Dienstag, 21. Oktober 2014

Rezension: 7 Steps von Kosmos

Michael Kiesling und Reinhard Staupe: 7 STEPS mit Grafik von Andreas Resch, SENSiT Communication, für 2 bis 4 Spieler bei Kosmos 2014

Eleganz nicht ganz

Manche Spiele sind ja nun wirklich elegant. Mal ist es die Optik, mal die Spielidee. Und bei 7 STEPS ist es ganz eindeutig die Spielidee. Sieben Steine, sieben Farben, sieben Ebenen, sieben Spielfelder mit sieben Feldern. Und das Spiel baut sich von selbst auf. Das passt …

Die Spielsteine sind Scheiben, die aufs Brett müssen. Feld für Feld wird belegt, gleiche Farbe auf gleiche Farbe. Je höher, also weiter oben im Stapel sie dann liegen, desto mehr Punkte. Auf dem Spielfeld ein Punkt, als zweite Scheibe im Turm zwei Punkte … usw. Wobei ich bislang noch keinen Siebener-Turm erlebt habe, der dann – ganz elegant – Scheibe für Scheibe auf sechs andere Felder verteilt wird.


Und was folgt aus der Wertung? … Denken Sie nach … nach … nach. Gut, wollen wir das abkürzen und nur zu zweit spielen?! Ist irgendwie besser, denn nur einer kann darüber nachdenken, wo es sich am meisten lohnt, Scheiben aneinandergrenzend in einer Reihe Ebene für Ebene steigen zu lassen. Die anderen könnten nachdenken, lohnt sich aber oft nur bedingt. Außer man hat eines der Bauhilfe- oder Siegpunktplättchen auf der Hand. Da eröffnen sich Möglichkeiten, die anderen vielleicht nicht zustehen. An diese Plättchen kommt aber nur, wer mal weniger als sieben Punkte gemacht hat. Ist also ein ganz pfiffiger Ausgleich, wobei ich immer eher zu den Bauhilfeplättchen tendiere. Ist mehr drin, wenn man's denn sieht.

einfacher Spielplanaufbau - alle Farben auf einem Haufen
Sehen muss man gut. Nicht nur die optimale Möglichkeit, sondern auch die Farben hinter dem Sichtschirm. Da entpuppt sich die Farbwahl als nicht ganz so elegant. Gelb und Weiß sind für mich im Halbschatten des Sichtschirms kaum zu unterscheiden. Schade eigentlich … und auf einem Bauhilfeplättchen steht fälschlich eine 1 statt einer 5. Was schon fast nicht mehr als Fehler zählt und vom Verlag auch ausgemerzt wird.

variabler Spielplanaufaufbau - alle Farben gemischt

7 STEPS bietet Eleganz, aber wegen der misslichen Farbe der Scheiben nicht ganz. Doch wegen seiner kurzen Regeln, der durchaus vorhandenen Spieltiefe, dem variablen Spielfeldaufbau und der überraschend positiven Aufnahme des Spiels durch meine Frau … Sie merken, ich finde schon alle Gründe, 7 STEPS richtig gut zu finden. Aber ich würde 7 STEPS niemals – wirklich niemals! - zu dritt oder viert angehen. Wäre mir zu grübelig, zu däumchendrehig und viel zu lahm.

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