Dienstag, 29. September 2015

Das 282. Montagsspielen (24/2015) am 21.09.2015 erneut mit Kraftwagen und Dominion Abenteuer, Silber Dollar, dazu ein Absacker


Zum dritten Mal:KRAFTWAGEN! Selten genug, dass wir ein Spiel zwei Mal spielen, da spricht ein drittes Mal wirklich Bände. Das Spiel hat es uns angetan. Es ist so herrlich variabel, erfordert immer eine andere, flexible Herangehensweise.

Wie liegen die Plättchen im Rondell? In welcher Abfolge kommt man dort an Karten, Motoren, Karrossen, Kunden bzw. Marktbeschleuniger und ans Autorennen? Wie wichtig sind mir bestimmte Plättchen? Traue ich mich, weite Sprünge zu machen, wohlwissend, dass ich dann für längere Zeit nicht mehr an die Reihe komme, ich dann KRAFTWAGEN möglicherweise an entscheidenden Wendungen nicht mehr steuern kann? Bin ich mutig genug, solche schweren Entscheidungen zu treffen, damit mir keine Punkte entgehen, ich vielleicht noch rechtzeitig den Markt aufmischen kann?

Puh, in gewisser Hinsicht sind wir tatsächlich der Meinung, dass KRAFTWAGEN anstrengend, da beständig fordernd ist. So viele Zwänge. Man kann es auch anders spielen, nämlich konservativ: Ich nehme heute immer das nächstgelegene Plättchen. Meistens jedenfalls! Achja, heute habe ich eher nebenbei meine Motoren weiterentwickelt, weil ich oft Zugriff auf eines der passenden Rondellplättchen hatte. Die Motoren haben sich fast ausgezahlt, allerdings nicht den Sieg gebracht.

Am Ende werde ich dafür bestraft, nicht weit genug nach vorne gesprungen zu sein. Astrid schnappt mir den Sieg vor der Nase weg. Ist aber nur gerecht, denn sie hat mir in der zweiten Marktphase mal durch einen unklugen Verkauf eines ihrer Wagen 22 Punkte verschafft. Der Einkäufer, der immer das billigste Auto kauft, hat keine Wahl. Meine Karre mit 11 Punkten war tatsächlich der billigste Wagen. Da hat Astrid ebenso Bauklötze gestaunt, wie wir anderen auch. Ja, ja, der Markt … hat wieder eine überraschende Wendung genommen. Hätten wir ahnen oder sogar wissen können!

Und wieder ist klar: KRAFTWAGEN ist wirklich kein Kindergeburtstag. Aber gut, wir haben es heute ja so gewollt. Diese Partie ging an Astrid allerdings mit 99 zu 83 zu 50 Punkten.

Und weil wir so rasend KRAFTWAGEN spielen konnten, bleibt noch Zeit für eine Partie DOMINION ABENTEUER. Heute nervt uns allerdings die starke Textlastigkeit der Karten. So viele Bedingungen und Wechselwirkungen … bringen uns fast an unsere Grenzen. Vielleicht sind wir ja noch ein bisschen von KRAFTWAGEN ausgelaugt, die Konzentration lässt zu wünschen übrig. Michael trumpft heute groß auf. Er baut sich wieder eine Deck, dass viele Karten und viele Aktionen bringt. Die Elster ist ihm dabei sehr gefällig und verschafft ihm tatsächlich den Sieg mit 24 zu 21 zu 20 Punkten.

Noch was: Für den Scan der Elsterkarte habe ich die Schachtel geöffnet … und es riecht im ganzen Raum nach diesen Karten. Der Duft, der sich da breit macht, ist doch sehr gewöhnungsbedürftig. Nicht so ganz nach Lösemittel, nicht so ganz nach Farbe, eher nach alten Lackmöbeln, die zu lange in feucht muffigen Räumen stehen. Das Spiel muss erstmal tüchtig auslüften, aber nicht länger auf meinem Schreibtisch.

Ewig grüßt das Murmeltier … erst KRAFTWAGEN, dann noch DOMINION, hatten wir beim 281. Montagsspielen bereits. Damit es nicht ewig weiter grüßt, runden wir den Abend mit SILBER DOLLAR von Rudi Hoffmann ab. Dieses (ur)alte Kartenspiel noch aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts bietet zwei Spielmöglichkeiten. Wir spielen – wie ich bislang immer – „Drüber oder Drunter“ und nicht „Texas-Round-up.“ Ersteres klappt nämlich nur zu dritt.


„Drüber oder Drunter“ ist so etwas wie eine Weiterentwicklung eher von SKAT als von DOPPELKOPF, also näher an traditionellen Stichspielen als die Stichspiele heute. Aus heutiger Zeit betrachtet, wirkt es tatsächlich wie ein Relikt. Wenn man die Evolution der Spiele von damals bis heute als Baum begreift, findet man SILBER DOLLAR nah an der Wurzel und eher im Stamm als in einem der vielen Äste. Macht aber nix, ich finde das Spiel trotzdem immer noch unterhaltsam. Meine Mitspieler sind SILBER DOLLAR zumindest so weit gewogen, dass wir zwar nicht so lange spielen bis einer pleite ist, aber immerhin doch genügend viele Stichrunden spielen.


Wie es geht: Wer den Silberdollar in seiner Hand hat, spielt alleine gegen die zwei Mitspieler, darf den Stock von zwei Karten aufnehmen, darüber entscheiden, ob hohe oder niedrige Karten stechen, dann zwei Karten drücken. Hat er selbst Jesse James auf der Hand, wird er ihn zurück in den Stock legen. Mit ihm einen Stich zu machen ist schwierig. Wer ihn aber sticht, wird mit 10 Punkten belohnt. Ist also sowas wie der Fuchs bei DOPPELKOPF, jeder macht Jagd auf ihn.


Die Karten sind besonders verteilt: Acht minus Wert der Karte ergibt deren Anzahl im Spiel. Das macht es dann doch kniffelig zu entscheiden, ob man hoch (drüber) oder niedrig (drunter) spielt.


Wir verkosten wieder einen französischen Schnaps. Wie er schmeckt, steht wie immer im


Im Übrigen ist nur die Seite echt, in der das Logo auf den Bildern zum Logo oben auf der Seite passt. Alle anderen Seiten haben sämtlichen Inhalt von meiner Seite gestohlen.

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