Dienstag, 21. Oktober 2014

Rezension: 7 Steps von Kosmos

Michael Kiesling und Reinhard Staupe: 7 STEPS mit Grafik von Andreas Resch, SENSiT Communication, für 2 bis 4 Spieler bei Kosmos 2014

Eleganz nicht ganz

Manche Spiele sind ja nun wirklich elegant. Mal ist es die Optik, mal die Spielidee. Und bei 7 STEPS ist es ganz eindeutig die Spielidee. Sieben Steine, sieben Farben, sieben Ebenen, sieben Spielfelder mit sieben Feldern. Und das Spiel baut sich von selbst auf. Das passt …

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Das 69. Großspielen am 02.09.2014 mit Hook! und Eye Know

Endlich aus allen Rohren feuern: HOOK! geht ja auch zu sechst, heute bietet sich die Chance. Außerdem erscheinen dann auch die Nachzügler, sobald ich das Spiel erklärt habe. Diesmal allerdings nicht, gleich zwei Partien spielen wir.

Wie HOOK! funktioniert, habe ich ja schon in meiner Ersteinschätzung geschrieben. Mein Tipp für die heutige Partie: Überleben ist alles, Papageien sind zweitrangig. Und was passiert? In der ersten Partie überleben drei und in der zweiten Partie sogar vier Großspieler. Geht doch, und die Papageien zählen auch. Jürgen und Susanne sind die Oberpiraten. Und noch was ist wichtig, sogar bei all dem Chaos beim Auslegen der Schablonen: Man kann tatsächlich ganz gezielt jemanden um die Ecke bringen … Böses Spiel! Mit dem schwarzen Piraten geht das nur zu vortrefflich, wenn man die Lebenspunkte der anderen im Blick hat. Erst eine fette Bombe – ein Leben weg – dann noch zwei schwarze Piraten – aus ist die Maus! Und ich sterbe natürlich in beiden Partien, war ja klar! HOOK! Ist gar nicht so knuffig, cartoonig, lustig wie es auf den ersten Anschein wirkt. HOOK! Ist wirklich ein böses Spiel. Meine Kurz-Rezension steht dazu in der aktuellen Fairplay 109.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Rezension: Parade von Schmidt Spiele

Naoki Homma: PARADE für 2 bis 6 Spieler bei Schmidt Spiele 2014

Nur kleine Karten sind gute Karten


Das Spiel ist nicht nur optisch abstrakt … auch das Spielen selbst bleibt für viele sicherlich abstrakt. So abstrakt, dass die paar Regeln eine hohe Hürde sind. Zumindest für die ersten Züge, wenn man unerwartet viele Karten aus der Reihe nehmen muss. Was, warum denn jetzt die, die und die Karte auch noch. Ganz einfach: Weil es so in den Regeln steht, capisco? Es ist echt zum Verzweifeln, dabei ist es doch so einfach.

Dienstag, 30. September 2014

Das Ende ... der spielfreien Zeit

Irgendwie ist es jetzt noch wie zwischen den Jahren, so entspannt wie zwischen Weihnachten und Neujahr … wobei für uns Spieler Weihnachten und Silvester wieder vor der Tür stehen: Die Internationalen Spieltage beginnen am 16.10.14, das Feuerwerk des neuen Spieljahres steht an. Nicht mehr lang hin! Bevor wieder die Spielarbeit ruft … wäre jetzt die Zeit für Jahresrückblicke. Ich könnte schreiben, welche Spiele mir gefallen und welche missfallen haben, dass ich mit dem „roten Pöppel“ so gar nicht glücklich bin. Schon gar nicht mit CAMEL UP, aber auch nicht mit SPLENDOR oder CONCEPT. Aber das Jahr ist vorüber, die Karawane zieht weiter. Warum sich noch an Altspielen abarbeiten?

Mittwoch, 24. September 2014

Das 247. Montagsspielen (17/2014) mit Russian Railroads und Skull King

Eigentlich hätte heute PANAMAX auf den Tisch kommen sollen. Eigentlich sogar ganz bestimmt, denn das Thema finde ich einfach unwiderstehlich. Der Panama-Kanal ist schließlich eine großartige Ingenieursleistung. Und warum haben wir dann RUSSIAN RAILROADS und als Absacker noch SKULL KING gespielt? Natürlich weil RUSSIAN RAILROADS gerade eben den Deutschen Spielepreis gewonnen hat und sowieso ein tolles Spiel mit einer tollen Regel ist. Da kommt man schneller ins Spiel als mit der Regel von PANAMAX.

Ich hab‘ mich ja echt bemüht, PANAMAX vorzubereiten … sogar abgemüht, und bin doch gescheitert. Ich habe keinen roten Faden gefunden … ich hab‘ ihn nicht mal ansatzweise erkannt, wie ich die Regel überhaupt nur schlecht lesen konnte. Bei der kleinen Schrift … musste ich tatsächlich das erste Mal zu einer Lupe greifen, um überhaupt was lesen zu können. Ganz gelesen habe ich sie trotzdem nicht, zu anstrengend, zu verwirrende Details. Warum werden Regeln nicht barrierefrei gesetzt? Muss es so kleine Schrift sein? Ist das nur mein ganz persönliches Problem? Was kann schließlich der Verlag dafür, dass mit zunehmender Alterssichtigkeit meine Nahsicht leidet?

Ob ich PANAMAX noch eine Chance gebe? Mein Sohn hat mir geraten, die Regel mit dem Ipad abzufotografieren und dann das Foto stufenlos zu vergrößern. Mich mit der Lupe lesend zu sehen, hat ihn dann doch irritiert. Warum ich zu so alter Technik greife, wo das doch jedes Smartphone besser kann?! Da hat er mich erwischt … genauso wie ich meine Frau erwische, wenn sie im Telefonbuch nach einer Nummer sucht. Bitte, das geht doch einfacher … mit dem Ipad … und ohne sich das Telefonbuch wegen der viel zu kleinen Schrift vor die Nase halten zu müssen.

Immerhin haben wir keinen schlechten Abend. Die beiden heutigen Spiele waren genau richtig, außerdem habe ich gewonnen. Wenn man weiß, was man tut, läuft es bei RUSSIAN RAILROADS einfach super … dieses Mal mit der Strecke nach St. Petersburg. Und bei SKULL KING fällt mir der Sieg einfach so zu. Ich hab‘ in der letzten Runde das allseits bekannte Oma-Blatt auf der Hand.


Donnerstag, 18. September 2014

Auf geht's! von Toni-Spiele

Walter Toncar: Auf Geht's! für 4-8 Spieler mit Illustrationen von Sepp Buchegger bei Toni-Spiele 2014, toni-spiele@gmx.de

6 Tage Biathlon

Worauf es ankommt? Auf die richtige Taktik, schnelle Sprints und treffsicheres Schießen. So muss es sein, im Schnee und ganz besonders während der Winterolympiade. Dass es auch anders geht, haben uns unsere Biathleten bewiesen. Dass wir Spieler es besser können, dürfen wir jetzt bei AUF GEHT’S! beweisen.

Das können wir natürlich besser, wir sind auch trainiert, kennen noch den „richtigen“ Start beim Vorgänger 6-TAGE RENNEN. Bei Radrennen ist es wirklich immer günstig gewesen, mit einer „Drei“ zu starten. Warum? Hängt ganz einfach mit dem Windschatten zusammen, der früher zu heftigen Zwischenspurts führte. Wer bei Radrennen mit seiner Figur auf ein Feld mit anderen Fahrern zieht, darf umso mehr Felder vorwärts spurten, je mehr Fahrer dort stehen und je höher die gespielte Karte ist. Wer also auf ein Feld mit fünf Fahrern zieht und eine Fünf spielt, darf 25 Felder vorwärts. Das ist beim Biathlon jetzt vorbei, ganz so viel AUF GEHT’S! ist nicht mehr drin. Egal wie viele Figuren auf dem Zielfeld stehen, es geht nur noch um den ausgespielten Kartenwert zusätzlich vorwärts. Reicht auch … muss man aber auch machen. Keiner sollte sich hinter das Feld setzen und dadurch den Anschluss verlieren. Sonst reicht es nämlich nicht mehr ins Ziel. Windschatten ist noch immer das A und O, weil ja jeder denselben Kartensatz hat, und die Gesamtzugweite aller Karten reicht eben nicht ins Ziel.

Dienstag, 16. September 2014

Interview mit Walter Toncar, Autor von Auf geht's! und von 6-Tage Rennen

Wie haben Sie damals Ihr 6-Tage Rennen beim Sponsor Holtmann untergebracht? Wie ist es überhaupt dazu gekommen, dass der Veranstalter der 6-Tage-Rennen ein Spiel anbieten wollte?
(Walter Toncar) Ich kannte Herrn Holtmann als Chefredakteur der Sindelfinger Zeitung und wusste über die Presse, dass er auch als Radsportveranstalter tätig war. Als mein Spiel 6-Tage-Rennen 1986 fertig war, sprach ich ihn deshalb an, und er war zum Glück interessiert. Wir spielten dann zur Probe mit dem ehemaligen Radsportprofi Rolf Gölz, der vom Spiel begeistert war. Auch Profis wie z. B. Dietrich Thurau wurden von Herrn Holtmann einbezogen und fanden ebenfalls Gefallen am Spiel. Ich habe die gesamte Produktion (Auflage 10.000 Stück) organisiert, und Herr Holtmann finanzierte und vermarktete das Spiel zur Hälfte an Radsportsponsoren wie Hertie, Stuttgarter Hofbräu oder den Radhersteller Kotter, die die Spiele als Werbegeschenke verwendeten. Die andere Hälfte ging an den Handel und Radsportvereine. Angebotsschwerpunkte waren die Räume Stuttgart, Zürich, Hamburg, London und New York, wo es heute noch 6-Tage-Rennen-Fans gibt. Anfang der 90er Jahre kaufte ich selbst die vermutlich letzten acht Spiele im Böblinger Kaufhaus Hertie zum Schleuderpreis auf.
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