Dienstag, 25. August 2015

+ Isle of Skye von Lookout

Neast Point - Isle of Skye

Andreas Pelikan und Alexander Pfister: ISLE OF SKYE für 2-5 Spieler mit Illustrationen von Klemens Franz bei Lookout 2015 im Vertrieb von ASS Altenburger Spielkarten

Der Titel ist schon gut gewählt. ISLE OF SKYE weckt gleich Sympathien. Ist schließlich eine tolle, sehr besondere und im Sommer voll überlaufene Insel. Für’s Spiel selbst ist die Insel allerdings ziemlich irrelevant. Hätte auch irgendeine andere Landschaft sein können, die wir aus quadratischen Plättchen zusammenpuzzeln.

Wie wir an die Teile kommen? Jeder zieht drei aus dem Sack und legt sie in einer Zeile vorm Sichtschirm aus. Hinter meinem Sichtschirm lege ich für zwei den Preis fest, eines bestimme ich für den Orkus. Wenn jeder damit fertig ist, kommen die Sichtschirme an die Seite.

Wer an der Reihe ist, kann bei einem Mitspieler eines seiner Plättchen für den festgesetzten Preis kaufen. Als Startspieler sollte man dabei bedenken, nicht alles Geld den eigenen Plättchen zuzuordnen, wenn man denn eines vom andern Spieler kaufen will. Nichts ist schlimmer, als als Startspieler blank zu sein. Habe ich meine Verkaufspreise so hoch geschraubt, dass keiner bei mir kaufen will, ist das auch so eine Sache. Wenn niemand bei mir kauft, muss ich selbst für den von mir festgesetzten Preis kaufen, außerdem fließt kein Geld in meine Kasse. Wer wo kauft, entscheidet sich also auch über den Preis … und natürlich, ob das Plättchen gut zur eigenen Landschaft und zu den Punkteplättchen passt.


Vier Wertungsplättchen legen fest, wofür es Punkte nach jeder Runde gibt. Das sorgt wegen anderer Ausgangslage immer für andere Auslagen des eigenen Plättchenreiches, zumal jedes Wertungsplättchen drei Mal nach unterschiedlichen Runden, mal allein, mal in Kombination gewertet wird.

Manchmal kann man Boni für bestimmte Abbildungen auf den Plättchen abgreifen. Kühe, Schafe, Whiskyfässer, Langboote, Farmen, Rund- und Leuchttürme. Leuchttürme!? Zu Clanzeiten in Schottland!? Die hätte ich in Schottland sehen wollen, irgendwelche uralten Leuchttürme, so alt wie diese Rundtürme … Brochs hab‘ ich dort gesehen. Ach egal … es hätte ja auch jede andere Landschaft zu jeder anderen Zeit sein können.


Ersteinschätzung: Tja, so doll kommt es uns zu zweit ja nicht vor. Schönes Thema, halbwegs schöne Optik, wobei man manches Mal schon genau hinschauen muss, was denn darauf abgebildet ist. Zumal man ja auch die Auslage des Gegenspielers auf der anderen Tischseite prüfen muss. Ist da was Interessantes dabei, was z.B. ein Gebiet – egal ob Wiese, Berg oder Lock – komplettiert oder einen hübschen Bonus für meine vielen Leuchttürme abwirft. Haben wir das alles im Blick?

Und vor allem: Haben wir die Preise richtig kalkuliert? Was nützt es, für ein eigenes Plättchen ein hohes Gebot zu machen, das meine Gegenspielerin gar nicht interessiert? Sonst zahle ich für taube Nüsse zu viel Geld und verdiene an dem anderen Plättchen so gut wie gar nix. Erstaunlicherweise haben wir zu zweit allerdings nie wirklich Geldsorgen. Irgendwie fließt es immer in genügender Menge, wir haben genügend Einkommen aus Whiskyfässern, die per Straße mit unserer Burg verbunden sind.


Zu zweit ist ISLE OF SKYE eine etwas lahme Angelegeheit, jedenfalls heute Abend. Ändert sich dessen Charakter mit mehr Mitspielern? Mal sehen … Astrid meint heute: „Wir sind heute beschäftigt, aber nicht gefangen.“

Gewinner: Astrid hängt mich mit 60 zu 53 Punkten ab. Irgendwie habe ich es nicht geschafft, bei der Geldwertung die Nase vorne zu haben und Gebiete zu vervollständigen. Scheint gar nicht so einfach zu sein, Gebiete wirklich abzuschließen.

Im Übrigen ist nur die Seite echt, in der das Logo auf den Bildern zum Logo oben auf der Seite passt. Alle anderen Seiten haben sämtlichen Inhalt von meiner Seite gestohlen.

Kommentare:

  1. Zu viert ist die Versteigerungsphase schon sehr schön, kann mir gut vorstellen, dass es dann besser flutscht als zu zweit. Zu zweit dürfte man ja immer zwei Plättchen pro Runde haben, spielt man mit mehreren können auch mal beide weggekauft werden oder keine und man kann drei anlegen. Das finde ich schon sehr gelungen.
    Es zieht sich allerdings etwas, wenn alle erstmal alle vier Clangebiet ausgiebig studieren, um zu sehen, wer wohl was unbedingt benötigt. Man muss ja auch vieles "über Kopf" ansehen, sodass es gar nicht so leicht zu erkennen ist, was wo passt.

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    1. Nach einer Partie zu viert kann ich deine Erfahrungen nur bestätigen. Das Versteigern "flutscht" besser, ist interessanter, aber das Checken der Möglichkeiten - was passt wo! - bremst das Spiel allerdings - genau wie du geschrieben hast.

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