Donnerstag, 2. März 2017

Das 332. Montagsspielen mit Design Town, Ponte del Diavolo und Jolly & Roger


Das erste Spiel kommt nur durchs Knie ins Hirn. Natürlich auch deshalb, weil die Kartenrückseiten eine Rolle spielen. Und weil DESIGN TOWN so ungewöhnlich ist. Dieses Spiel wirkt irgendwie abgespeckt und ist doch trotz Reduzierung bis in allerkleinste Details verwoben. Wie welche Karte wirkt und optimal einsetzbar ist, erschließt sich uns erst nicht. Eigentlich nur mir nicht, denn ich experimentiere zu lange mit irgendwelchen Kartenkombis herum, ohne dabei nennenswert Siegpunkte zu generieren.

Und immer schön daran denken: Wer bezahlt, darf eine Karte auf die wertvollere Rückseite drehen. Dann wird z.B. aus einem verfluchten Wohngebiet ein Häuserblock. Den kann ich dann wie ein Fluch an Astrid verkaufen, kostet mich acht Geld, aber ich bin diese Blockadekarte mit einem roten Unmut-Smiley los. Wenn ich in meinem Zug einen dritten Unmut Smiley aufdecke, ist für mich Schluss. Mein Zug fällt dann komplett ins Wasser. Da ist jeder rote Smiley weniger ein guter Smiley.

Astrid spielt konsequenter auf die nur acht erforderlichen Siegpunkte … und gewinnt völlig überraschend! DESIGN TOWN ist nicht meins; kommt mir recht uninspiriert rüber. Städtebau geht anders besser und Deckbau sowieso. Es gibt doch schon THE CITY, MACHI KORO, DOMINION und CAN'T STOP. DESIGN TOWN kommt zu spät, ist zu trocken und optisch zu steril. Astrid gefällt es als Zwei-Personen-Klopperei trotzdem noch halbwegs gut.

PONTE DEL DIAVOLO wollte ich eigentlich schon immer mal spielen. Leider hat es das Spiel bislang nicht in meiner Sammlung geschafft, obwohl es doch ein Venedig-Spiel ist. Venedig als Thema hat per se einen dicken Stein im Brett. PONTE DEL DIAVOLO ist von 2007 und sieht auch so aus. Auf der Brücke steht anscheinend sogar Alex Randolph, gerade noch so erkennbar. Der hat in Venedig gelebt.

PONTE DEL DIAVOLO dreht sich natürlich um Brücken, die sind in Venedig allgegenwärtig, allerdings seltenst barrierefrei. Immer sind Stufen im Spiel, in der Realität, nicht im Spiel … da sind sie erforderlich, um möglichst viele meiner Viertel untereinander zu verbinden und gleichzeitig Astrids tunlichst zu behindern. Was mir erst in der zweiten Partie richtig gut gelingt, als ich Winkelzüge und topologische Zwänge besser verstehe. Astrid hat mich in der ersten Partie tüchtig abgezogen, sehr zu recht.


Keine Ahnung, ob so ein abstraktes topologisches Zwei-Personen-Spiel heute noch Chancen hätte. Vielleicht ist PONTE DEL DIAVOLO damals nur als Lückenfüller bei Hans-im-Glück gelandet. Während der Partien hatte ich einen erhöhten Puls, denn Astrid hätte und hat mir eins ums andere Mal das Wasser abgraben können. Und ich ihr auch. PONTE DEL DIAVOLO ist tatsächlich spannend.

Nach dem Denkspiel noch das lockere JOLLY & ROGER … wobei die Kuchenregel und die anschließende Wahl der besseren Hälfte mitunter herausfordernd sind. Und diese Partie endete knapp mit 28 zu 26 Punkten zu meinen Gunsten. Unsere vier Daumen hoch für JOLLY & ROGER.

Das 332. Montagsspielen am 06.02.2017 (6/2017)

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