Donnerstag, 23. September 2010

+ Die Minen von Zavandor

Alexander Pfister: Die Minen von Zavandor für 2 bis 4 Spieler, Lookout Games 2010

Zavandor ist nicht Moria. Gefahr lauert da unten keine, es warten Edelsteine auf uns. Damit ersteigern wir „Erweiterungskarten,“ die das Leben in der Mine erträglicher machen und nebenbei noch Siegpunkte generieren. Das läuft nach alter Väter Sitte: Einkommen in Edelstein(kart)en aus vier unterschiedlichen Minen kassieren, untereinander 1:1 oder mit der Bank 2:1 tauschen, auf die wichtigen Erweiterungskarten in den vier Farben bieten und vielleicht sogar erwerben. Zu dritt spielen die Rubinmine (rot) und deren Erweiterungskarten nicht mit.
Die Erweiterungskarten muss man, ebenso wie den eigenen Clan und den „Packdrachen“ erst mit Klötzchen aufladen. Je mehr drauf liegen, umso besser wirkt die Karte, umso mehr Einkommen generiert der Clan, desto eher wird die Einkommensbeschränkung von 6 Edelstein(kart)en aufgehoben. Und erst wenn alle erforderlichen Klötzchen darauf liegen, gibt’s die versprochenen Siegpunkte.
Man muss schon geschickt haushalten, denn Edelsteine, die man für dieses Aufwerten ausgeben will, darf man in derselben Runde nicht für das Ersteigern neuer Erweiterungskarten einsetzen. Alle gebotenen Edelsteine sind tabu, selbst wenn man gar nichts ersteigern konnte. Zudem entscheidet der Höchstbietende der Erweiterungskarten aus der Saphirmine, welche Edelsteinsorte abgegeben werden muss, damit man überhaupt Erweiterungskarten mit Klötzchen bestücken darf: Farbe und/oder Anzahl der Steine. Einige Erweiterungskarten geben aber die Farbe vor, das erleichtert das Spielerleben, denn man ist frei von einsamen Entscheidungen. Sonst muss man vorbauen, sich beide Möglichkeiten offen halten oder den richtigen Riecher beweisen. Das Spiel ist nämlich zu kurz, als dass man Tempo verlieren sollte.
Ersteinschätzung: Das ist natürlich wieder eines der ungezählten Management- bzw. Optimierungsspiele. Hat da jemand bei Lookout einen Faible für diese Art Spiel? Ist ja nicht das erste Spiel dieser Art in deren Programm. Mühsam ist das Spielerleben in den MINEN VON ZAVANDOR: Hantieren mit und Verwalten der leicht unübersichtlich und vielen Karten. Es entsteht einiges an Gewusel auf dem Tisch, der nicht klein sein darf.
Das Spiel wurde für ordentlich befunden. Wir spielen komplett unterschiedliche Strategien. Ich baue die Einkommensleiste meines Zwergenclans nur so weit aus, dass ich drei Edelsteine von der blauen Saphirmine ziehen darf – darunter sollte man nicht bleiben. Die anderen sind bei ihrem Stammclan aktiver, kriegen sogar später ein wichtiges Klötzchen gratis. Ich ersteigere dagegen Erweiterungskarten mit vorgegebener Farbe – Adieu Abhängigkeit! Der Gewinner der Saphir-Auktion kann dann entscheiden was er will und den König setzen, wohin er will. Der König ist übrigens so eine Art Zähler für Spielende. Erreicht er das letzte Feld im Berg, ist das Spiel zu Ende.
Sechs Plätze hat jeder für Erweiterungskarten auf seinem Tableau, deshalb sollten sich die Ausbauten gut ergänzen. Ich ersteigere Clans, um zusätzliches Einkommen aus höherwertigeren Minen zu erzielen, und Karten, die andere Karten aufwerten, zumindest aber viele Siegpunkte bringen – natürlich vorwiegend Karten einer Farbe. Haste was, dann biste was, deshalb lohnt die Spezialisierung auf eine Mine (=Farbe) – ich setze auf Grün. Gerade im Dunkeln ist Grün gut für die Augen.
Gewinner: Da hab' ich so gedacht, dass ich die Partie schon schaukeln würde, alles richtig gemacht hätte. Pustekuchen! Christian spielt konservativ und hat am Ende genauso viele Punkte wie ich und hat am Ende eine Edelsteinkarte mehr übrig behalten. Er gewinnt er mit 39 Punkten. Die Punkte der anderen: 39 und 38. Wer ist der Loser?

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