Donnerstag, 21. Januar 2016

Rezension: Qwinto von Nürnberger Spiekarten-Verlag


Uwe Rapp und Bernhard Lach: QWINTO für 2-6 Spieler mit sehr minimalistischer Grafik von Oliver Freudenreich bei Nürnberger Spielkarten-Verlag 2015


Thema: Och … Das große Thema lautet eigentlich: Welche Titel sind mit QWI… noch möglich? Vielleicht sollte QWINTO ja QUINTE heißen, aber mit einem Fünferinterval hat's ja auch nix zu tun. Immerhin sind Fünfecke auf dem Wertungsbogen.

Optik: Äh, kenn‘ ich doch schon irgendwie. Sieht so aus wie QWIXX, nur in Weiß. Könnte man für ein „me too“-Produkt halten, wenn es nicht vom selben Verlag wäre.

Mechanik: Donner! Würfeln und auf dem Wertungsblatt aufsteigende Reihen eintragen. Drei Würfel in drei Farben … würfeln und die Summe in einer der ebenfalls drei Farbreihen eintragen. Der Würfler muss, wir anderen dürfen eintragen. Zwei Würfel würfeln?! Dann stehen nur die beiden farbgleichen Reihen zur Auswahl. Bei einem Würfel hat es sich erledigt damit.

Ist eine Reihe komplett gefüllt, gibt’s Punkte in Höhe der letzten eingetragenen Zahl, also maximal 18, ansonsten für jede eingetragene Zahl einen Punkt. Und dann gibt’s da noch fünf Spalten, die alle ein Fünfeck beinhalten. Sind die drei Felder einer Spalte gefüllt, gibt’s so viele Punkte, wie im Fünfeck stehen.


Und jetzt kommt’s: Keine Zahl darf in derselben Spalte mehrfach stehen. Dieser Kniff bringt’s, macht QWINTO durchaus anders als QWIXX.

Fazit: Puh! Wer immer QWINTO gedankenlos herunter spielt, wird schön baden gehen. Ich kann davon ein Lied singen. QWINTO erfordert kluges Auswählen, welche und wie viele Würfel man nimmt. Kann man darauf bauen, dass die Mitspieler die riskanten Würfe übernehmen? Nur, falls sie ähnliche Lücken zu füllen haben. Mit nur einem Würfel wegen kleiner fehlenden Zahlen zu würfeln, zumal noch zu spät, bedeutet mitunter allerhöchstes Risiko. Passt die Zahl noch genau auf den fehlenden Platz oder wird's ein Fehlwurf? Und jeder Fehlwurf kostet fünf Punkte.

Nach vier Fehlwürfen oder bei zwei komplett belegten Reihen eines Spielers ist Schluss mit Würfeln. Das geht manchmal viel zu schnell, und wer dann nicht wenigstens die „fünfeckigen“ Spalten gefüllt hat, kommt nie auf einen grünen Zweig.

Und immer noch steht die Frage im Raum: Ist QWINTO besser als QWIXX?

Es ist anders, auch etwas anspruchsvoller, lässt mehr Freiheiten. Und wäre es nicht bei Nürnberger Spielkarten erschienen, würde es QWIXX allerstärkste Konkurrenz machen. Aber nur, falls jemand dieses unscheinbare Spiel entdeckt. Beide Spiele haben ihre Qualitäten, ich würde aber dann tatsächlich eher zu QWINTO greifen. Erstens muss ich es endlich mal gewinnen, und zweitens liegen die letzten Partien QWIXX schon eine ganze Weile zurück. Da hat dieses neue Spiel einfach die bessere Präsenz. Iss neu, iss geil(er).

Im Übrigen ist nur die Seite echt, in der das Logo auf den Bildern zum Logo oben auf der Seite passt. Alle anderen Seiten haben sämtlichen Inhalt von meiner Seite gestohlen.

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