Samstag, 5. November 1994

Rezension: Spontan von F.X. Schmid

Woran denkst 'n Du?!

Die grafische Gestaltung der "Spontan"‑Spielekiste ist nicht gerade ansprechend. Die drei darauf abgebildeten Gestalten vermitteln nichts, aber auch gar nichts von dem explosiven Witz des Spiels. Vermutlich wird "Spontan" deshalb ohne Beratung in Spielwarengeschäften ein Mauerblümchendasein fristen müssen...

Der Startspieler nennt zunächst eine Zahl zwischen 1 und 6. Diese Zahl gibt vor, welcher Begriff der nächsten Karte an die Reihe kommt. Auf einem Zettel muß der Startspieler geheim seinen ersten Gedanken zu dem Begriff notieren. Was fällt Ihnen z.B. zur Micky‑Maus ein?
In der anschließenden Raterunde nennen die Mitspieler reihum einen Begriff, von dem sie annenehmen, daß er dem des Startspielers entspricht. Donald Duck, Walt Disney, Kater Carlo, Entenhausen werden sicherlich genannt. Tippt ein Spieler in dieser Runde richtig, dürfen die Spielfiguren der beiden 2 Felder Richtung Ziel vorrücken. Tippt niemand richtig, beginnt die Schnellraterunde.

Jetzt kommt die Sanduhr ins Spiel. Innerhalb von 45 Sekunden muß der Begriff gefunden werden. Unter Zeitdruck dürfen alle durcheinander rufen! Wer zuerst den richtigen Begriff nennt, darf zusammen mit dem Startspieler 1 Feld vorrücken. Was fällt Ihnen jetzt noch zu Micky‑Maus ein? Hoffentlich denken Sie ebenso wie ich an Goofy, andernfalls bekäme niemand einen Punkt.

"Spontan" hat viele Vorzüge, die keineswegs selbstverständlich sind: Die klare und kurze Regel ermöglicht einen schnellen Spieleinstieg! Bei den bis zu 8 Mitspielern kommt schnell Stimmung auf, da die 660 Begriffe aus allen Lebensbereichen stammen und reichlich Anlaß für Gesprächsstoff bieten. Durch "Spontan" kommen selbst Fremde ins Gespräch, gute Freunde lernen sich noch besser kennen. ‑ Wer befreit "Spontan" aus seinem unverschuldeten Dornröschenschlaf?

Wolfgang Friebe

"Spontan" von Danby und Webster, für (3)5‑8 Mitspieler ab 14 Jahre, F.X. Schmid 1993

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