Dienstag, 18. Juni 2013

Rezension: Kniffel - Das Kartenspiel von Schmidt

Ted Alspach: KNIFFEL – DAS KARTENSPIEL für 2 bis 4 Spieler mit Illustrationen von Anne Pätzke bei Schmidt 2013

Thema: KNIFFEL mit Karten. Tja, nicht wirklich, denn das Spiel gab's in den Staaten früher schon als PERPETUAL-MOTION MACHINE ganz ohne KNI... Und jetzt halt bei uns mit KNIFFEL-Thema.
Optik: Der Schriftzug für den Titel ist Original-Kniffel. Ansonsten alles schön poppig und übersichtlich. Die Tableaus sind aus dicker Pappe, dafür hätte die Qualität der Karten besser sein können, sind mir zu labberig.

Mechanik: Das Kartenspiel ist eher ein Wettrennen, schließlich geht’s darum, als Erster alle seine Steine auf dem Tableau unterzubringen. Geht durch Pokerkombinationen. Und je schwieriger die Kartenkombination, desto mehr Möglichkeiten. Nur leider muss man diese Kombi mehrfach erfüllen, bevor man richtig viele Steine auf einen Schlag ablegen kann. Da kann man sich auch mit zwei Paaren behelfen. Zwei Steine, das von Beginn an, kommen aufs Tableau. Also was tun? Schnell und direkt oder erst die Möglichkeiten optimieren? Mehr Karten nachziehen, mehr Karten behalten oder mehr Karten abschmeißen dürfen? Gerade das Abschmeißen wird gerne unterschätzt. Viel zu oft ballert man sich die Hand mit unnützen Karten zu, die dann einzeln Runde für Runde wieder entsorgt werden müssen. Immerhin kommt dann ein Stein aus der persönlichen Reserve in die aktive Spielzone. Nur von dort dürfen die Steine aufs Tableau gesetzt werden.
Fazit: Tja, tja … wie sag' ich's dem Kinde? Wie hoch ist Ihr Anspruch an ein Spiel? KNIFFEL – DAS KARTENSPIEL ist leichte Kost, hat durchaus ein paar spannende Momente. Ziehe ich die richtigen Karten nach? Wie kombiniere ich meine Karten am besten? Sind die Mitspieler womöglich schneller als ich? Das Spiel läuft rund, auch wenn man ständig den Nachziehstapel neu mischen muss. Es ist lockere, seichte Unterhaltung … für die richtige Zielgruppe. Das galt auch schon immer für KNIFFEL – ohne Karten. Da sei eine Milchmädchenrechnung erlaubt: Wenn 10% der Deutschen Kniffel besitzen und sich davon nur jeder Hundertste DAS KARTENSPIEL zulegt, ist der Verlag immer noch mehr als sehr gut bedient.
Listenfaktor: Nee, nada, niente ...keine Chance. Auch nicht in der kniffeligeren Variante. Die macht das Spiel nicht wirklich besser … nur langatmiger, zäher.

2 Kommentare:

  1. Die ständigen Variationen von Kniffel sorgen dafür, dass es nie aus der Mode kommt und es ist kein Wunder, dass es über 50 Millionen Mal pro Jahr verkauft wird! :)

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