Dienstag, 15. Februar 2011

+ Sobek

Bruno Cathala : SOBEK für 2 - 4 Personen, Gameworks, Asmodee 2010

Thematisch spielt SOBEK in Ägypten, inhaltlich ist es ein Kartensammelspiel – das Thema ist sehr beliebig, aber gerade wegen des Volksaufstands wenigstens in den Medien. Die Anzahl der Karten eines Satzes ist viel wichtiger, je mehr desto besser. Leider sind nicht alle Karten mit Skarabäen versehen. Viele Skarabäen sind besonders gut, denn deren Anzahl multipliziert mit der Kartenzahl ergibt die Siegpunkte des Satzes. Je nach Kartensorte sind viele oder weniger Siegpunkte drin.
Mehr oder minder übel sind Bestechungskarten, die man aus der Auslage nehmen muss, wenn man nicht die erste Karte der Kartenreihe nehmen will. Will man die vierte Karte für einen lukrativen Satz, bekommt man die drei Karten davor als Bestechungskarten. Gut, dass man sowieso nur unter den ersten vier Karten wählen darf, und gut auch, dass nur derjenige mit Punktabzug bestraft wird, der am Schluss die meisten Bestechungskarten aufgehäuft hat.
Dann gibt’s noch Sonderkarten, deren Funktion man nachschlagen muss, so man mit ihnen nicht einen Kartensatz verlängert. Ach, eigentlich erklären sich diese Karten dann doch von selbst, ebenso wie die Bonuschips und deren Funktionen. Wer als erster ein Set auslegt, darf unter allen Bonuschips wählen. Die Auswahl wird dann immer kleiner … und wahrscheinlich auch schlechter.
Ersteinschätzung: SOBEK bietet alles, was Autor und Verlag leisten können. Tolle Schachtel, tolle Optik. Ja, das ganze Spiel ist so glattpoliert, dass es allen Charme, allen Spielreiz verliert. Es lässt sich einfach so und ganz prima runterspielen, als wäre es eine nette Beschäftigungstherapie. Dieses Gefühl hatte ich auch schon bei JAIPUR. Ich mag's einfach nicht, völlig emotionslos zu spielen. SOBEK turnt mich keinen Augenblick an. Aber wie bei JAIPUR vertrete ich die Mindermeinung. Wahrscheinlich habe ich bereits während der Partie zu viel geunkt, denn so gut hat es auch den anderen Montagsspielern nicht gefallen.
Gewinner: Auch der Sieger kann ein Spiel nur so lala finden. Michael gewinnt mit 102 zu 93, 73 und 63 Punkten. Ich glaube aber, dass wir uns bei Michaels Punkten verrechnet haben. Waren es nicht 103 Punkte?

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