Donnerstag, 26. November 2015

Das 289. Montagsspielen (31/2015) am 16.11.2015 mit The Gallerist und Cornwall


Das ist für mich heute schwieriges Gelände, denn das Montagsspiel stammt nicht aus meinem Fundus. Astrid hat für THE GALLERIST gezahlt. Wie komme ich nur wieder aus dieser Nummer raus? … bei meiner Abneigung gegen schwarmfinanzierte Spiele. Lasse ich das Spiel gänzlich unerwähnt? Falle ich sonst auf meine Vorurteile 'rein und finde ich sie nur bestätigt? So oder so, gaaanz dünnes Eis.

Ich fang mal so an: THE GALLERIST habe ich mit 119 gegen 86 und 78 Geld-Punkten gewonnen. Und ich habe dabei in meiner Galerie nur ein einziges Kunstwerk verkauft. Hätten es aber nach dem Galerie-Thema nicht ein paar mehr sein müssen? Ich hatte mehrheitlich Besucher in meiner schnieken Galerie, die mir zwar Geld in meine Kasse spülten ohne dass ich ihnen vorher einen meiner Künster schmackhaft und teuer machen musste. Diese ganze Aufbauerei eines oder zweier Künstler musste ich gar nicht intensiv betreiben.


Überhaupt die Künstler … die Kunst … ist für mich bei THE GALLERIST nur ein Randthema. Die kleinen Bildchen nehme ich nicht als Kunst war. Was mich steuert ist die reine feinverwobene Mechanik, das reine Worker-Placement. Und der Mechanismus des bezahlten Verdrängens ist schon chic.

Wenn ich ein interessantes Worker-Feld besetzt halte, es jemand anderes aber benutzen will, darf ich gegen Bezahlung diese Aktion ebenfalls noch ein Mal nutzen, muss dann aber anschließend in meine Galerie ausweichen. Wenn ich mit meiner Galeristenfigur von einem Aktionsfeld wegziehe ohne verdrängt zu werden, lasse ich einen meepligen Assistenten – sofern vorhanden – auf dem Feld zurück. Wird der verdrängt, darf ich auch nochmal 'ran.


So kämpfen wir an verschiedensten Fronten, auf verschiedenen Ebene ums Geld. Kämpfen ist nicht Quälen, aber doch irgendwie fast. THE GALLERIST ist in der Erstpartie ein beschwerliches Spiel. Ob wir die vielen Details alle richtig gespielt haben, weiß ich nicht. Nageln Sie mich jetzt bitte nicht fest!

THE GALLERIST ist aber auch wieder ein schönes Beispiel für Überproduktion an falscher Stelle. Die Schachtel und alle Pappen sind so massiv, damit könnte man jemandem ernsten Schaden zufügen. Die gesamte Gestaltung von der Grafik bis zur Farbgebung fällt dagegen deutlichst ab. Rundheraus: Diese isometrische Projektion in matten Braun-Beige-Oliv-Tönen finde ich ganz fürchterlich. Die hat wohl eher ein Bauzeichner denn ein Grafiker oder Illustrator geschaffen. Zudem sind die beiden kleinen Staffeleien irgendwie süß, aber schlecht verarbeitet.

Und ich sehe mal wieder meine sämtlichen Vorurteil gegenüber selbstproduzierten und schwarmfinanzierten Spielen nur ein weiteres Mal bestätigt. Sind diese neuen Eigenverleger sich selbst gegenüber nicht doch viel zu unkritisch?

Wo stand das nochmal?!

CORNWALL gibt heute sein allerletztes Gastspiel bei den Montagsspielern. Was ich darüber denke, wissen Sie bereits aus meiner Rezension.

Heute verkosten wir einen ganz ausgefallenen Kräuterlikör aus Rambin auf Rügen, den Herbert spendiert. Weil er heute nicht dabei ist, stoßen wir auf ihn an.

 Sanddorn Kräuterlikör

Im Übrigen ist nur die Seite echt, in der das Logo auf den Bildern zum Logo oben auf der Seite passt. Alle anderen Seiten haben sämtlichen Inhalt von meiner Seite gestohlen.

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