Dienstag, 25. November 2014

+ Five Tribes von Days of Wonder

Bruno Cathala: FIVE TRIBES für 2-4 Spieler mit Grafik von Clement Masson bei Days of Wonder 2014

Was für eine abstruse Geschichte … von einem verwaisten Thron im Sultanat Naqala. Alles Mumpitz, denn wir spielen heute im Sultanat Mancala. Kennen Sie, oder? Nur dass dieses Mal nicht Bohnen in Mulden, sondern Meeple in fünf Sippen(farben) auf Ortskärtchen verteilt werden.

FIVE TRIBES macht schon was her, wobei allerdings Meeple wegen ihrer normalkräftigen Farben die Auslage dominieren. Was liegt nochmal darunter? Und warum sind die Spielerfarben ebenfalls so knallig? Gut, dafür sind dann Palmen nicht grün, sondern weiß, aber die Paläste wenigstens golden.

Aber zurück ins Sultanat Mancala: Man greift sich immer alle Meeple eines Feldes und verteilt sie so über die variable Auslage, dass auf dem letzten Feld mindestens ein gleichfarbiger Meeple steht, wie man ihn als letzten noch in der Hand hält. Und je nach Farbe, geschehen seltsame … nee, nee, so seltsam ist das nicht. Alles hübsch geregelt: Jede Farbe hat ihre Option, zudem wird noch die Aktion des Zielfeldes ausgeführt. Ist es leer, kommt ein eigenes Kamel darauf … oder manchmal auch eine Palme oder ein Palast.
Ersteinschätzung: Und wie das immer so ist, wenn man Figuren in die Hand nimmt, um sie dann zu verteilen … sieht man oft gar nicht die beste aller besten Möglichkeiten … oder meint, sie nicht zu finden, weshalb man lange grübeln muss, welche Möglichkeit wohl die beste aller besten Möglichkeiten zu sein scheint. Und weil man vorher um die Startposition bietet, muss man auch noch kalkulieren, wie hoch der Punktegewinn netto dann ist. Zu viel Geld für die Startposition auszugeben, ist schließlich nicht klug. Upps, jetzt habe ich vergessen, wie viele Punkte ich machen kann, wenn ich als Erster an die Reihe komme. Moment, noch ein kurzes Momentchen … Und wenn ich als Zweiter dran bin, was ist dann noch drin? Könnte ich mal rechnen, aber was weiß ich, was mein Vorgänger macht? Übersieht er gar die Superduperextraknalleraktion?
Tja, im Endspiel wird das alles noch schlimmer. Wer da nicht rechnet, wird niemals Sultan. Allerdings muss man FIVE TRIBES dann doch zu Gute halten, dass der Meeple-Mancala-Verteilungsmechanismus zwar uralt, aber im Spiel richtig frisch und herausfordernd ist. Wäre da nicht die ewige Rechnerei, wie viele Punkte ich ausgeben muss, um wie viele Punkte zu erlagen. Herbert ist das zu anstrengend. Für solches „Man sieht es oder man sieht es nicht“ hat er nicht viel übrig.

Gewinner: Natürlich sehe ich sowas, sehe vor allem lange wie der sichere Gewinner aus. Ich habe da so einen Dschinn unter Vertrag nehmen können, der mich leere Felder mit Kamelen besetzen lässt. Die liebe Leta forciert auch noch das Spielende, denn wenn meine Kamele alle auf den Feldern stehen, ist FIVE TRIBES fast zu Ende. Und dass es am Ende doch noch knapp wird, hat keiner geglaubt, denn ich hatte den Sieg doch sowieso schon in der Tasche. Ja, habe ich dann doch noch. Ich gewinne gerade eben mit 139 zu 134 zu 122 Punkten. Und Herbert findet das Spiel doof!

1 Kommentar:

  1. Dieses Spiel muss man wahrscheinlich ziemlich oft spielen, um vom Endergebnis nicht ganz überrascht zu werden. Finde ich aber ganz reizvoll, wenngleich ich es mit einigen auf gar keinen Fall auf den Tisch bringen werde, wegen akuter Kopfexplosionsgefahr.
    Irgendwie hätte man doch bestimmt auch das eine oder andere Element rausnehmen können, die Ressourcenkarten oder die Flaschengeister... Wäre immer noch gut gewesen.

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