Donnerstag, 3. Februar 2011

+ Magnum Sal

Marcin Krupinski und Filip Milunski: MAGNUM SAL für 2 - 4 Personen, Leonardo Games 2010

In Polen gibt es eine unterirdische Kathedrale – in einem Salzbergwerk. In MAGNUM SAL wird eben dieses Bergwerk bespielt – mittlerweile ganz klassisch als Worker-Placement-Spiel. Wir setzen Arbeiter in Gebäude, um deren Funktion zu nutzen, schicken sie in die Stollen – bis ins dritte Untergeschoss – um dort Salz zu holen und Wasser fernzuhalten. Und wir schicken sie auf den Weg zum König, ihm unser gefördertes Salz zu verkaufen. Der König erteilt ganz bestimmte Aufträge, man muss braunes, grünes oder weißes Salz in bestimmten Kombinationen abliefern. Und man muss sich sputen, denn allzu viele Aufträge wird man nicht an Land ziehen können, einen, vielleicht sogar zwei, mehr kaum.
Im 1. UG geht's los
Ersteinschätzung: Was man auch tut, muss wohl erwogen werden. Das ist allerdings nur ein Euphemismus fürs Rechnen und Grübeln. Es geht schließlich nicht um ein paar Groschen, es geht um jeden einzelnen, lumpigen Groschen.
Der Salzabbau beginnt mehr oder minder schleppend. Wasser in den Stollen ist schon sehr hinderlich, auch das knappe Geld für z.B. zusätzliche Bergleute. So müht man sich, bis das Spiel an Fahrt aufnimmt. In tieferen Stollen gibt es das lukrative weiße Salz, außerdem hat man dann hoffentlich sich selbst eine gute Infrastruktur geschaffen. Man lauert auf den großen Fisch, auf die ultimative Salzförderung, tief unten im Berg. Dann holt man raus was nur geht.
Man beachte die blauen Wasserwürfel
Trotz interessanter Anlagen bleibt MAGNUM SAL ein anstrengendes Mikromanagement-Spiel. Im Bergwerk gibt es nur Klein-Klein, darüber kann man sehr gut grübeln, in der Endphase muss man sogar intensiv rechnen. Wer will, kann seine Rendite bis auf den letzten Groschen kalkulieren. So was ist aber nicht nur mir zu aufwendig, zu wenig Spiel. Bei aller Liebe für das Thema und für interessante Ansätze, aber MAGNUM SAL wird bei den Montagsspielern eher nicht mehr auf den Tisch kommen.
Gewinner: Ich habe das Bergwerksgen, nur deshalb fällt mir mit 84 Punkten der Sieg in den Schoß. Außerdem kassieren meine Arbeiter kräftig mit. Wenn jemand die Pumpe in Betrieb nimmt, um Wasser los zu werden, ist mein Mann dabei. Wenn jemand eine Ausrüstungskarte kauft, mein Mann ist dabei. Da kommt oft genug der eine oder andere zusätzliche Groschen in meine Kasse. Das Ergebnis der anderen: 71, 71 und 70 Punkte.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für Ihren Kommentar.

Nur noch einen (kurzen, längeren, langen) Augenblick, dann schalte ich Ihren Kommentar (bestimmt, vielleicht, nie) frei.

Gänzlich anonyme Kommentare veröffentliche ich nicht.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...