Dienstag, 18. November 2014

Das 251. Montagsspielen (21/2014) am 03.11.2014 mit Orleans und Zeitalter des Krieges


Weiter mit den Neuheiten

Es geht voran, der Neuheitenberg wird abgearbeitet, ganz systematisch. Aus der Lostrommel mit den Neuheiten ziehen wir heute tatsächlich Orleans. Gut, ich habe bei der Ziehung ein bisschen nachgeholfen, die Auswahl des Spiels nicht dem Zufall überlassen. Wäre ja auch allzu dämlich, aus dem Neuheitenpool ein x-beliebiges Spiel fürs Montagsspielen auszuwählen, womöglich eine Graupe zu spielen. Aber wer weiß schon …

… ob sich ORLEANS nicht doch als Spiel mit Killerstrategie erweist. Jedenfalls schlugen die Wellen so hoch, worauf sich der Verlag genötigt sah, das Badehaus abzuschwächen. Wir spielen deshalb mit geänderten Regeln: Zwei Arbeiter aus dem Sack ziehen, einer wieder retour.
Und dann zeigt uns Astrid, wo der Hammer hängt. Sie setzt auf Mechanisierung und kauft sich die beiden Faktoreien, die die wertvollsten Waren produzieren. Zusammen mit je einem Mühlrad auf Schneiderei und Wollmanufaktur und ein paar Mönchen produziert sie dann irgendwann jede Runde neun Siegpunkte, fünf für Brokat und vier Punkte für Wolle. Boah, das ist ja eine … Killerstrategie! Nach Zweidritteln der Spielzeit wollen wir schon aufgeben. Dagegen zu stinken scheint unmöglich. Ihre Punktemaschine läuft und läuft.

Aber wir Montagsspieler sind leidensfähig, auch bei Killerstrategien! Wir spielen bis zum bitteren Ende. Und siehe da: Zusammen mit Kontoren, Bürgerplättchen und Entwicklungspunkten mache ich 84 Punkte, insgesamt dann 175 Punkte. Logisch, denn das ist ab sofort meine Killerstrategie! Ja, klar … ich habe ORLEANS gegen die andere Killerstrategie gewonnen. Wahrscheinlich nur, weil jeder eine eigene Killerstrategie verfolgte. So endet das Spiel mit 175 zu 101 zu 100 Punkten. Und ich habe bestimmt nur so haushoch gewonnen, weil ich ORLEANS bereits gespielt habe. Das scheint überhaupt der Anti-Killerstrategie-Vorwurf zu sein: Du gewinnst ja nur, weil du das Spiel schon kennst.

Als Absacker gleich noch zwei Partien ZEITALTER DES KRIEGES von Knizia. Wirklich nur von Knizia? Nein, als Assistenten des Autors werden Sebastian Bleasdale and Kevin Jacklin genannt. Mann, der Knizia unterhält scheints wirklich eine Meisterschule mittelalterlicher Prägung. Meister Knizia gibt seinen Namen, die beiden Gesellen vollenden sein Werk.

Aber worum geht’s? Japanische Festungen müssen erobert werden, Wurf für Wurf. Da wird nicht jedes Mal ein Würfel herausgelegt, um eine Festungsreihe zu erstürmen. Hier wird das altbekannte Würfelspielprinzip umgedreht. Die Vorgabe einer Festungsreihe muss in einem Wurf erfüllt werden. Also? Welche Würfel lege ich auf welche Reihe? Und schaffe ich das überhaupt mit zwei verbleibenden Würfeln? Jeder Fehlwurf führt nur dazu, dass ich einen Würfel verliere. Klar, beim Erstürmen von Festungen erleidet man Verluste. ZEITALTER DES KRIEGES ist, wenn es nach der Lautstärke heute Abend geht, ein super Spiel. Edo will nicht fallen, alle holen sich blutige Nasen und heulen um die Wette. Als Edo dann doch noch fällt, übertönt infernalisches Siegesgeheul das Gestöhne aller gescheiterten Angreifer. Immerhin geht dieses Endspiel schneller über die Bühne, als ich es erwartet hätte. Manches Anrennen auf eine Burg kann sich ganz schön ziehen.

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