Donnerstag, 20. Dezember 2012

Das 213. Montagsspielen (25/2012) am 03.12.2012 erneut nur mit Andor


Heute reist Herbert mit uns nach ANDOR. Es bleibt ihm keine Wahl, Tom und ich wollen unbedingt dorthin. Die zweite Legende wartet immer noch auf uns. Wir brauchen Unterstützung. Und Herbert ist genau der richtige Mann, schlachtet er doch sonst nach Feierabend jede Menge Monster. Die treten zwar immer nur virtuell gegen ihn an. Monster aus Pappe sollten aber für so einen gestandenen Rollenspielrecken keine große Herausforderung darstellen.
Wir stemmen uns also wieder gegen die Skrale, retten die Bauern, sind dieses Mal dank Fernglas und Brieftaube richtig gut dabei. Wobei … die Brieftaube eigentlich ein Greifvogel ist. Wir sind aber immer noch nicht richtig gut aufgestellt und scheitern sowohl im ersten als auch im zweiten Versuch.
Das kann nur an Herbert liegen, er ist irgendwie nicht richtig dabei. Zu oft lamentiert er wegen des hohen Glücksanteils. Sooo schlecht fallen die Würfel doch gar nicht. Vielleicht fühlt er sich einfach nur gespielt. Gespielt von Tom und mir. Wir kennen uns in ANDOR und besonders in der zweite Legende schließlich schon ganz gut aus. Da könnte Herbert, nein!, muss Herbert doch auf uns hören. Und hätten wir auf ihn gehört, hätten wir's dann geschafft?

Ist das ein grundsätzliches Problem für jeden neuen Helden in ANDOR? Gibt es zwangsläufig Dissonanzen zwischen erfahrenen und Neu-Andorianern? Kann schon sein. Tom und ich wollen es trotzdem nochmal probieren. Vielleicht schon beim nächsten Montagsspielen. Ob Herbert dann kommt?

Montag, 17. Dezember 2012

+ Andor von Kosmos

Michael Menzel: DIE LEGENDEN VON ANDOR für 2 bis 4 Personen bei Kosmos 2012, Illustrationen ebenfalls von Michael Menzel, mehr Infos über die Welt von Andor

Dass wir Montagsspieler echte Helden sind, wissen wir natürlich schon lange. Gegen was für Graupen wir mannhaft gekämpft haben! Wir haben uns nie geschont. Hart gegen uns selbst haben wir uns gegen härteste Gegner gestellt, alles erduldet, was auf uns losgelassen wurde. Und jetzt sind wir in Andor angekommen, jenem Reich, das Helden erwartet, die gut zusammenarbeiten und vor allem schnell ihre Aufträge erfüllen können. Sind wir dafür geeignet?
Klar, wir sind noch mit jedem Spiel fertig geworden, so oder so. Und jetzt eben das von Michael Menzel. Der ist uns gut bekannt, Jahr um Jahr hängt sein Kalender in unserem Blickfeld. Nur 2012 nicht. Sein großer Catan-Kalender passte in meiner Küche nicht an die übliche Stelle. Aber seinen Illustrationen können wir sowieso kaum entgehen. Was Michael Menzel sich wohl vorstellt, wie sein DIE LEGENDEN VON ANDOR ankommt?
Ersteinschätzung: Wir machen uns auf, erkunden in der ersten Legende das uns unbekannte Andor. Der Einstieg ist sehr spielerisch. Die Losspielregel, das häppchenweise Servieren der Regeldetails, sorgt für einen perfekten Start. Und was soll ich sagen: Die erste Legende meistern wir mit links. Ich war vorher schon in Andor und kann ein paar Tipps geben, natürlich nicht zu offensichtliche. Ich will ja meinen Mitspielern nicht die Lust am Entdecken nehmen. Aber ich weiß bereits, dass Zeit ein wichtiger Faktor ist, und dass wir uns nicht verzetteln dürfen. Also: Bloß nicht … Ich verrate hier nichts, nur dass wir in einem großartigen Stafettenlauf noch rechtzeitig ins Ziel kommen. Das ist gerade noch mal gut gegangen.
Wir haben Blut geleckt. Gleich weiter zur zweiten Legende: Mehr Monster, gefährlich schnelle Wardraks dazu noch ein paar mehr Aufträge für unterwegs. Und ein bisschen Unterstützung von Prinz Thorald. Wir nehmen den Kampf auf, aber die Skrale sind übermächtig, wir können sie nicht vor Ablauf der Legende besiegen. Aber demnächst! Da machen wir sie platt! Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Und so oft Andor uns ruft, wir stehen unseren Mann. Montagsspieler aller Länder vereinigt euch! Andor ruft und wir folgen.
Bekämpfte Monster
Gewinner: Die erste Legende haben wir gemeistert. Wir wussten in etwa, wer was tun oder lassen hat. Wie geht es ohne Vorwissen aus? Natürlich vorausgesetzt, dass man sich nicht selbst austrickst und vorher erkundet, was auf einen zukommt. Oder sorgt dann womöglich nur eine zufällige Startaufstellung für keinen guten Ausgang der Legende?
Das Wissen um das Drehbuch einer Legende ist aber für mich ein grundsätzliches Problem, weil ich ANDOR nicht nur mit meinen Montagsspielern spiele. Den anderen Gruppen bin ich mit meinem Wissen meistens eine Legende voraus, muss mich deshalb selbst disziplinieren, um nicht dem Spiel meinen Stempel aufzudrücken. Zurückhaltung ist manchmal ganz schön schwierig, aber um des lieben Spielspaßes willen muss ich das schaffen. Außerdem bin ich ja auch ein bisschen neugierig auf die Reaktionen meiner Mitspieler. Werden sie wie ich in den Bann der LEGENDEN VON ANDOR geraten?

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Das 212. Montagsspielen (25/2012) am 26.11.2012 nur mit Andor

Manchmal ist es schon bedauerlich, dass wir so manches gute Spiel erst spät entdecken. Erst jetzt reisen wir nach Andor. Dummer Fehler! Hätten wir schon viel früher machen sollen, aber es standen ja erst noch ein paar Pflichtspiele auf dem Programm. Die 102. Ausgabe der Fairplay will schließlich auch gefüllt werden.
Genug der Ausflüchte, heute erwarten uns DIE LEGENDEN VON ANDOR. Und Grafiker Michael Menzel geht unter die Autoren. Und was soll ich sagen: Er hat seine (neue) Sache gut gemacht. Schade für Astrid, Herbert und Victor, dass sie heute nicht dabei sind. Gut für uns, weil wir sowieso nur zu Viert nach Andor reisen dürfen. Aber wer weiß, ob nicht die Einreisebeschränkungen irgendwann fallen werden. Andor kann sich des Ansturms ziemlich sicher sein. Ich sehe da schon Erweiterungen den Horizont heraufziehen: Für mehr Spieler und vor allem für fiese Spieler, die den Helden irgendwann Monster auf den Hals hetzen dürfen. Vielleicht auch den einen oder anderen Verräter unter den Helden, damit nicht nur kooperativer Friede-Freude-Eierkuchen herrscht.

Heute spielen:

Montag, 10. Dezember 2012

+ Fremde Federn von 2F-Spiele

Friedemann Friese: FREMDE FEDERN für 2 bis 4 Personen bei 2F-Spiele 2012, Illustrationen von Harald Lieske

Das hat sich Friedemann Friese gut überlegt: Man nehme das Beste aus AGRICOLA, DOMINION und IM WANDEL DER ZEITEN, komponiere daraus ein neues Spiel mit einem würzigen Thema. Bei FREMDE FEDERN wird der Politikbetrieb aufs Korn genommen, passt ja auch schön. Politiker stehen ja sowieso in dem Ruf, sich gerne fremde Federn anzustecken.
Zurück zum Spiel: Heraus kommt ein Deck-Building-Spiel, bei dem man seine Karten aus einer ausliegenden Reihe kauft und sich dann durch seine Wahlhelfer - nicht Familienmitglieder! - Vorteile verschafft, um die eigenen Karten bestmöglich zu nutzen oder sich Geld zu besorgen. Das geht u.a. dann solange, bis sich ein Politiker einen Doktortitel kauft, die zuunterst im vorsortierten Kartenstapel liegen. Soviel zum Thema.
Ersteinschätzung: „Was ist das denn für eine nüchterne Grafik?!“ Meine Frau, kurz in die Küche reingeschneit, kanzelt das Spiel auf den ersten Blick ab. Ja, die Grafik erinnert mich wirklich an ein Badezimmer: kühle Farben, klare Struktur. Die Ironie, der Witz, in Details auf den Karten versteckt, springen einfach nicht über. Das Schachtelcover gefällt mir da mit seiner Obama-Anspielung und dem realsozialistischen Drei-Farben-Charme schon viel mehr. Aber das Spiel wollen wir ja spielen, nicht das schöne Cover an die Wand hängen.
Das Spiel fluppt, aber es bewegt mich nicht die Bohne. So war das auch schon bei DIE ERSTEN FUNKEN und noch viel mehr bei FARBRIKMANAGER. Vielleicht ist das ja genau Friedemanns Handschrift: Nüchterne, mechanisch gut funktionierende Spiele, wie sie der junge Reiner Knizia erschaffen hat. Die fühlten sich damals genauso kalt an ...
Gewinner: Am Anfang viel zusammen zu bekommen, hilft auch am Ende viel. Das Gegenteil gilt ebenso: Wer am Anfang wenig hat, hat auch am Ende wenig. Tom macht zwar anfangs gar nicht so viele Punkte, kommt aber gegen Ende dank vieler angesammelter Münzen an die wirklich fetten Punktekarten, die sich erst gegen Ende offenbaren, weil in den tiefen des Stapels versteckt. Hätte man wissen müssen. Herbert hat ebenfalls viel Geld angesammelt, er macht es Tom nach, aber ist nur fast so gut. Tom gewinnt mit 81 zu 76 zu 72 zu 65 Punkten. Ob ich das nochmal spielen werde? Ich eher nicht, Tom und Herbert aber schon.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Das 211. Montagsspielen (24/2012) am 19.11.2012 mit Escape und Fremde Federn

Kennen Sie noch dieses komische Schokoladen-um-die-Wette-Ess-Spiel? … aus Ihrer Kindheit oder von den Kindergeburtstagen Ihrer Kinder? Ein Kind würfelt auf Teufel komm' raus, während ein anderes Kind sich erst die Handschuhe anzieht, einen Schal umwirft, eine Mütze aufsetzt, um dann eine Schokoladentafel mit Messer und Gabel in mundgerechte Stücke zu zerlegen. Und? Würden Sie es schaffen, sich ein Stückchen in den Mund zu schaufeln, bevor der Würfel eine Sechs zeigt?
Und jetzt denken Sie sich mal die Schokolade weg, nehmen Ihre Würfel in die Hand und starten den stressenden Soundtrack, der zu ESCAPE gehört. Sie müssen schon anfangen, wie ein Irrer zu würfeln. Los, würfeln Sie! … Muss man das haben? Ich hab' schon ewig nicht mehr gehört, dass meine Kinder dieses komische Schokoladen-um-die-Wette-Ess-Spiel spielen. Schließlich ist Schokolade fast immer verfügbar … und echte, richtige, spannende Spiele auch, von denen man keinen lahmen Würfelarm bekommt.
Wer gibt schon Geld für dieses abstruse Würfelspiel aus? Für 10 Minuten Spaß und Selbstverarsche? Ohne Soundtrack ist ESCAPE absolut Banane! Und wenn ich will, dann fallen die Würfel immer passend. Bekommen die anderen doch gar nicht mit.
Uns erlahmt nach nur einer Partie bereits die Würfelhand. Gut, dass ESCAPE vorbei ist, länger als 10 Minuten ertrage ich das nicht. Und gut auch, dass niemand von uns sich am Crowdfunding beteiligt hat. Da hätten wir wirklich Geld für die sprichwörtliche Katze im Sack ausgegeben. Ob so ein Null-Spiel tatsächlich eine Empfehlung ist, diesem Verlag vorab Geld in den Rachen zu schmeißen? Auch wenn ich es nicht tue, Queen Games bekommt ja doch Geld für seine neuen Spiele zusammen. Ich frage mich allerdings, warum? Die Vorteile liegen alle bei Queen Games: keine Vorfinanzierungskosten, keine Zwischenhändler, keine Überbestände und last but not least keine schlechten Rezensionen, die den weiteren Verkauf beeinträchtigen könnten. Verkauft ist dann schon verkauft … was mich zu der Frage führt: Warum machen das nicht alle Verlage so?

ESCAPE ist heute ein Pflichtspiel für Herbert, denn es kommt als Rezension in die Fairplay 102. Nach diesem Fiasko zeigt sich Herbert heute aber dann doch noch großzügig und bringt seinen neusten Whisky mit. Hat ja auch was gutzumachen. Wir verkosten den 10-jährigen Ledaig aus der Tobermory Distillery auf der Insel Mull. Die Details stehen dazu wie immer im


Die Ersteinschätzung von Friedemann Frieses FREMDE FEDERN folgt demnächst.

Heute spielen:


Dienstag, 4. Dezember 2012

+ Stille Post-Extrem von Goliath

Lizenz von USAopoly: STILLEPOST-EXTREM für 4 bis 8 Personen bei Goliath BV 2012

Sie kennen ganz sicher die chinesische Post? Nicht?! Dann nenn' ich Ihnen doch besser die politisch korrekte Bezeichnung der chinesischen Post: Stille Post … bestimmt schon mal gespielt. Von Spieler zu Spieler verändert sich die Botschaft. Umso mehr Zwischenstationen, desto merkwürdiger die am Ende überbrachte Botschaft. Kennt doch wirklich jeder, und jeder hat schon darüber herzlich gelacht.
Und der Zusatz EXTREM bedeutet, dass nicht mehr gesprochen, sondern gezeichnet wird. Mit abwischbaren Stiften auf einem speziellen Spiralblock, der dann von Hand zu Hand geht … solange, bis er wieder beim „Sender“ ankommt. Jeder hat einen Block und jeder Block wandert herum, alle spielen synchron. Ein ganz schickes Detail.
Achja, die Zeichnungen … nur jedes zweite Mal wird gemalt, das andere Mal muss man die Zeichnung erkennen und aufschreiben, worum es sich da handelt … Den Begriff notiert der Spieler auf der nächsten Seite des Blocks. Und der nächste Spieler muss den Begriff dann wieder auf der übernächsten Seite zeichnen … Das läuft solange, bis jeder wieder seinen eigenen Block zurück bekommen hat.
Ersteinschätzung: Was am Ende wohl aus meinem Begriff geworden ist? Auf die chinesische Post kann jeder bauen, es kommt garantiert irgendetwas anderes dabei raus. Und natürlich wird die Entwicklung, die jeder Begriff auf verschiedenen Seiten des Blocks durchmacht, mit viel Hallo belacht. Und was haben wir gelacht! Das ist unser Spiel.
Die Spielregel allerdings ganz bestimmt nicht. Die ist unterirdisch, als hätte ein preisgünstiges Übersetzungsbüro in China die Regel aus dem Englischen erst ins Bulgarische und dann wieder ins Deutsche übertragen. Sie haben doch sicher schon eine unlesbare Gebrauchsanweisung für ein asiatisches Produkt in Händen gehalten?! Gut, so schlimm ist es nicht, aber es gruselt mich immer noch. So ein dummer Fauxpas für ein so gelungenes Spiel. Muss man nicht machen!
Gewinner: Absolute Nebensache, zumal wir die Punktevergabe irgendwie nicht so wirklich verstehen. Warum soll der Sender belohnt werden, wenn der gesendete Begriff unverfälscht wieder bei ihm ankommt? Als ob der Sender etwas dafür kann...


Sonntag, 2. Dezember 2012

Das 47. Großspielen am 13.11.2012 nur mit Stille Post-Extrem

Dieses Großspielen ist ausnahmsweise nicht am ersten Dienstag des Monats. Ob wegen der Terminverschiebung heute nur so wenig Großspieler kommen? Macht aber nix, zu siebt können wir prima STILLE POST-EXTREM spielen. Davon habe ich ja schon einiges läuten hören. Dieses kommunikative Spiel darf ich den Großspielern nicht vorenthalten. Und dass wir dann gleich den ganzen Abend STILLE POST-EXTREM spielen, spricht schon sehr deutlich für diese Art von stiller Post … obwohl wir doch einige Schwierigkeiten mit der Regel hatten.

Heute spielen Betty, Inga, Diane, Peter, Steve, Martin und ich.