Donnerstag, 19. April 2012

+ Aquileia von Zoch

Cielo D'oro: AQUILEIA für 3-5 Personen bei Zoch 2011, Illustrationen von Geoffrey Cramm und Victor Boden

Römerplacement

Brot und Spiele im Alten Rom … also Punktesammeln. An verschiedenen Stellen im Alten Rom sammeln wir Geld, Würfel oder Punkte. Letztere indirekt über Gebäude. Um Gebäude zu aktivieren, muss man einen seiner Römer in den Hafen stellen. Handfester kommt man zu Punkten, wenn man die Arena betritt und als Gladiator siegreich ist. Und eher sehr indirekt kommt man auch im Theater oder beim Pferderennen an Punkte. Dort gibt’s Mulitplikatorenkarten für erbaute Villen, die aber erst am Ende abgerechnet werden. Ach ja, beim Pferderennen kann man ebenso wie in der Arena Geld verdienen. Drei Sorten sind im Angebot: Kupfer, Silber, Gold. Außer in der Wechselstube wird übrigens nicht gewechselt. In Rom gibt’s also drei verschiedene Währungen.
Ersteinschätzung: Im Spiel greift alles prima ineinander, lässt sogar unterschiedliche Strategien zu: Bonuskarten+Villen oder Gebäude+Hafen. Beides muss man mit Sklaven und Geld anreichern. Das schnelle Geld gibt’s in der Arena und beim Pferderennen. Ach, eigentlich braucht man alles. Auch Waffen für den Gladiatorenkampf und gute Pferde fürs Rennen.
Wir spielen zu Dritt, da bleibt reichlich Platz in Rom. Überall genügend freie Plätze für freie Römer, Platzmangel wird sich eher zu Viert oder Fünft einstellen. Mehr Spieler wären sicher besser. So oder so, eine „gewisse“ Spannung – wer macht wohl was wo? – ist deutlich spürbar, macht das Spiel durchaus attraktiv.
Ich fände AQUILEIA richtig gut, wenn es nicht ein Zoch-Spiel im Goldsieber-Look wäre. Die Römer als einfache Mensch-Ärger-Dich-Nicht-Püppchen, das muss man sich mal vorstellen. Muss man lieblos gestaltete Goldsieber- oder Noris-Spiele ausgerechnet dem Ausstattungsprofi Zoch unterschieben? Oder dieses eher Spieler-Spiel? Ob das auf Dauer gut ist? Für Goldsieber und Zoch? Da können die Spiele noch so gut sein.
Gewinner: Die Partie wird zu einer ganz knappen Kiste. Tom fühlt sich gänzlich abgeschlagen, kommt aber doch noch bis auf einen Punkt heran. Hätte er nur noch ein einziges Mal in der letzten Runde eine Villa gebaut, er hätte haushoch gewonnen. So kommt er durch einen letzten Theaterbesuch zwar auf insgesamt 9 Bonuskarten, aber neun Mal „wenig“ ist halt doch weniger als acht Mal „mehr“ Villen. So kann ich heute „souverän“ mit der Gebäude+Hafen-Strategie mit 107 zu 106 und 106 Punkte gewinnen. Ist die Villa+Bonuskarten-Strategie vielleicht doch stärker, nicht sowieso die beste Strategie? Im Spiel zu Dritt vielleicht, denn da gab's nur wenig Konkurrenz um die Multiplikatorenkarten.
Mittelmäßigkeitsfaktor: Höher als bei einem Zoch-Spiel zu erwarten wäre, weil es optisch nur auf Goldsieber-Niveau liegt, obwohl es ein Spieler-Spiel ist. Und den Titel wird außer Italienern wohl niemand richtig schreiben können.

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