Dienstag, 5. Januar 2016

Rezension: Machi Koro Großstadt-Erweiterung von Kosmos

Masao Suganuma: Machi Koro Großstadt-Erweiterung mit Illustrationen von Noboru Hotta und Grafik von Taro Hino und Mirko Suzuki für 2-4 Spieler bei Komos 2015

Heftig!

Für oder gegen MACHI KORO?! Ich muss ja vorsichtig fragen, denn mitunter schlägt mir heftiger Gegenwind bis totale Ablehnung entgegen. MACHI KORO spaltet, ich muss dann beschwichtigen. Ist doch nur ein kleines Kartenspiel mit Würfeln… Oder ist es ein Würfelspiel mit Karten? Ist das wichtig? Passt halt nicht so wirklich in eine Schublade.

Sind Spiele ohne eindeutige Klassifizierung deshalb schlechter als andere? MACHI KORO ist doch „nur“ ein Glückspiel. Hat man die richtigen Karten, die passenden Stadtausbauten und fallen die Würfel gut, auch wenn die anderen würfeln, dann läuft es. Und wenn nicht? Pech, dann muss auch der klügste Städtebauer in die Röhre schauen. Ist ja bei CATAN nicht anders.

Ja, ich vergleiche MACHI KORO gerne mit CATAN. Ist halt für mich das bessere CATAN-Würfelspiel. Moment noch: Die orange GROSSSTADTERWEITERUNG verhält sich zum blauen MACHI KORO wie CATAN zu STÄDTE & RITTER. Naja fast, aber alles ein bisschen fieser, nickeliger, kampfbetonter. Japanischer Großstadtdschungel halt.


In der Box sind gleich zwei Erweiterungen enthalten, gekennzeichnet mit einem ultrawinzigen H oder S. H für Hafen- und S für Spezial-Erweiterung. Mir gefällt ja die S-Erweiterung besser. Da fokussiert es sich nicht so sehr auf bestimmte Karten. Oder doch?


Der Reiz liegt ganz gewiss auch in einigen fiesen Karten, die mächtig Unruhe stifen. Das sind nicht nur lila Karten. Ganz besonders gemein ist die Spedition, mit deren Hilfe böse oder gar schädliche Karten an Mitspieler verfrachtet werden.

Mitunter gibt’s tatsächlich auch lange Zähne, wenn sich wieder und wieder jemand gebeutelt fühlt. Von wegen „fühlt,“ in der GROSSSTADT-ERWEITERUNG ist das die Realität. Darum kann sich das Spiel auch ziehen … bis dann bei einem der erlösende Glückswurf kommt, der auf einen Schlag viel Geld in die Kasse spült. Geld sollte man tunlichst nur wenig im Vorrat haben. Zu schnell perdu!


Überhaupt muss man sehr viel mehr Karten, mögliche Karten-Kombos im Blick behalten. Anfänger häufen gerne viele Karten an, dass es bei einem normalgroßen Tisch bald recht eng werden kann. Außerdem wird dann ob der vielen Karten gerne „was“ übersehen. Aber mit ein bisschen Kenntnis der Karten ist das alles kein Problem mehr. Man muss nur mit Unbill klarkommen, die nicht nur von ungnädigen Würfel verursacht wird.

Die neue Regel schreibt übrigens für die Erweiterungen die „Komme, was wolle“-Regel aus dem Grundspiel vor, präzisiert dazu die Regel. Es muss vorab sortiert werden: Lila Karten-Stapel, ein Stapel für Karten mit Werten über 6 und ein Stapel mit Karten von 1 bis 6. Es wird dann solange gezogen, bis zwei verschiedene violette, fünf verschiedene Karten über 6 bzw. von 1 bis 6 ausliegen. Das hat schon seine Vorteile. So wird ausgeschlossen, dass nicht nur teure Karten in der Auslage liegen. Gut, dass die Regel jetzt so präzisiert worden ist.



Im Übrigen ist nur die Seite echt, in der das Logo auf den Bildern zum Logo oben auf der Seite passt. Alle anderen Seiten haben sämtlichen Inhalt von meiner Seite gestohlen.

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