Montag, 26. September 2011

+ Ruhm für Rom

Carl Chudyk: RUHM FÜR ROM für 2 bis 5 Personen bei Lookout Ludi 2011

KAMPF UM ROHM war mal mein Lieblings-Siedler-Derivat. Gesehen? Und es ist mein absoluter Lieblingstippfehler. Selbst drei Korrekturleser haben diesen Tippfehler übersehen, weshalb er auch noch in der Fairplay schwarz auf weiß gedruckt erschien. Für solche Tippfehler bin ich immer gut, wie wäre es also mit RUM FÜR ROHM?
Alkohol und ROM vertragen sich allerdings überhaupt nicht, denn dieses Kartenspiel erfordert volle Konzentration. Jede Handkarte hat doch drei Funktionen: Gebäude, Baumaterial und Rolle. Mit jeder Rolle organisiert man sein persönliches Rom: Baut mit Handwerkern und Baumeistern an Gebäuden, Arbeiter schaffen Baumaterial herbei, ein Patron wirbt Klienten zur Unterstützung an, Kaufleute zweigen Baumaterial in meine Privatschatulle ab, und Legionäre beschaffen von meinen beiden Nachbarn und vom Umschlagplatz Baumaterial. Die Gabe ist natürlich ganz freiwillig, nur wer nix hat, antwortet mit „Ruhm für Rom.“
Die Bauwerke sind schon sehr wichtig, denn erstens verschaffen sie mir Siegpunkte und zweitens mehr Handlungsmöglichkeiten.
Ersteinschätzung: Hat man den Überblick oder hat man ihn nicht? RUHM FÜR ROM setzt eine Entwicklungsspirale in Gang, die volle Aufmerksamkeit verlangt. Nicht nur für das eigentliche Karten-Handling. Je nachdem, was für Gebäude zu Beginn errichtet werden, ergeben sich bestimmte Strategien fast von selbst. Aber kommt man auch an die richtigen Karten? Und zu Beginn die große Frage: Was sind die richtigen Karten?
In der ersten Partie ist Strategie ein eher nebensächliches Gedankenspiel, ich jedenfalls fühle mich getrieben. Was tun? Denken? Klar, aber wenn wir vier intensiv nachdenken, dann dauert und dauert es. Drei Montagsspieler sind da ganz einsichtig, nur Tom denkt intensiv nach – zu Recht, denn ...
Gewinner: … ist natürlich Tom. Er hat einen Haufen Klienten, die er dank seines Forums und eines Lagerhausgebäudes auch als Arbeiter einsetzen darf. Das spült ihm Unmengen von Baumaterial in sein Lager, das dann Kaufleute in Siegpunkte umwandeln. Für uns hätte jede Rollenwahl, die auch Toms Klienten zum Zug kommen lassen, obsolet sein sollen. Aber wer hat das schon alles in der ersten Partie im Blick? Selbst Tom nicht, denn statt vieler Baumeister, die das Baumaterial aus seinem Lager hätten verbauen können, hat er drei Handwerker unter seinen Klienten. Handwerker nehmen nur Baumaterial aus der Hand, und seine Hand war nicht sehr voll. Aber eigentlich hat Tom sowieso auf einen sofortigen Sieg durch sein Forum gespielt … Was nicht geklappt hat, gewonnen hat er trotzdem. Mit 25 zu 20, 19 und 13 Punkten.

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