Mittwoch, 4. Januar 2012

Rezension: King of Tokyo von Iello - Heidelberger Spieleverlag

Richard Garfield: KING OF TOKYO für 2 – 6 Personen bei iello, im Vertrieb von Heidelberger Spieleverlag, Illustration von Benjamin Raynal

Thema
Diese Monster, diese Viecher, die ursprünglich als Mutanten dem Meer entstiegen sind, um Tokio in Schutt und Asche zu legen. Und natürlich sollen nebenbei alle anderen Monster auch noch sterben, denn es kann nur einen King geben.

Optik
Bunt und schrill, teils sogar hochglänzend. Wer erwartet schon etwas anderes … bei diesem Thema!? Komisch nur, dass die Rückseite der Schachtel keinerlei Infos bietet, sobald sie entjungfert ist. Ist die Folie runter, kommt die Regel von der Rückseite natürlich in die Schachtel. Die Rückseite ist nun nackig, zurück bleibt das brennende Tokio mit 'nem einstürzenden Eifelturm.

Mechanik
Cyber Bunny schlägt Meka Dragon
Würfeln, würfeln, würfeln! Das Ausrufezeichen muss sein, denn es geht immer nur um das Eine. … 'nen guten Wurf hinzulegen. Entweder geht man „auf Punkte“ oder „auf Tatzen“. Zwanzig Punkte bringen den Sieg, die aber keiner auf einen Schlag zusammen bekommt. Das dauert. Tatzen sind da unmittelbarer, denn erwürfelte Tatzen kosten die Gegner Herzchen. Und wer keine Herzchen mehr hat, der ist raus … tot … kaputt. Das ist die harte, die ehrliche Tour. Aber es gibt ja auch noch Blitze. Für Blitze gibt’s schöne Karten. Drei liegen zur Auswahl, und man sollte sie nicht verschmähen, sind sie doch meistens hilfreich oder für die Mitspieler ärgerlich.
Und irgendwann muss ein Monster nach Tokio. Das ist anfangs weniger schön, deshalb grinsen die anderen in der Regel hämisch. Wer in Tokio steht, muss austeilen und einstecken. Jede Tatze zählt. Herzchen übrigens nicht, denn in Tokio zählt nur Kampf, nie Genesung. Wer in Tokio Schaden einsteckt, darf runter vom Präsentierteller. Platztausch ist dann angesagt, aber nur wenn man sich freiwillig aus Tokio verabschiedet. Schließlich bekommt man immer zwei Siegpunkte, wenn man standhaft in Tokio bleibt.

Fazit
Cyber Bunny: All Time Favorite
Ich hatte ja erst so meine Schwierigkeiten mit KING OF TOKYO. Wieder nur so ein plätscherndes Würfelspiel. Ich hab's wohl zuerst mit den falschen Leuten gespielt. Die waren zu vorsichtig, zu zurückhaltend und vor allem zu still. KING OF TOKYO bedeutet vor allem eines: Haudrauf und Schluss! Und immer auch hinterhältiges Taktieren, Häme und die anderen in die Falle locken. Mit den richtigen Mitspielern entfaltet sich ein grandioser Tabletalk. Und immer geht es darum, die anderen anzustacheln … reinzureißen … zu verunsichern … wegzutatzen.

Ranking
Cyber Bunny siegt mit 20 Punkten
Ich liebe dieses Würfelspiel. In meinem Ranking aller Würfelspiele kommt es nach ganz oben. Aber ich weiß noch nicht den Wiederspielreiz einzuschätzen, denn es könnte ja sein, dass ich das Thema doch irgendwann doof finde. Aber bis dahin wird hoffentlich eine lange Zeit vergehen, in der ich zu neuen Partien bereit bin, um jeden Sieg kämpfen werde. Und zwar immer auf die harte Tour, denn nur dann wird man zum echten KING OF TOKYO. Punkte zu sammeln ist doch nur was für Weicheier oder Mädchen … wenn die dann wenigstens auch mitspielen.

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