Dienstag, 31. März 2015

Das Ende … der Kleinanzeigen

Was für eine Entwicklung?! Eigentlich hätte ich erwartet, dass sämtliche Kleinanzeigen mit ebay verschwinden. Angebot und Nachfragen regulieren den Preis, nicht mehr die paar Verkäufer von Sammlerspielen, die alle in etwa denselben Preis verlangen. Zumindest aus der einschlägigen Fachpresse sind Kleinanzeigen schnell verschwunden. Was wurden damals noch fotokopierte Verkaufslisten verschickt, teils mit astronomischen Preisen für z.B. besonders seltene 3M-Spiele oder in der Spielbox hochgejubelte ältere Spiele.

Ich kaufte lieber auf Flohmärkten manchmal … für 'nen Appel und'n Ei meinen persönlichen heiligen Spielegral. Was war ich doch stolz auf mein erstes 3M-Sportspiel, leider nur mit zweiteiligem Spielfeld. Als Käufer waren Sammlerlisten und Kleinanzeigen für mich deshalb völlig irrelevant. Aber natürlich kannte ich auch Sammler, die sich anhand von Mondpreisen ihre Sammlung schönrechneten.


Kleinanzeigen für Spiele haben sich trotzdem gehalten. Im Netz ging's einfach weiter. Natürlich mit den bekannten, aber auch neuen Nebenwirkungen. Altbekannte Nebenwirkung: Dieselben Namen tauchen immer wieder auf. Neue Nebenwirkung: Verkäufer und Käufer fordern ernsthafte und faire Angebote. Heißt für Verkäufer, dass sie die ebay-Preise kennen und fordern, heißt aber auch für Käufer, dass sie die ebay-Preise kennen und möglichst nicht bezahlen wollen. Beide Typen warten also wie die Spinne im Netz auf Doofmänner, die zu billig ver- oder zu teuer kaufen. Manchmal wurde ich sogar angemailt, ob ich nicht dieses oder jenes Spiel verkaufen will. Mittlerweile weiß ich aus Erfahrung: Nachfragen beziehen sich nur auf wertvolle Spiele, die jemand billig abgreifen will.

Im Kleinanzeigenteil der Spielbox habe ich häufiger mal lustige, eher lachhafte Kleinanzeigen gefunden. Letztens musste ich über „Ich zahle gerne die marktüblichen Preise, gierige Verkäufer und Personen die Spiele als Wertanlage sehen brauchen sich bei mir nicht melden.“ herzlich lachen. Wenn der Anzeigensteller auch noch die Spiele beim Namen nennt und damit als teuer outet, muss er wohl oder übel tatsächlich marktübliche Preise zahlen, wenn er denn kaufen will. Aber wer meldet sich schon auf so eine komische Anzeige?

Aber mit den vielen Verkaufsanzeigen bei der Spielbox dürfte von jetzt auf gleich Schluss sein, wenn denn dafür tatsächlich Geld gefordert wird. „Gierige Verkäufer“ sind eben nicht bereit, an ebay oder Spielbox Gebühren zu zahlen. Diese Karawane zieht mit Gemaule einfach weiter. Irgendwo findet sich ein Plätzchen, um weiterhin so wie immer und massenhaft Kleinanzeigen zu schalten.

Und bei der Spielbox waren es wirklich viele. Ich hab' die unfreiwillig lustigen, anmaßenden und frechen Anzeigen über meinen rss-Reader abonniert, um sie irgendwann für „Das Ende ...“ zu benutzen. Aber alle lesen, das konnte ich längst nicht mehr … viel zu viele! Gibt es bei der Spielbox wirklich so viele potenzielle Kunden oder nur mehr Verkäufer als Käufer?

Jetzt muss ich dieses Ende doch schon bringen, denn die Spielbox nimmt nun tatsächlich Geld für Verkaufsanzeigen. Bei der Spielbox ist dann Schluss mit lustig.

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