät, denn die nächste Spielemesse steht vor der Tür. Oder doch nicht, denn ich muss mich ja nicht dem Neuheitendiktat unterwerfen.

Dienstag, 12. August 2014

Rezension: Limes von Abacusspiele

Martyn F: Limes für 2 Personen mit Illustrationen von Claus Stephan bei Abacusspiele 2014

Thema: Das alte CITIES ist umgesiedelt. Jetzt also römische Grenzbefestigung in Germanien. Tatsächlich schicken wir unsere Männchen arbeiten. Als Fischer, Bauer, Holzfäller und eben auch als Wächter auf die Türme.

Optik: Das Cover ist schon ein bisschen zu lieblich. Die quadratischen Karten für die Auslage sind funktional und klar gestaltet. Und die roten und schwarzen Arbeiter stammen alle aus CARCASSONNE.

Dienstag, 5. August 2014

Das 67. Großspielen am 01.07.2014 mit Vollmondnacht Werwölfe und Einer ist immer der A…



Heute wechseln wir mal die Location. Statt an den großen setzen wir uns rund um den Couchtisch. Hat mir die Spielregel empfohlen, schließlich soll ja jeder an die ausliegenden Karten kommen. Bei WERWÖLFE VOM DÜSTERWALD war ja schon immer das gewisse Problem, dass es am großen Tisch nicht ganz einfach war, Karten aufzudecken ohne aufzufallen. Deshalb also heute der kleinere Tisch, da kommen alle an die dicken Karten von VOLLMONDNACHT: WERWÖLFE. Diese Version der WERWÖLFE ist ein bisschen anders … Und mit 'ner App, die mich von der Rolle des Spielleiters befreit. Die App ruft die einzelnen Rollen auf. Das ist gut für mich.

Donnerstag, 31. Juli 2014

Das Ende aller Spielekritik (VI) - Die kalte Sprache der Rezension

Unsere Sprache ist ein Präzisionswerkzeug. Fein ziselieren und grob arbeiten, alles ist damit möglich. Und selbst Emotionen kommen rüber. Oder könnten rüber kommen! Leider lesen sich viele Rezensionen wie Testberichte: Nüchtern, trocken, langweilig. Lange Sätze, Passivkonstruktionen, umständlicher Satzbau.

Wenn ich Rezensionen lese, will ich aus manchen Sätzen 30 Prozent überflüssige Wörter heraus schütteln. Kann ich aber nicht, also lese ich nur noch das Fazit. Der Rest - Einleitung und Regelerklärung – ist mir zu fade. Wäre es nicht schön, wenn Rezensionen eine Melodie oder einen Rhythmus hätten, eine kleine Geschichte erzählten und wenigstens klitzekleine Pointen böten. Ich weiß, das gelingt nicht oft … Vielleicht hilft es, sich mal mit dem Lesbarkeitsindex zu beschäftigen oder für eigene Texte den Flesch-Wert zu berechnen. Dieser Text hat einen Flesch-Wert von 66.

Dienstag, 29. Juli 2014

Das 244. Montagsspielen (14/2014) am 07.07.2014 nur mit Polis

Wenn wir nur zu zweit antreten, warum dann nicht intensiver spielen? Spiele spielen, die sonst nie auf den Tisch kommen … Warum nicht POLIS? Das war doch mal in aller Munde, ist aber längst wieder abgetaucht. Also setzte ich mich nachmittags hin und lese die Regel zu POLIS. Fast eine Stunde habe ich dafür gebraucht. So viele Details … mir schwirrt der Kopf.

Am Abend brauchen wir dann eine gute Dreiviertelstunde fürs Regelerklären, dann beginnt der Kampf. Athen gegen Sparta. So richtig wissen wir nicht, wie anfangen. Aber so langsam lichtet sich dann doch der Nebel, die Wirtschaft kommt in Schwung, und doch wächst unsere Bevölkerung nicht im gewünschten Umfang. Aha, ohne wachsende Bevölkerung keine Expansion, aber viel Volk viel Hunger. Wir brauchen auch Korn, und Korn in Mengen gibt’s nur durch Handelsfahrten. Und gleichzeitig sollen noch Projekte gestartet werden, die uns ebenso Prestige einbringen wie Eroberungen fremder Städte. Und ohne Prestige keine militärischen Aktionen, weder zu Land noch auf See. Und ohne Angriffe keine Expansion …
Wir fühlen uns ein bisschen wie im Hamsterrad, jedenfalls ich. Wir treiben eine komplexe Maschine an. Angenehm komplex oder anstrengend komplex? Nach zweieinhalb Stunden ist Schluss. Athen gewinnt mit einem Prestigepunkt mehr.

Astrid findet POLIS gut, ich erst nur interessant. Ist das wieder so ein Spiel, das man gerne öfter spielen würde, weil es ein so intensives Spiel ist, es dann aber doch nicht tut, weil es so anstrengend ist, es 1. vorzubereiten und 2. zu spielen? Astrid und ich haben es uns aber fest vorgenommen, Athen gegen Sparta antreten zu lassen, wenn die anderen Montagsspieler mal wieder nicht können … Für POLIS braucht man schon einen Gegner auf demselben Niveau und mit derselben Erfahrung. Es wieder mit einem Anfänger zu spielen, hätte ich keine Lust. Aber das ist ja sowieso die Crux aller Zwei-Personen-Spiele.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...