Montag, 12. März 2012

+ Nightfall

David Gregg: NIGHTFALL für 2 bis 5 Personen bei Pegasus 2011, Illustrationen/Grafik von Tonya Clarkston, Christine Conrad, Ronnie Dyer, jim pinto, Mark Quire, Paul Timm

Das Thema ist natürlich düster. Vampire, Werwölfe, Menschen … es kämpft jeder gegen jeden, jeder fügt jedem Wunden zu. Wer am Ende die wenigsten davon getragen hat, gewinnt.
Wir schrauben jeder an unserem Deck, bauen Kreaturen und Aktionen vom allgemeinen Vorrat oder den zwei privaten Kartenstapeln ein.
Jede Runde beginnt mit einem Kampf, sofern beim aktiven Spieler Kreaturen ausliegen.
Der eigentliche Clou sind die Karten-Ketten. Zwei oder mehr zueinander passende Karten werden nach dem Prinzip „Last in, first out“ ausgespielt, wobei Ketten von jedem Spieler ergänzt bzw. manipuliert werden können. Ich kann mir noch so schöne Kettenzüge zusammen stellen, sie sind immer der Unbill der Mitspieler ausgesetzt.
Danach werden neue Karten ins Deck gekauft und wird – wie üblich! - auf fünf Karten nachgezogen.
Ersteinschätzung: Aah, das ist ja so bekannt … oder auch nicht. Die Regel müht sich nach Kräften, alle Ähnlichkeiten zu DOMINION zu verschleiern. Wir brauchen tatsächlich eine halbe Partie, um alles auf die Kette zu bekommen … Karten sinnvoll zu kombinieren … den Lebenszyklus der Startkreaturen zu verstehen. Dann starten wir neu.
In der „richtigen“ Partie steigt dann gleich das Hauen und Stechen. Wir teilen kräftig aus. Schaden, der nicht von ausliegenden Kreaturen geblockt wird, dringt durch, schlägt Wunden. Wundenkarten wandern ins Deck. Wunden blockieren – wie üblich! - die Hand, können aber in der Nachziehphase gegen zusätzliche Karten vom Nachziehstapel getauscht werden. Alles halb so schlimm, trotzdem ärgerlich.
Die Wunden ziehen eine zweite Ebene ins Spiel, die ganz subtil wirkt. Es beginnt bei jeder Schadensverteilung ein Jammern und Wehklagen, dass man ja schon aaach so viele Wunden im Deck hat. Herbert wird heute statt meiner mit Wunden nur so eingedeckt.
Unser Fazit nach fast 2,5 Stunden: Mensch muss das Thema mögen und den Überblick behalten (können), ansonsten bleibt DOMINION das Maß der Dinge. Fast hätte es NIGHTFALL in meine Rubrik „Das Ende allen Wiederspielens“ geschafft. Es aber ausschließlich wegen des Themas abzukanzeln, wäre doch ein wenig zu vermessen.
Gewinner: Michael schleicht sich durchs Spiel, viel zu selten prügeln wir auf ihn und seine Kreaturen ein. Am Ende hat er nur 6 Wunden, wir anderen haben 8, 9 und sogar 13 Wunden.

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