Dienstag, 7. Februar 2017

+ Crazy Race von Ravensburger

Alessandro Zucchini: CRAZY RACE mit Illustration von Michael Menzel, Design von DE Ravensburger und KniffDesign (Spielregel) für 2 bis 5 Spieler bei Ravensburger 2017

Thema: Leo Löwe lässt sich nach Feierabend im Zoo von seinen Mitinsassen ziehen. Natürlich hat jeder Spieler seinen eigenen Leo als Karrenlenker und will mit seinem „Rennwagen“ nicht nur als erster, sondern dann auch am weitesten über die Ziellinie gelangen.


Optik: Michael Menzel weiß, was er tut. Die Tiere sind so richtig knuffig, vielleicht ist der ganze Hintergrund aber ein bisschen zu blaugraulilarot geraten.

Mechanik: CRAZY RACE ist ein Wettrennen … über einen chicen und variablen Parcours. Und der ist perfekt an das runde Spielfeld angedockt bzw. integriert. Bis zum Ziel sind es vier Etappen. Nach jeder Etappe wechseln zwangsweise unsere Zugtiere. Jedes Zoozugtier hat gewisse Vorteile, gibt aber gleichzeitig vor, wie viele Augen wir maximal würfeln dürfen.


Wie geht’s voran? Die Felder vor der Rennkutsche zeigen die Farbe der Würfel, die wir nehmen müssen, um darüber hinweg zu ziehen. Die gewürfelten Augen sind fast egal, nur in Summe aller gewählten Würfel dürfen sie nicht höher als die Vorgabe sein. Von den kleinen weißen bis zu den fetten braunen Würfeln steigt die Wahrscheinlichkeit, zu viele Augen zu werfen und damit nur ein einziges Feld voran zu kommen. Die Durchschnittswerte stehen auf den Rennpappen, was ebenso wie andere Details von sorgfältiger Redaktion zeugt. Wie viele Würfel wähle ich?

Wer zu forsch voran will, sei es über zu viele Felder ziehen oder mit zu vielen dicken braunen oder grauen Würfeln würfeln, kann vielleicht glücklich lächelnd vorwärts ziehen oder auch unter Beifall scheitern. CRAZY RACE bedeutet ständig, das eigene Glück herauszufordern … oder spiele ich doch lieber vorsichtig?


Wer Etappensieger wird, hat keine Auswahl mehr unter den ausliegenden neuen Zugtieren. Welches hätte ich gerne? Wer hinten bleibt, darf zwar als Erster wählen, steht aber trotzdem hinten. Manchmal stehen die Chancen gut, für die nächste Etappe ein echtes Renntier zu ergattern. Im Spiel zu zweit hat der Letzte umso mehr Auswahl, je weiter er hinten steht. Pro drei Felder kommt ein neues Zugtier in die Auswahl.

Ganz am Ende, wenn der erste seinen Karren über die Ziellinie zieht und die Runde beendet ist, ziehen alle Karren noch die Bonusfelder auf den Zugtierpappen vorwärts. Kommt man weiter als der Erstplatzierte?


Ersteinschätzung: Vor jedem Wurf steht also die Entscheidung: Wie viele Felder mit was für Würfeln sind machbar, riskant oder unmöglich? Klappt's dann oder klappt's nicht? Und lohnt sich der Spurt an die Spitze?

Ravensburger hat ein sauber designtes Familienspiel abgeliefert. Was schade ist, denn die Jury wird’s nach ihrer Neuausrichtung mit der Wahl von CODENAMES als Spiel für Freunde nicht mehr so gouttieren. CRAZY RACE bietet aber dennoch alle Zutaten … erfordert manche Entscheidung ohne auf Leichtigkeit zu verzichten.


Etwas beschwerlich wird das CRAZY RACE aber, wenn zu viel gedacht wird. Welche Würfel? Was passiert, wenn … oder doch auf Nummer Sicher? Was soll man sich zu viele Gedanken machen. Die Würfel fallen wie sie fallen. Auf jeden Fall ist jedes Scheitern ein großes „Hallo“ wert.

Gewinner: Die beiden Partien zu zweit beim 329. Montagsspielen gehen an mich. Meine gesammelten Zugtiere haben einfach die fetteren Bonuspunkte und ziehen mich deshalb locker an Astrids „Rennwagen“ vorbei.

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