Donnerstag, 21. Juni 2012

+ Die ersten Funken von 2F Spiele

Friedemann Friese: DIE ERSTEN FUNKEN für 2 bis 6 Spieler bei 2F Spiele 2011, Grafik von Lars-Arne „Maura“ Kalusky

Wir hätten wissen können, dass schon in der Steinzeit Stromtrassen gezogen wurden. Und die Kraftwerke sind die Jagdgründe. Nee, die Fortschritts- und Wissenskarten sind's. Wirklich? Ich weiß das gar nicht mehr so genau. Zu lange liegt die erste (fatalerweise auch einzige) Partie des bekannten Vorläufers FUNKENSCHLAG zurück. Und da geht es bekanntlich um Strom, nicht um Essen und Vermehrung.
Jetzt schicken wir unsere Stammesmitglieder auf die Jagd. Mammuts, Bären, Fische und Früchte bringen unterschiedlich viel Nahrung. Und Nahrungspunkte sind so ziemlich Motor für alles. Nicht nur die Vermehrungsrate wird durch Nahrung gesteigert, auch neue Technologien und Wissen müssen mit Nahrung ersteigert werden. Fürs Leben in der Steinzeit, aber auch fürs Gewinnen, braucht man eine bestimmte Anzahl Jäger auf dem B(r)ett. Die muss man erst erzeugen und immer ernähren. Essen und Sex waren also schon in der Steinzeit die Antriebsfeder für alles, was Menschen – sogar Spieleautoren – treiben.
Ersteinschätzung: Spiele zu erklären könnte so einfach sein … wenn diese Regel nicht so schrecklich formuliert wäre. Ist wahrscheinlich eine mündliche Überlieferung aus der spielerischen Steinzeit. Nach vielen Diskussionen schaffen wir den Einstieg … und nur ich fühle mich gebeutelt. Ich bin Vater der meisten Jäger, keiner hat mehr auf dem Plan. Wer den größten Stamm führt, wird systematisch benachteiligt. In bestimmten wichtigen Phasen komme ich immer als Letzter an die Reihe. Wann wer an die Reihe kommt, in welcher Phase die Runde mit dem Letzt- oder Erstplatzierten beginnt, muss sich jeder merken. Hätte man die Zugreihenfolge nicht irgendwo unterbringen können? … wäre ein echter Fortschritt für denkfaule Steinzeitler?
Trotz dieser redaktionellen Versäumnisse, DIE ERSTEN FUNKEN sprühen … aber das Feuer entfachen sie so richtig dann doch nicht.
Gewinner: Obwohl ich die ganze Zeit benachteiligt werde, gewinne ich! … gut, ich erschleiche mir den Sieg. Herbert verpennt nämlich das abrupte Spielende, denkt, dass mein hungerleidender Stamm die kommende Runde nicht durchstehen wird, ihm der Sieg dadurch in den Schoß fällt. Pustekuchen! Ich schaffe es bis zum Ende. Und Herbert hätte genug Nahrung, um sein Volk wie die Karnickel zu vermehren und mir auf einen Schlag die Führung zu entreißen. So verpasst er seinem Sieg.
Mittelmäßigkeit: Herbert fasst es in seiner Note zusammen: Eine gute Drei. Gutes Mittelmaß eben. Wir sollten doch irgendwann das wahre, echte, einzige FUNKENSCHLAG spielen. … ach, schaffen wir doch nie!

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