
FAUNA
Bei FAUNA kann man mit Halbwissen prahlen, aber wie bei fast allen Wissensspielen hilft echtes Wissen natürlich weiter. Zum Glück geht es bei FAUNA aber nicht schulmeisterlich zu, dafür ist die Auswahl der Tiere viel zu breit gestreut. 300 sind im Spiel, nicht jedes ist so unbekannt wie die Zebramanguste und der Nacktmull oder so bekannt wie Giraffe und Dachs. Meistens weiß man irgend etwas, vermutet dieses oder jenes, aber so ganz genau … wirklich fundiert weiß man meistens nix. Dann wird fabuliert, überzeugt, geblufft. Erstaunlich: Erst setzen alle nach Afrika, und dann – nur weil einer mit inbrünstiger Überzeugung einen Stein nach Südamerika ins Gran Chaco gesetzt hat – plötzlich auch dort drum herum. Auf dasselbe Feld geht nicht, also versucht man's mit der Nachbarschaft.
Und einen Holzlöwen gibt es auch. Der ist schwarz, wirkt fett und träge. So sollte man als Startspieler eben nicht agieren, dafür macht FAUNA zu viel Spaß. Dass man nebenbei eine ganze Menge erfährt (das böse Wort vom Lernspiel nehme ich nicht in den Mund), nimmt man gerne hin. Als Elternteil sowieso … Und wo die Zebramanguste lebt, weiß ich jetzt. Und den Nacktmull konnte mein Sohn ganz prima in Nordamerika verorten. Schließlich hält sich der Freund von Kim Possible so ein Tier als Haustier, weil es nackt ist und Rons Vater eine Haarallergie hat.
Wolfgang Friebe
FAUNA von Friedmann Friese für 2 bis 6 Personen, Huch & Friends 2008
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